E. L. Greiff - Zu den Anfängen

  • Buchdetails

    Titel: Zwölf Wasser: Zu den Anfängen


    Band 1 der

    Verlag: dtv

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 608

    ISBN: 9783423215145

    Termin: Juni 2014

  • Bewertung

    4.3 von 5 Sternen bei 16 Bewertungen

    85% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Zwölf Wasser: Zu den Anfängen"

    Der archaische Kampf zwischen Gut und Böse Zwölf Quellen – zwölf große menschliche Tugenden: Auf dem Kontinent sind das Wasser und die Menschlichkeit untrennbar miteinander verbunden. Aber eine Bedrohung schwebt über der Welt, denn Quelle für Quelle versiegt. Ein Verlust, der zu gravierenden Veränderungen führt – für das Zusammenleben der Völker und für jeden einzelnen Menschen. Das Böse gewinnt an Macht …
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  • Zwölf Wasser sollen fließen,
    zwölf Quellen sollen sprechen,
    vom Werden und Vergehen durch die Zeit.
    Zwölf Wasser sollen fließen,
    zwölf Quellen sollen stillen
    der Menschen Durst nach Menschlichkeit.
    So soll es sein, so ist es nicht mehr.
    Wasser sinkt. Wasser steht. Wasser schweigt.
    Menschlichkeit versiegt, und Bitternis steigt
    auf in den Seelen, dunkel und schwer.
    Etwas geht vor. Eile!
    Drei mal drei sollen gehen
    und dreimal eine begleiten,
    das Wasser des Sees zu den Anfängen tragen.
    Das ist der Wunsch der Undae.
    Aber wisset:
    Hoffnung ist Anlass, nicht Kenntnis.
    Die Reise ist lang, der Ausgang ungewiss.


    Zuerst etwas über die Aufmachung: Ich finde das Cover sehr gelungen und passend zum Inhalt des Buches. Die drei Undae tragen je eine der abgebildeten Phiole. Im Buch befindet sich ein Anhang mit den Personen und auch die Zeitrechung und Währung werden noch erklärt. Zum Schluss gibt es noch eine liebervoll gezeichnete Karte vom Kontinent. Alles im allem eine wunderschöne Aufmachung für den Auftakt der Fantasy-Trilogie.


    Die Geschichte spielt in einer Fantasy Welt und die Protagonisten versuchen die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Es ist in fünf Teile unterteilt. Der Erste Teil handelt von einem Hirten. Der Zweite Teil "springt" dann zu den Soldaten und der Undae.
    Wie der Titel des Buches schon erahnen lässt spielen Zwölf Quellen eine wichtige Rolle. Diese Zwölf Besonderen Quellen stillen nicht nur den Durst der Menschen sondern auch "den Durst nach Menschlichkeit". Jede von ihnen repräsentiert eine Eigenschaft der Menschlichkeit. Versiegelt die Quelle, geht auch die Möglichkeit für diesen Charakterzug für den Menschen verloren.
    Kleines Beispiel: Versiegelt die Quelle der Freundschaft, kann man keine Freunschaft mehr schließen. Jeder misstraut jeden und keiner kann jemanden vertrauen.
    Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die das Wasser lesen können erkennen die drohende Gefahr. Sie brechen ihr Schweigen und wahrnen die Menschen vor dem Unheil der alle Bedrohnt. Drei der Undae machen sich auf um die Zwölf Quellen zu besuchen und das Wasser zu den Anfängen zu tragen. Begleitet werden sie von welsischen Offizieren und auch ein Hirte und sein Falke begleiten sie.
    Dem Buch muss man Zeit und Geduld investieren aber meiner Meinung nach lohnt es sich. Es ist detailverliebt geschrieben und die Kultur und die Gebräuche der jeweiligen Völker werden gut erklärt. Der Schreibstil des Autors ist fließend und lässt sich sehr gut lesen. Nur manchmal war ich ein wenig verwirrt ob es sich um Realität oder um eine Art "Wachtraum" handelt. Fantasie kann man ja schlecht sagen bei so einem Buch. Ab und an fand ich es auch ein bisschen brutal und graussam, aber man kann von dem Buch, wo es darum gehr den Weltuntergang zu verhindern, nicht verlangen, dass alles Friede-Freude-Eierkuchen ist.


    Das Buch bekommt von mir 4 Sterne, wegen der oben genannten Gründe und außerdem war es manchmal doch ein wenig zu langartmig, dass ich irgendwie keine lust hatte aufs Lesen. Jedoch bin ich froh, dass ich es doch zu Ende gelesen hab und werde mir warscheinlich auch die anderen Teile holen die ja 2013 und 2014 rauskommen.

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    Trenne dich nicht von deinen Illusionen.
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufgehört haben zu leben.


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  • Inhalt:


    Setsames geht vor! Der Hauptmann und seine Offiziere brechen zu den Grotten auf, denn die Undae, die Hohen Frauen, wollen mit ihnen sprechen – und das haben sie noch nie getan. Die Undae haben einen Auftrag: Neun Soldaten sollen sie begleiten, wenn sie das Wasser des alten Sees zu den 12 Quellen tragen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen, um das drohende Unheil abzuwenden.


    Felt bleibt keine Wahl. Ihm vertraut der Hauptmann. Und so wird er seine Frau Estrid und seine Kinder verlassen müssen, um mit auf die Reise der Neun in eine ungewisse Zukunft zu reiten. Doch es kommt noch schlimmer: Estrid will der kalten Felsenstadt, seiner Heimat, den Rücken kehren, um nach Pram zu ziehen. So verliert Felt in einer Nacht nicht nur seine Heimat, sondern auch noch seine Frau, für eine Reise, die er im Grunde gar nicht antreten möchte.


    Etwa zur gleichen Zeit bekommt Babu ein Ei eines Szaslas, eines Falken der alten Zeit, gescheckt. Eigentlich lebt er zurückgezogen als Hirte. Dies ändert sich nun, denn der kleine Falke erregt Aufmerksamkeit. Als Babu verraten wird, muss er überstürzt seine Heimat verlassen und zieht fortan mit seinem Falken Juhut durchs Land und sinnt nach Rache.


    Doch durch einen ungewöhnlichen und zugleich dragischen Zufall kreuzen sich die Wege von Felt und Babu und gemeinsam scheinen sie dazu bestimmt zu sein, das Wasser zu den Quellen zu schaffen. Und so beginnt die gefährliche Reise des Schwertkämpfers und des Falkners.


    Bewertung:


    Idee:


    Wasser ist das Element des Lebens. Verwunderlich, dass erst jetzt ein Fantasyroman erscheint, der sich ganz diesem Element verschreibt. Greiff ist dies mehr als gelungen. Sein Kontinent, bestehend aus kargen Landschaften, übbigen Wiesen, Aschelanden und Gebiete jenseits des Vorstellbaren, ist ein Land voller Abenteuer und Legenden. Die Quellen existieren in den Köpfen der Menschen nur noch als Mythos, Wasser ist ein gewöhnliches Nahrungsmittel. Nur die Undae lassen die Wichtigkeit dieses Elements vermuten. So wie Greiff auf der Reise den Kontinent Stück für Stück vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen lässt, eröffnen die Undae ihren Begleitern und somit den Lesern die tragende Bedeutung des Wassers für die Menschheit.


    Ausgestaltung:


    In fünf Teilen lernt der Leser die Hauptfiguren kennen und begleitet sie auf den ersten Wegen ihres Abenteuers. Zuerst erfährt man mehr über Babu und sein Schicksal. Teil Zwei berichtet von Felt und den Reiseaufbruch. Erst in Teil Drei treffenFelt und Babu auf spektakuläre Weise zusammen, bevor sie in den letzten beiden Teilen gemeinsam mit der Unda Reva nach den Quellen suchen.
    Charaktere:


    Besonders Felt hat mich beeindruckt. Sein unbezwingbarer Wille, sein Mut und sein tagtäglicher Kampf ums Überleben machen ihn für mich zum Helden dieses Romans. Als Hauptmann der Wache ist er der geborene Kämpfer: mutig, willensstark und mit unbezwingbarer Härte stellt er sich jeder Gefahr. Doch mit der Reise der Undae bricht für ihn ein neuer Lebensabschnitt an: er verliert alles und muss lernen, zu vertrauen und auch loszulassen. Mehr und mehr wird die Reise für ihn zu einer Reise zu sich selbst.


    Auch Babu ist ein interessanter Charakter, und stellt für mich den Gegenpol zu Felt dar. Von seinem besten Freund verraten und zur Flucht getrieben, ist er jeder Freiheit beraubt, zumal er merkt, dass sein Wille dem Willen seines Falken folgt. Er ist eigentlich ein gewöhnlicher Hirte, der seinen Frieden sucht und nun merkt, dass die Welt andere Pläne für ihn hat.


    Die Undae sind die mystischen Figuren des Romans. Keiner kennt sie, keiner weiß um ihr Handeln, aber jeder begegnet ihnen mit Ehrfurcht. Sie sind die Träger einen wahren Schatzes, das Wissen der alten Zeit. Nur sie sind in der Lage, die Quellen zu retten. Doch Kämpfer sind sie nicht und Menschen auch nicht. Und so brauchen sie die Hilfe derer, die in der Lage sind, die Menschen in ein neues Zeitalter zu führen.


    Sprache und Stil:


    Nicht nur das Konzept und die Ausgestaltung der Charaktere sind Greiff außerordenlich gelungen. Er überzeugt auch durch einen angenehm geistreichen Sprachstil, der geradlinig und dennoch malerisch ist. Er ist gerade so detailverliebt, wie es die Beschreibung einer eigenen Fantasywelt eben bedarf: Dies beinhaltet gelungene landschaftliche Beschreibungen sowie das wohldosierte Spektrum an Neuerungen, die einen echten Fantasyroman ausmachen – eine eigene Zeitrechnung, eigene Tierarten, eigenen Namen und Völker und eine eigene Geschichte, die schlüssig und zugleich spannend erscheint.


    Fazit:


    Zwölf Wasser hat einfach alles, was ein großes Fantasy-Epos benötigt: Eine eigene Welt mit ihren eigenen Wesen, verschiedene Völker mit langer und grausamer Vergangenheit, mystische Gestalten und eine Bedrohung, die die ganze Welt ins Wanken
    geraten lässt. Und natürlich einen Held, der im Grunde keiner sein möchte.


    Für mich ist dies hier ein mehr als gelungener Start einer Fantasie-Triologie, deren Fortführen ich kaum erwarten kann.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

  • Da der Inhalt hier schon zu genüge wiedergegeben wurde, kürz ich das ganze einfach mal ein wenig ab und komme gleich zur eigenen Meinung. Man möge mir verzeihen.


    Die Idee zu dem Buch war sehr originell und wirft philosophische Fragen auf. Der eigenen Welt wird insgeheim ein wenig ein Spiegel vors Gesicht und man denkt unweigerlich weiter drüber nach. Das Buch ist in fünf verschiedene Teile aufgeteilt, jeweils mit mehreren Unterkapiteln, was das ganze sehr übersichtlich macht. Man hat außerdem einen Anhang, in dem die wichtigsten Personen verzeichnet sind, um nicht den Überblick zu verlieren. Eine Erklärung über die Währung, die (gröbere) Zeitrechnung und die Sprache sind zusammen mit einer Karte des Kontinents ebenfalls dort zu finden. Und all diese Dinge erleichtern das Lesen und eintauchen in die Geschichte sehr.


    Der Schreibstil ist gut. Er passt schön zur Geschichte des Buches. Mit Liebe zum Detail wird die Landschaft beschrieben und man kann sich dadurch gut vorstellen, wie die Landschaft aussehen soll, in der die Handlung stattfindet. Greiff webt Träume und Rückblenden in die Geschichte mit ein, die einen zwar kurzzeitig verwirren, aber wo man sehr schnell den Faden wieder erlangt und man wieder weiß, was die Gegenwart ist, und was nicht.


    Man lernt über das gesamte Buch hinweg die Hauptcharaktere näher kennen. So werden einem die Unterschiede der verschiedenen Völker teilweise verdeutlicht und man bekommt die Möglichkeit, jedenfalls einen der Hauptcharaktere von mehreren Seiten kennenzulernen, was ihn auch gleich wesentlich sympathischer und authentischer macht. Es treten recht viele Nebencharaktere auf, aber durch das Personenregister sollte das kein allzu großes Problem werden. Sie sind auf jeden Fall eine Bereicherung für die Handlung.


    Allerdings gibt es auch einige Sachen, die mir in dem Buch weniger gut gefallen haben. Einige Sachen finde ich selber jetzt zwar nicht ganz so dramatisch, andere stören mich schon ein wenig mehr.


    Trotz des guten Schreibstils war das Buch manches mal recht langatmig und man musste sich Stellenweise dazu zwingen, gedanklich bei dem Buch zu bleiben und sich nicht mit etwas anderem zu beschäftigen.



    Obwohl es einig paar recht gefahrvolle Situationen gibt, ist in dem Buch nicht sehr viel Spannung eingebaut worden. Manchmal hat man das Gefühl, man kommt einfach nicht voran, obwohl ja etwas passiert. Die fehlende Spannung finde ich jetzt aber ehrlich gesagt nicht wirklich schlimm. Immerhin ist man noch am Anfang, wie man im Titel ja schon drauf hingewiesen wird.




    Auch hatte ich das Gefühl, dass sich manche Gespräche und Gedankengänge im Kreis drehten. Einige Sachen sind aufgrund der Umstände zwar nachvollziehbar, aber es war manchmal doch ein wenig mühsam. Dazu kamen noch einzelne Abschnitte, wo die Sätze recht abgehackt wirkten und manchmal nicht wirklich zur Situation passten. Aber auch das war jetzt etwas, womit man leben konnte.



    Der Hirte, einer der beiden Hauptcharaktere, wirkte mir persönlich ein wenig zu blass und hebt sich kaum von seinem (neuen) Begleiter ab. Für mich war es jedenfalls sehr schwer, mich mit ihm anzufreunden, weil der Charakter einfach nicht passte. Die Charaktereigenschaften waren beim Welsen einfach besser aufgehoben.


    Insgesamt hat mich das Buch ein wenig an den Herrn der Ringe erinnert. Jeder, der diese Art von Fantasy mag, und trotzdem was sehr eigenes hat, kann ich dieses Buch nur Empfehlen. Vier von fünf Sternen hat es meiner Meinung nach trotzdem verdient und ich freu mich schon auf die nächsten beiden Teile.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    The message is in the silence
    Whisper words to calm your mind


    We're running out of time
    Can't seem to recognize
    What put us here in the first place
    Counting down the days, beginning of the end
    (In Flames - Sounds Of A Playground Fading)

    Einmal editiert, zuletzt von Elachu ()

  • Eigene Inhaltsangabe:
    Etwas geht vor auf dem Kontinent. Seit dem Sieg der alliierten Völker über die Welsen herrscht Frieden, doch der Schein trügt. Der junge Hirte Babu vom Volk der Merzer lebt ebenfalls in Zeiten des Umbruchs. Der scheinbare Frieden färbt nicht auf alle Merzen ab, und Babu, der „Sohn des Friedens“, gerät in dunkle Machenschaften. Geheimnisvolle Falkner weilen gerade bei den Merzen und überlassen Babu das Ei eines Falken, dieses Geschenk stellt ein Wendepunkt in seinem Leben dar. Doch diese ganze Wandlung geht noch viel tiefer, hat ihren Ursprung in den Wassern, deren Fluss gestört ist. Schließlich ist da noch Felt, ein welsischer Offizier, welcher im unwirtlichen Randgebirge lebt und wie seine Landsleute täglich dem kargen Fels und der rauen Witterung trotzt. Die Felsstadt Goradt und eine weite Aschewüste sind das einzige, was vom einstmals stolzen Welsien übrig geblieben ist. Doch jetzt geht auch hier etwas vor. Die Undae, Hohe Frauen, die das Wasser hüten und aus ihm lesen, leben in einer Grotte unweit von Goradt und sehen eine schreckliche Zukunft voraus. „Etwas geht vor.“ Noch nie zuvor haben sie sich in den Lauf der Geschichte eingemischt, doch nun ist es soweit und drei von ihnen machen sich mit welsischen Soldaten zusammen auf eine lange, ungewisse Reise. Unter ihnen ist auch Felt, der für diese Mission seine Familie zurücklassen muss.


    Meine Meinung:
    Die Idee dieses Romans ist wirklich beeindruckend. Wasser zum Gegenstand einer solch fantastischen Geschichte zu machen, ist mal was Neues. Der enge Zusammenhang zum menschlichen Wesen ist dabei nur folgerichtig, Wasser ist immerhin der Quell allen Lebens. Aber so fremdartig diese Welt auch scheint, gibt es doch große Parallelen zu unserer Welt. In der heutigen Zeit wird auch in der Realität das lebensspendende Wasser immer knapper, in manchen Regionen mehr als in anderen, was wiederum zu Konflikten führt oder führen wird. Dieses aktuelle Thema ist äußerst geschickt in diesen fantastischen Hintergrund eingeflochten worden.


    Aber abgesehen von diesem sehr offensichtlichen Bezug zur Realität ist dieser Roman großartige High-Fantasy! Die geschaffene Welt mit ihren Völkern ist unheimlich vielfältig, die Beschreibungen davon sind sehr eindrücklich. Die Völker könnten verschiedener nicht sein und ihre unterschiedlichen Charaktere kommen sehr gut zur Geltung, was auch in enger Verbindung zu ihrer Heimat steht. Das setzt sich bis zu den Personen fort, die allesamt vielschichtig erscheinen, was sich sogar bei den Nebencharakteren fortsetzt.


    Die Reise erinnert anfangs ein wenig an „Der Herr der Ringe“: Gefährten, die sich auf eine Reise begeben um die Welt zu retten. Aber da hören die Ähnlichkeiten auch schon auf. Die Geschichte ist eine komplett andere, und auch die Orte wo die Reisenden hingelangen, sind sehr originell. Auf die üblichen Verdächtigen in Fantasy-Romanen wird hier fast komplett verzichtet und trotzdem kommen die fantastischen Elemente nicht zu kurz. Zudem haben die Protagonisten meist eine sehr rationale Sicht auf die Welt und auch wenn manches mystische Element, wie die Undae, offensichtlich ist, stehen sie den Dingen anfangs skeptisch gegenüber.


    Es ist einfach nur traumhaft schön in der Geschichte zu versinken und zusammen mit Felt und Co. zu über den Kontinent zu reisen. Es begegnen ihnen viele Wunder und fantastische Orte, die Beschreibungen dazu sind wunderschön. Aber natürlich gibt es auch einiges Leid, was genauso eindrücklich beschrieben wird, beide Seiten werden beleuchtet. Spannung kommt auch vor, allerdings darf man keine epische Schlachten oder ähnliches erwarten. Sie ist eher wohldosiert eingesetzt, was aber sehr gut zu der Geschichte passt.


