Dave Luckett - Dunkler Winter

Anzeige

  • Klappentext:
    In Tenabra geschieht Unheimliches. Die Magier des Dunkels drohen die Macht zu übernehmen und nichts vermag sie aufzuhalten. Da erscheint eines Tages in Helm und Rüstung die Schwertjungfrau vom Orden der Siegesgöttin und ermutigt Ritter und Knappen der Stadtwache, die Invasion des Dunkels aufzuhalten.


    Inhalt:
    Will Parkin, der Ich-Erzähler, ist Mitglied der Stadtwache. Als eine Schwertjungfrau vom Orden der Siegesgöttin in die Stadt reitet, informiert er seinen Vorgesetzten Silvus de Castro, welcher der Kämpferin umgehend eine Audienz bei Graf Ruane verschafft. Schwester Winterridge ist gekommen, um die von Ruanes Vorfahren im Kampf gegen das Dunkel versprochene Armee einzufordern, denn jenseits der Meerenge sammelt sich die Armee des Bösen, um das Land zu erobern. Doch die Grafen von Tenabra sind nur noch Marionettenherrscher, und so kann Graf Ruane nur eine ein kleines Kontingent aufbieten, zu dem auch Will Parkin und Silvus de Castro gehören.
    Auf dem Weg zur Sperrfeste des Ordens werden die Krieger mehrmals angegriffen, und ihre Zahl verringert sich immer mehr. Nur ein Handvoll Männer überleben den Marsch. Der Orden der Siegesgöttin hat derweil alles für den Kampf gegen die Armee des Dunkels vorbereitet. Die Krieger aus Tenabra sind kaum in der Feste angelangt, als die gegnerische Armee auch schon zur Belagerung ansetzt.


    Eigene Meinung:
    Der Klappentext lässt einen glauben, man hätte es hier mit dem typischen Fantasy-Einheitsbrei zu tun. Doch schon nach den ersten Kapiteln wird klar, dass das Buch deutlich mehr verspricht. Zwar finden sich viele typische Fantasy-Elemente und auch einige Anklänge an Tolkien, doch dem Autor gelingt es immer wieder, Überraschungen und neue Ideen einzubauen. Vor allem der Schluß-Höhepunkt war für mich gänzlich unerwartet.


    Neben einer guten und spannenden Geschichte bietet das Buch auch eine Reihe interessanter Charaktere, die detailreich und vielschichtig dargestellt werden. Dadurch gewinnt die Handlung noch mehr an Tiefe. Zwar wird sehr viel gewandert (und wer mich kennt weiß, wie sehr ich Bücher verabscheue, in denen die Helden kapitellang nur von einem Ort zum anderen laufen :roll: ), aber unterwegs geschieht so viel, was am Schluß dann wieder wichtig wird, dass ich mich keinen Moment lang gelangweilt habe. Wegen des hohen Unterhaltungswertes kann ich dem Autor sogar verzeihen, dass eine Szene frapierend an Tolkien erinnerte.


    Gut gefallen hat mir zudem, dass er auch die Gegner als fühlende Wesen darstellte, die gegen ihren Willen in den Krieg gezogen wurden.


    Bonus:
    Sehr schöne Ausstattung. Vorne im Buch befindet sich eine Karte sowie eine ausführliche Darstellung der Rüstungsbestandteile und Waffen. Eine Waffe ist jeweils am Anfang eines jeden Kapitels zu sehen.


    Minus:
    Stadt und Land heißen "Tenabra", nicht wie auf dem Cover und als Serienname angegeben "Tenebra". :roll:
    Der Übersetzer hat englische Redewendungen oft wortwörtlich ins Deutsche übertragen, was ich als sehr störend empfand.


    Fazit:
    Luckett hat die Fantasy nicht neu erfunden, doch es ist ihm gelungen, aus bekannten Elementen etwas originelles zu erschaffen, das man nur so weg liest.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Verführung Volljähriger zum Bücherkauf sollte nicht unter 5 Jahren Stadtbibliotheksmitgliedschaft bestraft werden!

Anzeige