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Michael Schmidt-Salomon und Lea Salomon – Leibniz war kein Butterkeks

Leibniz war kein Butterkeks: Den großen ...

4.5 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Verlag: Piper Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 288

ISBN: 9783492301824

Termin: November 2012

Klappentext / Inhaltsangabe: Gibt es einen Grund dafür, dass wir existieren? Warum herrscht so viel Leid in der Welt? Und wie finden wir den Weg zum Glück? Im Gespräch mit seiner Tochter Lea behandelt Michael Schmidt-Salomon die großen und kleinen Fragen des Lebens und eröffnet einen faszinierenden Einblick in die Welt der Philosophie.
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  • Kurzbeschreibung (nach Amazon):
    Philosophie muss weder langweilig noch kompliziert sein – ganz im Gegenteil: Philosophische Fragen haben viel mit unserem Alltag zu tun. Dass dies so ist, beweisen der Autor und Philosoph Michael Schmidt-Salomon und seine 20-jährige Tochter Lea in ihrem gemeinsamen Buch. Angefangen bei der Frage nach dem Sinn des Lebens oder der Existenz eines Gottes erschließen sie im Dialog die philosophische Gedankenwelt auf höchst unterhaltsame und unkonventionelle Weise. Dabei werden abstrakte Begriffe wie Vernunft und Weisheit, Gerechtigkeit und Toleranz ebenso anschaulich erläutert wie die Frage nach dem Traum von einer besseren Welt. Ein unterhaltsames und lehrreiches Buch, das Lust aufs Philosophieren macht – für alle, die es wissen wollen und nicht die Neugier verloren haben, danach zu fragen.

    Aufbau:
    Das Buch gliedert sich in drei große Kapitel. Im ersten Kapitel „Über das Leben, das Universum und den ganzen Rest“ werden Themen wie die Sinnhaftigkeit unseres Lebens, die Existenz Gottes und die Grenzen unserer Erkenntnismöglichkeit behandelt. Im zweiten Kapitel „Die Kunst des Lebens“ versuchen die Autoren den Fragen zu Sterbehilfe, Veränderbarkeit des eigenen Verhaltens und Wege zum glücklichen Dasein nachzugehen. Das letzte Kapitel „Der Traum von einer besseren Welt“ soll erklären warum Menschen oft grausam sind und was jeder Einzelne leisten kann um die Welt ein wenig besser zu machen.

    Der Dialog zwischen Tochter und Vater ist sehr verständlich und flüssig geschrieben, sodass es leicht ist, den Gedanken Schmidt-Salomons zu folgen. Nach (fast) jedem Dialog fügt der Autor noch eine kurze vertiefende Erklärung zur vorher besprochenen Thematik hinzu.


    Meine Meinung:
    Nicht gefallen hat mir, dass Schmidt-Salomon an manchen Stellen des Buches aufgehört hat rein sachlich zu Argumentieren und sich leidenschaftlich der Religionskritik hingab. Dies trifft nur auf wenige Subkapitel zu, war für mich aber dennoch verstörend. Auch hätte ich mir einen anderen Gesprächspartner als seine Tochter für dieses Buch gewünscht, sie hat zwar durch ihre Fragen sehr zum Verständnis beigetragen, allerdings gab sie ihm viel zu selten Kontra.

    Gestört hat mich auch das fehlende Literaturverzeichnis, da Schmidt-Salomon häufig andere Philosophen und große Denker zitiert und ich gerne das Gedankengut mancher Philosophen im Original nachlese, war es mühsam für mich die einzelnen Quellen ausfindig zu machen.

    Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil, da er wirklich leicht verständlich war, Fachbegriffe wurden gut erklärt und Aussagen wurden ohne große Umschweife auf den Punkt gebracht. Auch wenn ich, was den Inhalt betrifft, gewiss nicht mit allen Aussagen einverstanden bin, erfüllt das Buch doch seinen Zweck: Es regt zum Nachdenken und Nachforschen an und gibt äußerst viel Diskussionsstoff. Dies ist auch der Grund warum ich dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehle und ihm 4 von 5 Sternen gebe.


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    "Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste."
    Heinrich Heine


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  • Auf solch ein philosophisches Lese- und Lehrbuch hat man lange warten müssen. Der Philosoph Michael Schmidt- Salomon und sein 20- jährige Tochter Lea Salomon sind in einem lange Dialog "den großen und kleine Fragen der Philosophie auf der Spur".


    In drei Teilen haben sie ihr langes Gespräch aufgeteilt:


    * Über das Leben, das Universum und den ganzen Rest
    * Die Kunst des Lebens
    * Der Traum von einer besseren Welt


    Durch die Fragen eines jungen Menschen, seine angstfreien und kritischen Nachfragen auf die Antworten des Vaters wird das Buch gerade für junge Menschen gut lesbar und weckt die Lust am Fragen, der Essenz der Philosophie.


    Sie schreiben am Ende ihres langen, spannenden, lehrreichen und zum eigenen Nachdenken ständig animierenden Gesprächs:
    "Wir beiden hoffen, dass dieses Buch ein wenig dazu beitragen kann, die Lust am wilden, ungehemmten Philosophieren zu fördern. (...) Das mag vielleicht anstrengender sein, als althergebrachten Glaubensrezepten blind zu vertrauen, aber eine solche Anstrengung lohnt sich in jeder Hinsicht: Denn Nachdenken ist nicht nur vernünftiger als Nachbeten, es macht auch viel mehr Spaß."


    Vielleicht macht da Buch auch Lust auf seine vielen anderen Bücher, die er für große und kleine Menschen bisher geschrieben hat. Auf seiner Webseite stellt er im Übrigen folgendes klar:
    "Der Spiegel" bezeichnete ihn einmal als "Deutschlands Chef-Atheisten", was von einigen Medien übernommen wurde. Doch er selbst versteht sich weder als "Chef" noch als "Atheist", sondern vielmehr als "evolutionärer Humanist", der (bis zum Beweis des Gegenteils!) die "elegante Hypothese" vertritt, dass es im Universum "mit rechten Dingen" zugeht, also weder Götter noch Dämonen, weder Hexen noch Kobolde in die Naturgesetze eingreifen...