Jackie Collins - Die Sünderinnen

Die Sünderinnen

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Verlag: Droemer Knaur

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 348

ISBN: 9783426610220

Termin: 1998

  • Klapptext:
    Jackie Collins enthüllt in dem Roman "Die Sünderinnen", wie es hinter den Kulissen der Filmmetropole wirklich aussieht.


    Zwei Menschen versuchen Hollywood zu erobern: Der große englische Komiker Charly Brick, der von seiner Frau verlassen wurde, die junge schäne Schauspielerin Sunday Simmons, die ihre Ehe mit einem rauschgiftsüchtigen römischen Adeligen seelisch zermürbt hat.
    Charly Brick bleibt der berufliche Erfolg treu, doch Sunday künstlerische Träume erfüllen sich nicht. Zum Sexsymbol abgestempelt, zerbrcht sie fast an der Skrupellosigkeit des Regisseurs Claude Hussan, bei dem sie Liebe zu finden hoffte. Mit Charly Brick, der sie im letzten Augenblick aus der Gewalt eines psychopathischen Mörders rettet, kehrt sie nach London zurück.


    Meine Meinung:
    Das Cover stellt die wichtige Schlüselszene für das Ende der Story dar und ist deswegen sehr passend gewählt, stellt in Verbindung mit dem Titel jedoch ein falsches Bild des Inhalts dar. Der Originaltitel "The Hollywood Zoo" passt um einiges besser und hätt ruhig für die deutsche Version verwendet werden können.
    Der Klapptext vermittelt einen guten Einblick, jedoch ist es sehr schade, dass dieser schon das Ende verrät, wodruch der Höhepunkt des Romans weniger überraschend eintritt.


    Leider muss gesagt werden, dass nur das Coverbild sehr gut gewählt wurde, die restlichen Attribute aber nicht.


    "Die Sünderinnen" konzentriert sich auf Sunday Simmons und erzählt ihre Mühen, um vom Starlett zum Star zu werden. Neben ihrer Geschichte werden die Erlebnisse andere Charaktere dargestellt, welche sich untereinander und mit Sunday ab und an überschneiden. Diese Personen stehen mehr oder minder mit ihr in Verbindung.
    Gegen Ende wird der Klimax erreicht, bei welchem alle Charaktere aufeinandertreffen. Während di Geschichte daraufhin mit einem Happy Ende beendet scheint überrascht Collins doch mit einem offenen Ende.
    Der Roman ist sehr angenehm zu lesen und wechselt gekonnt zwischen den Figuren ohne Sunday, als Hauptfigur, aus den Augen zu verlieren. Langsam wird die Spannung aufgebaut und nach ca. dem ersten 1/4 kann man das Buch nicht mehr beiseite legen. Anders als gedacht handelt die Story zwar auch von Sex & Lust, jedoch werden keine sexuellen Szenen lange beschrieben, was dem Ganzen aber keinen Abbruch macht, sondern ganz im Gegenteil. Durch die vielen verschiedenen Andeutungen und wenigen Details wird der eigenen Fantasie ein großer, aber nicht zu großer, Spielraum gelassen.
    Doch schade ist es, dass das Ende, im Gegensatz zum Rest der Story, sehr unrealistisch zusammengebastelt ist. Es scheint fast als habe Collins die Lust am Schreiben verloren und wollte den Roman so schnell wie möglich zuende bringen.


    Im Großen und Ganzen ist der Roman nur zu empfehlen. Er ist zeitlos und, mit seinen 20 Jahren, weiterhin ansprechend. Das Ende gibt dem ganzen zwar einen Dämpfer bricht der Story aber noch lange nicht das Genick.


    "Das Buch - gewissermaßen der Anarchist unter den heutigen Massenmedien."


    So gilt es für die Literatur, Film, Theater und vielen mehr:
    "Es ist ein Zeichen geistiger Freiheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben."
    (Paul Hindemith)