Gesammelte Ausstellungskataloge...

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Die Zeichnungen der Reifezeit

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Verlag: Hatje Cantz Verlag

Bindung: Gebundene Ausgabe

ISBN: 9783775701884

Termin: 1985

  • Ferdinand Ullrich: Hanns Armbrost; Selbstverlag Düsseldorf ohne Jahresangabe; 32 Seiten; ISBN: 978-3-00-029578-8


    Dies hier ist ein Ausstellungskatalog in Broschürenform. Er erscheint anläßlich der Ausstellung "Mit Herz und Hirn" Hommage á Sigrid Kopfermann. Die Auflagenhöhe beträgt 500 Exemplare, Herausgeber sind die Kopfermann-Fuhrmann-Stiftung, Düsseldorf, und der Verkehrs-Verschönerungs-Verein Düsseldorf-Oberkassel.


    Ullrich ist Leiter der Kunsthalle Recklinghausen. Er kann somit als ausgewiesener Kenner der Materie angesehen werden. Kenntnisreich und trotzdem leicht verständlich führt er kunstwissenschaftlich in die Materie ein und stellt den außerhalb der Kunstszene völlig unbekannten Künstler vor. Ein genauso umfangreicher Farbbildteil kommt hinzu. Allein schon aufgrund der Farbigkeit der Kunstwerke (nämlich weiß) verschwinden die Grenzen zwischen Bildrand und Seite - das Kunstwerk rückt so als Motiv deutlich in den Vordergrund.


    Die Publikation gefällt, weil sie Kunst gut in Szene setzt.

  • Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Henkel 08.04. - 14.08. Die Kunstsammlung; Selbstverlag Düsseldorf 2016; 32 Seiten; ISBN: 978-3-941773-36-3


    Diese Broschüre ist eine Art Ausstellungskatalog. Sie stellt die Ausstellung vor, die im Titel genannt wird.


    In einer Einleitung stellt Marion Ackermann in ihrer Eigenschaft als Museumsdirektorin die Ausstellung, vor allem aber die Entstehungsgeschichte der Sammlung Henkel, vor. Der Bildteil bietet eine Vorstellung davon, was in der realen Kunstpräsentation zu sehen gibt.


    Die Broschüre ist eine Einladung, nach Düsseldorf zu kommen und den Weg ins K20 zu finden. Dort gibt es deutlich mehr zu sehen an sehenswerter, guter Kunst, als es diese Sonderausstellung vermuten läßt. Ein richtiger, kunstwissenschaftlicher Ausstellungskatalog würde natürlich deutlich mehr über Sammlung und Ausstellung berichten können, hätte dann aber auch wahrscheinlich den Fehler, so theoretisch-abgehoben zu sein, daß die Ausführungen für den Laien unverständlich wären.

  • Beat Wismer: Tinguely Super Meta Maxi; Buchhandlung Walther König Köln 2016; 248 Seiten; ISBN: 978-3-86335-937-9


    Dies ist ein Ausstellungskatalog. Die dazugehörige Kunstpräsentation ist 2016 im Museum Kunstpalast, Düsseldorf, zu sehen.


    Das äußere Erscheinungsbild ist edel. Der Buchdeckel ist aus stabilem Karton. Es gibt viele, teils großformatige, Schwarzweiß- und Farbfotos. Der Textteil hält sich auffallend diskret zurück.


    Und tatsächlich: Der Ausstellungskatalog beschreibt nicht so sehr die eigentliche Ausstellung, obwohl das vielleicht auch nötig gewesen wäre. Schließlich möchte man als Eintritt zahlender Besucher sowohl wissen, was in der Ausstellung zu sehen ist wie auch eine Erinnungsstütze daran haben. Der Ausstellungskatalog zeigt vielmehr das Werk und Schaffen des Schweizers in fotographischer Darstellungsform. Gut, wenn man bei dem Pressetermin vor dem Ausstellungsbeginn gewesen ist - so hat man was über Person und Ausstellung erfahren; der Katalog wäre dann eine ideale Ergänzung. So gut gemeint das Konzept auch sein mag, so hilflos läßt es doch den unbedarften Leser des Katalogs zurück. Ein wenig mehr Ausstellung wäre schon schön gewesen.

