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Liza Klaussmann, Zeit der Raubtiere

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  • Inhalt (Klappentext):
    Eine Insel vor Boston: In den Monaten kurz nach dem 2. Weltkrieg können Nick und Helena kaum erwarten, dass das Leben jenseits der Einschränkungen wieder beginnt. Helena ist auf dem Weg nach Hollywood und in eine neue Ehe. Nick sehnt die Rückkehr ihres Ehemanns Hughes aus dem kriegsgebeutelten Europa herbei. Kummer und Entbehrung will sie hinter sich lassen, um endlich frei zu sein für ein sorgloses Leben. Doch bald beginnt die Fassade zu bröckeln. Helenas Mann ist nicht der, der er vorgegeben hat zu sein. Hughes wiederum hat die Zeit in Europa verändert. Distanziert und nachdenklich, wünscht er sich nichts mehr als ein Leben in geordneten Bahnen. Enttäuscht fügen sich die beiden Frauen den Plänen ihrer Ehemänner.
    Immerhin kann Nick an den Ort zurückkehren, den sie mehr liebt als jeden anderen: Tiger House. Gut zehn Jahre nach ihrem Weggang lebt Nick mit ihrer Familie wieder auf dem Anwesen. Einen Sommer lang versuchen sie und Helena das alte Gefühl, alles sei möglich, wiederzugewinnen. In diesem Moment der Hoffnung entdecken ihre Teenager Daisy und Ed das Opfer eines brutalen Mordes. Alle werden von diesem Ereignis nachhaltig erschüttert. Liebe Und Hass, kleine und große Lügen, Enttäuschungen und Hoffnungen werden aufgedeckt. Und jeder der Familie Derringer muss sich nicht nur den anderen, sondern vor allem sich selbst stellen.


    Autor:
    Liza Klaussmann, in den USA geboren und aufgewachsen, ist Anfang vierzig. Sie hat jahrelang las Journalistin für die New York Times gearbeitet, bevor sie sowohl in den USA als auch in England Kreatives Schreiben studiert hat.
    Ihr Debütroman "Zeit der Raubtiere" wurde in 25 Länder verkauft. Die Autorin lebt heute in London, wo sie an ihrem zweiten Roman arbeitet.


    Meine Meinung u. Bewertung:
    Zunächst scheint die Zukunft verheißungsvoll. Nick freut sich auf das Wiedersehen mit ihrem Mann Hughes, sprüht vor Tatendrang und glaubt endlich das Leben ohne Schranken genießen zu können. Helena heiratet trotz Nicks Bedenken erneut und zieht mit ihrem Mann nach Hollywood.
    Doch schon bald platzen die Träume wie Seifenblasen. Hughes hat sich während des Krieges in Europa verändert. Er fordert festen Bahnen, baut auf Sicherheit mit treu sorgender Ehefrau und Kinder. Sie versucht sich ihre Freiheit selbst zu schaffen. Helena muß erkennen, dass ihr Traumprinz nur Luftblasen produziert, und ihm eher ihr Geld als sie selbst wichtig ist. Doch sie will das nicht wahr haben, ertränkt und benebelt sich in jeder Menge Alkohol und Tabletten.
    Nach Jahren treffen sie im Tiger House aufeinander. Helen hat ihr Ferienhaus vermietet, wohnt nun mit Ihrem Sohn Ed bei Nick und ihrer Tochter Daisy. Hughes kommt nur tageweise zu Besuch. Zwar leben sie dadurch auf engem Raum zusammen, aber die alte Vertraulichkeit will sich nicht einstellen. Im Umgang freundlich miteinader, brodelt im Untergrund Hass, Verrat, Enttäuschung. Ed und Daisy streunen oft zusammen über die Insel, doch Ed verschwindet schon mal. Er spioniert alle und jeden aus, nennt das Nachforschungen bis sie eines Tages eine Leiche finden.
    Wer nun glaubt einen Stück Krimi vorzufinden, wird bald eines Besseren belehrt. Das Geschehen bleibt eher im Hintergrund, findet erst ganz am Ende ein wenig Substanz.
    Schwerpunkt sind die vielen Geheimnisse eines Jeden, die unterschiedlichen Gedanken, Rachegelüste, Sehnsüchte, Leidenschaften. Liza Klaussmann hat interessante Charaktere geschaffen. Manches ist verblüffend, manches aber auch vorhersehbar. Dabei bietet sie die verschiedene Perspektiven. Langweilig wird es nie, man bleibt am Ball, verteilt aber kaum Sympathien, sondern beobachtet eher. Nick ist und bleibt mir dabei ein Dorn im Auge.
    Ich hatte mich bereits auf 3,5 Sternchen festgelegt, dann kam das Ende. Ich denke das Buch hat noch einige Unebenheiten, aber ich habe es trotzdem gerne gelesen. Als Debütroman bemerkenswert. Auf ein weiteres Buch bin ich gespannt. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Liebe Grüsse
    Wirbelwind

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

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