Angelika Schwarzhuber - Liebesschmarrn und Erdbeerblues

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Liebesschmarrn und Erdbeerblues

4.1|10)

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783442379552

Termin: Juli 2012

  • Die niederbayerische Lene ist ehrgeizig, begehrenswert, voller Tatendrang, aber immer noch auf der Suche nach ihrem Traummann. Den scheint sie in Michi gefunden zu haben. Ein Anwalt mit viel Charme. Doch als er zu ihr sagt: "Ich liebe Dich", bzw. "I hob mi fei sakrisch in di valiabt", gerät Lene in Panik und kommt zu dem Schluss: Liebe auf Bayrisch gibt es nicht. Michi lässt sich so leicht aber nicht abweisen und versucht, sie wieder für sich zu gewinnen. Aber nicht nur er will Lene davon überzeugen, dass es die Liebe auf Bayrisch gibt. Der Sprachwissenschaftler Karl Huber und auch der Spanier Ernesto mischen sich beim Hahnenkampf um Lene mit ein.


    Angelika Schwarzhuber punktet bei mir bereits mit dem Cover des Buches: Es ist blauweiß gehalten, mit Amor und Herzchen, sowie leicht erhobenem Schriftzug, so dass man automatisch in seine Richtung gezogen wird, um es näher anzusehen. Der Klappentext verspricht eine amüsante Geschichte rund um die bayrischen Gepflogenheiten und die Liebe. In den Umschlagseiten finden sich einige Bayrisch–Hochdeutsch-Übersetzungen, so dass auch der letzte Preuss nicht mit Fragezeichen im Gesicht das Buch lesen muss. Im Anhang finden sich ein paar bayrische Rezepte und Schmankerl zum Nachkochen und -backen. Eine sehr schöne Idee. Angelika Schwarzhuber lebt in einer kleinen Stadt an der Donau, dieser Roman ist ihr Debüt.


    Lene ist die Hauptakteurin, die ersten Kapitel drehen sich um ihren Job, ihre Freizeit und ihre Freunde. Während des Einblickes in ihr Leben lernen wir auch Michi kennen, ihren Traummann, bei dem sie meint, es wäre der Richtige. Nach seinem Liebesgeständnis gerät sie in Panik und schon beginnt die Suche nach der Liebe auf Bayrisch. Sie gerät an charismatische Charaktere, legt sich mit dem Sprachwissenschaftler Karl Huber an, den sie sich als alten bärtigen Mann vorstellt. Doch es kommt immer anders, als man denkt. Lene wird begehrt und man hat das Gefühl, sie springt zwischen den Männern hin und her. Und davon gibt es in diesem Buch einige. So richtig kann ich mir Lene allerdings nicht vorstellen. Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, was die Männer so anzieht. Sie weiß nicht, was sie will und das macht sie ein wenig unsympathisch, ebenso der Umgang mit ihrem Vater, den sie vor lauter wichtigen Terminen alleinelässt. Da ist sie einfach zu egoistisch. Und Familie, gerade mit der Vergangenheit wie bei Lene, hat Priorität.


    Die einzelnen Charaktere in diesem Buch bekommen von Frau Schwarzhuber ganz spezielle i-Tüpfelchen, so bleiben diese auch im gesamten Werk unvergessen. Interessiert und amüsiert schmökert man sich von Kapitel zu Kapitel, der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, doch hin und wieder langweilt man sich, weil die Geschichte nicht weiterzugehen scheint, dann überschlagen sich aber wieder die Ereignisse und schon ist man bei der Hälfte des Buches. Wenn man sich eingelesen hat, sind leider die meisten Ereignisse vorhersehbar, ebenso das Ende. Trotzdem liest man jede einzelne Seite, weil man ja eventuell doch eine witzige Stelle verpassen könnte.
    Mir hat das Buch aber sehr gut gefallen, ein sehr netter Zeitvertreib. Allerdings muss ich sagen, ich habe ein wenig mehr bayrische Sprache im Buch erwartet. Wer nun mit wem, und wie und warum ein Spanier in einer niederbayrischen Geschichte eine Rolle spielt, kann ich natürlich nicht verraten. Einfach lesen und genießen.