  • Söke Dinkla: An der Oberfläche on the surface; Wienand Verlag Köln 2016; 144 Seiten; ISBN: 978-3-86832-336-8


    Dieser Ausstellungskatalog erscheint anläßlich der Kunstpräsentation "An der Oberfläche_on the surface Von Rodin bis De Bruyckere Die Oberfläche als Bedeutungsträger in der Skulptur", die 2016 im Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg zu sehen ist.


    Der Einband ist komplett in rot. Mit seinem samtigen Gefühl spricht er die faktilen Sinne an.


    Nach einer Einführung wird die Ausstellung anhand ihrer Werke beschrieben. Die beteiligten Künstler werden mittels Wortbeitrag und Foto des Kunstwerkes vorgestellt. Das Buch spiegelt das Niveau wieder, wie es für Ausstellungskataloge üblich ist. Kunsttheoretisch vorgebildete Leser werden ihr Vergnügen daran haben.

  • Stefan Flesch / Michael Hofferberth: "Damit Extrema verhütet werden" Die 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg 1610 zwischen Machtpolitik und Nächstenliebe; Selbstverlag Düsseldorf 2010; 76 Seiten; ISBN: 978-3-930250-49-3


    Das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland und das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg haben im Kulturhauptstadtjahr eine Ausstellung anläßtlich der 1. Reformierten Generalsynode 300 Jahre zuvor konzipiert und zusammen durchgeführt. Diese Ausstellung war zuerst in Duisburg und dann als Wanderausstellung andernorts zu sehen. Dies hier ist der dazugehörige Ausstellungskatalog.


    Die Exponate werden im letzten Kapitel vorgestellt - von daher ist der Begriff "Ausstellungskatalog" schon richt. Die Broschüre bietet aber mehr, nämlich Einblicke in das Duisburg des Jahres 1610, Organisation und Theologie der neuen Glaubensrichtung, Diakonie und Solidarität untereinander.


    Der Ausstellungskatalog ist ansprechend gemacht. Die Steiten haben am äußeren Rand einen farbigen Streifen; die Farbe ist in jedem Kapitel anders - die Themen sind so unterscheidbar.


    Formal bezieht sich die Broschüre auf ein tagesaktuelles Ereignis, nämlich eine Ausstellung. Sie ist aber auch darüber hinaus gut nutzbar. Heimatgeschichte und kirchliche Historie werden hier ansprechend vorgestellt. Von daher ließe sich eine solche Publikation auch gut in der gemeindlichen Bildungsarbeit nutzen.

  • Stadt Duisburg (Hrsg.): Die ganze Welt in Gottes Hand Von der Heilserwartung des Mittelalters zu Mercators Beschreibung der Welt; Mercator-Verlag Duisburg 2016; 112 Seiten; ISBN: 978-3-87463-558-5


    Im Jahre 1316 wurde mit dem Bau des Turms der Salvatorkirche in der heutigen Duisburger Innenstadt begonnen. Für die evangelische Ortsgemeinde Grund genug, im Laufe des Kalenderjahres 2016 mit den verschiedensten Veranstaltungen diesem historischen Ereignis zu gedenken.


    Ein Ansatz: EIne Sonderausstellung im nahegelegenen Stadt- und Kulturhistorischen Museum, die auch noch die Besonderheit aufweist, eine der ersten ikonographischen Ausstellungen dort überhaupt zu sein. Das hier vorliegende Buch könnte man als eine Art Ausstellungskatalog bezeichnen. Der Leser erfährt aber mehr als eine reine Beschreibung der Ausstellungsstücke, die jeweils auch mit einem Farbfoto vorgestellt werden. Die Texte bieten auch eine Einführung in die örtliche Stadt-, Kirchen- und Ideengeschichte. Dafür konnten Autoren wie Alexander Wiehart, Harald Bewersdorff und Gisela Luther-Zimmer gewonnen werden.


