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Rainer Löffler - Blutsommer

Blutsommer

4.3 von 5 Sternen bei 88 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 496

ISBN: 9783499257278

Termin: Juni 2012

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  • Kurzbeschreibung bei amazon


    Das 1x1 des Grauens. Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.


    Inhalt


    In Kölntreibt ein Serienmörder im Hochsommer sein blutiges Unwesen. Mehrere Männer und Frauen sind ihm bereits zum Opfer gefallen, die Leichen sind schrecklich verstümmelt und jedes Mal fehlen verschiedene Körperteile. Der Kölner Chef der Mordkommission, Greiner, ist trotz langjähriger Erfahrung relativ hilflos und bekommt den operativen Fallanalytiker Martin Abel und seine "Schülerin", die junge Polizistin Hannah Christ zur Unterstützung zugeteilt. Die Zusammenarbeit gestaltet sich zunächst schwierig, denn Martin Abel ist ein schwieriger Charakter: nach einer schmerzhaften Scheidung ist er zum eigenbrötlerischen Einsiedlerkrebs geworden, der sich nicht um gesellschaftliche und kollegiale Umgangsformen schert. Dies belastet nicht nur sein Verhältnis zu seiner Assistentin, sondern auch das zu Greiner, der modernen Ermittlungsmethoden ohnehin misstrauisch gegenübersteht. Als sich zeigt, dass der sogenannte Metzger in kürzer werdenden Abständen weitermordet, müssen die Ermittler ihre Differenzen zurückstellen und sich um eine effektive Zusammenarbeit bemühen.


    Aufbau


    Der Roman umfasst 490 Seiten, die auf einen Prolog (Leichenfund des fünften bis dahin bekannten Opfers), zehn große Kapitel (für je einen Ermittlungstag) und einen mit "Letzter Tag" überschriebenen Epilog verteilt sind. Alle Kapitel sind zudem in kleinere Abschnitte untergliedert, sodass man gut Pausen einlegen kann, wenn man das überhaupt will...
    Die Erzählperspektiven wechseln. Meistens wird in der dritten Person aus der Sicht von Martin Abel erzählt, gelegentlich auch aus der Sicht von Hannah Christ oder Hauptkommissar Greiner. Doch es gibt auch Abschnitte, in denen der Leser Einblick in das Leben und vor allem die Kindheit des Mörders erhält.


    Beurteilung


    "Blutsommer" ist in vielerlei Hinsicht sehr ansprechend, denn dieser Thriller vereint interessante Aspekte des Genres in einem Buch. Für Fans blutiger Thriller gibt es eine Menge "animalischer" Szenen, in denen Grausamkeiten und Perversionen detailliert und unappetitlich geschildert werden. Auch Liebhaber psychologisch ausgerichteter Krimis kommen auf ihre Kosten. Nicht nur die Tätigkeit eines operativen Fallanalytikers, sondern auch der Zusammenhang zwischen der Kindheit des Täters und seiner späteren Entwicklung sind in diesem Zusammenhang interessant.
    Schließlich bietet "Blutsommer" auch für Leser forensisch detaillierter Krimis interessante Informationen darüber, wie z.B. anhand des Madenbefalls von Leichen nähere Erkenntnisse gewonnen werden können.
    Obwohl der Leser Martin Abel und seinen Kollegen immer etwas voraus ist, bleibt die Spannung bis zum nervenzehrenden Finale erhalten. Dies liegt sowohl am Wissensvorsprung des Lesers, der um das Wohl der Hauptfiguren bangt, als auch daran, dass auch für den Leser erst zum Ende hin alle losen Fäden verknüpft werden, da der Autor geschickt eine irreführende Spur auslegt.
    Bei der Lektüre könnte man meinen, der Autor habe eine extrem kranke und perverse Phantasie, in einem informativen Nachwort erläutert er jedoch den Realitätsbezug der Untaten des Metzgers und verweist auf bekannte Kriminalfälle.


    Fazit


    "Blutsommer" beschert spannende, vielseitige und teilweise sehr makabere Unterhaltung, erfordert aber beim Leser eine gewisse Unempfindlichkeit der Magen- und sonstiger Nerven. Für wenig zartbesaitete Leser gebe ich eine klare Leseempfehlung für dieses beeindruckende Debüt und beabsichtige, auch den nächsten Fall von Martin Abel und seinen Kollegen zu verfolgen.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Inhalt
    Hauptkommissar Greiner vom KK11 in Köln fordert in einem besonders kniffligen Fall die Hilfe des besten Fallanalytikers des LKA in Stuttgart an, Martin Abel. Dieser soll ihm helfen, einen Serienmörder, genannt der Metzger zu stellen, der in Köln bereits 5 Menschen bestialisch ermordet hat. Dem leicht schroffen und abweisenden Martin Abel steht bei diesem grausigen Fall die junge Hannah Christ, Nachwuchstalent in der Abteilung Operative Fallanalyse, zur Seite.


