Ally Condie - Die Ankunft / Reached

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  • Klappentext:


    Wenn jemand stirbt, den du liebst – würdest du den retten, der ihn getötet hat?


    Stell dir vor, du konntest fliehen – vor dem System, das dir befohlen hat, wie du leben und wen du lieben sollst. Unter Lebensgefahr hast du deine Liebe wiedergefunden – eine Liebe, die das System töten wollte.


    Jetzt willst du das System besiegen, doch dafür musst du zurück. Zurück in dein altes Leben. Zurück zu einem Geheimnis, das tief in dir verborgen ist.
    Es wird alles verändern.
    Dein Leben.
    Deine Liebe.


    In den zerklüfteten Schluchten der Canyons hat Cassia nicht nur ihre große Liebe Ky wiedergefunden – sondern auch die Erhebung, eine Untergrundbewegung, die das System stürzen will. Als sich beide der Erhebung anschließen, müssen sie sich jedoch trennen. Ky wird auf einem Stützpunkt in einer Äußeren Provinz zum Piloten ausgebildet und Cassia in die Hauptstadt beordert. Dort trifft sie auf Xander, der als Funktionär für die Gesellschaft arbeitet. Kann sie sich ihm anvertrauen?
    Als eine tödliche Seuche ausbricht und die gesamte Bevölkerung zu vernichten droht, muss Cassia eine Entscheidung treffen …


    Über die Autorin:


    Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Salt Lake City, USA. Nach dem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Romane um „Cassia & Ky“ werden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und sind große internationale Bestseller.


    Allgemeines zum Buch:


    „Cassia & Ky 03. Die Ankunft“ ist der Abschluss der Jugendbuch-Trilogie um Cassia und Ky.


    Das Buch umfasst 608 Seiten und gliedert sich in einen Prolog, der die „Geschichte des Steuermanns“ erzählt, sowie fünf Teile mit insgesamt 63 Kapiteln. Abgerundet wird der Roman durch Anmerkungen sowie eine sympathische Danksagung der Autorin.


    Das Jugendbuch ist aus der Sicht von drei Ich-Erzählern geschrieben - Cassia, Ky und Xander -, die im Wechsel jeweils in der Gegenwartsform von ihren Wahrnehmungen und Empfindungen berichten. Die Kapitel sind daher jeweils mit dem Namen des aktuellen Ich-Erzählers überschrieben. Eine Besonderheit ist, dass sich dieser Name auch auf jeder einzelnen Seite des Kapitels findet, und zwar seitlich in der oberen rechten oder linken Ecke.


    „Die Ankunft“ ist im Januar 2013 als Hardcover mit Schutzumschlag im Fischer Jugendbuch Verlag erschienen. Die Originalausgabe erschien 2012 unter dem Titel „Reached“ bei Dutton, einem Unternehmern der Penguin Group, New York. Übersetzt aus dem Amerikanischen wurde das Buch von Stefanie Schäfer.


    Das Buch ist auch als Ebook erhältlich.


    Wie auch schon die ersten beiden Bänden der Reihe ist auch dieser sehr auffällig gestaltet. Das fängt beim Cover an, setzt sich bei dem besonders stabilen Schutzumschlag fort und hört bei den Zeichnungen, die jedes Kapitel einleiten, auf.


    Meine Meinung zum Buch:


    „Die Ankunft“ ist der dickste Band der Reihe um Cassia und Ky, und das zurecht. Denn die Autorin hat in diesem abschließenden Teil noch jede Menge zu erzählen und aufzulösen. Dabei ließe sich die grobe Handlung in wenigen Worten zusammenfassen:


    Die Erhebung hat begonnen. Der Steuermann hat sich an die Rebellen gewandt. Eine Seuche ist ausgebrochen.


    Cassia, Ky und Xander erleben diese bedeutenden Augenblicke auf ganz verschiedene Weise. Die ersten drei Teile des Buches beschäftigen sich damit, wie jeder von ihnen diese Situation wahrnimmt und damit umgeht. Und zwar getrennt voneinander. Denn noch hat jeder dieser drei Freunde eine eigene Aufgabe, die er für die Erhebung oder auch nur für sich selbst zu erfüllen hat. Ally Condie nimmt sich in diesen drei Teilen sehr viel Zeit für ihre Charaktere und beobachtet sie sehr genau. Sie nimmt detailgetreu ihre Emotionen und Gedanken auf und gibt sie durch das Verhalten der Charaktere an die Leser weiter.


