Dieses mit zahlreichen Abbildungen versehene Buch von Karl Stankiewitz, einem erfahrenen Bergsteiger, Alpenkenner und Reise- und Alpenjournalisten zeigt verständlich und anschaulich, wie sich die Region der Alpen in den letzten fünfzig Jahren auf eine Weise dramatisch verändert hat, wie es all die Jahrhunderte zuvor nicht vermochten.
Das Buch erzählt kritisch und umfassend die Geschichte der modernen Erschließung der Alpen, durch Tunnel-und Straßenbau, vor allem aber durch einen immer extensiver und intensiver werdenden Skitourismus. Es ist erschreckend, wie sich einstmals idyllische Ort und Landschaften zu Spielplätzen des Tourismus entwickelt haben. Natürlich haben auch jene unzähligen Skifahrer und Urlauber ihren Anteil daran, die möglichst noch im April Ski fahren wollen und deshalb immer höher hinaus müssen.
Doch die Menschen und die Verantwortlichen in der Alpenregion beginnen umzudenken, weil sie fürchten müssen, dass ihre Region sonst bald völlig zerstört ist. Karl Stankiewitz beschreibt viele Projekte und Initiativen, deren Ziel es ist, die touristische Alpennutzung (sie ist ökonomisch wichtig für die Bevölkerung) zu versöhnen mit ökologischen Zielen und der Idee der Nachhaltigkeit.
Ich empfehle das Buch allen Skifahrern, Bergsteigern und Kletterern. Denn auch sie müssen ihre Bedürfnisse und Aktivitäten an dem Erhalt der Alpen orientieren und nicht nur an kurzfristigem Vergnügen.