    Meine Meinung
    Kurz gesagt; Blutsommer ist ein rundum gelungener, stimmiger und spannender Thriller, dem ich jedem Thrillerfan mit resistentem Magen empfehlen kann. Für Leser mit empfindlichem Gemüt ist er allerdings nicht unbedingt geeignet, da die blutigen Taten des Metzgers an einigen Stellen doch recht detailliert beschrieben werden. Die Hauptfiguren, Martin Abel und Hannah Christ, waren mir beide von Anfang an sympathisch und ich habe sie bei der Lösung des Falls mit Freuden begleitet. Rainer Löffler versteht es die Spannung durch das ganze Buch aufrecht zu erhalten und immer mehr auf die Spitze zu treiben bis zu einem furiosen Finale. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich hatte auch während des Buches ein paar Mal das Gefühl, den Mörder enttarnt zu habe, war mir jedoch nie ganz sicher. Rainer Löffler führt den Leser immer wieder an der Nase herum und überrascht ihn.


    Mir hat außerdem das Nachwort des Autors gefallen, in dem er erläutert, welche realen Fälle und Gegebenheit ihm die Idee zu diesem Buch gaben.


    Ich kann nur sagen: Hut ab, Herr Löffler! Ein rundum gelungenes Debüt, das von mit 5 Sterne erhält: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Ich fiebere schon jetzt dem nächsten Fall von Martin Abel entgegen!

    :study: Owen Sheers - I saw a man
    SUB: 175 (01.01.18: 183)

    [-XGelesene Bücher 2019: 36 / abgebrochen: 1

    (davon 5 Short Stories)

    Gelesene Bücher 2018: 38
    (davon 7 Short Stories)

  • Nach fast 14 Tagen lesen , habe ich heute mich durch gerungen das Buch zu beenden. Mir ging es ja bei " vorablesen " schon so , das ich nach dem Prolog erstmal die Leseprobe beendet habe . Ich einen Tag später dann doch neugierig war und die ganze Leseprobe gelesen habe + einen Leseeindruck hinterlassen habe . Rainer Löffler versteht es durch gute Rechere und einen flüssigen Schreibstil den Spannungsbogen zu jederzeit hoch zu halten . Absolut keine Frage , nur mitten im Buch war bei mir dieser Drang weg , das Buch unbedingt weiter lesen zu wollen . Dabei kann ich nicht mal sagen , warum , wieso , weshalb . Die Protagonisten sind mit ihren Charakteren wunderbar heraus gearbeitet. Jeder hat da so seinen " Lebens-rucksack " zu tragen , sie sind sympathisch dargestellt . Alles keine Frage . Ich habe mir vorgenommen , das Buch später nochmal in Angriff zu nehmen. Spätestens dann , wenn der 2. Fall von Martin Abel erscheint , denn neugierig bin ich alle Male .


    Ich vergebe für den Thriller :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: , alles in allen ein gutes Buch , nur weil ich mich schwer getan habe es zu beenden noch kein Grund es niedrig zu bewerten , finde ich .

    Sobald wir lernen, uns selbst zu vertrauen, fangen wir an zu leben. ( Johann Wolfgang Goethe )


    Jede Begegnung , die unsere Seele berührt hinterlässt eine Spur die nie ganz verweht. ( Lore-Lillian Boden )

  • "Blutsommer" ist Rainer Löfflers erster Roman und zugleich der Auftakt einer neuen Thrillerserie mit dem Fallanalytiker Martin Abel.


    In Köln geht das Grauen um, ein Serienmörder mordet auf bestialische Weise und die Polizei hat keine Ahnung warum, wieso, weshalb. Deshalb wird Martin Abel dazu geholt, zusammen mit Hannah Christ soll er ein Täterprofil des Täters erstellen und somit so schnell wie möglich den Mörder finden. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt … denn der „Herr der Puppen“ tötet immer schneller.


    Ich muss sagen mich hat das Buch sehr an die Serie „Hunter“ von Beckett erinnert. Ein auf den ersten Blick äußerst unsympathischer Fallanalytiker den keiner anfangs so wirklich leiden kann, seine Arbeit macht er astrein, dafür geht sein Privatleben den Bach runter. Er kämpft mit sich und seinem Leben, lässt niemanden an sich ran und und und.


    Die Geschichte an sich fand ich sehr gut durchdacht. Die Spannung bleibt bis zum Ende bestehen, die Hauptcharaktere fand ich alle recht interessante Personen. Das Verwirrspiel was zugleich noch eingebaut wurde fand ich super gewählt.


    Wie gesagt, kamen mir oft die vergleiche ala Hunter/Beckett. Da ich aber ein großer Fan von ihm bin und mir auch hier Abel sehr sympathisch rüber kam, werde ich die Reihe mit Sicherheit erstmals weiterverfolgen und hoffe das auch das nachfolgende Buch so eine Spannung aufbauen kann.


    Fazit: Ein sehr fesselnder und spannender Roman der auf jeden Fall Lust auf weitere Martin Abel Romane macht!

