Jon Skovron - Misfit. Jael und das Amulett der Dämonen

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  • Jael fühlt sich einsam und als Außenseiterin. Ohne Mutter aufgewachsen, musste sie ständig mit ihrem Vater, einem strengen und wortkargen Ex-Priester, umziehen. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie von ihm ein altes Schmuckstück. Dieses Amulett enthüllt ihr die unfassbare Familiengeschichte denn Jael ist die Tochter einer Dämonin und verleiht ihr dämonische Kräfte. Wird sie lernen, diese zu beherrschen, um es mit den furchtbaren Kräften der Hölle aufnehmen zu können? Wem kann sie sich anvertrauen und wer kann ihr bei ihrem Kampf helfen? Und als wäre das nicht schon genug, ist da auch noch ihr Mitschüler Rob, der für alles eine scheinbar natürliche Erklärung hat ... Die fantastische Geschichte einer ungewöhnlichen Heldin, die zwischen Wissenschaft und Magie, den dunklen Mächten der Unterwelt und dem Erwachsenwerden eines Teenagers steht.



    "Misfit" ist ein etwas anderer Dämonen-Roman, der mit vielen erfrischenden und neuen Ideen zu punkten weiß. Mit viel Fantasie wird die zugrunde liegende Idee ausgearbeitet und tiefgründig erzählt. Die Handlung ist spannend konstruiert und besticht durch Kurzweil, da die Handlungsstränge aufs Wesentliche reduziert wurden und stringent dem roten Faden folgen. Es gibt viele Action-, und Kampfszenen, bei denen auch schon einmal sehr brutal und blutig zugehen kann, außerdem werden diese detailliert ausgearbeitet und so veranschaulicht. In "Misfit" sind zwei Handlungszeiten zu finden, zum Einen die Gegenwart, die hauptsächlich sich auf Jael konzentriert und zum Anderen die Vergangenheit, die sich auf Jaels Eltern beschränkt. In diesem Roman erfährt man einiges über Religion im Bezug zur Mythologie, dabei wird stets kritisch mit dem Thema umgegangen, um sich so mit der Geschichte um Jael zu verbinden. Insgesamt ist es eine wundervolle Mischung aus verschiedenen Komponenten und beschert dem Leser einige unterhaltsame Lesestunden.



    Jael ist die Hauptprotagonistin, die an ihrem 16. Geburtstag ihre Dämonenkräfte erhält. Von nun an verändert sich ihr Leben. Dennoch geht sie sehr authentisch damit um und ist alles in allem ein sehr sympathischer Charakter, der mit seiner Natürlichkeit zu überzeugen weiß. Weiterhin gibt es ein paar Nebencharaktere, die ihren Teil zur Geschichte beitragen und dabei mehr oder minder entscheidend für den Verlauf der Handlung sind. Sie sind allesamt überzeugend und dreidimensional gestaltet und bieten eine willkommene Vielfalt an verschiedenen Charakteren.



    Der Schreibstil des Autors lässt sich mit den Worten flüssig und lebendig beschreiben, denn man kann sehr gut in die Geschichte eintauchen und in ihr verweilen.



    Das Cover fällt vorallem durch seinen toll gestalteten Schriftzug ins Auge. Auch der Rest ist passend auf die düstere Stimmung des Buches abgestimmt, da auch die Kapitelanfänge ähnlich gestaltet wurden, entsteht ein stimmiges Gesamtbild.

  • Jael ist einsam. Seit dem Tod ihrer Mutter muss sie ständig mit ihrem Vater, einem Ex-Priester, von Stadt zu Stadt ziehen. Denn sie müssen ihre Verfolger abschütteln - und die sind höllisch.


    Derzeit leben Jael und ihr Vater bereits seit zwei Jahren in Seattle. Wie an allen anderen Orten auch, besucht Jael hier eine katholische Schule. Und endlich hat sie ein paar Freunde gefunden. An ihrem 16. Geburtstag überreicht ihr Vater ihr eine Kette mit einem Amulett von ihrer Mutter. Aus Angst bittet er sie, diese nicht zu tragen. Da er seine Tochter aber selten in seine Gedanken und Gefühle einweiht, ist sie hiervon verletzt. Endlich hat sie etwas bekommen, dass ihrer Mutter gehört hat und dann soll sie es wieder vergessen? Das einzige, was Jael von ihr weiß, ist, dass sie eine Dämonin war und bereits gestorben ist, als Jael noch ein Baby war. Und damit die anderen Dämonen sie nicht finden, müssen sie ständig umziehen.


    Als sich Jael in einer unangenehmen Lage die Kette umhängt, wird sie "aktiv" und ab hier ist nichts mehr so wie es einmal war...


    Misfit ist ein superspannendes Buch, das ich förmlich in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Charaktere sind ausführlich beschrieben und man bangt und leidet gleich von Anfang an mit Jael mit. Gleichzeitig herrscht in der Handlung immer wieder ein unterschwelliger Humor, der mich manches Mal zum Schmunzeln gebracht hat. Ganz besonders hat es mir hier die engere "amphibische" Verwandtschaft angetan. Am Ende des Buches bleiben einige Fragen offen und ich kann nur hoffen, dass es bald eine Fortsetzung gibt.

    "Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." Arabisches Sprichwort :study::flower:

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