Bücherwichteln im BücherTreff

Mathias Malzieu - Die Mechanik des Herzens

Die Mechanik des Herzens

4 von 5 Sternen bei 58 Bewertungen

Verlag: btb Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 192

ISBN: 9783442747801

Termin: Juni 2014

Anzeige

  • Tja, was soll ich sagen, ich fand einfach keinen Draht zu der Geschichte. Ja, ganz niedlich das Märchen und bestimmt steht auch viel zwischen den Zeilen aber mich konnte es nicht berühren. Einige erotische Beschreibungen fand ich eher unpassend ,wenn man bedenkt ,dass es sich um Kinderliebe handelt. Die Figuren sind ganz nett gezeichnet aber ich fand an keiner Stelle einen Bezug zu ihnen.
    Nach dem Lesen der letzten Seite stelle ich das Buch nun ins Regal und die nette Story ist fast vergessen. Liebe hin Liebe her, schon im realen Leben bin ich ein total unromantischer Mensch und somit konnte mich die Liebe des Buches nicht erreichen.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    "Ein gutes Buch ist wie ein erholsamer Kurztrip aus dem Alltag."
    »Verlass das Haus nie ohne ein Buch.« Edward Gorey
    "Zu Hause ist da, wo deine Bücher sind" SILBER - Kerstin Gier

  • Auf einer hier schon angesprochenen Ebene fand ich dieses Buch schön und reich : das « Anderssein » kann zum Grund für große Schwierigkeiten und Spannungen werden, zum Auslöser von Spott und Hohn, doch gleichzeitig auch zu etwas sehr Feinem, Schönen. Eigentlich sind alle Hauptpersonen des Romans auf ihre Weise « Außenseiter » : ob Madeleine, ob Jack, ob der französische Uhrmacher und Begleiter, aber auch die große Liebe von Jack. Jeder fällt aus dem Rahmen, hat gar eine kleine oder größere Behinderung. Doch diese « Makel » machen aus ihnen gleichzeitig eben feinfühligere Menschen. Ja, als der schreckliche Joe selber durch den Kampf mit Jack was abbekommt und nun abgestempelt ist, scheint sogar bei ihm auch was ins Rollen zu kommen, und ein Dialog mit Jack bei seiner Ankunft in Andalusien finde ich wirklich toll.


    Leider wird diese Sichtweise, so wie ich es sehe, relativisiert : auch Jack ist letztlich ohne « Makel » und die mechanische Uhr war nur was rein Äußerliches. Damit geht für mich eine schöne Dimension des Buches verloren...


    In all dem sind wir auf einer gewissen Sprachebene und Atmosphäre eines « Märchens ».


    Ich persönlich fand, dass die vielleicht blumigen, aber doch sehr eindeutigen und sehr erotischen Beschreibungen aus dieser « Märchenebene » fallen. In der von mir gelesenen französischen Fassung gibt es da keine Zweifel !


    Insofern finde ich den Autor nicht konsequent genug mit EINER Wahl. Entweder ich baue die ganze Handlung noch erwachsener, härter, eindeutiger oder wie auch immer aus, oder aber ich lasse es bei einer angedeuteten Liebesgeschichte. Für ein eventuell auch für jüngere Leser geeignetes Buch geht es, meines Erachtens einfach zu weit, wobei es zur selben Zeit über weite Strecken so tut als ob.


    Ganz nett, aber doch nicht der ganz große « runde » und eindeutige Wurf. Hier und da findet man einige Sätze, die man sich fast aufschreiben möchte.


    Im Großen und Ganzen schließe ich mich wohl Floxine in Folgendem an:


    Tja, was soll ich sagen, ich fand einfach keinen Draht zu der Geschichte. Ja, ganz niedlich das Märchen und bestimmt steht auch viel zwischen den Zeilen aber mich konnte es nicht berühren. Einige erotische Beschreibungen fand ich eher unpassend ,wenn man bedenkt ,dass es sich um Kinderliebe handelt. Die Figuren sind ganz nett gezeichnet aber ich fand an keiner Stelle einen Bezug zu ihnen.

