Ogai Mori - Die Wildgans

  • Buchdetails

    Titel: Die Wildgans


    Verlag: Manesse Verlag

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 240

    ISBN: 9783717522782

    Termin: Februar 2012

  • Bewertung

    4 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Die Wildgans"

    Zart-süße Liebesgeschichte vor der Kulisse Tokios Otama ist ein anmutiges, intelligentes Mädchen mit kühnen Träumen. Das Leben als Nebenfrau eines Wucherers in einer Seitenstraße von Tokio gehört nicht zu diesen Traumvorstellungen. Eher schon der attraktive Medizinstudent Okada, der jeden Tag an ihrer Tür vorbeispaziert und mit seinen Blicken ihre Sehnsucht weckt. In aller Stille plant Otama ein Zusammentreffen mit dem sympathischen Unbekannten, doch das Schicksal durchkreuzt ihre Pläne. Mori Ogais atmosphärisch dichter Roman ist das wichtigste Werk des japanischen Großklassikers. Er erzählt von geheimen und enttäuschten Liebeswünschen, von Freundschaft und der Macht alltäglicher Lebenszwänge. In seiner Modernität besticht das raffiniert aufgebaute Werk nicht nur die Freunde japanischer Kultur.
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  • Eine sehr poetische, anmutige Erzählung!


    Der Medizinstudent Okada kommt bei seinen Spaziegängen immer wieder an Otamas Haus vorbei. Obwohl er immer sehr in Gedanken ist, prägt sich das Bild von Otama in seinen Kopf ein und irgendwann grüßt er sie unbewusst. Ganz verlegen grüßt sie zurück. So entsteht das Begrüßungsritual, und sie wartet darauf, dass er kommt, und er geht immer öfter an ihrem Haus vorbei …


    Otama hat ein leidiges Leben hinter sich. Allein mit ihrem Vater lebte sie in ärmlichen Verhältnissen, führte ihm den Haushalt, auch schon als Kind – eine Aussicht auf ein besseres Leben, eine gute Partie, hat sie nicht. Ein Polizist hat die beiden schon betrogen – jetzt ist sie die Nebenfrau eines Wucherers!


    Der Autor schreibt mit ganz zarter Feder, sehr einfühlend – dabei fließt das Geschehen ganz weich und langsam auf das unausweichliche Ende zu. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehen!


    >>“Die Wildgans“ ist eines der ersten Beispiele für eine autonome Form moderner japanischer Erzählkunst, die sich bewusst und wählerisch die Erfahrung einer neuen Welt zu eigen machte und sich zugleich der Werte ihrer eigenen literarischen Tradition versichterte. << (aus dem Nachwort von Fritz Vogelgsang


    Mori Ōgai (jap. 森 鷗外; * 17. Februar 1862 in Tsuwano; † 9. Juli 1922 in Tokio) war ein japanischer Militärarzt, Dichter und Übersetzer. Ōgai (“Möwenfern”) ist sein Schriftstellername, den er mit Unterbrechungen in den Jahren 1885 bis 1913 gebrauchte. Sein Familienname ist Mori, sein persönlicher Name Rintarō (林太郎). (wiki)

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