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • Hier ist nun auch meine Meinung zu "Blutsommer":


    Der Autor bietet hier sehr interessante Einblicke in verschiedene Bereiche der Ermittlungsarbeit. Vor allem aber natürlich auf die operative Fallanalyse, die dem amerikanischen Profiling entspricht. Da ich solche Art von Krimis schon im Fernsehen gerne schaue, hat das Buch natürlich genau meinen Geschmack getroffen.
    Die Geschichte ist durchgehend spannend erzählt und hält so manche Überraschung bereit. Der Autor legt geschickt falsche Fährten, auf die ich natürlich auch prompt angesprungen bin, umso überraschender war dann das Ende. Zwischendrin wird immer mal wieder die Kindheit des Mörders beleuchtet, sodass man sehr detaillierte Einblicke in seine Psyche bekommt.
    Auch die ungewöhnliche Vorgehensweise von Abel fand ich sehr interessant. Bei so einem Beruf ist es natürlich schwierig abzuschalten und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Abels soziale Fähigkeiten teils stark beschränkt sind, aber er ist für so manche Überraschung gut, was ihn zu einem interessanten Charakter macht. Mit Hannah Christ hat er eine ebenfalls sehr spezielle Kollegin an der Seite, sodass Probleme der beiden miteinander eigentlich vorprogrammiert sind.
    An Grausamkeit sind die Morde kaum zu übertreffen, ziemlich blutig und detailliert beschrieben, wobei vieles auch nur angedeutet wird, dadurch aber nicht weniger grausam erscheint. Da es der erste Fall von Martin Abel war, dem noch weitere folgen werden, wird mir schon ein wenig mulmig zumute, was da noch alles auf ihn zukommen soll. Ich bin jedenfalls gespannt!


    Fazit:
    Alles in allem ein von der ersten Seite an sehr packender Thriller mit interessanten Einblicken in die operative Fallanalyse. Die Charaktere sind lebendig beschrieben, vor allem Abel und Christ mit ihren vielschichtigen Persönlichkeiten. Zudem wird es stellenweise ziemlich brutal und blutig. Insgesamt ein sehr gelungenes Debüt! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Viele Grüße
    Aventurin


    :study:Rebecca Gablé - Hiobs Brüder


    SuB: 92 / Gelesen 2016: 7

  • Inhalt


    Die junge, ehrgeizige Polizistin Hannah Christ will unbedingt mit dem erfolgreichsten Fallanalytiker, Martin Abel, zusammenarbeiten. Abel ist nicht nur für seine sehr hohe Aufklärungsquote bekannt, sondern auch für sein eher schwieriges Verhalten, das Teamarbeit manchmal ganz schön erschwert. Nach einer schmerzhaften Scheidung hat er sich eingeigelt, was sich am Verhalten wie auch äußerlich zeigt. Selbst bei warmen Temperaturen trägt ein Jackett.
    Eine sehr blutige Mordserie in Körn bringt Hauptkommissar Greiner an seine Grenzen. Er erkennt, dass er mit klassischer Polizeiarbeit nicht weiterkommt und greift auf die operative Fallanalyse zurück. Obwohl er dieser Methode gegenüber sehr skeptisch ist, fordert er einen Spezialisten aus Stuttgart an, Martin Abel, an dessen Seite Hannah Christ, die von seiner Expertise als Fallanalyst lernen möchte.


    Durch sehr unkonventionelles Arbeiten gelingt es Abel tatsächlich recht schnell den Täterkreis einzugrenzen. Im Verlaufe der Ermittlungen wird er auch gegenüber Hannah offener, so dass sich eine kleine Romanze zu entwickeln beginnt.


    Die Lösung des Falles ist spannend, sehr blutig und unerwartet. Mehr darf nicht verraten werden.



    Meine Meinung


    Martin Abel erinnert mich als Ermittler an eine Mischung zwischen Hunter (Chris Carter) und Adrian Monk. Er teilt nicht nur die Initialen mit ihm sondern auch die Vorliebe, braune Jacketts zu tragen. Wer die Serien von Monk schon gesehen hat, kann sich beim Lesen bildlich vorstellen, wie Abel am gerichtsmedizinischen Institut „mit der Leiche tanzt“.


    Mit dem Charakter der Hannah Christ hatte ich etwas Mühe. Sie ist für mich nicht so wirklich zum Leben erwacht. Ihre Tendenz zur Zickigkeit hat für mich etwas kollidiert mit ihrem Wunsch, unbedingt mit Abel zusammen zu arbeiten, um von ihm beruflich zu profitieren. Die Art, wie sie sich ihm genährt hat, passte für mich nicht wirklich.


    Die Ermittlungen bestehen aus einer Kombination von klassischer Polizeiarbeit mit Befragungen, Spurensicherung, Gerichtsmedizin und Abels bisweilen skurrilen Verrenkungen, wenn er sich in die Position des Täters, beziehungsweise des Opfers begibt.


    Für mich war „Blutsommer“ von Anfang bis zum Ende ein überaus spannendes Lesevergnügen. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Täter ist, obwohl ich zwischendurch mal einen Moment lang sogar den richtigen Gedanken hatte. Für sehr sensible Leser würde ich das Buch allerdings nicht empfehlen, es ist wirklich voller abstruser Perversitäten, die aber leider – wie auch im Nachwort vom Autor erwähnt – durchaus Parallelen zur Realität haben.


    Was mir nicht wirklich gefallen hat, ist die sich entwickelnde Romanze. Die fand ich nicht glaubwürdig und für diesen Krimi unnötig. Die Familie Lerch, die einem im Prolog schon fast ans Herz wächst, wir leider im Buch nur noch an einer Stelle erwähnt. Ich hätte gerne gewusst, wie es ihnen später ergangen ist.



    Mein Fazit


    „Blutsommer“ ist für mich ein sehr gelungenes Debüt. Ich würde gerne mehr von Martin Abel lesen und freue mich schon jetzt auf den neuen Fall.


    Von mir eine Lesempfehlung mit :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
    Rabindranath Tagore (1861-1941)


    Lha gyal lo - Free Tibet!

    Wir sind grüüüüüün!!!!

