Markus Zusak: Die Bücherdiebin

  • Buchdetails

    Titel: Die Bücherdiebin


    Verlag: Blanvalet

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 588

    ISBN: 9783442373956

    Termin: September 2009

  • Bewertung

    4.6 von 5 Sternen bei 412 Bewertungen

    92% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Die Bücherdiebin"

    Selbst der Tod hat ein Herz … Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns … »Die Bücherdiebin« erzählt von kleinen Freuden, großen Tragödien und der gewaltigen Macht der Worte. Eine der dunkelsten und doch charmantesten Stimmen und eine der nachhaltigsten Geschichten, die in jüngster Zeit zu vernehmen waren. Ab sofort (8. Aufl.) mit zusätzlichem Bonusmaterial für Ihren Lesekreis: Thesen, Fragen und Diskussionsanregungen und ein Interview mit dem Autor!
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  • Ich lese derzeit Die Bücherdiebin von Markus Zusak.
    Ich habe ein Weilchen gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Die vielen kurzen Kapitel und Einfügungen hemmen doch ein flüssiges Lesen.
    Aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert und Sätze wie:


    Zitat

    In der Schule suchte Rudi in den Pausen Liesels Nähe. Es war ihm egal, dass die anderen sich über die Dummheit des neuen Mädchens lustig machten. Er war für sie da, von Anfang an, und er war auch später noch da, als Liesels Wut überkochte. Aber er tat es nicht umsonst.


    halten mich bei der Stange. Solche kurzen Vorausblicke streut Zusak des Öfteren ein; wer bricht da ein Buch ab? Ich jedenfalls möchte wissen, wie es weitergeht.
    Noch dazu, wo die Geschichte aus Sicht des Todes erzählt wird, der mir auf dem Cover eigentlich recht weiblich ausschaut. Er beobachtet Liesel, die bei der Beerdigung ihres kleinen Bruders ein schwarzes Buch stiehlt, das im Schnee liegt. Wie sie zu ihren Pflegeeltern kommt. Wie sie ein Buch vor dem Feuer rettet, was im Jahre 1939 nicht ganz ungefährlich ist.
    Nachts, wenn sie aus ihren Albträumen erwacht, bringt ihr Pflegevater ihr das Lesen bei. Sie besucht die Schule, da sie noch nicht lesen und schreiben kann, muss sie in die kleinste Klasse. Draußen spielt sie mit den Jungs Fußball und hilft der Pflegemutter, Wäsche auszutragen.
    Die Bücherdiebin scheint auch ein etwas anderes Buch über die Nazizeit zu sein. Der Tod erzählt die Geschichte aus Sicht der kleinen Liesel. Den Kriegsschrecken, den die Erwachsenen erleben, wird es hier wahrscheinlich gar nicht geben.
    Die Sprache ist sehr poetisch.

  • Zitat

    Die Bücherdiebin scheint auch ein etwas anderes Buch über die Nazizeit zu sein. Der Tod erzählt die Geschichte aus Sicht der kleinen Liesel. Den Kriegsschrecken, den die Erwachsenen erleben, wird es hier wahrscheinlich gar nicht geben.

    Ja, da bin ich auch sehr froh drum. Ich habe auch kürzlich mit dem Buch begonnen und man mag es kaum glauben - es lag zuvor knapp 3 Jahre auf dem SUB. Ganz einfach weil mich die Aussicht auf die Nazizeit abgeschreckt hat. Diese Zeitspanne/Geschichte wird schon in so vielen Büchern/ TV Sendungen etc. ausseinandergenommen, dass ich es nicht mehr hören/sehen kann. Und sehr bedrückend ist es natürlich nochmal dazu.


    Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich mich jetzt "überwunden" habe das Buch zu beginnen und es sich für mich bisher als Schatz herausgestellt hat.
    Ich finde die Situationen zu der Zeit, wie die Rationierung, der Krieg, die vielen Tode werden zwar dargestellt, sind aber nicht Hauptschauplätze, sondern die Basis der Geschichte.
    Die Geschichten um Liesel und die Personen, die sie in ihrem Leben begleiten, sind so realistisch und doch irgendwie federleicht beschrieben, dass ich es als angenehm empfinde sie zu lesen. Oftmals gibt es Stellen, an denen ich Schmunzeln muss oder die mich dazu anregen über gewisse Sachen nachzudenken ohne dabei dem Schwermut zu verfallen.


    Und eines werde ich nie vergessen, das weiß ich jetzt schon. Ich habe zuvor in meinem Leben noch nie die Ausdrücke "Saukerl" oder "Saumensch" gehört; werde aber immer an dieses Buch denken, wenn ich sie doch mal irgendwo hören sollte. :D

  • Au, das hatte ich vor mittlerweile 3 Jahren angefangen, dann aber abgebrochen- Zeitmangel oder so. Aber nun schleiche ich jedes Mal, wenn ich ein neues Buch von meinem SUB suche, drumherum....bald ist es fällig :mrgreen: