Véronique Olmi, In diesem Sommer

  • Buchdetails

    Titel: In diesem Sommer


    Verlag: btb Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 272

    ISBN: 9783442746484

    Termin: Juni 2014

  • Bewertung

    3.6 von 5 Sternen bei 11 Bewertungen

    72,7% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "In diesem Sommer"

    Ein Sommerwochenende: Drei Paare treffen sich in einem Ferienhaus in der Normandie, um den 14. Juli zu feiern, wie jedes Jahr. Doch diesmal ist es anders als sonst: Delphine und Denis, die Gastgeber, stehen kurz vor der Trennung; Nicolas und die Schauspielerin Marie versuchen sich durch demonstrative Nähe über seine Depression und das Ende ihrer Karriere hinwegzutäuschen, und Lola hat wieder einen neuen Liebhaber mitgebracht. Und dann taucht auch noch der rätselhafte junge Dimitri auf. Hat dieser es auf Jeanne, die Tochter der Gastgeber, abgesehen? Als beide in einer Gewitternacht vermisst werden, machen sich die Erwachsenen in ganz neuen Paarungen auf die Suche.
    Weiterlesen
  • Aktion

  • Bestellen

  • Kurzmeinung

    Smoke
    melancholische Geschichte über Beziehungen und deren Veränderungen, sehr französisch
  • Inhalt:


    Denis und Delphine besitzen ein Haus in der Normandie. Jedes Jahr um den 14. Juli verbringen sie dort mit Freunden, Kind und Kegel Tage der Entspannung, pflegen vertraute Rituale. Doch dieses Jahr befindet sich einiges im Wandel. Die Tochter kommt nur mit, wenn sie eine Freundin mitbringen darf. Denis und Delphine stehen kurz vor der Trennung, Nicolas hat gerade eine heftige Depression hinter sich, deren Wurzeln er immer noch bekämpft, Marie versucht sich über das Ende ihrer Schauspielkarriere hinwegzutäuschen, und Lola bringt mal wieder einen neuen Liebhaber mit. Und dann taucht auch noch dieser geheimnisvolle, so völlig andere Dimitri auf, der sich in die Tochter verliebt hat. Es gibt manches zu klären in diesem Sommer.


    Autorin:
    Véronique Olmi, geboren in Nizza, zählt zu den bekanntesten französischen Autorinnen. Mit Romanen wie "Meeresrand", "Nummer sechs" und "Ein Mann, eine Frau" hat sie auch in Deutschland Kritik und Publikum erobert. Zuletzt erschien von ihr "Die erste Liebe".


    Meine Meinung:


    Irgenwie freut man sich mit auf dieses Sommerwochenende. Das Rauschen des Meeres, die leichte Brise, die große schattenspendende Kiefer und die Unbeschwertheit der Tage. Veronique Olmi versteht es wunderbar die Atmosphäre des Ortes zu beschreiben. Bilder, Gerüche, kühle Drinks, Baden im Meer, man wäre gerne dabei, bekommt Urlaubsstimmung. Doch schon bald treten die Probleme ans Tageslicht, es kommt zu Spannungen, die der Harmonie doch störend im Wege stehen.


    Denis und Delphine können kaum miteinander reden ohne den anderen zu verletzen, Nicolas fühlt sich von Dimitri verfolgt, Marie möchte die Zeit zurückdrehen, kämpft mit Alter und Gewicht, versucht das mit klammernder Nähe zu Nicolas zu kompensieren. Aus Kindern werden Heranwachsende, entdecken ihre Welt, die eigene Ausstrahlung und Anziehung. Samuel, der neue Lover von Lora versucht in den Kreis aufgenommen zu werden, glaubt ein fester Bestandteil dieser Gruppe werden zu können, und Lola schlägt sich mit einem ganz persönlichen Geheimnis herum. Die Autorin baut die Charaktere aus, leuchtet hinter die Fassade. Es befördert allzu menschliches zutage, erzeugt Sympathie, aber auch Abneigung. Delphine, die fabelhaft aussehende Frau, nach der sich immer die Männer umdrehen,die perfekte Gastgeberin, hat auch ihre kalte Seite. Das zeigt sich an Feinheiten. So zerpflückt sie geschenkte Bohnen auf dem Rasen, sie ist reich braucht keine solche Geschenke, bezeichnet Rose, die mitgebrachte Freundin, als dumme Gans ohne zu bemerken, dass sie das Mädchen nur einschüchtert, lehnt Dimitri ab. Olmi beschreibt ohne Werturteil, aber mich nervt diese arrogante Art einer Reichen, die schon lange nicht mehr den Wohlstand genießen kann.