  • Inhalt (Rückseite):
    Der Picknickausflug von Famlilie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt. Der "Metzger" hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des stuttgarter LKA, wird zu Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Das das hier-das ist eine neue Dimension.


    Blutsommer, ein gelungener Auftakt einer Serie um den Fallanalytiker Martin Abel.
    Dieses Buch garantiert Spannung von der ersten bis zur letzten Seite...hier gelang es dem Autor den Leser die tiefsten Abgründe, die es in einer menschlichen Seele geben kann aufzuzeigen.
    Die Protagonisten sind mir persönlich sehr ans Herz gewachsen:
    Martin Abel- ein liebenswerter Kotzbrocken mit wenig bis gar keinen sozialen Kompetenzen und für andere recht unzugänglich...aber dafür ein umso besserer Fallanalytiker (mit doch recht ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden), der es auf erstaunliche Art und Weise schafft, sich in die Psyche des Täters zu versetzen
    an seiner Seite die selbstbewusste Hannah Christ, eine mehr als ehrgeizige junge Frau, mit dem Zwang, in allem immer die Beste zu sein...allerdings kommt sie hier nicht so zur Geltung wie erwartet.


    Die Ermittelungsverfahren sind hier sehr Spannend dargestellt und vereinen die "klassische" Variante mit der operativen Fallanalyse
    .Auch erfährt man einige neue Methoden, zb der Zusammenhang Madenbefall-Leiche hat mich fasziniert, weil ich noch nie in irgendeiner Weise davon gelesen habe.
    Gekonnt wird der Leser zwischendurch auf eine falsche Fährte gelenkt (mich hat es auch erwischt), der Täter lag erst klar auf der Hand und dann kam die plötzliche Wendung der Dinge, so war Spannung bis zum Schluss garantiert.
    Besonders gefallen haben mir allerdings die Erlebnisse aus der Kindheit des Metzgers...so konnte man ein Gewissen Verständnis für den Täter bzw für seine Psyche bekommen.Sowie die doch recht detailgetreuen Schilderungen seiner Taten bzw Opfer, da ich sowieso ein Fan von recht brutalen/blutigen Thrillern bin, wurde ich hier nicht enttäuscht...im Gegenteil, ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen, was aber nicht nur an der Tatsache von brutalen, schon teilweise bestialischen Schilderungen der Opfer und der Praktiken des Täters lag.


    Allerdings habe ich auch etwas zu bemängeln: ich hätte nur zu gerne erfahren, wie es der Familie Lerch weiter ergangen ist. Der Prolog war recht spannend gestaltet und naja ich hätte gerne in irgendeiner Art und Weise erfahren, wie es der Familie nach dem schlimmen Fund ergangen ist, da der Autor der Ende des Prologes offen gelassen hat.


    Zusammenfassend würde ich dem Buch 5 :bewertung1von5: geben und würde es jedem weiterempfehlen. Dieses Buch garantiert einem Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, bis zum dem nervenstrapazierenden Ende.

    :love: Nur Du und ich sind hier real,
    und alles andere ist egal.
    Es zählt nur, dass wir sichtbar sind.
    Du für mich und ich für Dich.
    Der Rest der Welt ist taub und blind
    und unwichtig.:love:


    Asp

  • Kurzbeschreibung:
    Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier ' das ist eine neue Dimension.


    Zum Autor:
    Rainer Löffler lebt mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern und dem Sohn in Hemmingen bei Stuttgart. Blutsommer ist das Debüt des Autors - der Auftakt einer Serie um den Fallanalytiker Martin Abel.


    Rezension:
    Ein heißer Sommer sucht Köln heim und nicht nur der: Der "Metzger" hält mit seinen Morden die ganze Stadt in Atem! Da die Polizei in ihren Ermittlungen auf der Stelle tritt, wendet sie sich an den besten Fallanalytiker Deutschlands, Martin Abel. Zusammen mit seiner jungen Kollegin Hannah Christ steht Abel sehr unter Druck, denn es herrscht Skepsis über seine Ermittlungsmethoden.


    Abel und Christ sehen sich indes immer weiteren neuen und brutalen Morden gegenüber, die der "Metzger" verübt. Er scheint ein Phantom zu sein, immer einen Schritt voraus. Doch Martin Abel ist dem Täter bereits näher auf der Spur, als ihm und auch Hannah lieb sein kann...


    Mit "Blutsommer" legt Rainer Löffler den ersten Band zu einer geplanten Serie um den Fallanalytiker Martin Abel vor, und dieser hat es wirklich in sich, denn es wird an keiner ekelerregenden und blutigen Szene gespart. Also nichts für schwache Nerven!


    Mit Martin Abel hat der Autor einen sehr widersprüchlichen Charakter geschaffen, an dem sich manche Geister scheiden werden. Zu Beginn wirkt er äußerst arrogant und von oben herab, behandelt die Kollegen nicht gerade nett und auch Hannah Christ, die junge Kollegin, stößt er das ein oder andere Mal brüsk vor den Kopf. Doch während der Handlung kommt immer mehr sein weicher Kern zum Vorschein, und ich konnte mich letzten Endes doch gut mit ihm anfreunden.


    Hannah Christ ist das komplette Gegenteil ihres Kollegen: Eine junge, wissbegierige Frau, die sich auch von der eigenen Art Abels nicht aus der Ruhe bringen lässt und die mir in ihrer ruhigen Art sehr gut als Gegenpol gefallen hat.


