Timur Vermes - Er ist wieder da

Er ist wieder da

3.6 von 5 Sternen bei 194 Bewertungen

Verlag: Bastei-Lübbe

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 400

ISBN: 9783404171781

Termin: Oktober 2014

Klappentext / Inhaltsangabe: Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und »Gefällt mir!«-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Dieser Roman ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.
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  • Ich hoff ich bin hier richtig. :roll: Ich hab leider in Sufu nix zu diesem Buch gefunden. Deshalb dacht ich mir mach ich mal einen neuen Beitrag auf.


    Ich hätte gerne mal gewusst, ob es dazu schon einen Leser gibt der etwas zu dem Buch sagen kann. Die Leseprobe fand ich sehr gut muss ich sagen und es interessiert mich sehr.
    Also wenn jemand schon Erfahrungen hat heeeer damit. :D


    Weil dann gönn ich mir das als mein Weihnachten.

    :huhu:


    "Bücher sind einzigartige, tragbare Magie!" :study:



    Die Zukunft gehört denjenigen, die an das schöne ihrer Träume glauben!


    Cody Mcfadyen :lechz:
    Lieblingszeitschrift: Flow. :loool:


    2015:
    Gelesene Seiten:
    Gelesene Bücher:

  • Schau mal, Pantoffelheldin:


    Hier findest du den Thread zum Buch und hier den Thread zum Hörbuch. :wink:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Ich habe mich sehr amüsiert und meiner Meinung nach konstruiert Vermes eine tolle Geschichte. Wer sich ertappt mit Hitler zu sympathisieren, sollte dies nicht mit dem als Romanfigur geschaffenen Hitler verwechseln, dessen Wesenszüge dann wohl eher dem Wohlwollen Vermes entspringen, als der historischen Vorlage.

  • Ich habe bald die ersten einhundert Seiten geschafft und habe mich jetzt bereits auf einigen Seiten regelrecht schlapp gelacht und auf vielen konnte ich mir zumindest ein Schmunzeln nicht verkneifen. Man vergisst in der Tat sehr schnell, wer da wirklich die Hauptperson des Buches ist. Bisher gefällt es mir recht gut, mal sehen wie es weiter geht.

  • Ich habe mich noch nie bei einem Buch mit solch widersprüchlichen Gefühlen konfrontiert gesehen. Noch nie ist es mir so schwer gefallen, ein Buch zu bewerten. Ich versuche es trotzdem.


    Die Grundidee Hitler als Hauptprotagonisten wieder aufsteigen und bekannt werden zu lassen und das alles aus Sicht desjenigen, der einst Millionen Menschen ermorden ließ und die Welt in den Abgrund stürzte, zu erzählen, ist gelinde gesagt einfallsreich. Das Wort "genial" möchte ich hier nicht gebrauchen. Der Schreib- und Sprachstil genau dem Sprech Hitlers nachempfunden, trägt ebenfalls dazu bei, die Geschichte glaubwürdiger werden zu lassen. Über alldem steht die Frage, ob ein Hitler heute noch möglich wäre? Egal, in welcher Form.


    Doch, ist das noch Satire oder eine beleidigende Geschmacklosigkeit, ein Schlag ins Gesicht? Zwischen diesen zwei Standpunkten bin ich beim Lesen hin und her geschwankt, konnte auch ab einen gewissen Punkt nicht mehr lachen. Am Anfang ertappt man sich noch dabei und sogar daran, dass man dieser oder jener Position zustimmt, wenn da nicht Hitler wäre, der dies ausgesprochen hätte. Später muss man schlucken, wenn der Protagonist die millionenfache Ermordung von Juden und politischen Gegnern rechtfertigt, so dass ich mich frage, wie schwer so eine Geschichte zu schreiben ist, wenn ich schon beim Lesen Probleme habe und mich teilweise quälen musste, das Buch nicht abzubrechen.


