(Druck)Fehler in Büchern

  • Diesen Fehler konnte ich kaum überhören, so lautstark teilte er sich mir mit:

    Elizabeth George schrieb:

    Er schaltete den Computer aus und wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Schreitisch zu. (S. 242)

    :totlach::totlach::totlach:

    :study: Rhue, Morton: Die Welle


    2018 gelesen: 17 Bücher / 3.874 Seiten


    Challenges 2018:
    Buch-Challenge 3/12, Monats-Challenge 3/12, Weltreise-Challenge 5/13, BINGO-Challenge: 17/100, Punkte-Challenge 64,84


    "Lasse, Bosse und Ole saßen neben Fräulein Lundgrens Bücherregal und lasen die ganze Zeit,
    denn Jungen tun ja nie etwas Nützliches."
    (Lindgren, Astrid: Wir Kinder aus Bullerbü, S. 91)

  • Hier ein besonders schöner Trennungsfehler. Ich musste den Satz dreimal lesen, ehe ich begriff, was ein "Nähund" ist: :-k:totlach:


    Seitdem betrieb die Großfamilie Lie das Kleingewerbe Nä-
    hund Änderungsarbeiten in Sungs Straße, drei Hausnum-
    mern
    weiter.


    S. 116

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • S. 132:



    Mich nervts schon in Foren extrem wenn Leute das falsch schreiben, aber in einem Buch sollte man "vage" doch bitte richtig schreiben.

    Benni-Mama schrieb:

    [...], sagt unterdessen Frau König wage in meine Richtung, [...]

  • S. 346


    [...] "Gefällt es dir?", fragte Ben King. Der Junge sah erschrocken hoch. "Sir?"
    "Gefüllt dir das Buch?" King streckte die Hand aus... [...]

    Zusätzlich muss ich noch dazu sagen dass mir das Buch wirklich nicht gefallen hat :totlach:

    :study: Wiebke Lorenz - Alles muss versteckt sein

    :montag: Gelesen in 2016: Bücher 23 / Seiten 9862
    :montag: Gelesen in 2017: Bücher 14 / Seiten 5901
    :montag: Gelesen in 2018: Bücher 8 / Seiten 3341


    Ziel 2018: 7.500 Seiten


  • Da ist beim Konvertieren die Änderungsnachverfolgung noch an gewesen.:D

    hm... da haben ja gleich 2 Stellen bei der Buchproduktion geschlampt.

    1. Derjenige der das Buch gesetzt hat und/oder
    2. das Lektorat des Verlages.

    Natürlich kommt auch noch dazu was an Produktionskosten für das Buch eingeplant war. Aus Erfahrung weiß ich, dass bei Korrekturen gerne Geld und Zeit eingespart wird.

    Gelesene Bücher Stand 16.09.2018:

    83 Bücher | 25.028 Seiten | ø 97,01 Seiten pro Tag


    Für mich ist der Inhalt eines Buches wichtig, nicht das Medium. Ich brauche keine Geruch nach Papier und Leim, um in eine Geschichte einzutauchen.
    Wir nutzen schließlich auch ein Telefon zur Kommunikation und nicht die Buschtrommel weil sie schön nach Holz und Leder richt.
    :study:

  • Ich lese zwar in letzter Zeit nicht mehr so viel, aber heute habe ich eine Art "Druckfehler" (wahrscheinlich eher ein Fehler von einem dieser ewig besserwisserischen Korrekturprogramme) auf der arte-Fernsehkanal Webseite gefunden:


    Meine Güte, sogar "Progresso" ist falsch geschrieben, da gehört in das spanische Wort für "Fortschritt" nämlich nur ein "s" rein ("Radio Progreso - La voz está con vos" lautet der Slogan von diesem Radiosender).

    Aber wenn ein Radiosender der Zensur "strotzt", dann nützt wohl alle Meinungsfreiheit der Welt nicht besonders viel ...

    » Unexpected intrusions of beauty. This is what life is. «


    Saul Bellow, (1915-2005 ), U.S. author,
    in Herzog

  • Ich habe hier eine Eskimofrau, der wir zum ersten Mal in ihrem Leben Marmelade zu essen gegeben haben.

    Sie war total begeistert davon - allerdings Frage ich mich, wie das denn überhaupt sein kann.

