Edward Kelsey Moore - Mrs. Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner / The Supremes at Earl's All-You-Can-Eat

  • Buchdetails

    Titel: Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s ...


    Band 1 der

    Verlag: Limes Verlag

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 448

    ISBN: 9783641089221

    Termin: März 2013

  • Bewertung

    3.8 von 5 Sternen bei 15 Bewertungen

    75,3% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s ..."

    All-You-Can-Read - ein köstliches Debüt, das auf der Zunge zergeht! Seit fast vierzig Jahren gehen die drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean miteinander durch dick und dünn. Und ungefähr genauso lang ist das Dreiergespann nur als die »Supremes« bekannt. Jeden Sonntag treffen sie sich gemeinsam mit ihren Ehemännern in Earl's Diner, wo sie einst ihren Spitznamen erhielten. Unter den wachsamen Augen von Big Earl, dem Besitzer des Diners, wuchsen sie zu dem heran, was sie heute sind: drei kluge, witzige und starke Frauen. Und auch nach seinem Tod hat Big Earl weiterhin ein Auge auf seine »Supremes« - so wie auch andere gute Geister, denn dem Charme dieser außergewöhnlichen Ladys kann einfach niemand widerstehen ...
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  • Autor


    Edward Kelsey Moore wurde 1960 in Indianapolis geboren. Er studierte Musik und Cello an der Indiana University und an der State University in New York. Er ist ein begeisterter, aber unbeständiger Gärtner und ein enthusiastischer Amateur-, ehemals Profi-Barkeeper. Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner ist sein erster Roman.

    Inhalt


    Seit fast vierzig Jahren gehen die drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean miteinander durch dick und dünn. Und ungefähr genauso lang ist das Dreiergespann nur als die »Supremes« bekannt. Jeden Sonntag treffen sie sich gemeinsam mit ihren Ehemännern in Earl’s Diner, wo sie einst ihren Spitznamen erhielten. Unter den wachsamen Augen von Big Earl, dem Besitzer des Diners, wuchsen sie zu dem heran, was sie heute sind: drei kluge, witzige und starke Frauen. Und auch nach seinem Tod hat Big Earl weiterhin ein Auge auf seine »Supremes« – so wie auch andere gute Geister, denn dem Charme dieser außergewöhnlichen Ladys kann einfach niemand widerstehen ...


    Meine Meinung


    Die Supremes, also Odette, Barbara Jean und Clarice, sind wirklich sehr starke Frauen mit tollen Charaktereigenschaften, vielen kleinen Geheimnissen und ihren ganz eigenen Problemen, also perfekt als Protagonistinnen. Es sind wirklich unnachahmliche Charaktere, die Edward Kelsey Moore hier geschaffen hat: authentisch, menschlich und besonders. Seine Beschreibungen dieser drei heizen die Fantasie eindeutig noch an und ich sah sie richtig vor mir, wie sie sich an einem Sonntag im Diner treffen, wie sie sich benehmen, ihre Gesichtsausdrücke, ihre Kleidung. Es entstehen wirklich lebendige Bilder.


    Leider hält zumindest der Anfang des Buches nicht das, was die Charaktere vorlegen: Der Inhalt kommt nur langsam in Fahrt, es brauchte eine Weile, bis ich richtig im Buch angekommen war. Gerade im ersten Drittel ließ mich von den verschiedensten Dingen leicht ablenken.
    Wer hier eine Geistergeschichte erwartet, wird wohl auch nicht vollkommen zufrieden sein, denn trotz Titels und Klappentext haben die Geister eigentlich eher nebengeordnete Rollen. Es dreht sich alles um die Supremes, ihre Probleme, Krankheiten und was sie sonst noch alles zu bewältigen haben. Letztendlich haben die Geister für mich etwas von einem guten Gewissen (oder den berühmten Engelchen und Teufelchen auf den Schultern), die einen Anstoß geben, aber mehr nicht.
    Doch durch die großartigen Protagonistinnen und den Weg, den sie gehen, ist das nicht so wichtig, zumindest für mich nicht. Je weiter das Buch fortschreitet, umso mehr war es ein Genuss, es zu lesen. Die Rückblicke durch die Charaktere, die Perspektivenwechsel, das die Sicht der Protagonistinnen immer wechselt, das alles gefiel mir sehr gut. Wer vom Anfang also nicht so begeistert ist, sollte auf alle Fälle noch ein Stückchen weiterlesen, ich finde, es lohnt sich.