  • Das wunderschöne Cover der deutschen Ausgabe dieses Buches hat mich im Laden sofort angesprochen und zum Kauf verführt. Auch der Klappentext hörte sich sehr interessant für mich an. Leider war die Geschichte dann eine einzige Enttäuschung. Zugegeben, einige Wörter und Sätze waren sehr schön gewählt und hörten sich wirklich toll an. Trotzdem habe ich zu dieser Geschichte über die Liebe zweier Menschen keinen Zugang gefunden. Sie ist, finde ich, irgendwie zu gewollt. Zu gewollt: einzigartig, genial, magisch. Doch dafür reicht die Schreibbegabung des Autors einfach nicht aus. Formulieren kann er recht gut, aber fabulieren umso schlechter. Die Geschichte an sich wirkt nämlich eher substanz-, die Liebe zwischen Jack & Acacia bedeutungslos. Was dem Leser da mit zum Teil originellen Metaphern umschrieben wird, wirkt im Nachhinein wie ein seelenloses, pseudophilosophisches Geschwafel. Von mir gibts ein Stern für das tolle Cover & ein Stern für den ein oder anderen netten Satz. Ich empfehle, das Buch erstmal aus der Bibliothek zu leihen, so diese Möglichkeit besteht. Da die Geschichte anscheinend ja doch einige Leser zu bezaubern vermag, kann man es sich im Nachhinein immer noch zulegen, wenn man zu den Begeisterten zählt.
    :bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ich habe das Buch innerhalb von ein paaar stunden schon durch gehabt. Von Klappentext her hatte es sich sehr interessant angehört. Doch von der Geschichte her fnd ich es jetzt weniger berauschend. :thumbdown:

    Start Januar 2017 Start Sub ca. 239


    Sub Aktuell : 190 :montag:
    Gelesen : 67 :study:


    Mein Bücherblog >Blog< [-X

  • Am 16. April 1874 hat eine unnatürliche Kälte Edinburgh fest im Griff. Es ist der Tag, an dem ich auf die Welt komme. Das Erste, was ich sehe, ist Doktor Madeleine – eine Hebamme mit einer besonderen Leidenschaft: Sie repariert Leute. Sie tastet meine winzige Brust ab und wirkt beunruhigt: »Sein Herz ist hart, ich fürchte, es ist gefroren.« Sie stöbert auf einem Regal herum und nimmt verschiedene Uhren zur Hand. Mit einem Ohr lauscht sie meinem defekten Herzen, mit dem anderen dem Ticken der Uhren. »Diese hier!«, ruft sie plötzlich freudig und streicht zärtlich über eine alte Kuckucksuhr. Madeleine setzt mir die Uhr vorsichtig ein und zieht sie auf. »Tick, tack«, macht die Uhr. »Bubumm«, antwortet mein Herz. Ticktack. Bubumm. Ticktack. Bubumm. Jeden Morgen muss jetzt meine Uhr aufgezogen werden, sonst hat endgültig mein letztes Stündlein geschlagen. Und noch etwas muss ich bedenken: ich darf mich niemals verlieben, sonst könnte mein Uhrwerk verrückt spielen.



    "Die Mechanik des Herzens" ist ebenso originell und einzigartig wie Filme von Tim Burton.
    Mathias Malzieu erzählt ein Märchen für Erwachsene über das Leben und die Liebe. Dabei ist diese Liebe authentisch, aber auch düster.
    Schon der Klappentext klingt einfach zauberhaft und einmalig, so mag es auch keinen verwundern, das die Umsetzung ebenso herausragend zu lesen ist.
    Der Leser wird Teil der Geschichte, auch wenn diese leider viel zu kurz und zu schnell zu Ende ist.
    Viele überraschende Wendungen halten die Geschichte zusätzlich am Leben. Neben der Poesie und der nachdenklich stimmenden Geschichte benötigt "Die Mechanik des Herzens" keine spannungsgeladene Handlung um zu überzeugen.
    Man lernt von diesem Buch viel über das Leben und die Grausamkeiten die es bereithält.
    Jeder, der bereit ist, das Besondere, das zwischen den Zeilen zu finden ist, zu entschlüsseln und sich auf eine poetische, etwas andere Geschichte einzulassen, wird mit einer wunderschönen, aber auch sehr authentischen Lektüre belohnt.



    Jack ist ein sympathischer, sehr sensibler und verträumter Held. Miss Acacias erschien mir dagegen in ihrer Art sehr eitel und lieblos, was aber ein wichtiger und authentischer Aspekt der Handlung ist, denn Liebe ist oft nicht rosarot und beidseitig bedingungslos.
    Auch die vielen weiteren Charaktere sind sehr einzigartig und unterschiedlich skizziert. Durch diese Authentizität gewinnt die Geschichte zusätzlich an Reife und becirct durch harten Realismus, der das Leben so widerspiegelt, wie es ist.



