Martin Michalik - Gabriel

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  • Klappentext:


    Auf der Suche nach sich selbst verlor Gabriel immer mehr den Bezug zu seinem Umfeld. Doch als er Angelique traf, wurde plötzlich alles anders. Diese Begegnung ist begleitet von Wendungen, an die Gabriel nicht zu denken wagte.
    Packend wird ein kurzer Abschnitt des Lebens eines jungen Mannes dargestellt. Enttäuschungen, Liebe, Wut und Verzweiflung reißen den Leser in den Bann dieser Geschichte. Schnell findet man sich in einer anderen Welt ein, die einen kaum noch loslassen wird.


    Zum Autor:


    Zum Autor gibt es im Buch keine Informationen. Als Suchbegriff gibt google keine sinnvollen und befriedigenden Informationen heraus. Somit vermute ich, dass der Name ein Pseudonym ist und möglicherweise ein etwas bekannterer Autor hinter diesem Buch steht. Wie ein Erstlingswerk eines Unbekannten liest es sich nämlich nicht. Es ergibt für mich sonst auch keinen Sinn, weshalb ein mir unbekannter kleiner akademischer Verlag so eine gute Erzählung auf den Markt bringt. Wenn ich informationen Erhalte, werde ich diese kundtun.


    Inhalt und Bewertung:


    Dieses Buch verbindet romantische, soziologische, psychlogische, philosophische und klassische Elemente in einer schönen Geschichte. Die Hauptperson ist Gabriel, der dauernd in sehr ausdrucksstarke Dialoge verwickelt ist. Es ist an vielen Stellen atemberaubend und spannend. Es ist interessant beschrieben, wie ein junger Mann sich nach und nach selbst zersetzt. Eine Geschichte über Liebe, Wut, Verzweifelung und heftigen Emotionen, mit verzweifelter Selbsfindung. Es ist geladen mit existentiellen Fragen eines naiven Menschen, der sich für unverbesserlich hält. Jeder durschnittliche Mensch findet sich an irgend einer Stelle im Buch wieder. Genau das hat mir beim lesen so viel Spaß gemacht. Mit vielen geschickten und vorher unerkennbaren Wendungen, bleibt durchgehend Spannung erhalten. Kluge und sehr scharfsinnige Anspielungen auf bekanntes, sowie ein gewisser subtiler Witz, der nicht flach und platt ist und mir gelegentlich ein Lächeln unterjubelte.



    Volle Punktzahl :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    1. (Ø)

      Verlag: Europäischer Hochschulverlag


  • Ich gehe davon aus, da das Buch auf der Seite des Verlages als Neuerscheinung beworben wird, das habe ich bei meiner Suche entdeckt. Ich finde es schade, dass es keine Angaben gibt, da das Buch wirklich sehr gut ist und ich mehr zur Intention des Autors erfahren will.

  • Und wenn Du mit dem Verlag Kontakt aufnimmst? Vielleicht triffst auf kooperative Mitarbeiter. Einen Versuch wäre es immerhin wert.

  • Das habe ich heute getan, da ich auch diese Idee hatte. Jetzt kommt mein Gedächtnisprotokoll.


    Am Telefon war eine Frau D. oder Frau Dr. D., ich habe es nicht ganz mitbekommen, da ich die ersten Sekunden nicht so aufmerksam war. Sie sagte, dass es sich in der Tat um eine Neuerscheinung handelt, jedoch zum Autor vorerst keine Angaben machen kann, dies wird allerdings folgen. Es handelt sich aber um einen deutschen Autor, genauer aus Norddeutschland.

  • Sehr geheimnisvoll! Ob man tatsächlich noch etwas hört? Ob weitere Werke folgen oder dieses hier eine Eintagsfliege bleibt?

  • Schon komisch das ganze, das wird bestimmt seine Gründe haben. Wenn das eine Eintagsfliege war, dann wäre das sehr schade. Ich gehe aber eher von einem Pseudonym aus, von jemanden der schon mehr geschrieben hat.

