Sabine Fink - Judasbrut

  • Es ist Kriminalkommissarin Maria Ammons erster Arbeitstag nach dem Urlaub, als sie von ihrem Chef auf den Fall Eichmüller angesetzt wird. Angeblich hat die Ehefrau von Herrn Eichmüller, Dr. Sara Eichmüller einen Mordanschlag auf ihren Mann verübt, nachdem sie diesen bei einem Schäferstündchen mit einer seiner Laborassistentinnen im eigenen Schlafzimmer erwischt hat. Nun wird nach Sara gefahndet, aber sie bleibt erst einmal verschwunden. Gleichzeitig wird Maria mit Michelle eine neue Kollegin an die Seite gestellt und die beiden sind sich gleich sympathisch. Frisch machen sie sich ans Werk, den Fall aufzuklären. Derweil ereignen sich immer weitere mysteriöse Dinge, in die auch Marias Freundin Nina hineingezogen wird. Mehr möchte ich über die Handlung gar nicht sagen, um nicht zu viel vorweg zu erzählen.


    Durch verschiedene dichte Handlungsstränge wird man in diesem Krimi ganz schön in die Irre geführt und muss als Leser selbst
    mitermitteln, um so langsam das große Ganze zu entwirren. Aber am Ende ist alles schlüssig und nachvollziehbar.


    Die Autorin hat in wunderbarer Weise und in einem rasanten Schreibstil den Leser von der ersten Seite an „in der Tasche“. Die Seiten fliegen nur so dahin, weil man sich völlig bei der Suche des Täters verliert. Frau Fink hat die Spannung in ihrem Krimi konstant auf hohem Niveau gehalten. Die Protagonisten sind durchweg sympathisch charakterisiert und die Landschaftsbeschreibungen wurden ebenfalls so gut dargestellt, so dass man sich beim Lesen gleich irgendwie heimisch fühlt. Besonders gut hat mir gefallen, dass hier auch die Polizei mal ein Privatleben hat und man auch die Sorgen und Nöte außerhalb der Dienstzeit miterleben konnte.


    Für mich war es das erste Buch von Sabine Fink und ein besonders gelungener Regionalkrimi, den ich jedem wärmstens empfehlen kann. Auch für genug Lokalkolorit ist in jedem Fall gesorgt.


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    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    gelesene Bücher 2020: 432 / 169960 Seiten

  • In der Gegend um das fränkische Erlangen häufen sich Fälle
    einer unerklärlichen Krankheit. Die Lehrerin Nina verirrt sich im Wald und
    kommt erst am nächsten Tag wieder nach Hause. Eine Ärztin begeht einen
    Mordanschlag auf ihren Ehemann. Ob und wie die Fälle zusammenhängen, erfährt
    der Leser/die Leserin erst im Laufe des Romans und hat so fast bis zum Ende die
    Möglichkeit, selbst mitzurätseln.


    Während im ersten Roman Sabine Finks die Kommissarin Maria Ammon eher eine
    Nebenrolle inne hatte, steht sie hier mitten in der Geschichte. Das gefällt mir
    gut, denn Maria ist eine sympathische, zupackende und intelligente Frau, deren
    Privatleben auch gut in die Handlung integriert wird.


    Auch sonst hat die Autorin wieder eine ganze Reihe interessanter Figuren
    entworfen. Nicht alle sind mir sympathisch, es gibt sogar eine Figur, die mir
    von vorneherein richtig unsympathisch ist und deren Handlungen ich nicht
    nachvollziehen kann, aber – auch solche Figuren braucht ein guter
    Kriminalroman.


    Was Sabine Fink richtig gut kann, sind Dialoge entwerfen. Das ist mir schon in
    „Kainszeichen“ sehr positiv aufgefallen und das setzt sich hier fort.


    Die Handlung ist spannend, auch wenn man längere Zeit nicht wirklich weiß,
    wohin das Geschehen führen soll. Dennoch liest sich das Ganze sehr flüssig.
    Gegen Ende kommt dann richtig Action auf, wenn auch meiner Meinung nach nicht
    ganz realistisch dargestellt. Die Auflösung ist logisch, es gibt aber ein, zwei
    Zufälle zu viel auf dem Weg dorthin.


    Genau wie beim Vorgänger spreche ich auch hier ein klare Leseempfehlung aus. Wer
    einen spannenden Krimi mit einer sympathischen Ermittlerin und einer guten Portion
    Lokalkolorit mag, ist hier genau richtig.


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