    Allein schon durch seinen kunst- und kulturwissenschaftlichen Anspruch ist das Buch eine hochwertige Lektüre. Sie steht aber auch in scharfem Kontrast zu vielen anderen Ausstellungskatalogen, wie sie andere Museen bieten (müssen).


    Hier muß keine Ausstellungs angepriesen und kein Künstler hochgelobt werden - das artete oft genug in Geschwafel aus. Hier kann die Sachinformation ungeteilt im Vordergrund stehen. Wer "offen im Denken" ist (wie es die Duisburger Universität in einem aktuellen Slogan formuliert), wird als Leser also seinen Nutzen daraus ziehen können.

  • Die Kunstpräsentation "Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium Ausstellung 2016" ist 2016 in der Kunsthalle Düsseldorf zu sehen. Jens Pecho, Fort, Antje Engelmann, Mariechen Danz, Pablo Wenzel, Anna Möller, Eli Cortinas und Jonas Weichsel werden in einem Ausstellungskatalog vorgestellt, der eigens aus diesem Anlaß im Selbstverlag und ohne ISBN erscheint.


    Es handelt sich dabei nicht etwa um ein einzelndes Buch. Jedem Künstler wird ein eigenes Heft zugestanden; alle zusammen sind in einem Schuber erhältlich. Jedes Heft hat einen Umfang von 32 Seiten. Es zeigt Bilder der Kunst, die dann in der Regel in deutscher und englischer Sprache vorgestellt wird.


    Zu behaupten, diese Veröffentlichung wäre schlecht, würde ihr sicherlich Unrecht tun. Schließlich erhalten die Stipendiaten so einen Leistungsnachweis ihrer Arbeit und einen Start ins Berufsleben. Welchen Wert hat aber eine solche Publikation, wenn sie übe rkeine ISBN verfügt und somit nur eingeschränkt über den Handel und den auswärtigen Leihverkehr von öffentlichen Büchereienverfügbar

  • Kunstmuseum Krefeld (Hrsg.): Das Abenteuer unserer Sammlung I Kaiser Wilhelm Museum Museumsführer; Selbstverlag Krefeld 2016; 96 Seiten; ohne ISBN


    Das Kaiser Wilhelm Museum ist Teil der Krefelder Museumslandschaft. Nach längerer Umbauphase hat es im Juli 2016 mit einer künstlerischen Standortbestimmung wieder seine Pforten geöffnet.


    Am Anfang dieses Museumsführers werden kurz Architektur und Sammlung vorgestellt. Im folgenden Teil werden einzelne, chronologisch gegliederte Werke, die in der Wiedereröffnungsausstellung auch tatsächlich präsentiert werden, mittels Farbfoto und Text vorgestellt. Jedem Kunstwerk wird je 1 Seite zugestanden; der Text beitet eine kurze, knappe kunstwissenschaftliche Einführung.


    Als Kurzführer durch die Ausstellung ist diese Veröffentlichung sicherlich ausreichend. Wer mehr über die Sammlung und / oder den kunstwissenschaftlich-theoretischen Hintergrund einzelner Künstler und ihrer Werke wissen möchte, wird beispielsweise zum neuen Ausstellungskatalog greifen müssen.

  • Fuhrwerkswaage e. V. / Jochen Heufelder (Hrsg.): new talents 2016; Selbstverlag Köln 2016; 208 Seiten; ISBN: 978-3-981809900



    Die Kölner Kunstbiennale findet im Jahre 2016 zum fünften Male statt. In Bereichen wie Film / Video, Fotographie, Choreographie, Komposition und Bildender Kunst stellt sie junge Künstler vor, die sich nach ihrem Studium in einer Phase des beruflichen Einstieges befinden. Sie werden in verschiedenen Städten und Räumlichkeiten ausgestellt - beispielsweise in Köln und Recklinghausen.


