Jonas Winner - Berlin Gothic

  • Buchdetails

    Titel: Berlin Gothic


    Band 1 der

    Verlag: Knaur TB

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 800

    ISBN: 9783426513903

    Termin: Juni 2013

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

    82% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Berlin Gothic"

    Innerhalb kürzester Zeit stößt Hauptkommissar Konstantin Butz im Untergrund Berlins auf drei verstümmelte Frauenleichen, bei denen der Täter mit unerbittlicher Härte vorgegangen ist. Gleichzeitig am anderen Ende der Stadt: Butz‘ Freundin Claire, eine Fotografin, stürzt sich in eine sexuelle Affäre, die sie bald nicht mehr kontrollieren kann … Was ist es, das in den Winkeln und Ecken Berlins zu lauern scheint – fast wie ein Fluch? Die Antwort darauf liegt zwölf Jahre zurück, als der elfjährige Till aus einem Kinderheim flieht ...
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  • Amazon.de Kurzbeschreibung:


    Innerhalb kürzester Zeit stößt Hauptkommissar Konstantin Butz im Untergrund Berlins auf drei verstümmelte Frauenleichen, bei denen der Täter mit unerbittlicher Härte vorgegangen ist. Gleichzeitig am anderen Ende der Stadt: Butz‘ Freundin Claire, eine Fotografin, stürzt sich in eine sexuelle Affäre, die sie bald nicht mehr kontrollieren kann … Was ist es, das in den Winkeln und Ecken Berlins zu lauern scheint – fast wie ein Fluch? Die Antwort darauf liegt zwölf Jahre zurück, als der elfjährige Till aus einem Kinderheim flieht ...


    Eigene Inhaltsangabe:


    Till wird wach und hat keine Ahnung, wo er ist. Als er sich umblickt, bemerkt er jedoch schnell, dass er hier nicht sein sollte, denn er befindet sich in einer Art Folterkeller, an dessen Decke eine an Haken aufgehängte Frau vor sich hinbaumelt und der von einigen, teils bizarr verunstalteten Menschen bevölkert wird.


    Konstantin Butz sieht sich mit einem grausamen Verbrechen konfrontiert: Der Berliner Hauptkommissar findet in einer Baugrube im Herzen der Stadt eine Frauenleiche, die offensichtlich mithilfe eines Akkubohrers vom Leben in den Tod befördert wurde.


    Claire ist Fotografin und ihr großes Ziel, einen Bildband über Berlin herauszubringen, rückt immer näher. Dieser Gedanke euphorisiert sie, während sie einen blutigen Boxkampf fotografiert …


    Eigene Meinung:


    Diese Geschichten sind es, die den Leser in dem knapp 800 Seiten starken Buch “Berlin Gothic” erwarten.
    Anfangs scheinen diese drei Stränge weit voneinander entfernt, doch im Laufe der Handlungen berichtet uns der Autor Jonas Winner, wie diese drei Schicksale miteinander verknüpft sind.
    Die Zusammenhänge werden jedoch nur sehr langsam hergestellt, vorher genießt es Winner offensichtlich, seine Leser im Unklaren zu lassen, indem er immer mehr Erzählstränge und Figuren einstreut und zusätzlich mit vielen Rückblenden arbeitet.


    Was zunächst extrem verstörend und abschreckend wirkt, ist eine nahezu perfekt inszenierte Geschichte, welche den Leser permanent zu überraschen weiß.
    Jede Menge Cliffhanger, versteckte Andeutungen und Rätsel halten den Leser bei der Stange, während er immer tiefer in “Berlin Gothic” hineingezogen wird.


    Das Buch ist sehr intelligent, aber keinesfalls schwer geschrieben, sodass man keinerlei Probleme hat, der verworrenen Geschichten zu folgen, es ist lediglich ratsam, sich voll aufs Lesen zu konzentrieren, da man sonst sehr schnell Gefahr läuft, den Faden zu verlieren. Wer diesen kleinen Rat jedoch beherzigt, wird eine Menge Freude an diesem Buch haben.
    Zusätzlich ist “Berlin Gothic” mit einer gewaltigen Portion Philosophie gewürzt, die den Leser recht oft und intensiv zum Nachdenken bringt. Ein sehr schöner Nebeneffekt dieses Buches.


    Fazit:


    “Berlin Gothic” ist ein hervorragendes Werk, bei welchem ich lediglich die Tatsache, dass es einige wenige zu langgezogene Passagen gibt, die den Lesefluss etwas hindern, kritisieren kann.
    Davon abgesehen kann man sich auf einen intelligenten Thriller gefasst machen, welcher vor Wendungen nur so strotzt und der bis zum Ende wirklich spannend ist.


    (Diese Rezension wurde von mir selbst für das Webzine NecroWeb.de verfasst.)

    “Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.” – Homer Simpson

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