Sophie Hannah: Das fremde Haus / Lasting Damage

  • Buchdetails

    Titel: Das fremde Haus


    Band 6 der

    Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Entertainment)

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 497

    ISBN: 9783838721651

    Termin: Januar 2013

  • Bewertung

    3.5 von 5 Sternen bei 10 Bewertungen

    69% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Das fremde Haus"

    NICHTS IST SO WIE ES SCHEINT ... Es ist 1.15 Uhr. Connie Bowskill müsste längst schlafen. Stattdessen sucht sie auf der Internetseite einer Immobilienfirma nach einem ganz bestimmten Haus: Bentley Grove 11, Cambridge. Sie klickt auf den Button ?virtueller Rundgang? und sieht eine Szene wie aus einem Alptraum: Im Wohnzimmer liegt eine Frau ? regungslos, der Teppich unter ihr voller Blut. Fassungslos weckt Connie ihren Mann. Aber als der sich vor den Computer setzt, sieht er nur einen makellos sauberen Teppich in einem ganz gewöhnlichen Wohnzimmer. Doch Connie weiß, sie hat sich die Leiche nicht eingebildet. Und noch etwas lässt sie nicht mehr los: Die Tote sah Connie zum Verwechseln ähnlich ... 'Düster raffinierter Schrecken' Financial Times 'Der jungen Britin Sophie Hannah ist ein packender Psychothriller gelungen, in dem nicht nur die Heldin von fremden Häusern besessen ist.' Bücher 'Ein fesselndes Psychoduell beginnt - schmökertauglich und mit einigen Überraschungen.' Westdeutsche Zeitung 'Ein Psycho-Leckerbissen.' Tiroler Tageszeitung
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    Als Connie »Zuhause« in das Navi im Auto ihres Mannes eingibt, wird sie an einen Ort geführt, der ihr vollkommen fremd ist: Bentley Grove 11, Cambridge. Sie stellt Kit zur Rede. Der behauptet, sie muss die Adresse selbst eingegeben haben. Kurze Zeit später steht das Anwesen zum Verkauf. Connie gelingt es, einen Blick in das Haus zu werfen. Sie entdeckt eine blutüberströmte Frauenleiche, die ihr verdammt ähnlich sieht!




    Meine Rezension:



    Connie fühlt sich eingeengt in ihrem Cottage in einem kleinen Dorf und leidet unter ihrer dominanten Familie. Eines Nachts surft sie auf einer Immobilienseite und guckt sich ein Haus in Cambridge an, was für sie schon längst zur fixen Idee wurde. Doch plötzlich entdeckt sie auf einem Bild die Leiche einer ermordeten Frau. Als ihr Ehemann Kit sich die Bilder ansieht, ist alles in Ordnung. Connie war schon vorher psychisch labil, verliert sie jetzt endgültig den Verstand? Die Polizei glaubt ihr nicht und auch Simon, ein Bekannter von ihr, Polizist und gerade auf einer Hochzeitsreise, kann nur langsam die Bruchstücke zusammensetzen. Was ist wirklich in Bentley Grove 11 passiert?
    Der Prolog enthält ein paar Seiten aus dem letzten Kapitel, um den Leser neugierig zu machen, dann wird erst mal des langen und des breiten alles Mögliche erklärt. Sehr viele Charaktere, die für die Handlung nur bedingt nötig sind, werden ausschweifend und mit einer manchmal ermüdenden Detailfülle beschrieben. Außerdem wird so viel Alltägliches eingebaut, dass es schwerfällt wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen. Es ist kaum möglich den Überblick zu behalten- war hat was wo gemacht und steht in welchem Verhältnis mit wem?
    Die Charaktere sind extrem in ihrem Charakter und Verhalten. "Normale" Personen kommen praktisch nicht vor, jeder hat den einen oder anderen Knacks oder gleich eine behandlungsbedürftige Neurose. Dadurch fühlt sich die Geschichte sehr künstlich an.
    Die Grundidee ist interessant- hat Connie es sich nun eingebildet oder nicht? Aber gerade durch den Prolog wird deutlich, dass wesentlich mehr dahintersteckt und der Schuldige bzw. jemand, der offensichtlich große Mitschuld hat, schon auf den ersten beiden Seiten des Romans offenbart.
    Die Handlung ist extrem verwinkelt und widersprüchlich. Es werden so viele Lügen, Zeitsprünge und Geschichten aus der Vergangenheit und aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, dass man kaum noch folgen kann. Außerdem wechselt die Erzählperspektive immer wieder: es gibt die Icherzählerin Connie, aber auch mehrere andere Erzählstränge, die aus der auktorialen Sichtweise Simon, Connies Schwester oder anderen folgen.
    Die Auflösung hat mir ehrlich gesagt nicht gefallen: zwar waren die Winkelzüge des Drahtziehers gut durchdacht, dass Motiv in meinen Augen aber völlig überzogen. Es war einfach nicht plausibel. Connie selbst ist anhand einiger Geschehnisse in der nahen Vergangenheit für mich recht eindeutig psychisch krank, die Krankheit an sich und die Umstände passen für mich aber nicht gut zusammen.
    Stellenweise enthielt das Buch zwar einige spannende Szenen, meistens wurden allerdings sehr trocken jede Menge Informationen aufgezählt, was für einen zähen Lesefluss sorgte.
    Das Potential ist da, die Umsetzung konnte mich aber nicht besonders überzeugen, deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

