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Kerstin Gier (HG.) - Die Mütter-Mafia und Friends (Das Imperium schlägt zurück)

Die Mütter-Mafia und Friends: Das Imperi...

3.6 von 5 Sternen bei 27 Bewertungen

Band 4 der

Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 336

ISBN: 9783404160433

Termin: April 2011

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  • Klappentext:


    Von Super-Mamis, anderen Mutter-Tieren und dem ach so süßen Nachwuchs ...
    In diesem Buch sind herrlich bissige Kurzgeschichten zum Thema "Mütter" versammelt - von Kerstin Gier, Hanna Dietz, Henrike Heiland, Birgit Fuchs, Steffi von Wolff, Jana Voosen, Gebriella Engelmann, Dagmar Hansen, Eva Völler, Heide John, Anne Hertz, Andrea Koßmann, Maximilian Sachau, - Sie alle werden das Kind schon schaukel!
    Kommentiert werden die Geschichten von der Mütter-Society persönlich.


    Inhalt:
    Kerstin Gier - Man lernt nie aus


    In gewohnter Mütter-Mafia Manier erzählt Kerstin Gier eine Episode, wie sie auch in einem ihrer Mütter-Mafia-Romane vorkommen könnte. Constanze ist von Anton schwanger und zeigt ihm, dass das Auskommen mit der Mütter-Society so seine Probleme birgt, wie er am eigenen Leib erfahren wird.
    Diese Geschichte gefiel mir sehr gut.


    Hanna Dietz - Mama entspannt sich


    Eine Familie ist im Urlaub und wie üblich kann sich Mama nicht entspannen, weil sie sich um die Kinder kümmern muss. Neidisch blickt sie auf eine Familie, die aus dem Katalog entsprungen sein könnte. Die Kinder sind artig und folgsam, die gesamte Familie ist adrett. Kann so etwas wirklich wahr sein? Mit einer dämlichen Aktion gerät Mama Gerda in eine ziemliche Klemme - und bekommt gleichzeitig heraus, was hinter der Musterfamilie steckt.
    Diese Geschichte ließ sich leicht lesen und war zeitweise auch komisch, wenn auch etwas weit hergeholt. Ich fand sie gut.


    Henrike Heiland - Zum Kuckuck


    Robert hat sich aus dem Staub gemacht und macht sich mit veruntreuten 62 Millionen und seiner Neuen ein schönes Leben. Seine Frau hat er dagegen mit seiner Tochter und einem Berg Schulden zurückgelassen. Diese bekommt nun täglich Besuch von Herrn Grenzmeier, der ihr als Gerichtsvollzieher ein paar Tipps gibt.
    Ich empfand sowohl den Hergang als auch das Ende der Geschichte arg unwahrscheinlich. Die Geschichte an sich war nett, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen.


    Birgit Fuchs - Mama La Bamba


    Christine Sperling hat Geburtstag und weder ihre Kinder, noch ihre Mutter noch sonst jemand schert sich wirklich darum. Sie wurde geblitzt und hat zwei Gesprächstermine bezüglich Kindergarten und Schule (über die Entwicklung der Kinder).
    Diese Geschichte gab mir so gar nichts. Sicherlich gab es eine Art Happy End und als Moral könnte man sehen, dass andere mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, dennoch hing ich hier vollkommen in der Luft.


    Steffi von Wolff - Perlen-Paulas


    Eine Geschichte aus Hamburg-Eppendorf über die typischen Frauen und ihre hausgemachten Probleme.
    Auch diese Geschichte hat mir überhaupt nichts gegeben. Ich fand sie weder witzig noch geistreich. Darauf hätte ich verzichten können.


    Jana Voosen - Von Rabenmüttern und Kuckuckskindern


    Eine Kuckucksmutter (ja ihr lest richtig! - ein Vogel) legt sein Ei in gewohnter Weise in ein fremdes Nest und bedauert das Ganze. Sie grübelt darüber nach, wie viel schöner es doch wäre, das Kind selbst aufzuziehen.
    Für eine Fabel vielleicht niedlich, für so eine Anthologie in meinen Augen total unpassend. Was hat sich der Verlag dabei gesacht?


    Gabriella Engelmann - Ich will doch nur spielen


    Violetta hasst Kinder und sieht jeden Tag aufs Neue, dass sie mit ihrer Meinung zu den Blagen recht hat. Nun unterbreitet ihr ein Verlag ein sehr gutes Angebot, ein Buch ausgerechnet für Kinder zu schreiben. Aus diesem Grund betrachtet sie ihre Zielgruppe etwas genauer und wird immer entsetzter, wie verkommen die Jugend doch ist. Dann lernt sie Daniel kennen und ausgerechnet der hat ein Kind. Und als sie nicht zuletzt auch noch auf das Kind ihrer Freundin aufpassen muss, wird sie sich darüber klar, dass sie ihre Einstellung wohl doch noch mal überdenken muss.
    Eine nette Geschichte. In der Kürze sogar ein bisschen hintergründig.


    Dagmar Hansen - Die Katze im Himmel


    Tobias kann mit Kindern nichts anfangen. Trotzdem hängt sich ausgerechnet der Nachbarsjunge Finn an seine Fersen, als Tobias in das Mehrfamilienhaus zieht. Seine Mutter ist auch nicht von schlechten Eltern, dennoch lässt Tobias keine Gefühle für die beiden zu, denn er möchte lieber seine Ruhe haben. Als dann allerdings die Katze der beiden stirbt und Finn untröstlich ist, lässt sich Tobias zu einer Handlung bewegen, die er von sich nie geglaubt hätte.
    Auch diese Geschichte war recht niedlich, aber auch etwas abstrus. Mir kam die Handlungsweise der Personen nicht so ganz schlüssig vor.