    Xander ist als Medic beschäftigt und kümmert sich darum, die Verbreitung der Seuche zu stoppen und erkrankte Patienten zu heilen. Ky sorgt als Pilot dafür, dass jedes Hospital mit dem nötigen Impfstoff versorgt ist. Und Cassia ist mehr auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und ihrer Vergangenheit, während sie für die Rebellen als Sortiererin eingesetzt wird.


    Erst in den letzten beiden Teilen des Buches verbinden sich die drei Handlungsstränge zu einem großen Ganzen und das Buch steuert auf den krönenden Abschluss zu. Dabei steigt die Spannung enorm und die Handlung wechselt an einen Ort, der bisher nur gerüchteweise für Aufregung gesorgt hat. Mehr soll hierzu an dieser Stelle aber nicht gesagt werden.


    Was dem Buch vermutlich fehlt, ist eine wirklich fulminante Auflösung. Viele Probleme lösen sich in diesem letzten Teil irgendwie von selbst. Während man als Leser wahrscheinlich hin und her überlegt, wie sich wohl alles auflösen wird, hat Ally Condie teilweise Auswege gesucht, die zu einfach erscheinen. Aber bei genauerer Betrachtung, ist doch alles stimmig und passend. Es fehlt eben bloß DAS Highlight, das für Tragik und Aufregung sorgt.


    Erneut spielen natürlich die Gedichte eine große Rolle und auch die Geschichte des Steuermanns, die im Prolog abgedruckt ist, wird immer wieder aufgegriffen. Damit bleibt sich die Autorin treu, denn letztlich sind es diese Geschichte und die Gedichte, die sich wie ein roter Faden durch die Reihe ziehen und um die sich alles aufgebaut hat.


    Das Besondere liegt bei diesem Buch in Kleinigkeiten, kurzen Szenen, die unglaublich viel ausdrücken und unglaublich viel beinhalten. „Die Ankunft“ macht die Reihe rund und sorgt für ein sich endlich einsetzendes Verständnis von Szenen oder Dialogen, die bereits in Band 1 und Band 2 der Reihe stattfanden, aber erst jetzt nachvollziehbar werden und ihre wahre Bedeutung entfalten.


    Erst nach Beenden dieses abschließenden Teils wird so richtig deutlich, wie besonders diese Reihe um Cassia und Ky ist. Für eine Jugendbuch-Reihe ist sie sehr anspruchsvoll. Gerade die Poesie, die diese Reihe so einzigartig macht, ist es, die hohe Anforderungen an die Leser stellt. Um richtig in diese Buchreihe zu versinken und sie richtig zu verstehen, muss man sich mit den Gedichten und deren Bedeutung auseinandersetzen. Die Reihe liest sich nicht einfach so nebenbei, sondern verlangt viel Aufmerksamkeit und muss verstanden und nachvollzogen werden. Der Stil der Autorin ist ebenfalls fordernd. Das Buch liest sich zwar flüssig, aber jedes einzelne Wort hat hier eine Bedeutung und sitzt genau an der richtigen Stelle. Die Charaktere sind sehr erwachsen und verhalten sich nicht wie verliebte Teenager. Stattdessen sind sie sehr verantwortungsbewusst und handeln überlegt. Gerade in diesem letzten Band wird das sehr deutlich.


    Wenn man die Reihe irgendwann noch einmal liest, sieht man wahrscheinlich schon im ersten Teil vieles anders, nachdem man nun die ganze Auflösung kennt.


    Mein Fazit:


    Ein wenig spektakulärer, aber wie ein Deckel auf seinen Topf passender Abschluss einer ganz besonderen Jugendbuch-Reihe.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
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  • Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 und 2 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Die Auswahl" und "Die Flucht" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.


    Cassia und Ky haben sich in den Schluchten der Canyons endlich wieder gefunden und der Erhebung angeschlossen. Lange können die beiden jedoch nicht zusammen bleiben, denn diese neue Gruppierung will die bisherige Gesellschaft und deren System stürzen. Cassia wird somit als Sortiererin in der Stadt benötigt, während Ky als Pilot in den Äußeren Provinzen eingesetzt wird. Dort trifft er auf Xander, der immer noch für die Gesellschaft arbeitet und von der Erhebung nichts erfahren darf. Als eine tödliche Seuche ausbricht, wird etliches vorangetrieben, aber vieles gerät außer Kontrolle und das Leben aller wird gefährdet.