    Wäre ein Hitler heute noch möglich? Wahrscheinlich leider ja. Das führt Vermes uns mit diesem Roman vor Augen (Ich hoffe mal, dass er das damit erreichen wollte.). Der Roman hat trotzdem mir zu viele Bauchschmerzen hinterlassen als dass ich ihn die Höchstwertung geben kann.


    Nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne.

  • Wäre ein Hitler heute noch möglich? Wahrscheinlich leider ja. Das führt Vermes uns mit diesem Roman vor Augen (Ich hoffe mal, dass er das damit erreichen wollte.).


    Ja, das war doch ein eher erschreckender Gedanke beim Lesen. Zumal ich auch die "Auflösung" dazu am Ende sehr düftig fand.


    Insgesamt fand ich es aber gut zu lesen und habe an vielen Stellen sehr lachen müssen.

  • Ich muss sagen, dass es mir beim Lesen ganz anders ging als Euch. Mir ist es nämlich nicht gelungen, den Hitler des Buches mit "dem" Hitler zu verbinden. Ich habe mir am Anfang immer versucht klarzumachen: "Das ist der Hitler, der Massenmörder, die Bestie... usw." - es hat einfach nicht funktioniert. Für mich war er, wie auch für einige Personen im Buch, einfach immer "der Stromberg aus Switch. Ich konnte ihn einfach nicht ernst nehmen. Und das ist für mich auch das größte Manko: Es kam mir alles so unglaubwürdig vor. Nun ist mir klar, dass die Idee an sich natürlich schon sehr unrealistisch ist, aber die Geschichte sollte doch wenigstens in sich stimmig sein. Keiner, absolut keiner nimmt ihn für voll, aber Hitler merkt das nicht? Die Liste, die man an negativen Dingen über ihn sagen kann, ist endlos, aber dumm war er doch nun weiß Gott nicht.


    Mir ist das auch nicht recht gelungen, denn mir erscheint der Hitler im Buch doch ganz anders als der reale. Er kommt mir im Buch, wie ein richtiger Menschenfreund vor, den man sogar sympathisch finden kann. Natürlich ist mir klar, das die Geschichte an sich unglaubwürdig ist, aber dennoch hätte ich mir mehr Erklärung, bzw. auch Nachdenken von Hitler bzgl. des plötzlichen Wiederauferstehens gewünscht :-k


    Hinzu kommt, dass ich das Buch an keiner einzigen Stelle lustig fand. Ich finde, der Autor hätte Hitler viel mehr "überziehen" müssen, also eher in die Comedy-Richtung wie der viel genannte "Switch-Stromberg". Und dieses ewige Nachsinnen über seine vergangenen Feldzüge fand ich einfach nur fad, sodass ich die letzten 150 Seiten nur noch überflogen habe.


    Fazit
    Die Warnung meines Mannes hätte ich beherzigen sollen. Er hat das Buch letztes Jahr auf Seite 200 abgebrochen, nachdem er es auch total langweilig fand. Von mir gibt es nur :bewertung1von5: von 5 Sternen.

  • Die Warnung meines Mannes hätte ich beherzigen sollen. Er hat das Buch letztes Jahr auf Seite 200 abgebrochen, nachdem er es auch total langweilig fand.

    Ich war ziemlich gespannt auf dieses Buch, habe es aber nun ebenfalls abgebrochen, nach etwas mehr als 100 Seiten, da ich mich nicht noch weitere 300 Seiten durchquälen wollte.