    Fazit:
    Insgesamt ein sehr erfrischender Fantasy-Roman, der viel Neues zu bieten hat! Die Figuren werden lebendig und authentisch beschrieben, die Reise geht natürlich nicht spurlos an ihnen vorbei, auch das wird offensichtlich. Es gibt unheimlich viele Wunder zu entdecken, aber noch mehr werden angedeutet, sodass auch die nächsten Bände mit Sicherheit noch viele Überraschungen bieten werden. Der Schreibstil passt sich immer der Geschichte an und ist sehr angenehm zu lesen. Die Spannung ist wohldosiert eingesetzt, mehr ist gar nicht nötig, wie ich finde. Ein toller Auftakt, der mich sofort in den Bann gezogen hat und Lust auf mehr macht! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: :thumleft:

    Viele Grüße
    Aventurin


    :study:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder


    SuB: 92 / Gelesen 2016: 7

  • Da die Handlung schon mehrfach geschildert wurde, werde ich mich hier nur auf meine Meinung beschränken :wink:


    Zwölf Wasser - der Name ist Programm.
    Allerdings darf man keinen reißenden Fluss erwarten.
    Es gibt keine großen Action-Szenen oder Hau-drauf-Schlachten, soweit ich mich erinnere gibt es im ganzen Buch überhaupt nur zwei richtige Kampfszenen.


    Das Buch ist eher ein ruhig fließendes Bächlein, dass es aber trotzdem geschafft hat mich mitzunehmen und immer weiter mit sich fortzutragen in seine andere Welt.


    Den Vergleich zu Tolkien oder anderen großen High Fantasy-Autoren braucht E.L. Greiff (meiner Meinung nach) nicht zu scheuen.
    Sein Schreibstil ist großartig und es ist wirklich herrlich, mal wieder ein Buch zu lesen, das weder blutige Schlachten noch schwülstige Liebesszenen braucht, um den Leser zu fesseln.


    Hier noch ein Passage das mir wirklich gut gefallen hat:


    Der Mensch kann in seinem Seelengebäude herumspazieren und es einrichten, wie es ihm passt:
    Er kann beispielsweise Herzlichkeit hineinstellen oder Großmut, Ehrlichkeit oder Treue, Mäßigung oder Weisheit, Tapferkeit oder Willensstärke - die Auswahl ist groß. Manche nehmen von allem ein wenig, andere von einem viel.
    Und, wir wissen es, nicht alle Räume in unserem Seelengebäude sind immer sauber und aufgeräumt. Wenn man nicht ständig hinterher ist, legt sich Staub auf die Möbel....
    Aber die finstere Kammer bleibt verschlossen. Denn was da drin ist, darum kümmert man sich besser nicht - mit ein wenig Dreck kann man leben: dem Grauen zu begegnen, das in einem selber wohnt, ist zu entsetzlich.


    Zwölf Wasser - Zu den Anfängen (Seite 570)
    E. L. Greiff


    Von mir bekommt das Buch verdiente :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Life isn't about waiting for the storm to pass.....
    it's about learning to dance in the rain!


    2018 gelesene Bücher 45 :study: 20122 Seiten
    abgebrochen: 0


  • Der Inhalt:


    Die Undae, aber auch hohe Frauen genannt, sind eng mit dem Wasser verbunden und sammeln seit jeher die Erinnerungen der Welt. Bis jetzt haben sie in ihrer Grotte geschwiegen aber nun müssen sie doch reden, den es geht etwas in der Welt vor. Es gibt Anzeichen dafür das die 12 Quellen zu versiegen drohen und die Menschlichkeit dadurch unterzugehen droht. Drei von ihnen machen sich mit tapferen Soldaten auf den Weg zu den Quellen um herauszufinden was los ist. Dabei werden sie wenig später auch von einem junger Falkner begleitet. Aber die Zeit rennt ihnen davon und wenn noch mehr Quellen sterben werden die Menschen untergehen da sie ihre Menschlichkeit verlieren.


    Erster Satz:


    Der Fisch gab auf. Sein Leben lang hatte er das Wasser in sich hineingepumpt und an den Kiemen entlangströmen lassen, jetzt war es vorbei.


    Die Charaktere:


    Babu: Babu ist Merzer und der Neffe vom Thon. Er ist auch Hirte und hat seine eigene Herde. Als Babu dann eines Tages erfährt das sein Onkel den Auftrag erteilt hat, Babus Vater zu töten, kocht bei ihm die Wut über. Leider bleibt ihm nicht genug Zeit seinen Onkel bloß zustellen, da er dringend fliehen muss, da sein Leben in Gefahr ist. Er flieht zusammen mit seinem Falken, einer Slazla, und trifft wenig später auf Felt. Babu ist ein wirklich interessanter Charakter. Er ist noch ziemlich jung, aber wenn er sich etwas in den Kopf setzt, zieht er die Sache auch durch.