    Sebastian Thewes, Helena Wittmann, Faidra Chafta-Donka, Ines Christine Mann, Soukaina Joual, Hu Weiyi, Bastian Hoffmann sowie Anne-Louise Hoffmann seien stelltvertretend für all´ diejenigen Künstler genannt, die in diesem Ausstellungskatalog mittels Farbfoto und kunstwissenschaftlichem Text vorgestellt werden. Die Texte sind in deutscher und englischer Sprache gehalten.


    Der Ausstellungskatalog ist eine gelungene Einführung in junge, moderne Kunst. Wer einen Zugang dazu, aber auch zu derjenigen Art Ausführungen, die solche Ausstellungskataloge haben, mitbringt, wird sicherlich seine Freude daran haben.

  • Willi Kissmer: Willi Kissmer Werkverzeichnis der Druckgrafik 1980 – 2000; Selbstverlag ohne Ortsangabe ohne Jahresangabe; ohne Seitenzahl; ISBN: 3-00-006019-7



    Willi Kissmer ist ein bildender Künstler, der 1951 in Duisburg geboren wurde. Seit Mitte der 1980er Jahre ist er auch in Ausstellungen vertreten.


    Das vorliegende Werksverzeichnis enthält zwar auch eine Biographie, ein Ausstellungsverzeichnis und eine kurze kunstwissenschaftliche Einführung in das Werk. Zumindest der theoretische Teil ist auch auf Englisch enthalten.


    Der Bildteil mit seinen 120 Abbildungen macht den überwiegenden Bestandteil des Buches aus. Der Betrachter bekommt Akte des weiblichen Körpers zu sehen; Titel und technische Angaben zum jeweiligen Bild gehören dazu.


    Ganz egal, ob man die Kunst als Erotik bezeichnet oder anderen Kunstgattungen zuordnet – platte Pornographie bekommt der Betrachter hier nicht geboten. Die künstlerische Beschäftigung mit dem Thema ist schon offensichtlich.
    Die Frage, wie erfolgreich (auch geschäftstüchtig) Kissmer mit seinem Schaffenswerk ist, sei einmal zurückgestellt – sehenswert sind die Werke auf jeden Fall.

  • Manfred Heinze: Badenweiler Ornament; Selbstverlag Badenweiler 2012; 72 Seiten; ISBN: 978-3-00-036401-3


    Dies hier ist ein Ausstellungskatalog. Er erscheint anläßlich der Ausstellung im Palais Badenweiler ( 31. März - 13.5.2012). Im Textteil gibt es nicht nur die Biographie des Künstlers; eine (kunstwissenschaftliche) Einführung in Heinzes Schaffen sowie die Ausstellung gibt es auch. Der umfangreiche Bildteil stellt dann die Ausstellung vor,


    Auf den ersten Blick ist dies ein ganz gewöhnlicher Ausstellungskatalog. Ist das Format DIN A5? Keine Ahnung. Ungewohnt klein ist es jedenfalls. Trotzdem erhält der Leser aber alle erforderlichen Informationen, um den Künstler und seine Ausstellung kennenzulernen.

  • Hans-Jürgen Lechtreck: Gereon Krebber antagomorph; Kerber Verlag Bielefeld 2016; 264 Seiten; ISBN: 978-3-7356-0254-1


    Diese Ausstellungskatalog erscheint anläßlich der gleichnamigen Kunstpräsentation, die 2016/2017 in Essen (Museum Folkwang) und Duisburg (Museum DKM) zu sehen ist.


    Eine klassische Variante des Formats Ausstellungskataloges ist dies nun wirklich nicht. Hier wird kein Rundgang durch die Krebber`schen Ausstellungen in den beiden Ruhrgebietsstädten geboten. Der Ansatz ist ein völlig anderer.