    Mit dem Roman "Die Ankunft" endet die Trilogie um Cassia und Ky, die in einer Gesellschaft aufgewachsen sind, die ihnen alles vorschrieb. Der Auftaktband hatte mich damals richtig begeistert, ich mochte die Charaktere und fand die dystopische Welt einfach nur genial. "Die Flucht" war dann eher enttäuschend und ich bin im Nachhinein überrascht, dass ich damals noch 4 Sterne dafür vergeben habe. Jetzt, ein Jahr später, empfinde ich das Buch rückblickend nur als 3 Sterne Buch. Somit war ich gespannt, auf den Abschlussband - würde Ally Condie meine ursprüngliche Begeisterung wieder entfachen können oder sich im Mittelmaß verlieren?


    Meiner Meinung nach ist leider letzteres eingetroffen. Nach 250 Seiten habe ich das Buch abends zur Seite gelegt und hatte das Gefühl, dass noch fast überhaupt nichts passiert ist. Inhaltlich bietet es zwar schon etwas an, aber irgendwie ist es zu sachlich, zu kalt. Es konnte mich überhaupt nicht berühren oder mich gar mitreißen. Das ist leider auf den letzten 350 Seiten auch nicht viel besser geworden. Die ursprüngliche Begeisterung ist nicht wieder aufgetaucht. Dieses hat mich nicht nur enttäuscht, sondern auch gewundert, denn das gesamte Geschehen wird abwechselnd durch die Ich-Erzähler und Protagonisten Cassia, Ky und Xander geschildert. Dadurch hat es eigentlich automatisch einen persönlichen Touch und macht es leichter eine Bindung dazu aufzubauen - aber bei mir hat das nicht funktioniert.


    Gut gefallen hat mir, dass Xander einen höheren Stellenwert in diesem Roman bekommen und sogar aus seiner Perspektive berichten darf. Schade fand ich wiederum, dass die Liebesgeschichte komplett zu kurz kommt. Ich brauche gar nicht unbedingt eine solche Handlung, aber wenn die Autorin diese komplizierte, emotionale Romanze einbaut, dann sollte diese auch etwas Raum haben, um sich entfalten zu können. Das Ende der Dreiecksbeziehung ist zwar zufrieden stellend, aber doch sehr einfach und nicht unbedingt befriedigend.


    Abraten kann man von diesem Buch nicht, denn wer die ersten beiden Teile gelesen hat, wird sicherlich wissen wollen, wie es mit den drei Protagonisten endet. Empfehlen kann ich diesen Roman leider aber auch nicht, da er mich einfach nicht berührt hat. Das Beste an dieser Trilogie waren für mich eindeutig der erste Band und die Covergestaltung der drei Bücher. Sie passen perfekt zusammen und besonders die neonfarbenen Schriften, die sogar geprägt sind, springen sofort ins Auge. Die Bücher, deren Titel jeweils einen ungewöhnlichen Buchstaben enthält, sehen nebeneinander im Regal einfach schick aus.


    fff

    Fazit: Schade, dass diese Trilogie nach dem ersten Band ihren Charme verloren hat. Um zu wissen, wie es mit Cassia, Ky und Xander weitergeht, kann man das Buch schon lesen. Allein stehend würde es von mir jedoch keine Empfehlung bekommen, da einfach kein Funke auf den Leser überspringt. 3/5 Sterne.


    • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
    • Originaltitel: Reached
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
  • Nach 250 Seiten habe ich das Buch abends zur Seite gelegt und hatte das Gefühl, dass noch fast überhaupt nichts passiert ist.

    Jaa, so habe ich das auch empfunden. Das Buch ist so dick, aber wie ich es auch in meiner Rezi geschrieben habe, lässt sich der Inhalt in wenigen Worten zusammenfassen. Und doch hatte ich nicht das Gefühl, dass gar nichts passiert, so kann man das meiner Meinung nach auch nicht sagen. Im Gegenteil - es sind irgendwie die Kleinigkeiten, die ständig passieren und am Ende das große Ganze ergeben. Schwierig, das zu beschreiben. :-k

    Empfehlen kann ich diesen Roman leider aber auch nicht, da er mich einfach nicht berührt hat.

