Elizabeth George - Mein ist die Rache/ A Suitable Vengeance

  • Buchdetails

    Titel: Mein ist die Rache


    Band 1 der

    Verlag: Goldmann

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 496

    ISBN: 9783442478248

    Termin: März 2012

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 59 Bewertungen

    82,4% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Mein ist die Rache"

    Was als fröhliches Verlobungswochenende von Lynley mit der Fotografin Deborah im Freundes- und Familienkreis auf Howenstow, dem feudalen Stammsitz der Ashertons, geplant war, entpuppt sich nach und nach als Alptraum. Im nahe gelegenen Dorf wird ein junger Journalist bestialisch ermordet - und alle Spuren führen nach Howenstow, zum gräflichen Verwalter zu Lynleys Gästen, ja sogar zu seinem eigenen Bruder. Auf der Suche nach dem Täter verfangen sich Lynley und St. James mit jedem Schritt mehr in einem schmerzhaften Netz aus lange unterdrückten Feindseligkeiten, nicht eingestandenen Schuldgefühlen und scheinheiliger Moral
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  • Amazon Klappentext Was als fröhliches Verlobungswochenende von Lynley mit der Fotografin Deborah im Freundes- und Familienkreis auf Howenstow, dem feudalen Stammsitz der Ashertons, geplant war, entpuppt sich nach und nach als Alptraum. Im nahe gelegenen Dorf wird ein junger Journalist bestialisch ermordet - und alle Spuren führen nach Howenstow, zum gräflichen Verwalter zu Lynleys Gästen, ja sogar zu seinem eigenen Bruder. Auf der Suche nach dem Täter verfangen sich Lynley und St. James mit jedem Schritt mehr in einem schmerzhaften Netz aus lange unterdrückten Feindseligkeiten, nicht eingestandenen Schuldgefühlen und scheinheiliger Moral



    Laut Amazon soll "Mein ist die Rache" der 4. Band der Inspector Lynley Reihe sein, jedoch verweist dieses Forum darauf, dass es in Wirklichkeit Band 1 ist und daher hab ich auch folgerichtig mit ihm begonnen. Das Buch ist so aufgebaut, dass es erstmal schleppend in Fahrt kommt. Es werden eine gefühlte Ewigkeit erstmal alle Charaktere vorgestellt bzw man bekommt einen kleinen Einblick in dessen Leben. Anfangs ist es natürlich echt schwer bei den ganzen Charakteren noch den Überblick zu behalten in welcher Verbindung diese alle zueinander stehen, aber je mehr Seiten geschafft sind um so besser gelang mir dies. Es geht also um die Verlobung von Lynley und Deb, welche gerade aus Afrika wieder da ist, wo sie zuvor 3 Jahre gelebt und gelernt hat. Diese Verlobung feiern sie auf Howenstow den Wohnsitz von Lynleys Familie mit allen zuvor vorgestellten Charakteren. Die ersten 150- 200 mag nicht wirklich Spannung aufkommen, aber dann überschlagen sich förmlich die Ereignisse und es wird teilweise richtig verzwickt als dann dieser besagtem Mord passiert. Neben dieser Haupstory über den Mord am Journalisten wird nebenbei quasi die Familiengeschichte der Lynleys aufgeleuchtet, was ich persönlich nicht schlimm finde, da ich es mag, wenn man auch noch etwas über die Hauptcharaktere erfährt. Das ganze Buch über jedoch war ich mir nicht sicher wer denn nun eigentlich die eigentlich Hauptrolle in dem Buch steht. Ist es Inspector Lynley oder ist es St. James? Eigentlich müsste man ja erwarten, dass es sich dabei um Inspector Lynley handelt, da die Buchreihe sich ja auch um ihn drehen soll. Jedoch hatte ich das ganze Buch über den Eindruck, dass der Fokus ziemlich stark auf St. James gelegt wurde und erwarte jetzt eigentlich, dass dieser mich auch in den Folgebänden begleiten wird. Mal abwarten. Das Ende des Buches kommt nicht urplötzlich sondern die Spannung wird nach den ersten 200 Seiten dann doch recht lange oben behalten und mühsam werden die ganzen Verzwickungen gelöst und aufgeklärt. Ich hatte am Ende nicht das Gefühl, dass irgendwelche Fragen hinsichtlich der Hauptstory offen geblieben sind. Das Buch wurde von einer guten Erzählweise des Autors begleitet.