    "In diesem Sommer" ist eine leichte Lektüre, die glänzend unterhält, den Wandel der Zeit beschreibt und jene Sommertage spürbar, lebhaft über dem Leser versprüht, einfühlsam, zart, französich eben. Vorweggenommene Urlaubsfreuden mit Unebenheiten des Lebens, nicht nur für den Urlaubskoffer. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Liebe Grüsse
    Wirbelwind

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

  • Danke für die gute Rezension.
    Mir hat das Buch von Veronique Olmi auch gut gefallen. Ohne in
    Gefühlsduselei abzurutschen, beschreibt sie den Kampf ums Glück. Den
    darum geht es schließlich: möglichst glücklich zu leben! Was mich etwas
    gestört hat, ist die Figur des Dimitri. Sie bleibt, für meinen
    Geschmack, etwas schwammig und ist schlecht zu greifen. Auch hat es,
    handlungsmäßig, fast den Anschein, als sollte diesem Buch eine
    Fortsetzung folgen und ich bin mir nicht sicher, ob ich das lesen
    wöllte. Ich finde es gut so, wenn die eigene Fantasie die Geschichten
    derProtagonisten weiterspinnen kann.


    Mir gefallen die Bücher aus dem Antje
    Kunstmann Verlag vom Äußeren immer sehr gut. Die Umschläge
    passen ausgezeichnet zum Inhalt und das Gesamtbild stimmt.

  • Danke Morgensternchen.
    Hinter Dimitri hatte ich auch lange mehr vermutet, aber er war wohl doch nur die Eroberung der Tochter.
    Eine Fortsetzung? Diesen Eindruck hatte ich eigentlich nicht, denn für diesen Sommer ist doch alles gesagt.


    Liebe Grüsse
    Wirbelwind

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

  • Wie jedes Jahr treffen sich drei Paare in einem Ferienhaus in Coutainville, einem kleinen Ort in der Normandie. Gemeinsam wollen sie den 14. Juli feiern.
    Doch in diesem Jahr wird alles anders sein. Die Ehe von Delphine und Denis ist eingefahren; nur wegen der Kinder bleiben sie zusammen. Delphine denkt an Trennung.

    Zitat

    “Delphine fragte sich, ob sie nicht zögerte, anstatt zu leben. Ein schwaches Gefühl von Vergeblichkeit, immerzu.” (S. 14)


    Marie, eine alternde Schauspielerin und Nicolas, der unter Depressionen litt, scheinen sich noch nahe zu sein, aber auch sie geben sich ihren Illusionen hin, sprechen nicht wirklich miteinander. Nicolas behält ein Geheimnis für sich; Marie, deren Karriere sich am Ende befindet, überlegt, ob sie die ihr angebotene Rolle als Großmutter annehmen soll.

    Zitat

    "Wenn er nur das Gegenteil gesagt hätte, wenn er sie endlich von der Verpflichtung befreit hätte, weiterzumachen, um ihn nicht zu enttäuschen, um die zu bleiben, die er einst kennengelernt hatte - was für eine Illusion!" (S. 77)


    Als drittes Paar sind da noch Lola und Samuel, ihr jüngerer Liebhaber, der dieses Jahr zum ersten Mal dabei ist. Aber auch er ist nur einer von einer ganzen Reihe von Liebhabern. Auch in Lolas Vergangenheit verbirgt sich ein Geheimnis.

    Eines Tages taucht Dimitri auf, ein junger, geheimnisvoller Mann, der sich mit Delphines Tochter Jeanne anfreundet. Delphine ist mit dem jungen Mann nicht ganz einverstanden.

    Sinnbild für die Situation der drei Paare ist die erkrankte Kiefer, die im Garten des Ferienhauses steht.
    Jeder ist im Grunde allein, auch wenn er sich in Gesellschaft befindet.