    Der guten Frau würde nämlich schon vor Ewigkeiten die Zunge amputiert und darin sitzen doch die Geschmacksknospen.

    Sie dürfte eigentlich überhaupt gar nichts schmecken können. :-k

  • Sie dürfte eigentlich überhaupt gar nichts schmecken können. :-k

    Ich habe mal gehört, dass auch Nase und Rachen schmecken können. :-k

    Ich meine, dass du mit der Zunge hauptsächlich süß, salzig, sauer und bitter wahrnimmst. Alles andere an Geschmack macht eigentlich der Geruch aus. Darum schmeckt man auch nichts, wenn die Nase so richtig "zu" ist. Ich kann mir daher schon vorstellen, dass die Frau zumindest teilweise schmecken kann. :-k

    :study: "Die Vergessenen" (Ellen Sandberg)


    Start-SUB 2018: 84 (aktuell: 91)


    ~ Was mich im Alltag auffängt, ist die Möglichkeit, mich einfach mal fallen lassen zu können. ~

  • Hallo, erst mal.

    Es wird viel geschrieben, und wer viel schreibt, macht Fehler. Um diese nicht im Endprodukt auftauchen zu lassen, gibt es bei seriösen Verlagen Lektoren. Der Lektor - lat. der Leser - muß das Buch sorgfältig durcharbeiten und alle Ungereimtheiten beseitigen. Das ist seine Aufgabe. Der wird er jedoch in aller Regel nicht gerecht. Bei einigen großen Verlagen wie Random House oder Fischer Verlag tauchen Bücher auf mit über 20 Fehlern.

    Das Beispiel mit der Serie Bonanza, die erst ein dreiviertel Jahr nach der von Follett im Buch beschriebenen Szene in Serie ging, ist gut, aber harmlos.

    Als Autor und Vielleser entdecke ich zuweilen Unverzeihliches.

    Ein Beispiel

    Mario Giordano Apocalypsis Bastei Lübbe?! Antwortet nie auf etwaige Fehlerhinweise!

    Seite 141: Peter Adam bringt nach eigener Aussage das Amulett - das er mit der Nonne Maria zusammen aus dem Vatikan entwendet hat - ins Kloster zu besagter Maria, die es widerstrebend entgegennimmt. Danach kehrt er ins Hotel zurück, wo er einschläft. Nach dem Erwachen findet er das Amulett genau dort, wo er es abgelegt hat... Auf dem Schreibtisch. Danach holt die Nonne Maria das Amulett aus ihrem Nachschrank und bringt es zum vereinbarten Treffen.

    Was bitte soll das?

    David Baldacci Der Killer. B-Lübbe
    U.a.: Auf Seite 118 parkt Robie sein Motorrad und folgt Julie zu Fuß mehrere Straßen weit. Am Tatort des explodierten Busses verharrt sie eine Weile, dann folgt er Julie weiter durch die halbe Stadt. Auf Seite 120, im Anschluß, verschwindet Julie in einem Hotel und Robie sitzt wieder auf seinem Motorrad. Obwohl er ihr zu Fuß gefolgt ist.

    Aufbau Verlag: Chris Karlden Der Totenprophet -

    Die Protagonistin läßt ihre Tochter von ihrer Mutter betreuen - die schon vor langer Zeit gestorben ist. Das wrid einige Seiten zuvor erzählt.

    Solche Dinge würden nicht passieren, wenn ein richtiger Lektor das Buch einsehen würde. Die Regel jedoch ist, daß nach der Übersetzung niemand mehr das Produkt begutachtet. Als Autor entwickelt man immer eine gewisse Objektblindheit nach monatelangem Schreiben. Daher lasse ich meine Arbeiten nach Abschluß immer einige Zeit liegen, bevor ich mich ans Korrigieren mache. Mein Bücher werden sechs bis acht Mal von mir selbst durchgesehen. Und trotzdem übersehe auch ich noch Fehler. So habe ich in einem Buch meinen Fahrer auf den Beifahresitz gelegt, ohne dies zu bemerken.

    Am heftigsten trifft meine Kritik Ramdom House. In einem der dort publizierten ,Werke' sind mindestens 23 Fehler enthalten.

    Nun reagiert RH nicht auf Anfragen was z. B. eine Mummy ist. Ein Mumie? Gut. Aber Kinder haben normalerweise keine Mumien.