    Mathias Malzieu besitzt eine bildgewaltige und lebendige Sprache. Er lässt die Sätze vor Augen treten und schafft es mit viel Poesie einer einmaligen Geschichte Leben einzuhauchen. Mit viel Melancholie erlebt der Leser zusammen mit Jack das gesamte Gefühlsspektrum. Die Beschreibungen des Autors sind ebenso einzigartig wie schön, sie schaffen Kopfkino und werden noch zusätzlich durch die Metaphern, die nicht nur zwischen den Zeilen zu finden sind, unterstützt.



    Das Cover springt sofort ins Auge und kann nur als wunderschön bezeichnet werden. Mit viel Detailverliebtheit und ebenso viel Feingefühl wurde dieses Cover gestaltet, in dem die Melancholie des Buches mitschwingt.

  • Kurzbeschreibung:
    Der kleine Jack wird am kältesten Tag des Jahres
    mit einem eingefrorenem Herzen auf die Welt gebracht. Nur mithilfe einer
    Kuckucksuhr, die täglich aufgezogen werden muss, schlägt sein Herz
    weiter. Nachdem er von seiner Mutter erst gar nicht angenommen wird,
    lebt er seither bei der Hebamme "Dr. Madeleine". Sie liebt ihn wie ihr
    eigen Fleisch und Blut. Es gibt jedoch 3 Regeln, die er stets beachten
    sollte:


    Rühr deine Zeiger nicht an!
    Zügle deinen Zorn!
    Verschenke niemals dein Herz! - an niemanden!


    Bei einem Stadtausflug begegnet er jedoch der bezaubernden Tänzerin Miss
    Acacia und sein Herz spielt sofort verrückt. Obwohl alles dagegen
    spricht, kämpft er um seine Liebe...


    Meine Meinung:
    Das Cover! Der Buchrückentext! Beides hat mir von Anfang an zugesagt und ich
    musste es einfach haben. Mathias Malzieu taucht direkt in eine eisige
    Winteratmosphäre ein, bei der selbst ich mich fühle, als hätte ich
    meinen Wintermantel vergessen. Wer denkt, dass man bei diesem Cover
    ausschließlich eine niedliche Geschichte erwarten kann, der liegt hier
    falsch! Das ist nämlich nur die halbe Wahrheit. So faszinierend auch die
    Umgebung und Geburt des "Little Jack" beschrieben wird, so grausam ist
    zugleich der Verstoß seiner eigenen Mutter. Im Buch heißt es:


    "Doktor Madeleine bringt die Kinder von Huren und verlassenen Frauen zur Welt -
    und von Frauen, die zu jung oder zu untreu sind, um unter besseren
    Umständen zu gebären." ( S.10 )


    Glücklicherweise wird auf der nächsten Seite erwähnt, dass die "blutjunge" Mutter in den Wehen liegt,
    daher kann man ausschließen dass sie zur erstgenannten Gruppe gehört ^_^
    Dr. Madeleine versucht alle "verstoßenen" Kinder an neue Familien zu
    vermitteln, was bei Jack nicht klappen will. Viele finden ihn aufgrund
    seiner herausstehenden Uhr abstoßend und im Laufe der Jahre knabbert das
    natürlich ganz schön an seinem Selbstbewusstsein. Ich habe den "kleinen
    Mann" sehr lieb gewonnen und ihn sehr gerne auf seinem Liebesabenteuer
    begleitet. Man kommt in den Genuss und merkt wie er mit der "Zeit"
    stärker und selbstbewusster wird. Jedoch nur bis zu dem Grad, als die
    Uhr wieder dazwischenfunkt. Man leidet mit Jack und seiner Bürde...
    Was dieses Buch neben der originellen Idee aber zu etwas ganz Besonderem
    macht, ist der Schreibstil. Dem Autor gelingt es oft mich unerwartet zu
    schockieren oder zum Lachen zu bringen. Es ist wirklich... wie soll ich
    sagen? Erfrischend? Die beschriebenen schockierenden Wahrheiten oder
    lustige Ereignisse lockern das Leseerlebnis immer wieder neu auf. Es
    wird nie langweilig und die Geschichte wächst einem immer mehr ans Herz.


    "Anna und Luna kommen nie mit leeren Händen. Sie bringen uns immer einen
    großen Strauß Blumen mit, die sie vom Friedhof klauen, oder den Mantel
    eines Kunden, der beim Orgasmus einen Herzinfarkt erlitten hat. Zu
    meinem Geburtstag schenken sie mir dieses Jahr einen Hamster, den ich
    "Cunnilingus" taufe, was die beiden sehr rührt." ( S.38 )


    Die Tänzerin Miss Acacia (bisher weiß ich leider immernoch nicht, wie genau
    ich es aussprechen soll) gewinnt bei mir schnell an Sympathie. Niedlich,
    liebevoll und viel zu bescheiden. Die beiden geben ein traumhaft süßes
    Pärchen ab. Jedoch verpufft meine positive Sicht auf sie genauso schnell
    wie sie gekommen war. Vielleicht hat es mit dem Ende zu tun, welches
    ich mir anders erhofft habe? Es ist kein schlechtes Ende und auch voller
    aufklärender Überraschungen, jedoch eben nicht das, was ich mir
    gewünscht habe.