    :bewertung1von5: 2015: 37 | SuB: 151
    :bewertung1von5: 2016: 9 | SuB: 96



    :study: Frank Cottrell Boyce - Millionen



    "Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn, es ist zu schwierig." :loool:

  • Also. ich persönlich finde das Buch jetzt nicht sooo toll. Es begann vielversprechend, zog sich dann aber elende in die Länge, sodass ich abgebrochen habe

    :love: Nur Du und ich sind hier real,
    und alles andere ist egal.
    Es zählt nur, dass wir sichtbar sind.
    Du für mich und ich für Dich.
    Der Rest der Welt ist taub und blind
    und unwichtig.:love:


    Asp

  • Ich fand das Buch zum Teil sehr langweilig. Ellenlang Monologe, die für mich nur reines Geschwafel waren und nicht mehr. Die Dialoge waren ganz nett, aber wirklich witzig fand ich sie nicht. Aus dieser Sicht müsste ich dem Buch nur eine Punkt geben. Aber es hat mich doch sehr zum nachdenken gebracht, warum eine Person wie der auferstandente Herr Hitler nicht ernst genommen wird. Es sagt klar und deutlich seine Meinung und die Menschen um ihn herum finden es lustig und stellen es als Satire da. Und wie würde ich reagieren? Deshalb gebe ich dem Buch 3 Sterne

  • Ich selber finde das Buch sehr lustig. Meiner Meinung nach hat der Autor T. V. den strengen Tonfall und die Sprache von Adolf Hitler (erschreckend) gut hinbekommen. Allerdings denke ich ist es vorteilhaft, wenn man sich etwas mit Hitler beziehungsweise mit seinem Umfeld (Eva Braun, seine Offiziere...) auskennt. Was mich an diesem Buch besonders fasziniert ist, dass es aus der Sicht von Adolf Hitler geschrieben ist. Alles in allem amüsant (mich würde auch mal der Film interessieren - weil das Buch aus so vielen inneren Monologen besteht).

  • Ich finde, dass findo es gut auf den Punkt gebracht hat. Und auch ich wollte irgendwann aufhören zu lesen. Allerdings war es bei mir der Grund, dass der Gedanke nach 100 Seiten oder so einfach ausgereizt war, da war nicht mehr viel Spannung. Und so herzlich gelacht habe ich auch nicht, dazu war es mir doch zu zweidimensional. Es war halt eine lustige (von mir aus auch geniale) Grundidee, aber sooo viel mehr kam dann m.E. nicht mehr.
    Als Warnung funktioniert es wohl auch nicht, denn diejenigen die das Buch lesen, sind wahrscheinlich nicht die, die gefährdet sind (oder sie verstehen das Buch erst gar nicht).


    Meine Meinung: nett zu lesen, gute Idee, aber zu lang. Drei Sterne finde ich angebracht. Dass es ein solcher Bestseller geworden ist, erschließt sich mir nicht.

  • ### Inhalt ###
    Der leibhaftige Adolf Hitler wacht eines Tages im Berlin des Jahres 2011 auf dem Rücken liegend in seiner Uniform auf. Keiner weiß warum, am wenigsten er selber. Er hält sich jedoch nicht lange mit dieser Frage auf und kommt schnell zu dem Schluss, dass das Schicksal ihn dafür vorgesehen hat, sich um das aktuelle Deutschland zu kümmern, es vor seinen Feinden zu schützen und ihm den Stellenwert und Rang auf der Welt zu verschaffen, der aus seiner Sicht der einzig wahre ist: Deutschland als arische Herrenrasse an der Spitze der Welt. Er geht dabei vor wie er es schon in der Vergangenheit getan hat: Als erstes bestätigt er sich vor sich selber seine Weltanschauung: Der Arier gehöre an die Spitze der Menschheit. Die Rassenschande gehöre ausgemerzt. Nur arisch reines Blut könne den Fortbestand Deutschlands, ja der Welt sichern und die Juden seien an allem Schlechtem auf dieser Welt Schuld. Dann braucht er ein Medium, um diese Botschaft in die Welt zu tragen und damit genügend Anhänger um sich zu scharen. Er findet es schnell mit der Hilfe der Firma Flashlight, die ihr Geld mit Auftritten von angestellten Comedians verdient, die für reichlich Klicks und Aufmerksamkeit auf YouTube sorgen und wird dort schnell durch sein „authentisches“ Auftreten mit der ihm eigenen fanatischen spontanen „Überzeugungskraft" zum besten Pferd im Stall mit eigener Show, in die er sogar prominente Politiker wie Renate Künast einlädt, um an ihnen bzw. deren Politik die Unsinnigkeit der aktuellen Politik zu demonstrieren. Es entwickelt sich eine „fruchtbare" Beziehung zwischen Hitler und Flashlight, die auf einem eklatanten Irrtum beruht: Flashlight sieht in „Hitler“ einen provokanten am Rande des geschmacklosen sich bewegenden Künstlers, der seinen wahren Namen nicht preisgeben will und Hitler plant schlicht seinen erneuten Aufstieg an die Spitze der Republik...