    Felt: Felt ist Welse, verheiratet mit Estrid und Vater von Rista und Strem. Er ist Soldat und befolgt Befehle. Er wiedersetzt sich nie und stellt auch nichts in Frage. Er nimmt die Gegebenheiten einfach so hin. Als ihm dann aufgetragen wird, eine der hohen Frauen zu begleiten, muss er sich schweren Herzens von seiner Familie trennen. Auch Felt habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er liebt seine Familie über alles und möchte nur das sie glücklich sind. Auf der schweren Reise zu den Quellen wird Felt oft extremen Situation ausgesetzt, die er alle meistert.


    Die Undae: Reva, Smirn und Utate sind Hohe Frauen die aus dem Wasser lesen. Sie kennen die Vergangenheit aber nicht die Zukunft. Jede einzelne ist auf ihre Art besonders und faszinierend.


    Meine Meinung:


    Ehrlich gesagt muss ich gestehen das ich zu Anfang meine Probleme mit diesem Buch hatte. Im ersten Kapitel passiert ja noch nicht allzu viel und man lernt Babu kennen, aber im zweiten Kapitel wird es dann schon interessanter.


    E.L.Greiff konnte dem Leser sehr gut die einzelnen Umgebungen, die die Hohen Frauen und die Soldaten auf ihrer Reise bestritten haben, aber auch die Heimatstätte der einzelnen Völker gut erklären und bildlich darstellen. Um einen besseren Überblick in welchem Teil man sich gerade befindet, findet man hinten im Buch noch eine Landkarte auf der man den ganzen Kontinent sieht.


    Die Hauptcharaktere, aber auch alle Nebencharaktere wurden bildlich und detailliert. Sollte man bei den vielen Namen doch einmal durcheinander kommen, hilft einem das Personenverzeichnis am Ende des Buches, Licht ins dunkel zu bringen.


    Das Buch selbst ist in fünf verschiedene Kapitel aufgeteilt, die nach und nach aber ineinander führen. Das Buch wird je nach Kapitel aus der Sicht von Babu oder Felt erzählt. Der Schreibstil ist ebenfalls flüssig und das Buch lässt sich, wenn man erstmal richtig rein gefunden hat, zügig lesen. Sehr schön finde ich auch, dass der Leser erst nach und nach in die Geheimnisse eingeweiht ist, und man somit gezwungen wird weiter zu lesen. Und ist man erstmal richtig drin, möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.


    Das Cover ist wunderschön und passt sehr gut zu dem Buch. Der blaue Hintergrund mit der Wasserphiole darauf ist ein richtiger Hingucker. Sehr schön finde ich auch den geprägten Titel, der sich über die Phiole erstreckt. Ich liebe einfach solche Cover und kann sie mir stundenlang ansehen. Den Buchtitel finde ich ebenfalls passend und er macht sofort neugierig. Meiner Meinung nach hätte er nicht besser getroffen werden.


    Zwölf Wasser – Zu den Anfängen ist der Auftakt einer Triologie von E.L. Greiff. Band 2 soll im Jahr 2013 und Band 3 im Jahr 2014 erscheinen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.


    Mein Fazit:


    Mit Zwölf Wasser – Zu den Anfängen ist E.L.Greiff ein gelungener Auftakt einer Triologie gelungen. Dieser Fantasy-Roman beinhaltet Spannung, interessanten Charakteren und einer klassen Story. Ich kann ihn nur weiterempfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Vor hundert Jahren verloren die Welsen einen Krieg gegen die Allianz. Der größte Teil ihres Landes wurde verbrannt. Nur in der Stadt Goradt leben einige tausend Welsen, die mit ihrem berühmten Welsenstahl handeln und vollkommen von Pram und seinen Lebensmitteln abhängig sind.
    In Goradt leben in einer Grotte auch die Undae, hohe Frauen, die mit dem Wasser kommunizieren. Eines Tages verkünden sie, dass "etwas vorgeht": da Wasser schweigt, die Quellen versiegen und mit jeder Quelle geht eine Eigenschaft der Menschlichkeit verloren. Drei Undae mit drei Begleitern machen sich auf den Weg, die Quellen zu retten und zu erkunden, warum sie versiegen. Ihnen schließen sich die unterschiedlichsten Gefährten an, wie der Hirte und Falkner Babu mit seinem riesigen Falken und der Dichter Wigo samt Dienern. Doch es müssen schmerzliche Verluste und große Opfer gebracht werden, bis die Quellen wieder fließen...
    "Zwölf Wasser" ist ein klassisch-phantastisches Werk, für das man besonders zu Beginn einige Geduld mitbringen sollte. Der erste Teil behandelt Babus Leben bei seinem Hirtenstamm und macht den Einstieg aufgrund der Vielzahl von Namen und Gegebenheiten schwer. Der ganze Roman ist eher tiefsinnig. Es gibt wenige Actionszenen, aber die Charaktere werden immer wieder vor in jeder Hinsicht schwierige Fragen gestellt, sowohl körperlicher als auch moralischer Natur. Besonders zum Schluss hin bekommt das Buch einen philosophischen Einschlag.
    Zwölf Wasser unterschieden sich sehr von der gängigen Fantasyliteratur. Besonders auffallend ist die Komplexität der Welt. Jedes einzelne Detail ist gut durchdacht, man hat die Vorstellung eines sehr fein gewebten Teppichs, bei dem man erst ganz zum Schluss, wenn alles an seinem Platz ist, den Wert des einzelnen Knotens und das gesamte Muster erkennen kann.
    Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es einige Längen gab. Man muss sich auf dieses Werk einlassen. Ich gebe 4 von 5 Sternen.