    Hans-Jürgen Lechtreck und Friedrich Wolfram Heubach bieten am Anfang zunächst in deutscher und englischer Sprache eine kurze Einführung in die Krebber`sche Kunst.


    Quasi wie eine Art Leistungsschau folgt dann eine umfangreiche Übersicht über die Ausstellungstätigkeit des Künstlers in den vergangenen 5 Jahren. Dies ist in zweierlei Hinsicht ungewöhnlich. Zum einen erhält der Käufer = Leser des Buches keinerlei Überblick über die aktuelle Ausstellung. Soll es aber nicht um genau das gehen? So könnte man fragen, wenn man das Buch in den Händen hält.


    Verwunderlich ist außerdem, daß es hier nur Farbfotographien (einschließlich einiger technischer Daten zu den jeweiligen Kunstwerken) zu sehen gibt. Ist Krebber wirklich so bekannt, daß sein Name für sich spricht und nichts zu den jeweiligen Ausstellungen gesagt werden muß?


    Ein wenig bedauernswert ist die gewählte Vorgehensweise schon. Der kunstinteressierte Laie, der Krebber näher kennenlernen möchte, erhält zwar viele Informationen, wird dann aber alleingelassen. Daß Krebber als Künstler erfolgreich ist, ist wohl offensichtlich. Aber allein schon ein wenig Informationsmaterial zu den jeweiligen Ausstellungen wäre hilfreich gewesen.

  • Walter Smerling: Baselitz - Vedova; Wienand Verlag Köln 2016; 160 Seiten; ISBN: 978-3-86832-280-4


    Die Ausstellung "Baselitz - Vedova" ist vom 30. September 2016 - 29. Januar 2017 im MKM - Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg zu sehen. Dies hier ist der dazugehörige Ausstellungskatalog.


    Formal und inhaltlich entspricht der Ausstellungskatalog demjenigen Niveau, das wir von Smerling gewohnt sind. Die beiden Künstler Georg Baselitz und Emilio Vedova werden hier vorgestellt. Dies geschieht einerseits anhand von Farbfotographien, die das künstlerische Schaffen des Deutschen und des Italieners vorstellen.


    In deutscher und englischer Sprache kommen aber auch Texte hinzu. Sie sollen dem interessierten Leser die beiden Künstler näherbringen. Dies ist insbesondere bei Vedova vonnöten, da bei ihm nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann, daß er einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist. Am Ende gibt es die Lebensläufe und Übersichten über die Ausstellungen der beiden Künstler.


    Ausstellungskataloge zu beschreiben ist sicherlich nicht immer einfach. Zu ähnlich sind sie oft genug hinsichtlich Aufbau, Inhalt und Struktur. Hinzu kommt, daß sich Ausstellungskataloge in der Regel an ein vorgebildetes Publikum wenden.


    Dieser Ansatz gilt natürlich auch für das vorliegende Werk. Schlecht ist es deswegen noch lange nicht, oder gar mißlungen. Wer (als Leser) einen Zugang zu künstlerischen Themen hat, wird auf jeden Fall seinen Nutzen aus den Ausführungen ziehen können (und damit mehr als eine Gedächtnislücke hinsichtlich des Museumsbesuches haben). Zumindest der Beitrag von Fabrizio Garrari ist auch für den kunsttheoretischen Laien leicht verständlich gehalten und ermöglich so einen Zugang zu Ausstellung und Schaffen von Vedova.

  • Claudia Blümle / Beat Wismer: Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance - von Tizian bis Christo; Hirmer Verlag München 2016; 340 Seiten; ISBN: 978-3-7774-2646-4


    Die Ausstellung "Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance - von Tizian bis Christo" ist vom 1. Oktober 2016 - 22. Januar 2017 im Museum Kunstpalast in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf zu sehen. Dies hier ist der dazugehörige Ausstellungskatalog.