    Schade, Claudia, denn im Nachhinein finde ich diese Reihe doch sehr berührend und bewegend. Vor allem die Poesie macht sie für mich so besonders und es sind wieder diese Kleinigkeiten, in denen so viel Gefühl liegt.

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  • Eure Rezis sind sehr gut gelungen, Danke :thumleft: Ich glaube, ich muss keine mehr schreiben, da ihr schon alles gut erzählt habt.


    Ich hab meine eigene Meinung gespoilert, da ich auf einige Szenen und Stellen im Allgemeinen von diesem Buch zurückgegriffen habe. Wer will kann sie aber trotzdem lesen :wink:


  • @ Rue:


    Mir hat es im Gegensatz zu dir sehr gut gefallen, dass Xander nun eine noch größere Rolle spielt und auch als Ich-Erzähler auftaucht. Ich war nämlich schon von Anfang an im "Team Xander". :wink:


    Für mich war der zweite Band der schwächste und dieser abschließende Band konnte zum Glück noch einiges rausholen, weshalb ich die Reihe gerade rückblickend als sehr hochwertig betrachte. Es ist eben eine Reihe, die man durchaus noch mal lesen kann. :thumleft:

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  • Ich denke eine eigene Rezi brauche ich nicht mehr schreiben. Nur einen kleinen Teil meiner eigenen Meinung.
    Außerdem muss ich sagen, finde ich es wirklich schwer so eine gute und ausführliche Rezi zu schreiben, wie von meinen VorgängerInnen, dafür bin ich erstens nicht so geübt und zweitens nehme ich vieles gar nicht so auf. Ich lese meistens sehr schnell, aber dann leider auch oberflächlich.


    Was dem Buch vermutlich fehlt, ist eine wirklich fulminante Auflösung. Viele Probleme lösen sich in diesem letzten Teil irgendwie von selbst. Während man als Leser wahrscheinlich hin und her überlegt, wie sich wohl alles auflösen wird, hat Ally Condie teilweise Auswege gesucht, die zu einfach erscheinen. Aber bei genauerer Betrachtung, ist doch alles stimmig und passend. Es fehlt eben bloß DAS Highlight, das für Tragik und Aufregung sorgt.


    Da kann ich dir auf jeden Fall nur zustimmen. Ich habe das Buch gelesen und die ganze Zeit darauf gewartet, dass etwas wirklich spannendes passiert oder ähnlich. Aber wie du schon sagst "DAS HIGHLIGHT" fehlt.


    Gut gefallen hat mir, dass Xander einen höheren Stellenwert in diesem Roman bekommen und sogar aus seiner Perspektive berichten darf. Schade fand ich wiederum, dass die Liebesgeschichte komplett zu kurz kommt. Ich brauche gar nicht unbedingt eine solche Handlung, aber wenn die Autorin diese komplizierte, emotionale Romanze einbaut, dann sollte diese auch etwas Raum haben, um sich entfalten zu können. Das Ende der Dreiecksbeziehung ist zwar zufrieden stellend, aber doch sehr einfach und nicht unbedingt befriedigend.


    Mir hat es im Gegensatz zu dir sehr gut gefallen, dass Xander nun eine noch größere Rolle spielt und auch als Ich-Erzähler auftaucht. Ich war nämlich schon von Anfang an im "Team Xander". :wink:


    Ich war auch von Anfang an für "Team Xander". Xander ist mir irgendwie sympathischer gewesen.
    Deswegen hat es mir genauso wie euch auch sehr gut gefallen, dass Xander eine größere Rolle bekommen hat.


    Die Dreiecksbeziehung konnte ja eigentlich nur auf diese Weise enden, damit man sagen kann, dass sie zufrieden stellend ist.
    Ich fand das Ende allerdings auch im Hinblick auf die drei zufrieden stellend.


    Insgesamt war das Buch inordnung. Also für alle die mit der Reihe angefangen haben, natürlich ein MUSS.
    Deshalb :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Gelesen 2015:
    Januar - 9
    Februar - 10
    März - 8




    "If you can dream it, you can do it." - Walt Disney

  • @ IceGirl:


    Danke, dass du deine Eindrücke zu dem Buch auch mit uns teilst. :thumleft:


    Was du zu dem Ende des Buches sagst, da stimme ich dir zu.

