Anthony McCarten, Ganz normale Helden

  • Buchdetails

    Titel: Ganz normale Helden


    Verlag: Diogenes

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 464

    ISBN: 9783257242713

    Termin: März 2014

  • Bewertung

    4.4 von 5 Sternen bei 7 Bewertungen

    87,1% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Ganz normale Helden"

    Im Internet ist Jeff ein Star, verdient viel Geld, vor allem aber kann er hier gegen die Geister kämpfen, die ihn nicht loslassen: Schule, Mädchen und den Tod seines Bruders. Sein Vater will nicht noch einen Sohn verlieren und loggt sich in die ihm fremde Welt der unbegrenzten Möglichkeiten ein. Dabei begreift er auch, was in der alten Welt wirklich wichtig ist. Die Fortsetzung von ›Superhero‹.
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  • Inhalt (Klappentext):
    Ein Jahr lang hat Jeff Delpe, 18, versucht, seinen Eltern über den Tod seines jüngeren Bruders Donald hinwegzuhelfen. Jetzt hat er die Schnauze voll.Denn sein Vater Jim sieht die Rettung nur in einem Umzug aufs Land, und Mutter Renata chattet - mit einem Unbekannten namens Gott. Da taucht Jeff unter. Spurlos. Seine neue Adresse lautet
    www.lifeoflore.com, wo er der Star eines Onlinespiels ist und damit viel Geld verdient.
    Um nicht auch noch seinen zweiten Sohn zu verlieren, sucht der verzweifelte Vater ihn schließlich an dem Ort, der ihm fremder ist als jeder andere. Er schleicht sich in Jeffs neue Welt ein..... und stiftet Chaos, am allermeisten in sich selbst. Denn während er sich online Level für Level in die Sphären seines Sohnes hochkämpft, fällt er offline immer tiefer, droht seinen Job und seine Frau zu verlieren.
    Ist dies das Ende von Familie Delpe? Ganz im Gegenteil.


    Autor:
    Anthony McCarten, geboren 1961 in New Plymouth / Neuseeland. Mit 25 weltweiter Theatererfolg mit "Ladies Night", in der unautorisierten Filmadaption ("The Full Monty / Ganz oder gar nicht" ) eine der weltweit erfolgreichsten Filmkomödien. Seine bisherigen Romane bei Diogenes: "Superhero" (2007), "Englischer Harem" (2008 ), Hand aufs Herz (2009) und Liebe am Ende derWelt (2011) waren Kritiker- und Publikumserfolge.


    Meine Meinung u. Bewertung:
    Donald, der jüngste Sohn, war Mutter Delpes heimlicher Liebling. Nach dessen Tod folgt ein bitteres Jahr voller Trauer. Während der Vater Jim flüchtet und nicht über seine Trauer und seinen Verlust sprechen will, schwebt Mutter Renata nun in ständiger Angst den zweiten Sohn auch noch zu verlieren. Sie überwacht ihn auf Schritt und Tritt, macht ihn damit lächerlich, öffnet gar seine Post. Kein Wunder, dass Jeff sich eine Auszeit nimmt, erst mal verschwindet. Er hat ein Jahr versucht zwischen Mutter und Vater zu vermitteln, aber jene schweigen sich an oder streiten miteinander.
    Renata wirft Jeff vor nichts zu tun. Sie spricht immer wieder Freunde und Bekannte an, ob Jeff sich gemeldet hat, fährt frühere Treffpunkte, Lieblingsorte von ihm ab. Und sie spricht mit Gott. Nein dazu geht sie nicht in die Kirche, sondern chattet mit einem Unbekannten, der sich so nennt. Sie weiß zwar nicht was sie von ihm halten soll, aber danach geht es ihr immer besser.
    Jim begreift, dass er auch etwas unternehmen muß, aber dazu muß er erst einmal wissen, wo sein Sohn sich versteckt hält. Dann stößt er auf ein Spiel im Internet - LoL-Life of Lore, meldet sich als AGI dort an und trifft auf Merchant of Menace.
    Anthony McCartens Ideenreichtum ist bewundernswert. Hier begibt sich ein Vater auf der Suche nach dem Sohn in eine ihm völlig unbekannte virtuelle Welt. Waffentechnik, Kriegsführung, Strategien - er wird lernen auch im wahren Leben mutiger zu sein, zu siegen. Sein neues Können umzusetzen. Doch es ist schwer die reale und die virtuelle Welt zu trennen.
    Und es wird gefährlich, wenn jemand versucht die beiden Welten zu vermischen.
    Obwohl ich solche Spiele kenne, aber nicht so gerne mag, schafft es der Autor mich über den Roman ins Spiel zu ziehen. Das hat schon mal Seltenheitswert, und zeigt viel Feingefühl. Auch sind die Gespräche dort wichtiger als das Spiel selbst und diesen Grad überschreitet er auch nie. Für bewußte Nichtspieler sehr wichtig.
    "Ganz normale Helden" ist die Fortsetzung von "Superhero". Dennoch ist es nicht unbedingt notwendig Superhero vorher gelesen zu haben. Der neue Roman ist eine eigenständige Geschichte, die Anthony McCarten auf seine spezielle, verschmitzte Art erzählt, und zeigt, dass man manchmal Neues erleben muß, um Altbewährtes wieder schätzen und genießen zu können.
    Fazit: Ein kurzweiliger, origineller, moderner Roman in McCarten Manier.
    Meine Bewertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Liebe Grüsse
    Wirbelwind

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

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