    Zitat

    "Gibt es etwas Traurigeres als dieses abgebrochene Gespräch, dachten Delphine und Denis, als diese Auseinandersetzung, die nicht stattgefunden hat (...). Die Zeit vergeht, das aber ändert sich nicht: die Gewohnheiten mit den Freunden, die vom Ritual zur Verpflichtung und schließlich zu einer Last werden. Aber ist es nicht auch beruhigend festzustellen, wie wenig manche Menschen den Lebensschmerz empfinden? Sie umgeben uns wie alte, vertraute Haustiere mit abgestumpften Sinnen und mehmen weder unsere Bitterkeit noch unseren Schmerz wahr. Ja, Delpine und Denis dachten dasselbe, im selben Moment. Wie aber sollten sie es wissen?" (S. 124)


    "In diesem Sommer" wirkt wie eine leichte Sommerlektüre, doch werden in dem Roman wichtige Themen behandelt, Fragen aufgeworfen.
    Véronique Olmi beschreibt die zwischenmenschlichen Beziehungen und die damit verbundenen Probleme bildhaft und einfühlsam.
    "In diesem Sommer" ist ein Roman, der mich gut unterhalten hat.

  • Zitat

    von Morgensternchen: Was mich etwasgestört hat, ist die Figur des Dimitri. Sie bleibt, für meinen
    Geschmack, etwas schwammig und ist schlecht zu greifen


    Mir ging es genauso. Dimitri blieb blass, schwammig.
    Für mich ist der Roman auch abgeschlossen; da bin ich einer Meinung mit Wirbelwind.


    Liebe Grüße


  • Seit vielen Jahren schon treffen sich jedes Jahr am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag drei Paare in einem Ferienhaus in der Normandie, direkt am Meer. Das Haus gehört Delphine und Denis, der ein erfolgreicher und sehr wohlhabender Manager ist. Ihre Ehe ist seit Jahren schon in einem sehr prekären Zustand; sie stehen kurz vor Trennung, können es sich aber beide noch nicht eingestehen. Ihr Umgang miteinander ist schmerzhaft lieblos und kalt, besonders schlimm schon seit Jahren für ihre beiden Kinder, und auch kleine Versuche daran etwas zu ändern, scheitern schon in der Sekunde, in der sie unternommen werden.

    Ihre beiden Kinder sind von Kind auf mit dabei, genau wie Nicolas und Marie. Nicolas ist ein sehr engagierter Lehrer, der vor drei Jahren eine schwere Depression hinter sich gelassen hat, dauernd in Sorge, die Symptome könnten zurückkehren. Über die Ursache seiner Krankheit hat er seine Frau im Unklaren gelassen, bis er sich im Verlauf des Wochenendes ihr öffnet. Eine von zahlreichen Befreiungen, die die Menschen dort in dem Ferienhaus von sich selbst und ihrer belastenden Vergangenheit erleben. Auch Marie hadert, älter werdend, mit ihrer stockenden Schauspielerkarriere, in der ihr nur noch Großmütterrollen angeboten werden – eine Katastrophe für ihr ohnehin angeschlagenes Selbstbewusstsein.

    Und da ist noch Lola, die dritte im Bunde, die bisher jedes Jahr einen neuen jüngeren Liebhaber mitgebracht hat nach Coutainville, einen früher heimeligen Ort, der sich aber genauso verändert hat wie die drei Paare, die seit über zwei Jahrzehnten dort hinfahren über den 14. Juli.

    Über eine gewisse Zeit der Lektüre haben mich die nichtssagenden, gelangweilten und frustrierten Personen und vor allem ihre knappen und zynischen Dialoge regelrecht abgestoßen. Langsam, ganz langsam bringt Veronique Olmi mit großer Kunst und Sensibilität etwas Bewegung in die vereisten Beziehungsstrukturen. Und das hängt nicht nur damit zusammen, dass ein gewisser Dimitri auftaucht, ein Jugendlicher, der mit Jeanne, der Tochter der Hausherren anbändelt.

    Man ahnt schon vor dem Ende, dass hier vieles nicht so bleiben kann und wird, wie es war und ist, ist aber dennoch recht positiv überrascht davon, wie einzelne Personen dann doch ihr Leben in die Hand nehmen.