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
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  • Inhalt:

    Cassia und Ky haben sich der Erhebung angeschlossen und arbeiten nun getrennt voneinander. Cassia in Central und Ky auf einem Stützpunkt in einer Äußeren Provinz, wo er als Pilot ausgebildet wird. Xander ist ebenfalls in Central als Funktionär der Gesellschaft und hat sich der Erhebung angeschlossen. Er sorgt dafür das die Neugeborenen die richtige Tablette für die Immunabwehr bekommen. Das weiß Cassia aber nicht und als die Seuche ausbricht ist sie sich nicht sicher ob sie Xander vertrauen kann...


    Meine Meinung:

    Die Ankunft ist gleichzeitig der Abschluss der Trilogie Cassia & Ky. Mit 600 Seiten ein reichhaltiger Abschluss.


    Am Anfang war es doch recht langatmig. Die erste Hälfte dieses Buches meint man es passiert gar nichts. Es sind eher die vielen Kleinigkeiten die so langsam zum Ganzen werden. So ist es zu Beginn auch etwas schwer am Lesen zu bleiben und nicht abzubrechen, aber ich wollte die Trilogie gerne beenden und hoffentlich viele Antworten bekommen.

    Als sich dann alle Stränge zu einem finden wurde es wesentlich besser und ich habe auch nicht mehr aufhören wollen zu lesen.


    Geschrieben wird diesmal aus der Sicht von Cassia, Ky und Xander, was ich sehr schön fand da Xander im letzten Band ja doch sehr im Hintergrund blieb. Wer gerade erzählt sieht man nicht nur am Beginn des Kapitels sondern auch auf den Folgeseiten, Seitlich am Rand. So könnte man auch mittendrin aufhören und weiß immernoch wer gerade berichtet. Da ich mehrfach mittendrin unterbrochen wurde fand ich das ganz praktisch.


    Einen Rückblick gibt es nicht. Der Band knüpft an Die Flucht an und hat lediglich ein paar Monate oder Wochen dazwischen in denen nicht viel passiert ist. Nun setzt sich die Erhebung durch und das ist auch der rote Faden dieses Bandes.


    Die Protagonisten sind mir mittlerweile doch ans Herz gewachsen. Cassia und Ky durften wir ja in den letzten Bänden zu genüge kennen lernen. Ich finde Cassia ist erwachsener geworden und nicht mehr so naiv. Ky ist so wie man sich einen Freund wünscht aber mein absoluter Liebling war Xander. Er hat mich in diesem Band positiv überrascht und ist vom Partner von Cassia zu einer eigenständigen Persönlichkeit geworden.


    Am Ende sind alle Fragen geklärt und die Trilogie zu einem vernünftigen und auch schönen Abschluss gekommen. Es ist kein reines Happy End, aber das von einer Dystopie zu erwarten wäre auch glaube ich zu viel verlangt. Trotzdem ist es ein Ende womit man leben kann und was mich zufrieden zurück lässt.


    Mein Fazit zur Reihe: Die drei Bände sind eine Berg und Tal Fahrt. Der erste Band war echt super, der zweite flachte ganz schön ab und der dritte macht es wieder lohnenswert die Trilogie zu lesen.
    Wer überlegt ob er nach dem schwächeren zweiten Band den dritten überhaupt noch lesen soll: Macht es, er ist besser und enthält viele Antworten.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Die drei Bände sind eine Berg und Tal Fahrt. Der erste Band war echt super, der zweite flachte ganz schön ab und der dritte macht es wieder lohnenswert die Trilogie zu lesen.

    Das unterschreibe ich zu 100%.
    Am liebsten hätte ich nach Band 2 schon fast nicht mehr weitergelesen, da mich die Geschichte nach diesem eher langweiligen Buch kaum mehr gereizt hat, aber irgendwie wollte ich dann trotzdem noch wissen, wie es ausgeht. Und ja, es hat sich gelohnt.
    Anfangs haben sich allerdings meine schlimmsten Befürchtungen zunächst bestätigt: Es ging weiter wie in "Die Flucht" und das war für meinen Geschmack zuviel übertriebene Gefühlsduselei, zuviel Blabla, zu wenig voranschreitende Handlung. Aber ab der Hälfte macht das Buch einen sehr, sehr großen Sprung nach vorn und konnte fast wieder an "Die Auswahl" anknüpfen. Es wurde unglaublich spannend und vor allem den mittlerweile ganz schön erwachsen gewordenen Xander habe ich von Seite zu Seite mehr ins Herz geschlossen. Er hat sich auf eine ganz wunderbare Weise entwickelt und sein Verhalten und sein Charakter war für mich ein ganz großer Pluspunkt. Im Gegenzug muss ich aber sagen, dass Ky ein wenig nachgelassen hat. Vom andersartigen Rebellen aus Teil 1 war da nicht mehr viel übrig, finde ich. Allerdings wurde mit Oker noch ein weiterer toller und sehr interessanter Charakter eingeführt. Das gefühlvolle Ende wurde von Ally Condie auch sehr gut gemacht, so dass ich denke, dass jeder das Buch zufrieden zuschlagen kann.