    Und nicht nur inhaltlich, auch sprachlich konnte das Buch mich begeistern, jedoch gilt hier ebenso wie beim Inhalt: Der erste Teil schwächelt. Doch die Sprache passt einfach zu der Gegend, in der sie wohnen, und nicht nur das: Es gibt einen allwissenden Erzähler, der immer wieder, wie bereits erwähnt, die Perspektive wechselt. So kann es stellenweise vorkommen, dass man eine Szene aus einer anderen Sicht noch einmal erlebt oder zumindest streift. Diese Erzählweise fand ich besonders herausstechend, denn so werden die Probleme jeder einzelnen Supreme genauer beleuchtet, als es bei nur einer Sicht der Fall wäre.


    Und das Cover, das konnte bei mir von Anfang an punkten. Ich liebe diesen nostalgischen Effekt, der nicht nur durch die Scherenschnitte, sondern auch durch das "Diner" und das verwaschene Gelb entsteht. Cover mit Nostalgiefaktor können bei mir immer punkten, aber dieses Exemplar gefällt mir ganz besonders.


    Fazit


    Zwar kommt das Buch etwas schwer in Gang, doch es lohnt sich, weiterzulesen und sich nicht ablenken zu lassen. "Mrs. Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner" besticht durch lebendige Charaktere, eine abwechslungsreiche Sprachgestaltung sowie einer traurigen, berührenden und zum Lachen bringenden Geschichte.

  • Das Original: The Supremes at Earl's All-You-Can-Eat

  • Danke für die Rezension.
    Ich hatte das Hörbuch gehört, wohl nicht so ganz aufmerksam, weil es wirklich sehr langsam in Fahrt kommt (und ich manchmal einnickte), und konnte nichts mit der Geschichte anfangen.
    Aufgrund Deiner Beschreibung habe ich das Hörbuch gleich nochmal gehört (was ich sonst NIE mache). Jetzt hat es mir ganz gut gefallen. Beim zweitenmal kriegt man doch noch vieles mit, was einem das erste Mal durchgeht.
    Das Hörbuch gehört sicherlich nicht zu meinen Highlights, aber es ist unterhaltsam und macht das ein- und andere Mal nachdenklich.
    Ich habe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne vergeben.

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Ich habe gerade das Buch begonnen, bin erst auf Seite 14. Aber ich muss sagen, ich bin schon jetzt restlos begeistert und freue mich, dass das Buch 446 Seiten hat, die bei dem Schreibstil sicherlich nicht langweilig werden :)
    @rina-chans Meinung habe ich noch nicht gelesen, das hebe ich mir auf, bis ich das Buch selber gelesen habe.

  • So, ich habe es gerade beendet. Mir gefiel es vom Anfang bis zum Ende sehr, sehr gut! Es ist wieder eines der tollen Bücher, die mir manchmal zu fällig in die Hände fallen und die mich dann restlos begeistern.

  • Zum Autor (Quelle: Verlag):

    Edward Kelsey Moore wurde 1960 in Indianapolis geboren. Er studierte Musik und Cello an der Indiana University und an der State University in New York. Er ist ein begeisterter aber unbeständiger Gärtner und ein enthusiastischer Amateur-, ehemals Profi-Barkeeper. Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner ist sein erster Roman.

    Zum Buch (Quelle amazon):

    Seit fast vierzig Jahren gehen die drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean miteinander durch dick und dünn. Und ungefähr genauso lang ist das Dreiergespann nur als die »Supremes« bekannt. Jeden Sonntag treffen sie sich gemeinsam mit ihren Ehemännern in Earl’s Diner, wo sie einst ihren Spitznamen erhielten. Unter den wachsamen Augen von Big Earl, dem Besitzer des Diners, wuchsen sie zu dem heran, was sie heute sind: drei kluge, witzige und starke Frauen. Und auch nach seinem Tod hat Big Earl weiterhin ein Auge auf seine »Supremes« – so wie auch andere gute Geister, denn dem Charme dieser außergewöhnlichen Ladys kann einfach niemand widerstehen ...