    Ich würde dem Buch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne verpassen und denke das ich dieser Reihe eine Chance geben werde. Gerade zur Mitte des Buches wurde es dann richtig interessant auch wenn man echt dran bleiben muss um an dem ganzen Wirrwarr an Verstrickungen dranzubleiben, aber es lohnt sich. Da ich den zweiten Band dieser Reihe "Gott schütze dieses Haus" auch im Regal stehen habe, werde ich dieses Band nun als nächstes lesen um dann zu gucken ob ich mich weiter für diese Reihe begeistern kann.

  • Kurzbeschreibung amazon.de:


    "Was als fröhliches Verlobungswochenende von Lynley mit der Fotografin Deborah im Freundes- und Familienkreis auf Howenstow, dem feudalen Stammsitz der Ashertons, geplant war, entpuppt sich nach und nach als Alptraum. Im nahe gelegenen Dorf wird ein junger Journalist bestialisch ermordet - und alle Spuren führen nach Howenstow, zum gräflichen Verwalter zu Lynleys Gästen, ja sogar zu seinem eigenen Bruder. Auf der Suche nach dem Täter verfangen sich Lynley und St. James mit jedem Schritt mehr in einem schmerzhaften Netz aus lange unterdrückten Feindseligkeiten, nicht eingestandenen Schuldgefühlen und scheinheiliger Moral"


    In meinen Augen ist dies ein völlig untypischer Lynley-Krimi. Zum einen wird ausführlich über Lynley´s adelige Familie und die verschiedenen Beziehungen erzählt. Man lernt viel über die Familienverhältnisse und das Leben des Landadels kennen. (Ich fühlte mich sehr an die Familiengeschichten und den Stil von Charlotte Link erinnert). Auch als im weiteren Verlauf der ein oder andere Mord geschieht, ermittelt Lynley mit seinem Freund St. James eher aus persönlichen Gründen. Für die Ermittlungen tatsächlich verantwortlich, ist aber der örtliche Inspektor. Somit stehen die kriminalistischen Aspekte zunächst eher im Hintergrund und die vermeintlichen Nebenschauplätze um Lynley´s Familie und Freunde/Kollegen sind das Hauptthema. Für den treuen Lynley-Leser spielt in diesem Roman die unglückliche Liebe von St. James zu Deborah eine bedeutende Rolle.


    Zum Ende hin sind Lynley und St. James dann vordergründiger mit den Ermittlungen beschäftigt, vorbei unklar ist wer eigentlich der Hauptermittler ist . St. James oder Lynley.


    Der Fall selbst und die Ermittlungen sind umfangreich und nicht vorhersehbar. Es gibt viele Verdächtige und Motive, so dass es bis zum Schluss spannend bleibt. Ich finde, die Aufklärung der Morde jedoch zu kompliziert. Drei Todesopfer, viele mögliche Verdächtige, verschiedene Ermittler und Randfiguren, die alle irgendwie miteinander verwandt oder bekannt sind.


    Auch wenn mir grundsätzlich gefällt, wenn eine Story nicht zu einfach, oder gar vorhersehbar ist, war mir dieser Fall deutlich zu verstrickt.

  • Um seine Verlobung mit Deborah Cotter zu feiern, kehrt Thomas Lynley nach Gut Howenstow in Cornwall zurück, wo er aufgewachsen ist. Als junger Mann hatte er nach dem Tod seines Vaters seine Heimat im Zorn verlassen und ist zwischendurch nur ungern zurückgekommen, doch jetzt soll es ein zwangloses Partywochenende werden.

    Dass das nicht ganz problemlos ablaufen wird, zeichnet sich schon beim Blick auf die Gästeliste ab - Lynleys Bruder und seine Freundin haben ein Drogenproblem, wie auch der Freund von Sydney St. James, der Schwester von Lynleys altem Kumpel Simon, den wiederum früher eine enge Beziehung mit der künftigen Braut verband. Und auch das Verhältnis zwischen Lynley und seiner Mutter ist nicht konfliktfrei, wenngleich sich beide bemühen, den Schein zu wahren.