    Fazit: Es lohnt sich nach dem schwachen zweiten Teil trotzdem, die Trilogie auszulesen und vor allem die großartige zweite Hälfte des Buches entschädigt für vieles.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • „Die Ankunft“ ist der dritte und letzte Teil der Dystopie um Cassia Reys und Ky Markham, deren Liebe von der Gesellschaft verboten ist. Bereits zwei Bände lang konnte man miterleben, wie die beiden für ihre Liebe kämpften, alle Hindernisse überwanden und dabei zu Revolutionären wurden. Nach einem grandiosen Beginn und einem eher mäßigen Mittelteil ist es nun an diesem 600 Seiten starken, dritten Teil, aus der Serie ein Must- read (oder eben auch nicht) zu machen.


    Bereits im ersten Kapitel fällt eine gravierende Neuerung auf: „Die Ankunft“ wird, zusätzlich zu den Perspektiven Cassias und Kys, auch aus der Sicht Xanders, der für die Gesellschaft als Funktionär arbeitet, erzählt. Der Leser erhält also Einblicke in sämtliche, für die Geschichte relevanten Situationen und bekommt sowohl die Gefühle der Charaktere als auch die Ereignisse an den verschiedenen Stellen in der Gesellschaft hautnah mit. Xander ist es auch, der den Leser auf den ersten 250 Seiten bei der Stange hält, denn seine Rolle ist in dieser Zeit die interessanteste. Bei ihm passiert etwas, in seinen Kapiteln erhält man Infos über die Arbeit der Erhebung und das Virus, das die Seuche auslösen wird, während sich Cassia und Ky seitenweise in ihren Gefühlen für- und ihren Sorgen umeinander verlieren. Erst als die Seuche dann ausbricht wird es auch bei Cassia und Ky spannend.


    Wie auch schon seine beiden Vorgänger kommt „Die Ankunft“ ohne großartige Actionszenen aus. Die Autorin legt auch hier wieder den Schwerpunkt auf die Gefühlsebene, was sich zum ersten Mal als kleiner Nachteil erweist. Zwar bringen die Gefühle wieder eine gewisse Tiefe in die Geschichte, lassen die 600 Seiten so manches Mal aber auch ganz schön lang werden. Ally Condie hätte gut daran getan ein wenig mehr Action in die Handlung hineinzubringen, denn so zieht sich „Die Ankunft“ leider sehr.


    Als Figur hat mich dieses Mal besonders Xander beeindruckt. Er schafft es endlich, aus seinem Schatten als Cassias 2. Wahl herauszukommen und sich zu einer eigenständigen Persönlichkeit zu entwickeln. Mit Cassia konnte ich leider wenig anfangen und mit Ky… Nun ja, mit ihm bin ich die ganze Zeit nicht wirklich warm geworden.


    Nachdem es ordentlich dauert, bis die Geschichte in Fahrt kommt, kommt das Ende dann doch sehr abrupt. Einige Fragen bleiben unbeantwortet und insgesamt ist mir das Ende zu glatt, zu konstruiert, besonders was Xander angeht.


    Fazit:
    Leider ist es Ally Condie nicht gelungen, ihre Serie mit „Die Ankunft“ zu einem absolut zufriedenstellenden Ende zu bringen. Ein zäher Anfang macht die ersten 250 Seiten zu einem kleinen Kampf, der zwar belohnt wird, aber nicht ausreichend. Schien diese Buchreihe nach dem ersten Teil „Die Auswahl“ noch zu einem Must- read zu werden, degradierten Teil zwei und drei sie leider zu „Kann man lesen, muss man aber nicht“.

  • Auch ich habe den Band gerade eben beendet und möchte kurz etwas dazu sagen.

