Maja Nielsen: Vampire! Die wahre Geschichte von Graf Dracula

Anzeige

  • Die Autorin:
    Maja Nielsen, geboren 1964 in Hamburg, ist ausgebildete Schauspielerin und hatte Engagements in Hamburg, München, Stuttgart, Tübingen und Kassel. Durch ihre beiden Söhne kam sie zum Schreiben spannender Abenteuergeschichten. Viele davon sind als Bücher und Hörbücher erschienen oder wurden als Hörspiele und Reportagen im Rundfunk gesendet. Maja Nielsen erhielt 2009 den Deutschen Kinderhörspielpreis für ""Feldpost von Pauline"". (Quelle: amazon.de)


    Klappentext:
    Vlad III. (1431-1476) gilt als das historische Vorbild für den berühmten Graf Dracula, der bis heute Millionen fasziniert. Was verbirgt sich hinter dem Mythos des berüchtigten transsilvanischen Herrschers? Worauf beruht Vlads zweifelhafter Ruf? Und wie lässt sich die Popularität der Figur Dracula erklären? In ihrem Abenteuerfeature begibt sich Maja Nielsen auf eine spannende Spurensuche zwischen Dichtung und Wahrheit und bringt mit Hilfe eines echten Vampirologen die wahre Geschichte über den Fürst der Finsternis ans Licht.


    Inhalt und meine Meinung:
    Vampirgeschichten boomen. Auch wenn Vampire heute eher wunderschöne Romanhelden sind, die das Ideal der unsterblichen Liebe verkörpern und deren einziger Makel eigentlich der ist, dass sie Blut trinken, sind Vampire früherer Zeiten wahre Schreckensgestalten gewesen. Davon zeugen nicht nur zahlreiche Vampirfilme, sondern vor allem auch die Mutter aller Vampirgeschichten: Bram Stokers “Dracula”.
    In diesem Buch erzählt Maja Nielsen, wer Bram Stoker überhaupt war, wie er auf die Idee zu “Dracula” kam, wie er an dem Roman arbeitete und wie zu seiner Zeit mit dem Glauben an Vampire aussah. Neben den Texten gibt es auch einige interessante Illustrationen, die zum Teil den Text unterstreichen, zum Teil Fotos oder Standbilder aus Filmen oder Abbildungen historischer Dokumente rund um Vampire und Stokers Recherchen. Das ist ganz interessant und auch ein erwachsener Leser kann hier noch Neues erfahren.
    Bevor Nielsen auf den Roman eingeht, stellt sie jedoch erst einmal die historische Person vor, die später zu “Graf Dracula” wurde. Dabei ist die Sprache wirklich der Zielgruppe angepasst, aber nicht anspruchslos, und die Grausamkeit von Vlad Tepes wird einerseits recht schonungslos, andererseits aber nicht übertrieben dargestellt. Die Kapitel vermitteln recht eindrucksvoll, warum dieser Mann das Vorbild für die heute so berühmte Vampirfigur wurde.
    Auch andere Vampirgeschichten aus vergangenen und heutigen Tagen werden kurz erwähnt, an vielen Stellen gibt es hier nur kurze Informationen, die dazu einladen, in einem anderen Buch weiterzulesen und sich genauer zu informieren. An manchen Stellen hätte ich gern mehr Details gehabt, aber ich weiß, dass gerade die männlichen Leser, die ich in dem Zielgruppenalter kenne, gerade das Kurze und den knappen und informativen Stil Nielsens mögen werden.
    Gut sind in dem Zusammenhang auch die Infoboxen, die sich auf den meisten Seiten finden. Hier werden historische Persönlichkeiten vorgestellt, Fakten zusammengefasst und Hintergründe erklärt. Gerade diese Infoboxen fand ich sehr hilfreich und sinnvoll, wenn man sich über das ein oder andere Thema noch genauer informieren will.
    Im Anhang des Buches findet man eine Chronik zum Thema und ein paar Buch- und Internettipps zum Weiterlesen. Diese sind gut ausgesucht und auch hier ist mit Blick auf die Zielgruppe gearbeitet worden.
    Ein gutes Sachbuch für Kinder und Jugendliche, das Text und Bild ansprechend verbindet und interessante Informationen zum Thema beinhaltet!
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

Anzeige