    Als ob dieses zwischenmenschliche Pulverfass nicht schon genug wäre, kommt es im nahegelegenen Dorf zu einem blutigen Mord an einem jungen Journalisten. Dass dieser Mick Cambrey dort anscheinend nicht allzu beliebt war, macht die Suche nach dem Mörder nicht unbedingt einfach für die lokale Polizei, und natürlich können Lynley & Co. es nicht lassen, auf eigene Faust zu ermitteln.

    Wie einige meiner Vorrednerinnen hatte ich diesen Band nicht in allzu guter Erinnerung, insbesondere wegen des starken Fokus auf Lynleys persönliche Geschichte. Bei diesem zweiten Durchgang fand ich gerade das spannend an diesem Buch, weil ich viele Details und Verflechtungen gar nicht mehr so richtig parat hatte. Lynley ist hier nicht der strahlende Held, sondern zeigt menschliche Schwächen und Fehler und kämpft mit alten Schuldgefühlen.

    Der Kriminalfall kommt dabei aber zum Glück nicht zu kurz (auch wenn sich unsere alten Freunde anfangs für Profi-Kriminaler ganz schön dämlich verhalten und mitten in den Tatort latschen). Ich habe sehr lange gerätselt, wer wohl Mick Cambrey an den Kragen gewollt haben könnte und warum und lag mit meiner Tätervermutung am Ende richtig, doch das Wie und Warum hat mich dennoch überrascht.

  • Klappentext


    Was als fröhliches Verlobungswochenende von Lynley mit der Fotografin Deborah im Freundes- und Familienkreis auf Howenstow, dem feudalen Stammsitz der Ashertons, geplant war, entpuppt sich nach und nach als Alptraum. Im nahe gelegenen Dorf wird ein junger Journalist bestialisch ermordet - und alle Spuren führen nach Howenstow, zum gräflichen Verwalter zu Lynleys Gästen, ja sogar zu seinem eigenen Bruder. Auf der Suche nach dem Täter verfangen sich Lynley und St. James mit jedem Schritt mehr in einem schmerzhaften Netz aus lange unterdrückten Feindseligkeiten, nicht eingestandenen Schuldgefühlen und scheinheiliger Moral ...


    Meine Meinung


    Es ist wirklich schon ewig her, seit ich diese Reihe gelesen hab - ich glaube, ich bin damals bis zu Band 11 gekommen ... und ich war wirklich begeistert! Aber dann hat sich mein Interesse am Genre etwas verschoben und ich hab sie nicht mehr weitergelesen.
    Umso schöner, jetzt wieder ganz frisch einzusteigen, denn ich hab beim Lesen gemerkt, dass mir zwar die Figuren alle einigermaßen bekannt sind, aber an die Handlung konnte ich mich nicht mehr erinnern!


    Der Einstieg ist eigentlich sehr ungewöhnlich, denn der erwartete Mord passiert erst relativ spät. Die Autorin zeichnet erstmal ein sehr genaues Charakterbild aller Figuren und vor allem auch die Familienkonstellation vom Protagonisten Thomas Lynley und seinen Freunden. Das war aber keineswegs langweilig sondern eher faszinierend, denn jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen und die Beziehungen untereinander sind mehr als verstrickt.


    Die Ermittlungen selber und die Zusammenhänge wirkten manchmal etwas konstruiert, aber die Autorin hat sich die überraschende Aufklärung bis ganz zum Schluss aufgehoben. Man konnte gut miträtseln, denn es waren viele Figuren involviert und auch das Motiv war nicht einfach herauszufinden.


    Vom Stil her merkt man, dass es doch schon einige Jahre her ist, gerade was die Charaktere betrifft, erinnert das Verhalten und Denken doch eher an "früher" - was aber jetzt nicht negativ zu bewerten ist - es war für mich nur etwas ungewohnt. Ich weiß ja noch ungefähr, wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln werden, deshalb war es für mich keine Überraschung am Ende, aber mit diesem ersten Band setzt Elizabeth George eine gute Grundlage für die folgenden Bände. Auf die bin ich jetzt schon sehr gespannt, denn soweit ich mich erinnere, stehen da die Ermittlungen mehr im Vordergrund und vor allem auch Lynleys zukünftige Partnerin beim Scotland Yard, die hier nur einen kurzen Auftritt hatte.


    Ich war nicht ganz so begeistert wie vor 20 Jahren aber ich hab mich gleich wieder in der Geschichte wohl gefühlt und bin jetzt gespannt auf den nächsten Teil.


    Fazit: 4 Sterne


    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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