Agatha Christie – Die Schattenhand/The Moving Finger

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  • Kurzbeschreibung Amazon.de:


    „Die anonymen Briefe sorgen für böses Blut in dem kleinen Städtchen. Als sie dann noch zwei mysteriöse Todesfälle auslösen, bei denen die Polizei hoffnungslos im Dunkeln tappt, wird es Miss Marple zu bunt: Statt länger Landluft zu tanken, legt sie ihr Strickzeug beiseite und schreitet zur Tat ...“


    Dies ist mein erster Miss Marple Krimi, oder überhaupt das erste Buch von Agatha Christie, welches ich gelesen habe. Von daher habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Dies nur als Anmerkung vorab.


    Der Schauplatz ist typisch, wie bereits aus anderen Krimis bekannt, die Handlung ebenfalls nicht außergewöhnlich. Ein ländliches Dorf, konservativ, beinahe langweilig, bekommt vorübergehend Gäste aus der Großstadt. Jerry Burton und seine Schwester sind gekommen, um sich in einem friedlichen Dorf, wo Gerüchte und das Geschwätz der Bewohner der aufregendste Zeitvertreib sind, zu erholen. Stattdessen sorgen anonyme Briefe für Unruhe und schon bald kommt es zu dem ersten unerwarteten Todesfall.


    Die Geschichte ist nicht neu, aber trotzdem spannend erzählt. Die ermittelnden Polizisten und die Gäste aus der Großstadt sind sympathisch und machen, ebenso wie die lockeren Dialoge, die Ermittlungen unterhaltsam.


    ABER ich bin sehr enttäuscht, dass Miss Marple nur einen so kurzen Auftritt in der Erzählung hat. Erst ab Seite 159 taucht sie, wie mir scheint, eher als Nebendarsteller auf. Bei einem Buch von 214 Seiten ist der Anteil doch sehr gering. Die eigentlichen Ermittler sind Jerry und ein Polizeibeamter. Miss Marple macht im Gespräch mit Jerry ein paar Bemerkungen, aus denen man schließen kann, dass sie bereits einen Verdacht hat. Nachdem der Täter gestellt ist, erklärt Miss Marple ausführlich wie sie den Fall gelöst und der Täter überführt werden konnte.


    Ich hatte erwartet, dass Miss Marples Ermittlungsarbeit eine größere Rolle spielt und sich durch den ganzen Krimi zieht. Das ist leider nicht der Fall! Schade!


    Fazit: Wenn man nicht zu viel Miss Marple erwartet, ist dies ein klassischer englischer Krimi, für ein kurzweiliges Lesevergnügen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Hallo Biografiefan,



    Agatha Christie empfand dieses Buch als eines ihrer besten.


    Das ist ja interessant!



    Ich habe auch erst eine knappe Handvoll Krimis von ihr gelesen. Dieses ist ihr drittes Miss-Marpel-Buch, vielleicht ist die Figur ja noch in der Entstehung.


    Ich finde den Krimi grundsätzlich ja nicht schlecht. Aber ich hätte schon mehr Ermittlungsarbeit von Miss Marple erwartet. Sie taucht vielleicht auf 15 Seiten auf, von insgesamt 214. Wie hat Dir denn "Die Schattenhand" gefallen? Oder hast Du diesen noch nicht gelesen?

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