    Es ist ein unterhaltsamer Roman, der nie seicht wird. Er ist weitaus mehr als ein leichter Sommerroman. Sein Thema kann (Vorsicht!) die eigenen Beziehungsfragen und die eigenen „Leichen im Keller“ durchaus wachrütteln.

  • Inhalt:
    Wie jedes Jahr, treffen sich auch an diesem 14. Juli wieder die 5 Freunde Delphine, Denis, Nicolas, Marie und Lola in Coutainville, in dem Ferienhaus von Denis und Delphine. Doch dieser Sommer ist anders als die vorhergehenden. Die Ehe von Delphine und Denis bröckelt langsam, worunter auch die beiden Kinder Alex und Jeanne zu leiden haben. Nicolas und Marie scheinen dagegen noch immer glücklich miteinander zu sein, haben aber mit anderen Problemen zu kämpfen. Lola bringt wieder einmal einen neuen Liebhaber mit in das Ferienhaus. Der gut 10 Jahre jüngere Samuel unterscheidet sich allerdings von seinen Vorgängern. Schließlich taucht auch noch der mysteriöse Junge Dimitri auf, der eine unheimliche Anziehungskraft auf Jeanne ausübt.

    Meine Meinung:

    Die Zeit bleibt nicht stehen: Das merkt man nicht nur an dem Örtchen Coutainville, welches sich so stark verändert hat, sondern auch in den Kiefern, die langsam schwächeln und nicht zuletzt bei den 3 Paaren. Sie alle werden von verschiedenen Ängsten geplagt, welche im Laufe der Geschichte immer deutlicher werden: Angst vor der Zukunft, Angst vor einer Bindung, Angst vor der Liebe. Es werden viele Fragen aufgeworfen, die wohl für viele Menschen irgendwann mal eine Rolle spielen könnten. Durch die sehr unterschiedlichen Charaktere werden sehr gut die verschiedenen Sichtweisen verdeutlicht.
    Der Schreibstil ist sehr leicht und sensibel. Nicht nur die Landschaft wird sehr eindrücklich beschrieben, sondern es wird auch viel Wert auf Gefühle und Emotionen gelegt, mit denen man einen guten Eindruck von den Protagonisten bekommt. Nicht immer kann man ihr Verhalten nachvollziehen, oft wird aneinander vorbei geredet, aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr kann man es verstehen und desto mehr kristallisieren die Probleme der einzelnen Personen heraus.
    Den Klappentext finde ich ein wenig irreführend. Besagte Suche findet nur auf den letzten paar Seiten statt und das empfand ich auch nicht als das Hauptthema des Buches, eher als zusätzliche Verdeutlichung des Zustandes der Paare. Und in völlig neuen Paarungen findet diese Suche schon gar nicht statt. Ich hätte die Konsequenzen allerdings durchaus interessant gefunden, so wurden meine Erwartungen leider ein wenig enttäuscht. Auch Dimitri selbst, den jeder anders zu sehen scheint, hat eine ganz andere Rolle als ich anfangs dachte.


    Fazit:
    Alles in allem ein leicht zu lesender Sommerroman über die Sinnsuche von 3 Paaren. Der Schreibstil ist wirklich wunderschön und bei den ganzen Beschreibungen hatte ich mehr als einmal das Gefühl in der Normandie am Strand zu stehen. Allerdings wurden die Erwartungen, die der Klappentext bei mir erweckt hat, ein wenig enttäuscht. Nichtsdestotrotz ein schöner Roman über Themen, die wohl jeden mal in der ein oder anderen Form beschäftigen werden. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Viele Grüße
    Aventurin


    :study:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder


    SuB: 92 / Gelesen 2016: 7

  • Allgemeines zum Buch:
    Es ist ein Hardcoverbuch, jedoch mit einem zusätzlichen bedruckten Papiercover versehen.
    Es gibt keine Seite für den "Inhalt", da die Kapitel nicht nummeriert sind.
    Die Kapitel sind jeweils sehr kurz, die ersten Worte von jedem sind stets groß gedruckt.
    Der Text enthält einige Rechtschreibfehler.