    Vom "Metzger" selbst erfährt der Leser auch einiges. In Rückblenden wird über seine Kindheit berichtet, die ihn zu dem machte, was er heute ist: Ein gestörter Mann, der vor keinem noch so brutalen Mord zurückschreckt. Durch geschickte Einstreuungen versteht es Rainer Löffler, diesen bis zum Schluss im Dunkeln zu halten.


    Mich konnte "Blutsommer" definitiv begeistern! Ein Psychothriller, der es wirklich in sich hat, der viel Augenmerk auf die Ermittlungen legt, aber auch nicht an blutigen und ekligen Szenen spart. Wer dieses Genre gerne liest, wird mit diesem Roman seine wahre Freude haben, und ich bin gespannt, wie es mit Martin Abel und evtl. auch Hannah Christ weitergehen wird.


    Fazit: Rainer Löffler kann mit "Blutsommer" durchweg überzeugen. Ein etwas kauziger Ermittler, ein wahrlich gestörter Täter und auch die Nebencharaktere können vollends unterhalten. Den Autor sollte man sich definitiv merken, und ich bin sehr auf den nächsten Fall von Martin Abel gespannt!

  • Für einen Thriller fehlte mir das rasante, spannende Lesefeeling, es ist eher ein dicht gewebter Krimi mit blutigen Elementen.
    Aber für einen Thriller waren mir die ersten 200 Seiten zu ruhig.Die kriminalistischen Szenen plätschern vor sich hin. Ich hatte nie das Gefühl vor Spannung schneller lesen zu müssen sondern merkte, dass der Autor sich viel Mühe mit den Recherchen und dem Buch auch eine Tiefe gab , wie man es selten bei einem Thriller findet. Die Charaktere und die Story überzeugen , denn sie sind nicht oberflächlich aber die Spannung kam erst zum Ende hin, als der Täter, den der Leser schon bald entlarvte, gefunden werden musste. Was ich nicht so passend fand, war der Versuch noch Liebe mit ins Spiel zu bringen. Ich fand es sehr künstlich und nicht wirklich überzeugend.
    Das Ende reist noch mal viel heraus, somit vergebe ich 4 Sterne.
    Als Pageturner würde ich das Buch nicht bezeichnen aber alle die eine gute, dicht gewebte Story mit überzeugenden Charakteren lesen wollen und auch Blutige Szenen abkönnen empfehle ich das Buch gerne weiter.

    "Ein gutes Buch ist wie ein erholsamer Kurztrip aus dem Alltag."
    »Verlass das Haus nie ohne ein Buch.« Edward Gorey
    "Zu Hause ist da, wo deine Bücher sind" SILBER - Kerstin Gier

  • Vielen Dank für Eure Rezis. Ich starte das Buch morgen für ein Tauschspiel und nach allem, was ich hier gelesen habe, ist das genau "mein" Buch.

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
    _____________________________________________


    Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2018: 326/ 128525 Seiten

  • Vielen Dank für Eure Rezis. Ich starte das Buch morgen für ein Tauschspiel und nach allem, was ich hier gelesen habe, ist das genau "mein" Buch.

    Das tönt interessant. Wie geht denn so ein Tauschspiel?

    Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
    Rabindranath Tagore (1861-1941)


    Lha gyal lo - Free Tibet!

    Wir sind grüüüüüün!!!!

  • Einige Buchbegeisterte und ich haben jeweils Suchlisten mit Büchern, dieses Buch wird von vielen gesucht und ich besitze es, habe es jetzt gelesen (und bin total begeistert) und stelle es für den nächsten in unserem Kreis für ein Ticket rein. Der liest es dann und es wandert weiter. So kommen viele in den Genuss des Buches und bei einem bleibt es am Schluss. Die anderen machen es mit ihren Büchern für uns genauso. Jeder hat nach dem Spiel ca. 15 Bücher gelesen für den Kauf eines einzelnen plus Porto und Verpackung.

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
    _____________________________________________


    Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2018: 326/ 128525 Seiten

  • 495 Seiten



    1.Fall Martin Abel


    Meine Meinung:
    Die grauenhaften Morde in Köln reißen nicht ab, und als dann eine Familie bei einem Ausflug die Überreste einer Leiche findet, wird Martin Abel, der beste Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, zur Unterstützung nach Köln beordert. Hauptkommissar Greiner ist der Leiter in den Mordfällen und hält von Fallanalytik sehr wenig. Daher liegt es auf der Hand, dass er Martin Abel nicht gerade mit offenen Armen empfängt.


    Martin Abel ist sehr exzentrisch, eigenwillig und extrem verschlossen, aber er kann sich wunderbar in die Gedanken eines Serienmörders hineinversetzen. Seine geliebte Frau Lisa hat sich von ihm scheiden lassen, weil er nie zu Hause war und die Kinder ihn kaum noch kannten. Das macht ihm aber noch immer zu schaffen und zum Einzelgänger. Daher ist er überhaupt nicht erfreut, dass ihm eine junge Partnerin, Hannah Christ, zur Seite gestellt wird.


    Die Morde sind alle sehr brutal und die Leichen ganz furchtbar zerstückelt, bei jeder fehlen andere Körperteile und Organe, allerdings sind sie sehr fachmännisch aufgeschnitten. Der Mörder selbst, der „Metzger“ genannt wird, hinterlässt keine Spuren und Abel und Christ, die sich außerdem noch zusammenraufen müssen, kommen kaum weiter, obwohl Abel bereits ein Täterprofil erstellt hat und der Mörder sich sogar telefonisch bei ihm gemeldet hat.