    Natürlich ist es dies ein gut gemachter Ausstellungskatalog, der gefällt. Schließlich stellt er im Bildteil die ausgestellten Kunstwerke farbig vor. Selbstverständlich werden sie im Textteil auch für den interessierten Laien gut und leicht verständlich vorgestellt, so daß der Ausstellungsbesucher = Käufer seinen Nutzen daraus ziehen kann.


    Gleichzeitig bietet das Buch aber auch mehr.


    Am Ende des Ausstellungskataloges werden seine Autoren mittels einer Kurzbiographie vorgestellt. Dort ist ersichtlich, daß hier Fachleute Essays veröffentlichen.


    Wer sich Zeit und Muße zur Lektüre nimmt, wird hier auch umfangreich in kunsthistorische Zusammenhänge eingeführt. Wie sind Bilder hinsichtlich ihrer Entstehungszeit einzuordnen? Was bedeutet ihre Symbolsprache? Wie sehen die ideengeschichtlichen Zusammenhänge aus? Diese Fragen seien hier beispielhaft dafür genannt, was die Autoren bewegt.


    Der Vorhang, das Verhüllen und Enthüllen sin die Themen dieser Ausstellung. Von daher werden die Exponate natürlich nur unter diesem Blickwinkel betrachtet. Dem Leser bleibt es natürlich selbst überlassen, sich seine eigenen Gedanken zu der ausgestellten Kunst zu machen.

  • Dr. Alexandra König: Norden Malerei von Thomas Hartmann, Norbert Schwontkowski, Hartmut Neumann; Selbstverlag Ratingen 2016; 101 Seiten; ISBN: 978-3-926538-994



    Dies hier ist ein Ausstellungskatalog. Er beschreibt eine Kunstpräsentation, die 2016 / 2017 im Städtischen Museum Ratingen zu sehen ist.


    Der Katalog stellt zwar auch die Künstler vor. Der Textteil ist aber eher knapp gehalten; der Bildtteil mit seinen farbigen Abbildungen überwiegt. Durchschnittlichkeit ist also angesagt.


    Alles in allem ist dies ein unspektakulärer Katalog. Es gibt ihn - dies ist die interessante Neuigkeit.

  • Dr. Alexandra König: Eva Maria Riemer-Sartory; Selbstverlag Ratingen 2016; 64 Seiten; ISBN: 978-3-926358-70-3


    Dieser Ausstellungskatalog stellt eine Kunstpräsentation vor, die vom 23. September 2016 bis zum 22. Januar 2017 im Museum Ratingen zu sehen ist.


    Wer ist Riemer-Sartory? Zu Beginn der Publikation gibt es einen Text in deutscher und englischer Sprache, der sich den künstlerischen Positionen der Dame annähert. Am Ende gibt es auch eine kurze, knappe Biographie und eine Übersicht über ihre Einzel- und Gruppenausstellungen.


    Den Hauptteil des Kataloges machen allerdings die Bilder aus. Hier werden jeweils Titel, Größe und Maltechnik genannt.


    Wie wichtig ist die Künstlerin in der Kunstszene? Keine Ahnung. Von daher scheint die Aussage "Es gibt diesen Katalog" wohl auch am wichtigsten zu sein.

  • Clemens Dölken: Norbert - Patron des Bistums Magdeburg Katalog zur Ausstellung im Norbertjahr 2009 / 2010; Norbertus-Verlag Magdeburg 2010; 140 Seiten; ISBN: 978-3-941265-03-5


    Der Heilige Norbert ist Gründer des Prämonstratenserordens und Bischof von Magdeburg. Im Jahre 2009 jährte sich sein Todestag zum 875. Mal (gestorben 1134). Grund genug, ihn vor Ort mit einer Ausstellung zu ehren und zu feiern.