    "Die Mechanik des Herzens" hat etwas gespenstisches und zugleich etwas sehr liebevolles. Die Message, die
    sich dahinter verbirgt ist verträumt schön, und das Buch hat den Satz
    "Ein phantastisches Märchen für Erwachsene über die Macht der Liebe" zu
    recht verdient. Denn das ist es: Phantastisch!


    Fazit:
    Ein ganz besonderes Buch mit einem liebenswürdigen Protagonisten. Die originelle
    Idee, der wundervolle Schreibstil mit nackten Wahr- und Grausamkeiten
    verleihen "Die Mechanik des Herzens" etwas phantastisches. Das
    aufklärende Ende enthält Überraschungen, die ich mir anders gewünscht
    hätte, aber diesem Buch nichts abtun.

  • Ich bin vor einigen Wochen auf diese Rezi gestossen und als ich das Buch dann im Laden sah musste ich es umbedingt haben. Ein wunderbares Buch!Ich hatte es in wenigen Stunden durchgelesen und bin begeistert. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen bei dem ich so weinen musste. Vor allem das Ende ist so traurig wie schön. Unbedingt weiterzuempfehlen. Ich gebe dem Buch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: !!!

  • @ PrinzessinSelenia:


    Das freut mich, dass dir das Buch so gut gefallen hat. :)

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Bei diesem Buch gings mir wie vielen hier: Zu allererst hat mich das Cover angesprochen. Durch seinen eigenen Stil springt es einem im Buchregal regelrecht entgegen.
    Auch nach dem Lesen des Buches muss ich feststellen, dass nicht nur das Cover, sondern auch das Buch selbst einem lange in Erinnerung bleibt. Es ist bezaubernd, fantasievoll und rührend. Ich bin nicht sehr nah am Wasser gebaut, aber bei diesem Buch habe ich wirklich geheult wie ein Schlosshund.


    Alles in allem finde ich, ist das Buch was die Faszination meinerseits angeht eine Mischung aus Hugo Cabret (und das nicht nur weil man George Méliès wieder begegnet) und Edward mit den Scherenhänden. Einfach nur wunderschön! :love:


    (Ich bin gestern zufällig auf das neue Werk von Mathias Malzieu "Metamorphose am Rande des Himmels" gestoßen und kann kaum erwarten damit anzufangen...)

  • Wie so einigen hier hat mich das Cover dieses Buches richtig verzaubert. Die Geschichte selbst lässt mich aber etwas ratlos zurück. Sicherlich sie ist sehr tiefsinnig und man liest sehr viel zwischen den Zeilen. Sie ist sicherlich etwas besonderes und auf ihre eigene Art auch wunderschön. Ich selber tat mir aber dann doch etwas schwer, mich in jede Situation hineinzuversetzen. Vielleicht hätte ich das auch nicht machen sollen, sondern einfach nur lesen und das ganze auf mich wirken lassen.
    Es ist auf alle Fälle ein kleiner, das Buch hat ja nur 190 Seiten, und spezieller Lesegenuss für zwischendurch.
    Von mir gibt es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    :study: Edward Brooke-Hitching - Atlas der erfundenen Orte / The Phantom Atlas

    :study: Peter V. Brett - Der Thron der Finsternis / The Skull Throne

  • Meinung
    Ich hatte so viel Gutes über dieses Buch gehört und gelesen, außerdem ist das Cover ein absoluter Traum - ich musste es einfach haben.


    Kaum war es bei mir angekommen, steckte ich auch sofort die Nase in das Buch. Nach nicht ganz 50 Seiten lag es einige Zeit unangetastet hier und ich habe mich wirklich etwas zwingen müssen, es zu beenden.


    Versteht mich nicht falsch, die Grundidee der Geschichte ist wirklich schön, aber die Umsetzung und der Schreibstil, beziehungsweise die Wortwahl, sind einfach nicht mein Ding gewesen.


    Es ist der kälteste Tag aller Zeiten, als "Little Jack" geboren wird. Er ist klein und schwach. Als seine Mutter schon fast bei der Hebamme angekommen war, die überall als Hexe bezeichnet wird, stürzte sie zu Boden und fiel mitten auf den Bauch. Das hat zur Folge, dass Jacks kleines Herz zu einem Eisklumpen gefror.