    Die Story wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die eine berichtet vom furchtbaren Leben der Familie Pohl und der zweite handelt von den Mordfällen. Zwischendurch wird immer wieder das Privatleben von Abel und Christ eingeflochten. Eine spannendes Debüt, welches aber nichts für schwache Nerven ist, da die Beschreibung der Opfer ziemlich unter die Haut geht. Das Buch lässt sich aber sehr flüssig lesen und ich bin schon auf den nächsten Fall gespannt.

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • Der Inhalt:


    In Köln herrscht Hochsommer, aber nicht nur die Hitze macht den Leuten zu schaffen. Irgendwo in Köln treibt sich ein Mörder herum der von der Presse Metzger genannt wird, und treibt sein Unwesen. Schon 5 verstümmelte Laichen wurden gefunden und es scheint kein Ende in Sicht. Da die Polizei in Köln an ihre Grenzen gestossen ist und nicht mehr weiter weiß, fordern sie Unterstützung von Martin Abel, dem operativen Fallanalytiker, an. Dieser taucht mit seiner neuen Kollegin Hannah Christ dort auf und die beiden beginnen damit ein Profil des Metzgers zu erstellen. Wie nah sich die beiden aber schon am Metzger befinden, der sich unmittelbar in ihrer Nähe aufhält, bemerken die beiden erst als es fast zu spät ist und die beiden in der Falle des Metzgers stecken. Es scheint so als wären die beiden die nächsten Opfer dieses Serienmörders und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.


    Meine Meinung:


    Die Charaktere sind alle sehr gut gestaltet. Der Protagonist Martin Abel war für mich besonders interessant, da man anfangs nur sehr wenig von ihm und seiner Geschichte mitbekam, die sich aber im laufe des Buches aufklärt. Auch finde ich seine Ermittlungsmethoden beeindruckend, er beschäftigt sich ganz in Ruhe mit der Leiche, entdeckt spuren, die sonst keiner findet und kann letztlich ein sehr detailliertes Täterprofil erstellen. Auch die junge Ermittlerin Hannah Christ finde ich klasse, die beiden bieten sehr viel Potential für weitere Fälle und ich hoffe das ich bald noch mehr von den beiden Lesen kann.
    Parallel zu den Ermittlungen der Polizei sind auch Kapitel aus der Sicht des Täters eingefügt. Hier bekommt man einen Einblick in dessen Vergangenheit und die Gründe die ihn für diese Taten antreiben.


    Durch den flüssigen Schreibstil lässt er sich gut lesen und man möchte gar nicht aufhören. Die letzten 6 Kapitel habe ich ihn einem Schwung durchgelesen, da ich es ab da nicht mehr ausgehalten hab vor Spannung ich ich dringend wissen wollte wer nun hinter dem Metzger steckt.
    Während des Lesens rätselt man als Leser schon mit wer nun der Mörder ist. Laut Täterprofil musste es jemand sein der sich in der Nähe der Polizei aufhielt, aber wer nun dahinter steckte war mir bis zum Schluss, als der Metzger seine Identität Preis gab, nicht bekannt. Oder sagen wir es mal so, ich hab nicht mit dieser Person gerechnet.


    Das Cover selbst finde ich wunderschön und ein echter Eyecatcher. Besonders der dunkle Teil lässt etwas verborgenes und geheimnisvolles Erahnen und auch Hoffen. Super finde ich auch die hervorgehobene reliefartige Schrift. Dies gefällt mir an Büchern immer besonders. Der Klappentext auf der Rückseite hat mich auch sofort neugierig gemacht und man konnte schon an dem Text erahnen das man hier ein klasse Buch in den Händen hält.
    Wie es natürlich auch nicht anders von einem Thriller zu erwarten ist, geht es in dem Buch nicht gerade harmlos zu. Hier kann ich ganz klar sagen das das Buch nichts für schwache Nerven ist und ich selbst teilweise zu schlucken hatte.


    Mein Fazit:


    Dieses Buch ist mit Sicherheit nichts für zart besaitete, aber trotzdem kann ich es nur jedem empfehlen. Es bietet viel mehr als nur ein paar eklige Szenen, es zeichnet sich zudem durch die hohe Spannung, die tollen Charaktere, genau der richtigen Dosis Humor und einer fantastischen Story aus.

  • Inhalt:
    Martin Abel ist der beste Fallanalytiker im Landeskriminalamt Stuttgart. Er und Hannah Christ, die ihm als „Schülerin“ zur Seite gestellt wurde, werden zu einem Fall nach Köln gerufen. Dort treibt ein Wahnsinniger sein Unwesen und schlachtet Menschen regelrecht ab. Abel und Christ sollen den Kölner Polizisten zur Seite stehen und den entscheidenden Tipp geben. Abel und Christ verstehen sich überhaupt nicht, doch sie haben keine Zeit zum Streiten, denn der Mörder schlägt schon wieder zu…


    Zum Buch:
    Mann nehme zwei Ermittler, einen wahnsinnigen Serienmörder und eine große Portion Spannung und heraus kommt „Blutsommer“. Ein Serienkiller und Ermittler die ihm auf die Spur kommen sind gewiss nichts Neues. Es kommt nur darauf an, was der Autor aus der Geschichte macht und wie er sie zusammensetzt. Dieses Buch ist auf jeden Fall gelungen. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, weil mich das Buch so gefesselt hat und ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. An Spannung fehlt es hier garantiert nicht.