    Eigene Meinung:
    Wie man bereits dem Covertext entnehmen kann, geht es um drei unterschiedliche Paare mit verschiedenen Problemen, die sich wieder einmal zu einem gemeinsamen Wochenende einfinden, wie jedes Jahr seit 16 Jahren. An diesem Wochenende setzen sie sich intensiv mit ihrer jeweiligen Beziehung auseinander und denken darüber nach, wie es weitergehen soll.


    Mir hat das Buch nicht so sehr gefallen, wie ich es mir erhofft habe, was durch die fehlende Handlung bedingt war. Ich empfand die gesamte Geschichte als eine Art Ansammlung philosophischer Gedanken, wobei aber nichts passiert ist. Zudem kam das Verschwinden von Dimitri und Jeanne auch recht spät (auf den letzten 40 Seiten). Davon habe ich mir ein bisschen mehr Spannung erhofft, doch es war letzendlich nichts Aufregendes.
    Teilweise haben mich auch die Bandwurmsätze gestört, die immer mal wieder auftauchten. Sie zogen sich einfach endlos hin, waren dazu noch wie eine Collage angelegt (es kamen sehr viele verschieden Dinge darin vor) und irgendwann lief man Gefahr, den Faden zu verlieren.
    Die offenen Stellen, mit denen die Geschichte reichlich gespickt war, haben mir meist gut gefallen. Sie boten Raum für eigene Interpretationen und freien Gedankenlauf. Dadurch hat man sich auch nach dem Lesen mit dem Buch auseinandergesetzt.


    Das Buch gefällt vielen sicher ganz gut, aber meine Richtung war es eher nicht.

    :jocolor: Verschwundene Reiche: Die Geschichte des vergessenen Europa // Norman Davies (Projekt)



    You cannot open a book without learning something. - Konfuzius

  • Inhalt:
    Jedes Jahr am 14. Juli treffen sich Delphine und Denis und ihre Kinder mit ein paar Freunden (Marie mit Nicolas und Lola mit ihrem diesjährigen Liebhaber) in einem Haus am Meer in der Normandie. Das Treffen ist Tradition. Doch diesmal ist alles anders als früher, als sie alle noch glücklich waren. Jeder der Freunde hat andere Sorgen, die alles verändern werden.


    Meine Meinung:
    Meine Inhaltsangabe ist sehr kurz geraten, doch wenn ich noch mehr in die Tiefe gehe, verrate ich fast schon das komplette Buch. Deshalb würde ich empfehlen, den Klappentext des Buches NICHT zu lesen. Ich weiß nicht so recht wie ich das Buch einschätzen soll. Einerseits hat es Tiefgang und es zieht einen förmlich hinein in die Geschichte. Aber andererseits ist es, als würde man nur mal eben einen Ausschnitt von einer Geschichte lesen. Ich habe dauernd auf eine wirkliche Handlung gewartet, irgendetwas, was Schwung in das Buch bringt. Doch so eine Handlung kam nicht. Wegen des Klappentextes hatte ich erwartet, dass es sich um das Verschwinden der Tochter dreht und es recht spannend wäre. Aber das Verschwinden der Tochter ist nur ein kleiner Abschnitt des Buches und eigentlich nicht erwähnenswert.


    Fazit:
    Ich hatte bei diesem Buch etwas anderes erwartet. Trotzdem war es schön zu lesen und interessant, wie es bei den Freunden am Ende weiterging. Wer eine kurze Leseunterhaltung wünscht, ist bei diesem Buch richtig. Von mir gibt es leider nur 3 Sterne.

  • Dass mich einmal ein Buch von Veronique Olmi so langweilen könnte, dass ich es abbreche, hätte ich nie gedacht, denn die Autorin sorgt normalerweise für nicht ganz einfache, aber lohnenswerte Lektüre.
    Immerhin habe ich dem Buch 65 (von 265 Seiten) Zeit gegeben, mich zu überzeugen.


    Mir gehen zur Zeit Bücher auf die Nerven, in denen Leute endlos über irgendwas plappern, was ihrer Meinung nach wohl sehr wichtig ist, mich aber nicht im Geringsten interessiert. Vor allem, wenn es um Beziehungen und Beziehungsstress geht. (Und nein: Ehe die Amateurpsychologen unter uns ein persönliches Problem wittern - damit läuft bei mir gerade nichts schief. :) )

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)