  • Zwölf Wasser unterschieden sich sehr von der gängigen Fantasyliteratur. Besonders auffallend ist die Komplexität der Welt. Jedes einzelne Detail ist gut durchdacht, man hat die Vorstellung eines sehr fein gewebten Teppichs, bei dem man erst ganz zum Schluss, wenn alles an seinem Platz ist, den Wert des einzelnen Knotens und das gesamte Muster erkennen kann.



    Schön gesagt. Ich empfand das ähnlich. Ein gut durchdachter Roman in einer interessanten Welt. Man fühlt mit jedem der Hauptprotagonisten, obwohl sie völlig unterschiedlich sind.

    Ich würde mir jetzt nur noch eine schöne Hardcoverausgabe wünschen. Beinahe hätte ich das Buch nicht gekauft, weil ich diese dicken Taschenbücher wirklich abscheulich finde.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    “Bücher sind Feunde, die stets für uns Zeit haben.“
    “Und Phantasie, Phantasie vor allem, ohne deren Hilfe sich keine Probleme lösen lassen, die kleinen nicht und die großen erst recht nicht.“

    Otfried Preußler 20.10.1923 - 18.2.2013

  • Ganz großes Kino für High Fantasy Fans! Ich kann die Trio nur jedem ans Herz legen!


    Zum Inhalt


    107 Jahre nach der Feuerschlacht, dem Untergang des Welsenreichs und dem Sieg des westlichen Bündnisses


    Das Leben von Babu dem Hirten erfährt eine jähe Wendung, als ein alter Verrat ans Licht kommt und er mit seinem Falken, Juhut, einen ganz neuen Weg einschlagen muss.
    Felt führt ein karges Leben in der Stadt Goradt, in der die Überlebenden des Volkes der Welser ihr Dasein fristen. Sie haben damals den Krieg verloren und mussten sich mit ihrer Rolle als Verlierer am "Rande der Gesellschaft" arrangieren.
    Die Undae, geheimnisvolle Frauen, die in einer Grotte ihr scheinbar ewiges Leben führen, können mit dem Wasser kommunizieren. Sie sehen darin die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, doch sie sind neutrale Zuschauer, die nicht in die Geschicke der Welt eingreifen - bis zu dem Tag, an dem sich alles wendet.


    Sie alle sind durch das Schicksal miteinander verbunden - und auf dem Spiel steht nichts geringeres als die Menschlichkeit.


    Meine Meinung


    Ich war am Anfang etwas überrascht und am Ende einfach nur begeistert!
    Während ich erwartet hatte, dass die Geschichte mit der Suche nach den 12 Quellen beginnt, wird anfangs die Geschichte zu Babu dem Hirten sehr ausführlich erzählt und erst später auf die Rolle von Felt und den Undae eingegangen. Nachdem ich mich damit angefreundet hatte, fand ich die Idee sehr gut, da man einen intensiven Einblick in das Leben, die Welt und die Figuren bekommen hat. E. L. Greiff hat einen ganz wunderbar ruhigen, geruhsamen Schreibstil, der nicht auf Tempo baut, sondern damit, die Handlung in all ihren Facetten lebendig werden zu lassen. Man muss sich auf das langsame Tempo einlassen können, um es zu genießen und die anspruchsvolle Schreibweise hat mich mehr als einmal innehalten lassen: wunderschön!
    Erzählt wird hauptsächlich aus den Perspektiven von Babu und Felt.


    Babu lernt man als erstes kennen. Ein ruhiger, besonnener junger Mann im Alter von 17 Jahren, der ein beschauliches und sehr nachdenkliches Leben mit dem Hüten seiner Kafurherde verbringt. Eine bittere Wahrheit treibt ihn aus seiner Heimat fort und nur sein Falke Juhut begleitet ihn auf seiner von nun an gefährlichen Reise.
    Felt gehört zu den wenigen Überlebenden der Welser, der Kriegstreiber, deren Land vor über 100 Jahren durch ein Feuer komplett ausgelöscht wurde. Felt ist einer der letzten Offiziere von dem kärglichen Rest der Welser Armee und lebt mit seiner Frau und seinen Kindern kein angenehmes Leben in Goradt. Eine Stadt am Rande des Kontinents zwischen eisigen Felsklüften und steilen Hängen, wo sie mit Hunger und Entbehrungen ums Überleben kämpfen müssen.
    Die Undae sind Frauen, die seit Anbeginn der Zeit in einer Grotte ein stilles Leben führen. Ihre Aufgabe ist das Hüten des Wissens und das Lesen im Wasser, ähnlich Propheten, doch seit Menschengedenken haben sie nie in das Schicksal eingegriffen oder auch ein Wort an Außenstehende gerichtet. Dass jetzt drei von ihnen die Grotte verlassen, um zu den 12 Quellen, den "Anfängen" aufzubrechen, verheißt nichts gutes.