    Die dortigen Übersetzer verdienen oft den Namen nicht, weil sie dad mit dad übersetzen, mom mit mom und kid mit kid. Der grandpa heißt im Deutchen nun auch Grandpa, groß geschrieben.

    Auf diese Weise sorgen die Verlage dafür, daß unsere Sprache irgendwann zu einem US-Amerikanischen Dialekt verkommt.

    L. Andersson

    Siehe auch

    https://www.pamela-helmer-verl…C3%A4ge-f%C3%BCr-autoren/

  • Die Regel jedoch ist, daß nach der Übersetzung niemand mehr das Produkt begutachtet.

    Du beschwerst dich jetzt bei den Übersetzern bzw. den Verlagen der deutschen Übersetzung. Die von dir erwähnten logischen Fehler dürften aber doch kaum bei der Übersetzung passiert sein. Woher sollte z.B. der Übersetzer im Text die das Kind pflegende Mutter herzaubern, wenn sie (und ihr vorheriger Tot) nicht auch im Original vorhanden sind. Da müsste er den Originaltext ja schon total verändert haben. Diese Logikfehler wie auch das plötzlich aufgetauchte Motorrad oder das zurückgekehrte Amulett klingen doch eher nach schon im Original vorhandenen Fehlern.

  • Es wäre vielleicht vernünftig als Übersetzer hinzugehen und dem Autor den Logikfehler zu melden wenn er bemerkt wird. Vermutlich fällt sowas aber auch nicht unbedingt auf weil sicherlich nicht alles auf einmal übersetzt wird und vielleicht vergisst auch der Übersetzer dass manches vorher anders gewesen ist. Ansonsten ist der Übersetzer aber nun einmal dafür zuständig ein Buch so zu übersetzen wie es ist und keine inhaltlichen Korrekturen vorzunehmen. Das ist dann - wie Frank1 bereits gesagt hat (sorry kanns gerade nicht verlinken, mein PC weigert sich ein at-Zeichen zu schreiben) - der Autor Schuld. Dafür können die Übersetzer nichts. Ist natürlich ärgerlich, klar.

    Rechtschreibfehler sind natürlich dann recht nervig, die liegen ja am Lektor weil er sie übersehen hat. Und ja, manche Bücher strotzen nur so vor solchen Fehlern. (Kleiner Tipp: Wenn man sowas kritisiert sollte man selbst vielleicht weniger Schreibfehler machen. :wink:)


    Was die Nicht-Übersetzung der Bezeichnungen wie zB. "Mom" und "Dad" angeht: Das ist eher Geschmackssache als ein Fehler des Übersetzers, schließlich bezeichnet der Charakter zB seine Eltern gerade so und deswegen ist es nicht falsch. Man kanns doof finden, muss man aber nicht. Mich persönlich stört das nicht. Dass unsere Sprache zu viele ausländische Wörter nutzt wurde schon vor hundert Jahren kritisiert und ich denke nicht dass es heute so viel "schlimmer" ist als damals wo sich zB über zu viele französische Wörter in unserer Sprache aufgeregt wurde.

    Außerdem gibt es auch hier bei uns Kinder die nicht "Mama" sagen, sondern "Mum". In unserer Familie nutzen wir auch hin und wieder die recht eigenwillig ausgesprochene Variante "Mummi". Das sind eben so Eigenheiten die jeder hält wie es ihm gefällt.

  • Was die Nicht-Übersetzung der Bezeichnungen wie zB. "Mom" und "Dad" angeht: Das ist eher Geschmackssache als ein Fehler des Übersetzers, schließlich bezeichnet der Charakter zB seine Eltern gerade so und deswegen ist es nicht falsch.

    Ich hab einen Buchcharakter, der halb Irin, halb Österreicherin ist. Wäre irgendwie komisch gewesen, wenn sie den irischen Vater mit "Papa" angeredet hätte; obwohl's auch ein merkwürdiges Gefühl war, "Mama und Dad" zu schreiben.


    Es wäre vielleicht vernünftig als Übersetzer hinzugehen und dem Autor den Logikfehler zu melden wenn er bemerkt wird.

    So man kann. Wenn der Übersetzer von einem Verlag beauftragt wird, der seinerseits die Rechte für eine übersetzte Version vom Verlag des Originals gekauft hat, dann hat sich das was mit Kontakt zum Autor.

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