    4/5



    348 Seiten


  • Inhalt:
    Lene ist mit Michi zusammen als er ihr auf Bayrisch seine Liebe gesteht. Nur das: "I hob mi fei sakrisch in die valiabt" bringt Lene zum Flüchten und zu der Frage ob es auf bayrisch keine Liebeserklärung wie ein Ich liebe Dich gibt. Auf Bayrisch gibt es die Liebe einfach nicht in klaren Worten gefasst.
    Diese These bringt ihr Ärger aber auch viele Männer ein, die ihr das Gegenteil beweisen wollen.


    Meine Meinung:
    Liebesschmarrn und Erdbeerblues hätte ich mir vermutlich nie gekauft. Der Titel Klang mir zu schmalzig und sprach mich nicht an. Dann bekam ich den zweiten Band von Angelika Schwarzhuber und kurz darauf auch dieses Buch und wollte es dann auch lesen. Wenn es nicht gefällt könnte ich es ja immer noch zur Seite legen, aber es kam Anders.


    Denn kaum angefangen gefiel mir die Geschichte von Lene und der Suche nach der bayrischen Liebeserklärung. Sie hatte alles was ich mir für einen leichten Roman wünsche und schwupps waren die ersten Seiten schon gelesen ohne das mir die Zeit überhaupt aufgefallen wäre. So ging es dann auch weiter.


    Der Plot sprach meine Neugier an, auch als Nicht-Bayer wollte ich nun natürlich wissen ob sie die Liebeserklärung finden würde. Dazu kam dann die ganzen Verwicklungen und das nicht immer alles so nach Plan lief wie es soll. Es ist ein locker leichter Frauenroman, der als Lektüre zwischendurch genau das Richtige ist.


    Die Protagonisten sind überschaubar.
    Lene ist natürlich die Hauptfigur. Sie erzählt diese Geschichte in der Ich-Form, sie begleitet man als Leser auf ihrer Suche, die irgendwann zwischendurch nur noch im Hinterkopf statt findet. Lene ist uinkompliziert und Single. Sie hat ihre Liebe noch nicht gefunden auch wenn ihr die Männer Reihenweise zu Füßen liegen. Zu Beginn dachte ich sie ist jemand der nichts anbrennen lässt, aber das stellte sich recht schnell als falsch heraus, weil sie nutzt die Situation nicht aus. Sie denkt nur manchmal nicht genauer nach.
    Dann sind da noch die Männer: Ernesto der rassige Spanier, der Lene den Hof macht, aber schon recht forsch ist. Karl der Gegner der in dem Buch der Gegenpol ist und der Geschichte das gewisse Etwas gibt. Michi, der Lene unbedingt zurück möchte. Mathias, der Verleger, der durch Lenes These auf sie Aufmerksam wird und sich um sie kümmert.
    Außerdem gibt es noch das nähere Umfeld, das vorher schon da war. Lenes Vater, ein herzensguter Mann, der mit ihrem Lebenswandel aber gerade nichts anfangen kann, Julia, die Nachbarin, die sich nach dem Tod der Mutter ein wenig um Tochter und Vater gekümmert hat und Freundin Claudia, die den Stein erst ins Rollen gebracht hat.


    Der Schreibstil ist flüssig, locker leicht und so lässt es sich auch lesen. Bayrisch sind überwiegend die ganzen Liebeserklärungen die im buch genannt werden, aber auch hin und wieder einzelne Wörter. Die aber in einem Vokabeltrainer übersetzt werden. Spannung wird mit der Suche, aber auch mit viel Zwischenmenschlichem erzeugt. Es gab keinen Moment in dem ich mich langweilte und von Anfang bis Ende hat mich die Geschichte begeistert.