    ### Positives ###
    Aus meiner Sicht ist dieses Buch eine geniale gelungene Satire. Ich habe häufig gelacht ob der Absurditäten aus dem Munde Hitlers. Wenn man dann das Buch zur Seite legt überkommt einen jedoch immer wieder ein kalter Schauer bei dem Gedanken, dass dieser zwar visionär völlig fehlgeleitete, aber mit Fanatismus, Überzeugungskraft und Disziplin ausgestattete Mann (er trinkt nur Mineralwasser, kein Alkohol und ist Vegetarier!) heutzutage in unserem Land wohl wieder eine folgsame Anhängerschaft um sich scharen könnte. Hitler ist sich blitzschnell bewußt in welcher Situation er sich im Berlin des Jahres 2011 befindet. Er begreift sogar schnell, dass Flashlight ihn „nur" als Künstler engagiert, wiewohl er diese Bezeichnung in dem Sinne deutet, dass sie von seiner Eigenschaft als Führerfigur, der das deutsche Volk zu alter Größe formen kann, beeindruckt sind.

    Als Leser verfolgen wir das Geschehen aus seiner Sicht. Er hält sich für den geborenen unnachgiebigen Führer, der nicht kleinzukriegen ist.

    Ich habe oft gelacht als Hitler in Kontakt kommt mit modernen Dingen und diese aus seiner Sicht bewertet und kommentiert wie: Den Kleidungsstil, das Fernsehen und das frühe Nachmittags-Fernsehprogramm, auf deren idiotische Protagonisten man mal ordentlich mit der 88 reinhalten müsse. Das überladene Fernsehbild mit Laufschrift am unteren Rand hält er für gewieften Propaganda-Trick. Er findet raus, dass Menschen Geld bezahlen für Klingeltöne. Er äußert sich über „arische“ Pflanzen, über Laubbläser, den Computer, das Internet, die „arischen“ Hunderassen, die bei genügend Dressur wohl Pfeil und Bogen bedienen könnten (aber wohl kein Gewehr …), die nach wie vor unsinnige verlogene Presse, in der sich das jüdische Prinzip zeige, jedoch ohne Juden. Der Herr-ich-rede-mir-die-Welt zurecht gibt immer nur Antworten und stellt keine Fragen. Am Ende ergibt sich ein Bild Hitlers, dass vermutlich gar nicht mal so weit weg vom tatsächlichen Original ist - faszinierend und erschreckend zugleich. Faszinierend, da er mich erheitert hat mit seiner fanatischen Weltsicht, erschreckend, wenn man sieht wie weit er selbst (oder ein anderer fanatischer Demagoge) 2011 kommen könnte oder kommt … ?!


    ### Negatives ###
    Ich habe das Buch gerne gelesen. Inhaltlich behandelt das Buch historisch und politisch brisanten Zündstoff. Für mich hat es nochmal deutlich gemacht, dass Kritiklosigkeit und der Glaube es sei doch nur Spaß schnell in eine Richtung gehen könnte, die wir alle nicht wollen.


    ### Fazit ###
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Für alle, die wegen Hitlers Sicht der Dinge mal herzlich lachen wollen, um anschließend mit einem kalten Schauer festzustellen, dass ein erfolgreicher "neuer Hitler“ gar nicht mal so abwegig ist.