    Fazit:
    Das Buch garantiert das Höchste an Spannung und Nervenzerreißen. Ich kann es nur weiterempfehlen. Ich werde mir auf jeden Fall auch weitere Abel-und-Christ-Fälle besorgen (ich hoffe stark, dass sie geplant sind :S) :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Der
    Fallanalytiker Martin Abel wird mit seiner Schülerin Hanna Christ zu
    einer besonders blutigen Mordserie in Köln hinzugezogen.


    Das Buch ist sehr spannend und man verschlingt es in einem Ruck, aber
    die Idee ist leider nicht so originell. Vor allem zu dem Buch Opfertod
    von Hanna Winter, welches auch auf Vorablesen vorgestellt wurde, gibt es
    sehr viele Parallelen.


    Was mir gut gefallen hat, war, dass der Autor den Leser vor allem am
    Schluss auf eine falsche Fährte gelockt hat, was den Täter angeht und
    somit das Aha-Erlebnis um Schluss groß war.


    Auch gelungen war das Diagramm, welches mit abgebildet wurde. Dies
    führte zur einer besseren Veranschaulichung der zuvor dargestellten
    Thesen.


    Das Buch ist sehr flüssig und spannend geschrieben, auch die Dialoge
    sind sehr gut gelungen. Das Buch ist somit gelungen, aber es ist auf
    jeden Fall noch sehr viel Steigerungspotential vorhanden, wenn Martin
    Abel neue Fälle aufklären soll.

  • Da ich das Buch Dank der Lesenacht heute früh beenden konnte, hier nun auch meine Meinung zu dem Buch.


    Zugegebenermaßen hatte es nicht die günstigsten Bedingungen, da ich irgendwie so gar nicht in Stimmung für einen Thriller war. Im vergangenen Jahr hatte ich mehrere kurz hintereinander gelesen und war dann wohl irgendwie gesättigt, was das Genre anging. Dennoch war ich ziemlich neugierig auf "Blutsommer", zumal ich es zuvor auf der Wunschliste und letzten Sommer geschenkt bekommen hatte. Ich wollte das Buch nicht unnötig lange auf dem SUB liegen lassen und hatte mich daher entschlossen, es einfach zu versuchen.


    Bekannterweise ist "Blutsommer" Rainer Löfflers Erstling und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war. Der Autor versteht sich gut darauf, tiefgründige Charaktere zu erschaffen, deren Handlungsweisen nachvollziehbar und logisch sind. Jede Figur in "Blutsommer" ist sehr genau herausgearbeitet mit Stärken und Schwächen, was sie sehr lebendig wirken lässt. Besonders zwischenmenschliche Beziehungen mit all ihren Konflikten wurden sehr schön aufgegriffen und verarbeitet.


    Auch was verschiedene Stimmungen angeht, hat Löffler einen vielseitigen Teppich an Emotionen gewoben, was mir sehr gut gefallen hat. Der Autor beweist, dass ein Thriller nicht ausschließlich düster sein muss und lässt sogar in gesunden Abständen immer wieder eine Priese Humor in das sonst doch sehr brutale Geschehen einfließen. Das hatte zur Folge, dass ich oft genug angespannt war, 10 Minuten später laut gelacht habe und dann wiederum vor Herzklopfen kaum das Buch halten konnte. Demnach hat es also auch an Spannung nicht gemangelt.
    Diese kam für mich allerdings nur sehr langsam auf. Gerade die ersten Seiten waren, wie es schon angesprochen wurde, relativ ruhig, was das Vorankommen der Geschichte anging.


    Übrigens fand ich das Buch jetzt gar nicht mal so blutig. Warum, kann ich dabei noch nicht mal genau sagen. Ich kann sehr wohl von mir behaupten, zu den zartbesaiteten Zeitgenossen zu gehören. Aber viele Szenen ließen mich irgendwie dann doch eher kalt, was Magenrebellionen und Co. angeht. Ich fand sie eher ... interessant. Wie gesagt, kann ich aber nicht erklären, woran das gelegen hat. Ich hab mich an der Stelle auch über mich selbst gewundert.


    Was kann man noch sagen? Sehr angetan war ich von der Erzählweise Löfflers. Die Geschichte ab und an auf zwei Ebenen laufen zu lassen, sprich, eine Vergangenheit mit einzubauen, von der berichtet wird, war an und für sich ein guter Schachzug und hinterließ im Nachhinein bei mir oft einen äußerst bitteren Beigeschmack.
    Allgemein gefiel mir die Art und Weise, wie der Autor seine Geschichte präsentierte. Der Schreibstil ist äußerst angenehm und verleitet trotz der deftigen Thematik immer wieder zum Weiterlesen.


    Dennoch lässt mich Blutsommer etwas unbefriedigt zurück, denn das Ende entsprach nicht ganz meinem Geschmack. Aber das sieht halt jeder anders und ich möchte darum auch nicht weiter darauf eingehen. Nur so viel: Ich fand es nicht unbedingt passend zum Rest des Buches.