    Eva Völler - Der Schwiegerdämon


    Rechtsanwältin Amanda muss ihre Schwiegermutter, die ohne Aufsicht nur Blödsinn anstellt, während des Kuraufenthalts ihrer Schwägerin aufnehmen. Leider entpuppt sich diese als wahrer Dämon - nicht nur im übertragenen Sinn. So muss Amanda den schwierigen Spagat zwischen Beruf und Schrecken mit Schwefelduft händeln. Doch zum Glück gibt es ja auch noch ihren Nachbarn Oliver mit seinem altersschwachen Dackel Herkules.
    Mal etwas anderes als das Übliche. Die Geschichte hab ich mit einem leichten Schmunzeln gelesen, wenn ich sie auch unrealistisch fand. Also mal ehrlich - ein Dämon? :lol:


    Heide John - Zelten


    Michael versucht seine Familie zum Zelten zu bewegen - Urlaub auf ganz spezielle Art. Da Michael aber zwei linke Hände hat, bleibt das Probezeltaufbauen an Franziska und ihren Kindern hängen. Und Schwiegermutter ist eh nicht begeistert, da zelten ja so was von out ist, also gibt sie ihren Senf auch noch dazu. Lasse würde lieber mit seinem Freund Ole auf Sardinien verbringen und Josha kommt heulend von der Schule, da die Klassenkameraden über den Urlaubswunsch lästern. Die hochbegabte Alma hat dagegen ganz andere Sorgen: Wie kann man sich ohne W-LAN-Anschluss weiterbilden?
    Na ja, recht nett erzählt, aber auch diese Geschichte gibt mir nichts.


    Anne Hertz - Mit freundlichen Grüßen


    Eine Geschichte mal vollkommen anders. Alles beginnt mit einer E-Mail an die Lehrerin des Sohnes von Luise von Ravensbach. Eine E-Mail gibt die andere und heraus kommt eine herrliche Verwicklungskomödie über Segen und Fluch einer bestimmten Kommunikationsmöglichkeit.
    Diese "Geschichte" ist wirklich sehr gut - ich kam aus dem Lachen kaum noch heraus, da sich bei jeder E-Mail neue Abgründe auftaten.


    Andra Koßmann - Mutterkuchen mit Puderzucker


    Geburten und (Alb-)Träume - das ist im Groben der Inhalt dieser Geschichte.
    Die Erzählung ist sprunghaft und schwer nachvollziehbar. Es werden Vergleiche gemacht, die so überhaupt nichts miteinander zu tun haben und in meinen Augen komplett unlogisch sind. Zwischendurch wird versucht, zwanghaft Witz hineinzubringen, was meiner Meinung nach völlig daneben gegangen ist. Für mich ist die Geschichte mangelhaft.


    Maximilian Buddenbohm - Das Schwein


    Stadtfamilie macht Kurzurlaub auf Bauernhof. Junge will unbedingt Schweine sehen. Streitereien sind an der Tagesordnung.
    Diese Geschichte hätte ich mir auch schenken können. Die Eltern gehen weder liebevoll mit sich noch mit dem Sohn um. Das Verhalten ist vollkommen überzogen. Auch hier wieder: Mangelhaft!


    Britt Reißmann - Babysitter inklusive


    Schwiegermütter sind ein lästiges Anhängsel, besonders wenn sie mit einem unter dem gleichen Dach wohnen. Um nicht vollends durchzudrehen, bucht die Protagonistin für sich alleine einen Flug nach Gran Canaria. Dumm nur, dass sie ständig von einer Familie umschwärmt wird, deren (Schwieger-)Mutter mitgekommen ist und die natürlich alles besser weiß. Ein Ausflug der Familie ins Gebirge ändert dann aber alles.
    Schwarzer Humor - klasse! Die Geschichte hat mir wieder sehr gut gefallen und war ganz auf meiner Linie. Und dass (Schwieger-)Mütter alles besser wissen, dass wissen wir doch alle, oder? :twisted:


    Matthias Sachau - Das Günther-Prinzip


    Spannend geschilderte Kurzgeschichte über ein Problem, das so ziemlich alle Eltern haben dürfte und deren Inhalt ich hier nicht verraten möchte. Nur das: Ein Versehen - oder eher eine Nachlässigkeit - sorgt für eine Nachahmungswelle sondergleichen.
    Auch diese Geschichte fand ich gut, zumal sie auch gut darstellt, wie sinnig oder unsinnig manche Verhaltensweisen sind.


    Grundsätzlich finde ich Anthologien immer ein wenig problematisch. Wenn Geschichten von verschiedenen Menschen zusammenkommen, dann ist es selten, dass da nur gute Geschichten dabei sind beziehungsweise Geschichten, die lediglich in einem Stil geschrieben sind, der einem gefällt. Und so ziehen dann die Geschichten, die mir nicht so gefallen haben, diejenigen herunter, die ich wirklich hervorragend fand. Nur wegen drei wirklich guter Kurzgeschichten kaufe ich normalerweise kein Buch.


    Hier also: Kann man lesen, muss man aber nicht. Für mich durch das Mischmasch zweieinhalb Sterne.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    1. (Ø)

      Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)


    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein

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