  • Danke für diese tolle Rezension, ich wusste garnicht, dass es dazu eine gibt. Ich habe dieses Buch auch zufällig gekauft und muss bis jetzt sagen, dass ich es echt spitze finde. Der Anfang war zwar etwas merkwürdig, doch beim weiteren lesen habe ich verstanden weshalb. Da ich heute frei habe, werde ich versuchen es durchzulesen.


    Gruß Frauke

  • Freut mich, dass es gefällt. Normalerweise bekomme ich kaum Feedback zu den Rezensionen, was nicht weiter schlimm ist. Nur habe ich mir hier sehr viel Mühe gegeben, da das Buch trotz seiner Kürze gewaltig viel Inhalt bietet. Ich würde mich freuen, wenn du deine Meinung posten oder mir eine PM senden könntest, nachdem du es durchgelsen hast. Ich bin sehr gespannt wie jemand anderes diese Geschichte interpretiert.

  • Ich habe es noch an meinem freien Tag durchgelesen und muss sagen, dass mich die Geschichte sehr beeindruckt hat. Als ich es anfing zu lesen, war nicht ansatzweise erkennbar, dass die Geschichte so ablaufen wird. Deine Rezension trifft den Inhalt schon ganz gut. Es ist auch kaum möglich eine bessere kurze Rezension zu Gabriel zu schreiben, obwohl das Buch nicht sehr lang ist.
    Ich sehe ihn nicht unbedingt als Opfer, sondern als jemanden der in seiner Verzweifelung einfach zu viele Grenzen überschreitet. Ob er sich selbst zersetzt, weiß ich nicht, da dem Inhalt nach alles möglich ist, auch das Gegenteil. Ich habe mir danach schon einige Gedanken zum Inhalt gemacht.

  • Ich habe die ganze Zeit auf eine PM gewartet und dabei hast du schon lange was dazu geschrieben, mea culpa. Ich muss dir Recht geben, dass dieses Buch einen weiten Interpretationsspielraum zulässt, trotzdem bin ich eher der Meinung, dass alles zuungunsten von Gabriel läuft. Ich stimme dir voll zu, dass diese Geschichte recht ungewöhnlich beginnt und die eigentliche Spannung erst ab ca. Seite 40 losgeht, da Gabriel ständig irgendwem begegnet und die Handlung erst langsam ins Rollen kommt. Ich habe schnell gemerkt, dass das Buch von den Dialogen lebt, diese sind aber dafür auch wirklich mehr als gut und sehr tiefgründig.
    Leider hast du nicht geschrieben, wozu du dir deine Gedanken gemacht hast, sofern du das überhaupt preisgeben wolltest. Ich habe auch gesehen, dass du das Buch garnicht bzw. noch nicht bewertet hast. Es würde mich interessieren, wie du es im Ergebnis fandest.

  • @ KlasskFrank56

    Zitat

    Normalerweise bekomme ich kaum Feedback zu den Rezensionen, was nicht weiter schlimm ist.

    ich würde nicht sagen, dass du kein Feedback auf deine Rezension bekommst. Elf Leser haben sich bei dir für deine Rezension bedankt, ich vermute, weil sie die informativ, gut gelungen oder auch interessant fanden.
    Das ist doch schon ein Feedback :friends:


    Und außerdem freut es mich, dass DieFraukeColonia ihre Meinung nicht per PN geschrieben hat, sondern auch uns an ihren Leseeindrucken teil haben lies. :)
    Das Buch scheint ja wirklich lesenswert zu sein.
    Hoffe, ich komme irgendwann auch zu diesem Buch :uups:

    2021: Bücher: 47/Seiten: 21 161
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Eschbach, Andreas - Herr aller Dinge

  • @ Emili:
    Eigentlich hast du Recht, da ich immer davon ausging, dass das "Bedanken" etwas leichtfertig geklickt wird. Aber elf ist schon nicht wenig, daher sehe ich mittlerweile auch gutes Feedback darin. An die PMs habe ich nur gedacht, falls die Diskussion etwas lebhafter werden würde, damit wir niemanden die gute Geschichte vorweg nehmen. Insbesondere dann, wenn die Spoilerfunktion nicht zu 100 % beherrscht wird :wink:


    @ Frauke:
    Weisst du vielleicht irgend etwas über den Autor und seiner Intention? Ich finde das ganze nämlich schon wirklich ungewöhnlich.