    Das Ende ist abgeschlossen und als kleinen Schmankerl obendrauf gibt es noch die Rezepte aus dem Buch. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Natalie

    www.mem-o-ries.de


    :study: Falling into you von Jasinda Wilder


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    SuB: 319

  • Klappentext:
    Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch »Ich liebe dich«? Michi ist ihr Traummann bis er »Ich liebe dich« zu ihr sagt. Genauer: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht! Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayerischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayerische Kultur durch diesen »Schmarrn« gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön »Te quiero« sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene? Der Regionalkrimi war gestern - Regionalromantik ist heute!


    Zum Buch:
    Das Buchcover ist ein richtiger Hingucker. Die altdeutsche Schriftart und der Titel gibt dem Leser auf Anhieb den Hinweis: "Hier handelt es sich um einen bayrischen Roman". Die Oberfläche der Kartonage fühlt sich im blauen Bereich etwas angeraut an. Der weiße Außenrand ist glatt und glänzend hervorgehoben. Im Inneren der Klappbroschüre ist im vorderen und hinteren Buchbereich eine Vokabelliste (Hochdeutsch - Bairisch) aufgelistet. Diese Liste hat mir sehr weitergeholfen und mich zudem sehr amüsiert. Einige Rezepte die in der Geschichte erscheinen sind am Ende des Buches abgedruckt. Natürlich freue ich mich aufs Nachkochen.


    Erster Satz:
    "Wenn du jetzt gehst" ... Mehr hörte ich nicht mehr."


    Meine Meinung:
    Dies ist der Debütroman der Autorin Angelika Schwarzhuber, in dem sie den Leser in eine regionalromantische Geschichte führt.


    Mit sehr hohen Erwartungen bin ich an dieses Buch heran gegangen. Ich wurde nicht enttäuscht, aber es gab einige kleinere Schwachstellen.
     
    Vorab habe ich die Vorgeschichte im eBook-Format gelesen und stellte da schon ein paar kleinere Abweichungen fest, bezüglich auf einigen Situationen wie z.B. dem Treffen von Lene & Michi im Büro. Dies fand ich sehr unstimmig und somit stürzte mein vorherige Szenenbild ein.


    Der Plot gefiel mir sehr gut. Lene, die auf der Suche ist nach dem einen Satz in bayerisch für "Ich liebe dich" und selbst auf der Suche nach der wirklichen Liebe ist. Die Protagonistin Lene konnte ich bereits im eBook etwas kennenlernen und es hat sich hier im Buch auch bestätigt: "Lene ist einfach total ungeschickt und naiv". Aber genau das fand ich an ihr total liebenswert und vor allem humorvoll. Lene rutscht aber auch regelrecht in wirklich viele heikle und lustige Situationen.


    Es gab allerdings auch Momente in denen ich dachte: "Mensch Lene, muss das jetzt sein? Hast du denn gar keine Würde mehr?" oder "Wach endlich auf!"


    Ab Seite 107 hatte ich bereits eine Vorahnung in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln wird. Und es traf auch so ein. Den Verlauf der Geschichte empfand ich als sehr angenehm. Jedoch fehlte mir die gewisse Spannung. Ich hatte beim Lesen zwar das Gefühl, „ich möchte wissen was Lene noch so anstellt und ob sie ihre bayrische Liebe findet“. Dennoch blieb ein richtiges Spannungsgefühl für mich aus.


    Sehr angetan war ich von den bayrischen Dialogen, die mich sofort in diese Mentalität hineinversetzt haben.


    Das Ende der Geschichte ist in sich abgeschlossen und ließ ein Lächeln auf meinem Gesicht zurück. Ich bin sehr auf das zweite Buch von Angelika Schwarzhuber "Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück" gespannt, in dem Lene‘s Leben weiterhin als eine Nebenrolle auftauchen wird.


    Fazit:
    "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" ist ein humorvoller und reginalromantischer Roman, der den Leser bestens unterhält. Mit viel Witz und Romantik führt Angelika Schwarzhuber uns auf eine turbulente Suche nach dem einen Satz, der zur richtigen Zeit, in der richtigen Art & Weise und am richtigen Ort ausgesprochen wird.