    Doktor Madeleine (die Hexen-Hebamme) verbindet eine Kuckucksuhr mit Jacks Herzen, um ihm das Leben zu retten.
    Seine Mutter scheint eine junge Hure zu sein, die nichts von ihrem Sohn wissen will und ihn bei Madeleine lässt. Diese zieht ihn auf wie ihren eigenen Sohn.
    Als sie ihn eines Tages mit in die Stadt nimmt, trifft er auf Miss Acacia. Eine kleine andalusische Sängerin in Jacks Alter. Bei dem ersten Blick auf sie verliebt er sich bereits unsterblich.


    Und da ist mein erster Kritikpunkt. Jack ist zu diesem Zeitpunkt zehn Jahre alt. Natürlich beginnt man in dem Alter langsam damit, sich mal in irgendwen zu verknallen und natürlich ist es dann auch immer die ganz große Liebe - in dm Alter versteht man eben noch nichts davon - aber ein Junge, der sich mit zehn bereits unsterblich verliebt und nie über dieses Mädchen hinwegkommt? Ja ja...es ist ein Märchen, schon klar. Aber so richtig will es mir trotzdem nicht in den Kopf gehen ;-)


    Er erhält den Tipp, dass sie auf die städtische Schule gehen würde, also bekniet er Madeleine ihn auch dorthin gehen zu lassen. Allerdings ist sie nicht dort und Jack erfährt, dass sie vermutlich wieder nach Andalusien zurückgegangen ist.


    Nachdem er drei ganze Jahre unter seinem Peiniger, Schulkammerad Joe, gelitten hat, setzt er sich eines Tages zur Wehr und sticht ihm mit den Zeigern seines Kuckucksuhr-Herzens ein Auge aus. Von der Polizei gejagt macht er sich auf und verlässt das Land in Richtung Andalusien.
    Ich denke, dass ich nicht zu viel verrate, wenn ich sage, dass er sie tatsächlich findet. Mehr möchte ich allerdings nicht dazu sagen.


    Da ist also dieser 13/14-jährige Junge, der von Schottland aus mutterseelenalleine durch ganz Europa nach Andalusien reißt um ein Mädchen zu finden, dass ihm seit vier Jahren nicht mehr aus dem Kopf geht...Wie gesagt, das ist einfach nicht mein Ding.


    Ich kann verstehen, dass viele sehr begeistert von diesem Buch sind, aber meine Euphorie hielt sich leider absolut in Grenzen. Richtung Ende hat mich die Frage "Wie geht es wohl aus?" vorangetrieben, aber das Ende hat mir absolut nicht gefallen.

    Allerdings muss ich gestehen, dass ich an einer Stelle tatsächlich ein paar Tränchen vergossen habe ;-)


    Fazit
    Ein Buch, das für mich leider nicht das war, was ich mir vorgestellt habe.
    Allerdings verstehe ich, dass es viele Leser begeistern konnte.
    Dieses Buch lehrt uns immer ehrlich zu bleiben, da Lügen oder unausgesprochene Wahrheiten sich negativ auf das gesamte Leben auswirken können.

  • Das Buch mit dem wundervollen Cover habe ich die Nacht beendet. Ich bin immer noch zwiegespalten.
    Einerseits gefällt mir die zauberhafte Sprache und die Idee der ganzen Geschichte sehr gut. Die Welt, die der Autor erschaffen hat, ist leicht skuril und dennoch faszinierend. Da gebe ich meinen Vorschreibern Recht, es ähnelt sehr der Welt von Tim Burton oder Hugo Cabret.
    Für mich persönlich aber total störend waren einige Dinge.
    Jack ist etwa 10 Jahre alt, als er Miss Acacia das erste Mal trifft. Ich glaube schon, dass ein Mensch einen in diesem Alter sehr faszinieren kann und er einem als schön erscheint. Dennoch irritiert es mich sehr, wenn ein zehnjähriger Junge

    Und da es auf diese Art weiter geht, konnte mich die Geschichte nicht mehr vollständig gewinnen.
    Die angedeuteten erotischen Szenen, die zwar sprachlich zweideutig verpackt waren, fand ich wirklich zu viel. Das hat den gesamten Märchencharakter für mich zerstört. Wenn man sich dessen vorher bewusst ist, stört es einen eventuell gar nicht mehr so stark.
    Da ich aber völlig ohne Vorkenntnisse an das Buch heran gegangen bin, kann ich ihm nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: von 5 Sternen geben.

Anzeige