    Es wurde unglaublich spannend und vor allem den mittlerweile ganz schön erwachsen gewordenen Xander habe ich von Seite zu Seite mehr ins Herz geschlossen. Er hat sich auf eine ganz wunderbare Weise entwickelt und sein Verhalten und sein Charakter war für mich ein ganz großer Pluspunkt. [...] Allerdings wurde mit Oker noch ein weiterer toller und sehr interessanter Charakter eingeführt.


    In den beiden Punkten kann ich mich nur anschließen. Xander fand ich davor immer nur ganz nett, aber in diesem Band habe ich ihn richtig zu schätzen gelernt. Und Oker war einfach nur ein Phänomen, welches der Handlung sehr gutgetan hat :lol: .

    Zitat von »gaensebluemche«
    Was dem Buch vermutlich fehlt, ist eine wirklich fulminante Auflösung. Viele Probleme lösen sich in diesem letzten Teil irgendwie von selbst. Während man als Leser wahrscheinlich hin und her überlegt, wie sich wohl alles auflösen wird, hat Ally Condie teilweise Auswege gesucht, die zu einfach erscheinen. Aber bei genauerer Betrachtung, ist doch alles stimmig und passend. Es fehlt eben bloß DAS Highlight, das für Tragik und Aufregung sorgt.


    Da kann ich dir auf jeden Fall nur zustimmen. Ich habe das Buch gelesen und die ganze Zeit darauf gewartet, dass etwas wirklich spannendes passiert oder ähnlich. Aber wie du schon sagst "DAS HIGHLIGHT" fehlt.


    Das habe ich ebenfalls so empfunden. Die Handlung ist immer weiter vor sich hin geplätschert, doch hat es in diesem Teil mehr gepasst als in dem zweiten Teil der Trilogie. Insgesamt hat mich das Buch ganz gut unterhalten können, es hat sich so Einiges mehr oder weniger zufriedenstellend geklärt und das Ende ist auch in Ordnung. Für mich sind es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: .

    :jocolor: Verschwundene Reiche: Die Geschichte des vergessenen Europa // Norman Davies (Projekt)



    You cannot open a book without learning something. - Konfuzius

  • Cassia, Ky und Xander haben sich der Erhebung angeschlossen. Noch arbeiten sie aus dem Verborgenen heraus, doch das soll sich bald ändern, denn die Erhebung hat Pläne für die Machtübernahme..


    "Die Ankunft" wird aus drei verschiedenen Sichten erzählt, denn jeweils von Cassia, Xander und Ky kann man die Geschehnisse aus der Ich-Perspektive verfolgen. Einerseits war es sehr interessant, weil man ihre Gedanken und Gefühle mitbekommen hat, zudem auch jeder in einem anderen Verhältnis zu der Erhebung (die Rebellenbewegung) stand. Aber andererseits war es auch manchmal ein wenig verwirrend und ich musste oft nachgucken, aus welcher Sicht ich nun gerade lese. Dieses Problem hat der Fischer Verlag aber wahrscheinlich schon befürchtet, denn auf jeder Seite standen an den Rändern der Name von der jeweils erzählenden Person, was die Situation sehr erleichtert hat!


    Die drei Hauptcharaktere waren interessant, weil sie sehr unterschiedlich waren. Während Xander der Erhebung treu ergeben war und von ihren Plänen absolut überzeugt war, hatten Ky und Cassia andere Ansichten. Denn Ky ist nur für Cassia der Erhebung beigetreten und denkt öfter darüber nach seinen Job als Pilot auszunutzen um nach Cassia zu suchen. Bei Ky fand ich es ziemlich nervig, dass er immer nur an Cassia gedacht hat und sie förmlich auf ein Podest gestellt hat. Und auch Cassia ist nicht mehr voll und ganz von der Erhebung überzeugt und beginnt zu zweifeln, zwar übt sie weiterhin ihre Aufgaben aus, aber sie schließt sich den Archivaren an und beginnt zu handeln.


    Ally Condie's Schreibstil war sehr flüssig zu lesen, nur konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln. Ich hatte das Gefühl, das die ersten 350 Seiten nicht wirklich viel passiert ist. Die Protagonisten gingen ihren Aufgaben nach und die Geschehnisse wurden durch mehrere Zeitsprünge unterbrochen. Doch dann nahm die Geschichte ein wenig an Fahrt auf, denn die Protagonisten trafen endlich aufeinander. Dennoch fehlte es mir sehr an Spannung, denn auch nach dem alle Fäden zusammengelaufen sind, passierten nicht sehr viele aufregende Dinge. Das ganze Buch dreht sich eigentlich darum, dass die Erhebung an die Macht gelangt, ohne großartiges Eingreifen der Gesellschaft, was mich erst stutzig gemacht hat, aber später aufgeklärt wurde. Natürlich gab es ein paar Komplikationen, doch die wurden gemeinsam von Cassia, Ky und Xander aus den Weg geräumt.