    Meine Wertung: 4,0 von 5 Blumen

  • Diese Frage habe ich mir noch nie gestellt (vorallem aber auch nicht, weil ich gar nicht wusste, dass es die Bezeichnung "ich liebe dich" im Bayrischen nicht gibt :uups: ), aber dank diesem Buch bin ich nun bestens informiert :lol: Eine wirklich reizende kleine Geschichte über die bayrische Liebe... in der es nicht nur um diese Bezeichnung geht :wink:

    Über ein gutes Buch:


    ...Ein richtig gutes Buch fesselt schon auf der ersten Seite und beschäftigt selbst nach dem Ende der Geschichte. Davon gibt es nicht viele, deshalb sollte man sie gut bewahren.


    Hier gehts zu Leseliste-Challenge fürs neue Jahr :wink: Lust mitzumachen? Schau vorbei :friends:

  • Über das Buch:

    Verlag: Blanvalet
    Format: Taschenbuch
    Genre: Roman, Chick Lit
    Preis: 9,99 Euro
    ISBN: 9783442379552
    Erschien: 2012
    Originalsprache: Deutsch
    Seiten: 346

    Inhalt:

    Traumprinz gesucht, Bayer gefunden - Sagt man in Bayern eigentlich auch »Ich liebe dich«? Michi ist ihr Traummann bis er »Ich liebe dich« zu ihr sagt. Genauer: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss: Auf Bayerisch gibt es Liebe nicht! Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayerischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayerische Kultur durch diesen »Schmarrn« gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön »Te quiero« sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene? Der Regionalkrimi war gestern - Regionalromantik ist heute!

    Das Cover:

    Das Cover ist nicht so meins. Ich finde man hätte mehr drauss machen können. Klar, sieht man hier, das es in Bayern spielt. Aber etwas langweilig ist es trotzdem.

    Die ersten 3 Sätze:

    "Wenn du jetzt gehst..." Mehr hörte ich nicht mehr. Die Tür des Fagrstuhls schloss sich, nd ich machte die Augen zu. Ich muss zu Claudia!

    Meine Meinung:

    Das Buch ist einfach super. Man kommt aus den Lachen nicht mehr raus. Es ist interessant zu sehen, wie Lene versucht zu Beweisen, das es keinen Bayrischen Ausdruck für "Ich liebe dich" gibt. Dazu lässt sie sich viel einfallen, aber es ist nicht ganz so einfach. Erst recht nicht, weil ihr der Karl Huber, ein Sprachwissenschaftler, in die Quere kommt. Es ist richtig lustig zu lesen, wie die beiden sich zoffen.
    Was ich auch ganz toll fand war, das es am Anfang des Buches, Bayrische Wörter erklärt werden. Dann kann man immer wieder nach lesen, was die Wörter zu bedeuten haben.
    Das Buch hat mich in der Erzählsweise so gefangen, das ich es nicht aus der Hand legen konnte. Es war interessant zu lesen, wie Lene bei der suche, selber zu sich findet.
    Außerdem wir hier die Bayrische Kultur richtig auf die Schippe genommen.
    Die Charaktere sind alle sympathisch und man würde am liebsten alle kennen lernen.
    Das Ende war für mich zwar vorher sehbar, aber das hat mich nicht gestört.
    Wer am Ende Hunger bekommen hat, was Bayrisches zu kochen, für den ist am Ende des Buches die Rezepte der Gerichte, die im Buch vorkamen.

    Fazit:

    Ein echt lustiges Buch über die Frage, ob es in Bayern, einen Ausdruck für "Ich liebe dich gibt"! Echt zum schiessen.

    Über die Autorin:

    Die bayerische Autorin Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie und einem äußerst willensstarken Kater, der in Eigenregie die Schlafzeiten der Autorin bestimmt, in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als Drehbuchautorin für Kino und TV. Wenn sie nicht am Computer Texte dichtet, verzieht sie sich gerne mit Freunden in kleine Berghütten zum Schafkopfspielen.

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    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study: Ein Tag ohne ein Buch, ist ein schlechter Tag! :study:


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