  • Inhalt:
    Connie lebt mit ihrem Ehemann Kit in einem kleinen Häuschen in Little Holling, Silsford. Sie glaubt, ihr Ehemann würde sie betrügen, da in seinem Navi als Heimatort eine andere Adresse gespeichert ist: Bentley Groove 11 in Camebridge. Als sie eines Nachts auf einer Immobilienseite einen virtuellen Rundgang des zu verkaufenden Hauses in Bentley Groove 11 startet, macht sie eine böse Entdeckung. Im Wohnzimmer des Hauses sieht sie eine Leiche in einer großen Blutlache liegen. Völlig außer sich weckt sie ihren Mann und wartet auf seine Reaktion. Doch die Leiche ist weg. Sie kann nicht glauben, dass sie sich das alles nur eingebildet hat und geht zur Polizei. Doch diese hält sie auch nur für verrückt. Erst als eine weitere Frau auftaucht, die diese Leiche gesehen hat, beginnen die Ermittlungen. Was ist in dem Haus passiert? Und was verschweigt ihr Mann ihr wirklich?


    Meine Meinung:
    Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen, aber so ging es leider nicht weiter. Connie war mir nicht wirklich sympathisch und ihre „Hirngespinste“ wurden so weit ausgebreitet, dass es irgendwann schon leicht nervig wurde. In die Geschichte kommt eine Menge Verwirrung. Zwischendurch erfährt man als Leser etwas von anderen Personen, die eigentlich gar nichts mit der Geschichte zu tun haben, was offensichtlich darauf zurückzuführen ist, dass es sich um eine Reihe handelt. Die Fragen zu diesen Personen blieben unbeantwortet. Auch die Familie von Connie wurde – für meinen Geschmack – etwas zu ausführlich beschrieben. Das Buch hat allgemein sehr viele Fragen aufgeworfen und war sehr verwirrend. Ich konnte zwischendurch kaum glauben, dass es noch ein sinnvolles Ende geben kann. Doch das gab es. Ein vielleicht eher ungläubiges, aber trotzdem realistisches Ende. Das Buch war etwas langatmig und hat sich ziemlich gezogen, weshalb ich ein paar Punkte abziehen muss. Allerdings werde ich wieder ein paar dafür vergeben, dass die Autorin trotz der ganzen Verwirrung noch ein – die meisten – Fragen beantwortendes und realistisches Ende geschaffen hat. Eine Überraschung ist das Ende auf jeden Fall und ich als Leser wäre nie darauf gekommen. Als Psychothriller würde ich das Buch nicht einordnen. Eher als Thriller mit einem gewissen Hauch von Drama. Von mir gibt es 3 ½ Sterne für das Buch. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

  • Bei “Das fremde Haus” fällt es mir gar nicht so leicht, etwas zu sagen, und meine Meinung eindeutig festzulegen. Dieser Thriller hat Höhen und Tiefen, anders kann man das gar nicht sagen.
    Fangen wir mit den Tiefen an: Sophie Hannah reißt unheimlich viele Erzählstränge an, die nicht alle konsequent zuende erzählt werden. Da ist einmal die Handlung um Connie und Kit, die in sich gesehen schlüssig ist, in der Auflösung dann aber unheimliche Längen hat. Das hätte nicht sein müssen. Störender finde ich aber, dass am Anfang der Eindruck vermittelt wird, auch die Geschichte um Simon Waterhouse und seine sehr merkwürdige junge Ehe mit seiner Frau Charlie ständen irgendwie im Fokus – hier werden Probleme angerissen, die die beiden haben, aber das Ganze verläuft dann im Sande, ebenso wie der Handlungsstrang, der sich mit einem der anderen Ermittler befasst. Auch Connies Therapeutin scheint anfangs eine große Rolle zu spielen und verschwindet dann plötzlich völlig von der Bildfläche, während es im Handlungsstrang um Kit und Connie so ist, dass jedes kleine Detail vom Anfang am Ende eine unglaubliche Bedeutung bekommt. Verwirrend liest sich das; am Schluss bleibt man mit dem Gefühl zurück, dass man in vielerlei Hinsicht nicht wirklich aufgeklärt wurde. Andererseits hatte ich aber auch nicht den Eindruck, mich inmitten einer Buchreihe wiederzufinden.
    Die Motivation für die vorliegenden Verbrechen in diesem Thriller sind bis ganz zum Schluss nicht ganz klar, aber wirken irgendwie sehr konstruiert. Das hat mir auch nicht gefallen, ich hatte irgendwie mit etwas Glaubwürdigerem gerechnet.
    Trotzdem habe ich “Das fremde Haus” eigentlich gerne gelesen, und das liegt vermutlich einfach daran, dass es vor allem am Anfang so scheint, das viele Erzählstränge ineinander greifen und sich zu einer großen Handlung zusammenfügen werden. Die Wechsel haben mir gut gefallen und gerade dass man bei Connie und Kit lange nicht wusste, wohin die Reise gehen würde, fand ich zunächst erstmal richtig toll gemacht. Es wird, finde ich, Spannung aufgebaut, auch ohne dass ein Serienkiller umgeht oder wir blutige Details geliefert bekommen. Gerade dass man überhaupt nicht weiß, wie man Connie einschätzen soll, habe ich beim Lesen als echtes Plus empfunden. Leider wird eben, wie gesagt, dieses Niveau nicht gehalten, und es wird immer verwirrender und immer weniger insgesamt nachvollziehbar. Schade. Dennoch ein Thriller, der interessant zu lesen war und der gerade am Anfang durch den Blick fürs Detail spannend war.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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