    Fazit:
    "Die Ankunft" hat mir ein wenig besser gefallen, als der vorherige Band, doch trotzdem konnte mich auch der Abschluss der Trilogie um Cassia, Ky und Xander nicht fesseln. Dafür ist einfach zu wenig spannendes passiert. Zwar fand ich das Ende ganz interessant, aber das lässt mich nicht den Anfang vergessen, bei dem ich mich echt zwingen musste weiterzulesen.
    Ich habe nicht viel von dem Buch erwartet und wurde deshalb nicht enttäuscht.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Ich fand es interessant, dass Xander nun eine bedeutendere Rolle bekommen hat und man nun auch alles aus seiner Sicht erfahren hat; auch wenn ich diese Wechsel anfangs etwas verwirrend fand.


    Leider war es teilweise etwas langatmig. Es war zwar interessant die genauen Hintergrundinfos zu bekommen, aber das zog sich meiner Meinung nach etwas.


    Die Wendung kam dann aber noch und die zweite Hälfte war dann doch spannend.


    Das mit der Erhebung war auch interessant obwohl ich die genauso extrem fand wie die Gesellschaft selbst auch wenn sie mehr Freiheiten versprach.


    Mir hat das Ende gefallen; vor allem, weil die Veränderung nicht allein durch Cassia und Ky (und Xander) herbeigeführt wurde, sondern sie lediglich ein Teil davon waren. Wären Sie ganz alleine dafür verantwortlich gewesen hätte ich es etwas übertrieben gefunden, obwohl sie natürlich sehr wichtig waren!


    Xander wurde mir in diesem Teil sympatischer und er wirkte irgendwie viel älter als 18(?) als er sich um die ganzen Kranken und die Bekämpfung der Seuche gekümmert hat.


    Indie fand ich schon im zweiten Band merkwürdig und undurchschaubar. Daher war ich auch im dritten Band kein großer Fan von ihr.


    Es ist auf jeden Fall ein gelungenes Ende und eine wunderbare Geschichte.


    Ich bin gespannt, ob die Reihe tatsächlich noch verfilmt wird. Ich habe mal gelesen, dass Disney die Rechte gekauft hat.
    Ich kann mir das alles als Film aber gar nicht vorstellen. Mal schauen was draus wird.


    Die Welt ist wie ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.


    :tanzensolo:


    Gelesen 2016 : 9
    Gelesen 2015 : 44
    Gelesen 2014 : 78

  • Auch ich habe nun diese Reihe beendet und habe anscheinend eine sehr abweichende Meinung. Während der erste Teil mir noch richtig gut gefallen hat und ich auf eine sich steigernde Trilogie gehofft hatte, wurde ich im zweiten Teil enttäuscht, da der zweite Band doch schwächer war als der vorherige. Aber das der abschließende Teil sollte ja wieder besser werden...
    Ich kann mich meinen Vorgängern in so weit anschließen, dass es mir gut gefallen hat, dass die Geschichte nun ebenfalls aus Xanders Sicht erzählt wird und man die Seuche somit aus verschiedenen Perspektiven erleben konnte. Weniger überzeugen konnte mich die Übernahme der Gesellschaft von der Erhebung. Für mich ging das Ganze viel zu schnell und ohne Widerstände vonstatten. Es war mir zu einfach. Und dann gab es nur noch die Seuche in ihren verschiedenen Formen. Die Geschichte wurde langatmig und zäh, lediglich die Entwicklungen der Charaktere wirkten auf mich überzeugend. Auch bei der Wendung zum Ende hin, ist der Funke nicht zu mir übersprungen.


    Von mir gibt es für den schwächsten Band der Reihe nur :bewertung1von5::bewertung1von5: .

    :bewertung1von5: 2015: 37 | SuB: 151
    :bewertung1von5: 2016: 9 | SuB: 96



    :study: Frank Cottrell Boyce - Millionen



    "Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn, es ist zu schwierig." :loool:

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