    Der Katalogteil stellt die Exponate vor. Ein Gestaltungsmerkmal zieht sich dabei durch das ganze Buch: Jedem Ausstellungsstück werden zwei Seiten zugestanden. Links, also auf der Seite mit den ungeraden Ziffern, gibt es eine sprachliche Beschreibung des Gegenstandes. Auf der gegenüberliegenden Seite (also derjenigen mit der geraden Ziffer) ist ein großformatiges Farbfoto zu bewundern.


    Das Buch bietet aber mehr. Es liefert am Anfang eine Lebensbeschreibung Norberts, seine Heiligenverehrung in Magdeburg, das "Kloster Unserer Lieben Frauen zu Magdeburg", die Entstehungsgeschichte einer katholischen St.-Norbertus-Pfarrei und vieles mehr. Selbst ein Leser, der nicht ortskundig ist, erhält so eine Vorstellung von der Bedeutung des Mannes vom Niederrhein.


    Der Ausstellungskatalog ist allein schon deswegen gut gemacht, weil er viele Hintergrundinformationen zu einem christlich-kirchlichen (wenn auch leider katholischen) Thema bietet.

  • Ferdinand Ullrich (Hrsg.): SAGA Island Wenn Bilder erzählen Iceland Art and Narrative; Verlag Kettler o. O. 2014; 192 Seiten; ISBN: 978-3-86206-368-0


    Dies ist ein Ausstellungskatalog. Er bezieht sich auf eine Kunstausstellung der Ruhrfestspiele in der Kunsthalle Recklinghausen 2014.


    Als Ausstellungskatalog bietet das Buch zweierlei. Es zeigt in zum Teil großformatigen Farbfotos die Ausstellung. In dieser Hinsicht ist es eine gute Gedächtnisstütze für Ausstellungsbesucher.


    In deutscher und englischer Sprache bietet es aber auch eine Einführung in die zeitgenössische Gegenwartskunst der nordischen Inselrepublik. Dieser Teil hat eher einen kunstwissenschaftlich-kulturwissenschaftlichen Charakter und ist trotz seines wissensvermittelnden Ansatzes einen Zugang zu Kunst und Island im Besonderen voraus. Wer einen Zugang dazu hat, dem sei dieses Werk empfohlen.

  • Ferdinand Ullrich / Hans Jürgen Schwalm: Jan Fabre Insektenzeichnungen & Insektenskulpturen 1975 - 1979; Kerber Verlag Bielefeld 2013; 192 Seiten; ISBN: 978-3-939753-41-4


    Dies ist ein Ausstellungskatalog. Er gehört zur Kunstausstellung der Ruhrfestspiele 2013 in der Kunsthalle Recklinghausen.


    Es gibt zwar einen Textteil in deutscher und englischer Sprache, der aus der Feder von Manfred Schneckenburger und Claudia Posca stammt. Der Bildteil mit den farbigen, ganzseitigen Abbildungen nimmt aber fast vollständig den inhaltlichen Teil des Buches ein. In der Regel gibt es 1 Abbildung pro Seite zu sehen. Der Leser = Betrachter soll einen optischen Eindruck von der Ausstellung erhalten. Der Nutzer der Publikation soll sich eigenständig einen Eindruck von der Kunstpräsentation und den gezeigten Kunstwerken verschaffen. Die sprachliche Sachinformation ist dafür auf ein Minimum reduziert.

  • Söke Dinkla: Jana Sterbak Life-Size; Verlag für moderne Kunst Wien / Österreich 2017; 140 Seiten; ISBN: 3903153036


    Anläßlich der Duisburger Akzente 2017 zeigt das Lehmbruck-Museum eine Ausstellung der tschechisch-kanadischen Künstlerin. Dies hier ist der dazugehörige Ausstellungskatalog. Er zeigt die ausgestellten Werke, natürlich.



    Leute wie die Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla stellen außerdem in deutscher und englischer Sprache die Künstlerin und ihr Schaffen vor. Unter optischen Gesichtspunkten gut gestaltet bewegt sich das Buch auf dem üblichen Niveau von Ausstellungskatalogen.

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