  • @ all:


    Entschuldigt bitte die verspätete Antwort, aber ich war ein paar Tage internetfrei.


    @ Emili:


    Genau deswegen habe ich Frank keine PM geschickt, da ich der Meinung bin, dass das Forum als Plattform dazu dient selbst lebhafte Diskussionen zu beherbergen.


    @ Frank:


    Ehrlich gesagt habe ich mir sehr viele Gedanken zu dem Buch gemacht. Zunächst fand ich den Stil sehr ungwöhnlich, jedoch ließ es sich dadurch wirklich gut lesen. Anfangs dachte ich, dass da Fehler in den Zeiten waren, doch bei genauer Betrachtung musste ich feststellen, dass das offensichtlich so gewollt war und bei noch genauerer Betrachtung auch keine Fehler waren, sondern der Stil der Handlung, da der Erzähler in die Gegenwartsform springt, wenn sich die Handlung abspielt und in die Vergangenheit, wenn er Bezug auf das allgemeine Leben von Gabriel nimmt. Zwar ungewöhnlich, aber stimmig. Diese Selbstfindungsphase war wirklich sehr gut beschrieben, insbesondere wenn Gabriel sich in irgendwelche Gedanken reinsteigerte. Was mir wirklich gut gefallen hat, war das die Dialoge zwischen den Personen immer so geführt wurden, dass am Ende keine Meinung als gut oder schlecht dargestellt wurde, dies wurde anscheinend offen gelassen, damit man einmal selbst darüber nachdenken kann.


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gefallen, obwohl es nicht so ganz meinem Genre entspricht, daher vergebe ich auch nur 4,5 Sterne, da ich z.B. einige Bücher aus meinem bevorzugtem Genre nicht in den Schatten stellen will.

  • Hab das Buch durch Zufall (ist als Anzeige aufgepoppt) auf Facebook entdeckt,hier Gabriel . Ansich nichts besonders, doch verstehe ich das Ganze so, dass man an dieser Stelle mit dem Protagonisten Kontakt aufnehmen kann. Diese Idee finde ich großartig, sofern ich das richtig verstehe. Ich habe mich noch nicht getraut Fragen zu stellen, wollte das aber in Angriff nehmen. :applause:

  • Ansich nichts besonders, doch verstehe ich das Ganze so, dass man an dieser Stelle mit dem Protagonisten Kontakt aufnehmen kann. Diese Idee finde ich großartig, sofern ich das richtig verstehe.

    Frauke
    Danke für den Link, ich habe es auch so verstanden. :friends:
    Die Idee ist super! Tolle Werbung und auch sonst finde ich es interessant :wink:
    Schade, dass ich das Buch noch nicht gelesen habe (komme leider meinen Wünschen nicht nach)
    Trau dich, ich bin gespannt :)

    2021: Bücher: 47/Seiten: 21 161
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

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    Lese gerade:

    Eschbach, Andreas - Herr aller Dinge

  • Ich habe mir gerade die Facebookseite angesehen und muss sagen, dass ich die Idee sehr interessant finde. Die Bilder mit den Kommentaren finde ich ebenfalls sehr gelungen. Ist zwar schon etwas länger her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber die Kommentare stammen offensichtlich aus dem Buch. Ich bin kein Facebook-Nutzer, daher würde mich interessieren, ob man dort auf Fragen zum Buch, auch Antworten erhält?

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