Leah Boysen: Verbotene Begierde

Verbotene Begierde

3.5 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Verlag: bookshouse

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 300

ISBN: 9789963722150

Termin: Januar 2013

  • Allgemeines


    Seiten: 300



    Rezension


    „Verbotene Begierde“ ist das Debüt von Leah Boysen. Das Buch ist eine Mischung aus Paranormalen, Erotik, Liebe, Thriller und Drama.


    Inhalt


    Vanessa, eine junge Ärztin wurde von ihrem Lebensgefährten verlassen und arbeitet derzeit in einem Krankenhaus in London. Seit sie Single ist, leidet sie unter Liebeskummer und ihrem Sexualleben, das sie unzufrieden macht. Jetzt kommt auch noch dazu, dass sie sich die Schuld gibt, weil einer ihrer Patienten gestorben ist. In Gedanken versunken steht sie am See und wird dort von einem jungen Mann angesprochen, der ihr ein sexuelles Angebot macht und sie lässt sich trotz aller Gedanken darauf ein. Was sie nicht weiß: Sie entgeht so einer gefährlichen Situation. Mit dem Unbekannten erreicht Vanessa sexuelle Höhepunkte, sie packt die Begierde und gleichzeitig jedoch das Vergessen. Denn Jack ist ein Gestaltwandler, der mit seinen zwei Kollegen Dylan und Alec in Afrika arbeitet, und besondere Fähigkeiten besitzt. Die drei Männer treiben ihre Spielchen mit Vanessa und deren Freundin Lauren bis es zu einem dramatischen Höhepunkt kommt, an dem ein Feind zuschlägt und alles verändert.


    Meinung


    Ich fand das Buch schon interessant, als ich von dem Genre erfahren habe, das ja nun sehr vielseitig ist. Viele unterschiedliche Dinge ergänzen sich zu einem Ganzen und das macht die Geschichte anders als alle, die ich bisher gelesen habe. Außerdem klang der Titel sehr ansprechend und hat mich davon überzeugt, mehr über die Geschichte wissen zu wollen. Und ich muss sagen, er passt sehr gut.


    Der Schreibstil von Leah ist meiner Meinung nach sehr gut zu lesen, flüssig und beinhaltet genug Beschreibungen, um alles nachvollziehen zu können. Sie verrät dabei nie zu viel und treibt die Spannung damit an. Ich war sehr gefesselt von der Geschichte und wollte unbedingt erfahren, wie es weitergeht. Nur einmal war es für mich etwas zäh, aber das hat sich schnell wieder gegeben. Trotz der Tatsache, dass die Geschichte über mehrere Jahre verläuft, wurde das Lesen nie langweilig und das Interesse immer wieder durch neue Informationen und Wendungen geschürt.


    Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Vanessa hat sich im Laufe des Buches weiterentwickelt und hat mich sehr überzeugt. Besonders die Familiengeschichte im Hintergrund war sehr ansprechend und teilweise richtig rührend, als es um ihre Schwester ging. Aber auch in Jack konnte ich mich gut hineinversetzen, besonders in seinen Zwiespalt, der für mich nachvollziehbar und verständlich war.


    Das Buch überzeugt für mich definitiv mit den vielen verschiedenen Charakteren, Wesen und den spannenden Wendungen im Lauf der Geschichte. Die erotischen Szenen sind sehr gut an die Story angepasst und detailliert beschrieben. Gleichzeitig sind diese jedoch nicht in Massen vorhanden, sondern einfühlsam eingearbeitet, meiner Meinung nach genau an den richtigen Stellen.


    Fazit


    Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen an jeden, der Spaß an besonderen Wesen hat und dabei Lust auf ein bisschen Erotik, Liebe und Drama.



    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Kann man lesen, muss man aber nicht. Vom Klappentext und den Rezensionen her hatte ich mir gedacht - warum nicht? Einfach mal lesen und sehen, ob sich hier nicht vielleicht ein kleines Juwel einer unbekannten Autorin findet. Leider entspricht dieser Roman so gar nicht dem, was ich erwartet hatte.


    Die Story ist äußerst dünn, die Geschichte zu sprunghaft erzählt. Als Leser wird man von einer Erzählung in die nächste geworfen und des öfteren hab ich mir gedacht: 'Wer ist denn jetzt schon wieder gemeint?', bis ich dann nach einigen Sätzen wusste, was Sache ist. Solche Gedankensprünge hab ich auch öfter mal - angesprochene Personen sind dann immer ziemlich verwirrt, so ging es mir bei diesem Buch. Nur sollte so etwas nicht in einer Geschichte vorkommen, oder dann zumindest besser erklärt werden. Ebenso sind einige Elemente im Buch vorgekommen, die überhaupt nicht für die Geschichte relevant sind. Der Antagonist kommt meines Erachtens generell zu kurz, bleibt zu sehr im Hintergrund und tritt nur ab und zu mal in Erscheinung, sorgt aber nicht für das bibbernde Gefühl, das eigentlich aufkommen sollte. Die anderen Personen werden allerdings auch nicht besonders gut dargestellt, dass man sich gut in sie hineinversetzen könnte. Spannung kam da bei mir nicht auf. Das Thriller-Element hab ich jedenfalls vergeblich gesucht.


    Was ich mich auch immer wieder gefragt habe ist, warum zeigt sich Jack Vanessa immer mal als andere Person, wenn er sie hinterher sowieso alles vergessen lässt? Genauso hab ich mich gefragt, warum es für ihn am Anfang so wichtig war, dass sie sein Gesicht nicht sieht - immerhin kann sie sich doch sowieso danach an nichts erinnern. Das erscheint mir unlogisch (wie so manche andere Dinge auch). Ich bin mir sicher, dass die Autorin in ihrem Kopf zu allem Erklärungen, eine bestimmte Vorstellung hat. Leider hat sie es nicht geschafft, das so darzustellen, dass ich dieser Vorstellung gut folgen konnte.


    Zweieinhalb Sterne erhält die Autorin trotzdem noch. Zum einen, weil die Geschichte trotz der Sprunghaftigkeit recht gut lesbar ist, zum anderen, weil sich einige wirklich gute erotische Szenen darin befinden (auch nicht alle, aber in dem Punkt hab ich schon Schlechteres gelesen).


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein