Felix Salten - Bambis Kinder

  • Klappentext:


    Das Rehkitz Bambi ist erwachsen geworden. Nach dem Tod seines Vaters nimmt er fortan den Platz >des Alten< ein, und gemeinsam mit seiner Jugendfreundin Faline hat er nun selbst Nachwuchs: Geno und Gurri. Die beiden Kleinen werden von ihrer Mutter mit dem Leben im Wald und seinen Bewohnern vertraut gemacht. Geno ist dabei scheu und ängstlich, ihm steht ein langer Weg bevor, bis er eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters wird treten können. Gurri hingegen ist ein Wildfang, ungestüm und allzu leichtfertig angesichts der Gefahren, die der Wald oftmals birgt. Und so nehmen die Dinge ihren Lauf, bis ein folgenschweres Ereignis das Leben der kleinen Familie durcheinanderwirbelt...


    Eigene Beurteilung:


    Dem Menschen den Spiegel vorhalten tut diese Geschichte einmal durch die Idee, wie die Tiere unser Wirken in „ihren“ Wäldern wahrnehmen und dann in den Tieren und ihren Umgang miteinander selbst, in dem Salten alle möglichen politischen und seelischen Befindlichkeiten seiner Zeitgenossen mit einbindet, sozialistische Bäume über Unterdrückung schwadronieren lässt und viele andere über die Unausweichlichkeit des Schicksals – etwas, gegen dass sich die junge Gurri immer wieder stemmt.


    Für Waldfremde vielleicht nicht immer ganz zugänglich, da Salten hier viele eigene Beobachtungen mit Anthropomorphisierung verbindet und dabei auch noch oft auf Waidsprache zurückgreift, die nicht unbedingt jedem geläufig sein dürfte. In diesem Rahmen ist „Bambis Kinder“ eine würdige Fortsetzung des ersten Buchs und geht von der Entwicklung des Einzelnen mehr zur Entwicklung in der weiteren Gesellschaft über. Nicht mehr ganz so zeitgemäß, aber interessant.