    Wie sieht mein Fazit aus?
    Ich habe "Blutsommer" gern gelesen. Die Geschichte ist gut ausgearbeitet und flüssig erzählt, die Figuren ansprechend und gut fassbar. Der Anfang war etwas ruhig für meinen Geschmack und das Ende in meinen Augen nicht ganz stimmig. Alles in allem vergebe ich daher :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: und bin gespannt, was uns künftig von diesem Autor noch so erwartet.

    :study: "Freddie Mercury - Die Biografie" (Lesley-Ann Jones)



    ~ Was mich im Alltag auffängt, ist die Möglichkeit, mich einfach mal fallen lassen zu können. ~

  • Inhalt:
    Köln wird in Atem gehalten von dem Metzger. Als eine Familie bei ihrem Ausflug eine weitere Leiche finden bittet Greiner Martin Abel um Hilfe. Er ist Fallanalytiker, der Beste und auch wenn er schon einiges gewohnt ist übersteigt diese Mordserie alles bisher Gesehene.
    Meine Meinung:
    Blutsommer spielt in Köln. Schon ein absoluter Pluspunkt für mich. Aber nicht nur das brachte diesem Thriller immerhin die volle Punktzahl ein.
    Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Rainer Löffler hat einen klar verständlichen und flüssig zu lesenden Schreibstil. Ich fühlte mich direkt wohl und es fesselte von der ersten Seite an.
    Der AUtro baute schon recht schnell eine unheimliche Spannung auf, die am Ende gipfelte und wenig raum zum verschnaufen lies. Hätte ich nicht irgendwann mal schlafen müssen hätte ich vermutlich durchgelesen bis zum Ende.
    Als Leser begleiten wir zum Einen die Ermittler, zum Anderen den Täter und auch stellenweise die Opfer. Jede Situation kommt vor und macht es real. Wenn zu beginn noch von dem Täter die Rede ist bekommt er irgendwann einen Namen, ohne das ich geahnt hätte wer es wirklich ist.
    Ab und an gibt es einen Rückblick zur Vergangenheit von Abel aber viel öfter in die Vergangenheit, die Kindheit von dem Täter
    Die Morde sind bestialisch und ich muss sagen: Ich denke dieses Buch ist nichts für Leser mit schwachen Magen. Die Beschreibungen sind recht detailliert und das ein oder andere Mal musste ich wirklich schlucken. Beim Essen hätte ich diverse Stellen nicht lesen können. Diese Beschreibungen fand ich aber positiv. Ich mag es wenn es blutig ist und das ist es defintiv.
    Die Protagonisten sind sehr charakterstark. Martin Abel ist ein harter Kerl, ein Griesgram mit weichem Kern. Man könnte nun bemängeln das es das typische Klischee ist. Polizist mit kaputter Ehe, aber hier passt es und stellenweise hätte ich mir nicht vorstellen können diesen Griesgram je sympathisch zu finden, aber das war er irgendwie. Seine Art macht ihn unnahbar, aber trotzdem irgendwie als Figur liebenswert.
    Seine Kollegin Hannah sieht das wohl auch so. Sie möchte unbedingt an seiner Seite arbeiten und kommt super mit seiner Art klar. Die Beiden ergänzen sich super und sind ein Klasse Team.
    Insgesamt ist es ein Thriller der sehr an die Substanz geht und wenn man dann noch das Nachwort des Autors liest merkt man doch wie nah man an der Realität ist
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Natalie

    www.mem-o-ries.de


    :study: Romantische Weihnachten mit Susan Mallery


    Gelesen 2013: 231 - 2014: 195 - 2015: 185 - 2016: 138 - 2017: 122 - 2018: 89

    Gelesen 2019: 80


    SuB: 300

  • Ich bin etwas enttäuscht. Ich hatte mir "Blutsommer", nachdem es ewig auf der Wunschliste war, endlich gekauft, aber mitreißen konnte es mich nicht.
    Die Recherchen fand ich gut und auch, dass forensische Entomologie eine Rolle darin spielt. ABER mir war sofort klar, wer der Täter ist, da konnten auch falsche Spuren nichts daran ändern. Es war einfach zu offensichtlich.


    Und ansonsten hat sich das Buch eher dahingeschleppt als dass es thrillermäßig spannend gewesen wäre.


    Ich schwanke zwischen 3 :bewertung1von5: und 3,5 :bewertung1von5: und werde die endgültige Bewertung nach einer ausführlichen Rezension entscheiden.

  • Hey,
    werde dann jetzt auch endlich das Buch lesen. Lag immerhin auch fast nen Jahr auf meinem SUB, der langsam immer kleiner wird und bin mal sehr gespannt. Die Rezensionen sind ja sehr gut, sowohl hier wie auch auf Amazon so dass ich mir Einiges erhoffe. Bin auf alle Fälle sehr gespannt, zudem wird es mein erster Krimi/Thriller eine deutschen Autors, mal sehen wie so die Unterschiede zu den angelsächsischen Autoren sind, wobei ich auch da erst einige wenige durch habe.


    Hört sich auf alle Fälle sehr vielversprechend an, und wenn es schomal ein Buch mit einem Stuttgarter Ermittler gibt, der kein ländlicher Schwabenkrimi oder so etwas ist, muss man es doch auch lesen wenn man aus der Ecke kommt, auch wenn er ja in Kölle ermittelt :mrgreen:


    Meine Meinung kommt dann sicher Ende der Woche :!:

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