    E. L. Greiff hat hier eine ganz besondere Welt entstehen lassen, die durch den eindringlichen Schreibstil zum Leben erweckt wird. Alles wird anschaulich und lebendig beschrieben, egal ob es sich um die Landschaft, die Charaktere oder die Hintergründe handelt. Man weiß zuerst nicht genau, wohin das ganze führen wird und somit hat mich die Neugier ständig weitergetrieben. Immer tiefer wird man in das Schicksal dieser Welt hineingezogen in der nichts geringeres auf dem Spiel steht, als der Verlust der Menschlichkeit und jedes Detail erhält seine Bedeutung und ist schlüssig für den Verlauf der Geschichte. Gerade das Unerwartete macht es spannend, die Atmosphäre hat mich total gefangen genommen und die ausgefallenen Ideen machen das Ganze zu etwas besonderem.
    Die speziellen Tiere, die Jahreszeiten und die Zeitrechnung, die sagenumwobenen Orte stimmen die Geschichte zu einem runden Bild ab. Hinten im Buch gibt es auch einen Landkarte und ein paar Erläuterungen dazu.


    Es ist eine Parabel auf die Geschichte der Menschen, die mich tief beeindruckt und begeistert hat. Die Parallelen zu unserer Welt sind sehr subtil, aber greifbar und berührend und ich muss noch einmal den ausdruckstarken und faszinierenden Schreibstil hervorheben. In ihrer ruhigen Art hat die Autorin hier alles so treffend und doch symbolisch beschrieben, was mich selten so beeindruckt hat wie hier. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!


    Fazit


    Ich bin einfach nur begeistert von dieser behutsam erzählten und ergreifenden Geschichte über das Schicksal der Völker, das mit uns mehr gemeinsam hat, als man am Anfang vermuten würde. Ein beeindruckender Schreibstil, der seinesgleichen sucht und ein Schicksal, das mich tief berührt hat.


    © Aleshanee
    Weltenwanderer


    Zwölf Wasser
    1 - Zu den Anfängen
    2 - In die Abgründe
    3 - Nach den Fluten

  • das Buch:


    Babu, eigentlich Kafur Hirte, wird ungewollt zum Falkner und muss nach einem Verrat aus seiner Heimat fliehen


    Die Welsen fristen ihr Dasein nach dem Feuerkrieg in Goradt, jeder Tag ist ein neuer Kampf ums Überleben.


    Die dem Wasser verbundenen Undae, die noch nie zu den Menschen gesprochen haben, bitten plötzlich um eine Unterredung und von da an
    soll sich alles ändern.


    Sie bitten die Welsen, sie zu den zwölf Quellen zu begleiten um ein drohendes Unheil abwenden zu können.


    Mit unter den Welsen, die sie begleiten, befindet sich Felt, der seine Frau Estrit und seine beiden Kinder allein lassen muss.


    meine Meinung:


    Besonders gut hat mir gefallen, dass die fremde Zeitrechnung und die Währung in einem Anhang erklärt sind, sodass man jederzeit nachschauen kann, wenn man die Begrifflichkeiten nicht mehr im Kopf hat.


    Der Autor begeistert mit einem flüssigen und leicht lesbaren Schreibstil, der sehr bunt und detailliert das Geschehen und die Figuren beschreibt. Man hat das Gefühl, ein Teil des Geschehens zu sein und kann sich die Charaktere sehr gut vorstellen und in ihre Gefühlswelt eintauchen.


    Während der erste Teil noch etwas heitere wirkt, zumindest bis zum Teil von Babus Flucht, entsteht im zweiten Teil eine greifbare, düstere und bedrückende Stimmung und man empfindet während dem Lesen, wie hart das Leben der Welsen sein muss.


    Was jedoch so ein bisschen fehlt, ist ein Spannungsbogen. Die Reise wirkt doch sehr langatmig.


    Zwischendurch wird die Geschichte sehr blutig und brutal, was zwar kurzzeitig dazu führt, dass man den Atem anhält, dann flacht das Ganze aber wieder etwas ab und beruhigt sich wieder.


    Fazit:


    Durch die fehlende Spannung bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits überzeugt der Schreibstil, sodass ich die nächsten Teile als lesenswert empfinde, allerdings nur, wenn diese mehr Spannung versprechen. Es bleibt also abzuwarten, ob der nächste Teil lesenswert wird und man somit von einer guten Trilogie sprechen kann

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