    … und meine Meinung:

    „Was wir Wunder nennen, ist nur das, was vorgesehen ist.“

    Der reißerische Titel der deutschen Übersetzung führt in die Irre. Mittelpunkt des Romans sind die drei Freundinnen und „Big Earl’s Diner“, ein Lokal, in dem sie sich regelmäßig treffen. In Rückblenden und in wechselnden Erzählperspektiven wird die Geschichte von drei Freundinnen erzählt. Auch die Geschichte der Mütter wird erzählt, und dann gibt es noch Kusinen, Vettern und deren Nachkommen und so fort – nach anfänglichen Verwirrungen hat man das Personal sortiert und lernt die Höhen und Tiefen einer lebenslangen Freundschaft kennen.


    Nach einigen Seiten wird einem klar, dass es sich um schwarze Frauen handelt, die in einer kleinen Südstaaten-Stadt leben und die die Rassendiskriminierung mehr oder weniger ergeben als Tatsache hinnehmen. Das Rassenproblem wird nicht expressis verbis vorgestellt, aber es bildet die ständig präsente Hintergrundfolie der Geschichte. So wird z. B. die Tatsache einfach hingenommen, dass eine bestimmte Straße unsicher ist, weil dort Desmond sein Unwesen treibt: ein rabiater, arbeitsloser Weißer, der Schwarze jagt. Als er eines Tages den kleinen Sohn einer der drei Freundinnen tödlich verletzt, bekommt diese Hintergrundfolie der Rassendiskriminierung plötzlich eine sehr beklemmende (keine anklagende!) Note.


    Im Mittelpunkt steht aber die Freundschaft der Frauen. In wechselnden Erzählperspektiven und vielen Zeitebenen entfalten sich die Schicksale: Skurriles, Fröhliches, Enttäuschungen und Leidvolles fügen sich zu einem Menschenleben zusammen. Einer Figur, Odette, wendet sich der Erzähler häufiger zu. Odette stellt eines Tages fest, dass sie Verstorbene sehen und mit ihnen sprechen kann – und so wird einem als Leser ein sehr tröstliches Bild vom Sterben und Tot-Sein vermittelt.

    Gelegentlich treibt die Geschichte aber allzu skurrile Kapriolen (Hochzeitsfest), da trägt der Erzähler einfach zu dick auf.


    Das Besondere an diesem Roman ist der liebenswerte menschenfreundliche Humor, mit dem der Erzähler seinen Leser durch die Geschichte führt. Bei allem Leid – Tod des Ehepartners, Tod des einzigen Kindes, Krebserkrankung etc. – wird er nie larmoyant, rutscht nie ins Triviale ab. Er sorgt zudem immer wieder für originelle Wendungen – und manche Aussprüche sind in ihrer Unverhofftheit einfach nur witzig.


    Clarice und Odette als Kinder:

    „Das ist das hässlichste Kleid der Welt!“ Odette erwiderte: „Meine Großmutter hat es für mich gemacht. … Und das ist nicht das hässlichste Kleid der Welt. Weil das hab ich morgen an.“

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    :study: Joyce Carol Oates, Die Verfluchten (MLR).

    :study:Willa Cather, Das Lied der Lerche.

    :musik:Bov Bjerg, Serpentinen.

  • Nacheinigen Seiten wird einem klar, dass es sich um schwarze Frauen handelt, die ineiner kleinen Südstaaten-Stadt leben

    Nun das ist doch schon durch den Originaltitel klar oder seid ihr alle zu jung um zu wissen wer die Supremes sind. :lol::lol:
    https://de.wikipedia.org/wiki/The_Supremes

    Ich habe die deutsche Ausgabe gelesen.

    Der Originaltitel gefällt mir allerdings besser.

    :study: Joyce Carol Oates, Die Verfluchten (MLR).

    :study:Willa Cather, Das Lied der Lerche.

    :musik:Bov Bjerg, Serpentinen.