Volker Knüpfel & Michael Kobr - Milchgeld

Milchgeld: Kluftingers erster Fall

4 von 5 Sternen bei 121 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: OSTERWOLDaudio

Bindung: Audio CD

Laufzeit: 00:03:48h

ISBN: 9783869521947

Termin: September 2013

  • Inhalt: (Amazon.de)
    Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried - jäh verdirbt diese Nachricht das gemütliche Kässpatzen-Essen des Kommissars. Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert Kluftinger einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle - und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen handfesten Skandal.


    Teil einer Serie:
    Dies ist der erste Teil der Kommissar Kluftinger Reihe


    Meinung:
    Ihr sucht einen actiongeladenen, blutdurstigen, sensantionell durchgestylten Krimi mit einem Hippen ermittlerteam in einer großen Metropole? Leicht schrullige Ermittler ala Columbo oder regionale Ermittlern wie den Bullen von Tölz findet ihr doof? Dann seit ihr bei diesem Krimi genau.... falsch! Die Handlung dreht sich zwar um einen Kriminalfall, aber mindestens genau soviel platz wird dem Privatleben von Kommisar Kluftinger eingeräumt. Dieser ist zwar ein durchaus cleverer Ermittler, aber alles andere als Weltgewannt oder Weltoffen. Er ist Ur-Allgäuer der auch im Urlaub am liebsten zuhause bleibt, für den Spagetti ein exotisches Gericht ist und glücklich über eine Tasse Tee ist die ihn nur wenige cents kostet - Im Gegensatz zu seiner Frau die gerne nach Spanien reißt neues Kocht und dafür auch Geld ausgibt. So findet Klupfi z.B. das seine Frau zwar nahe an der Perfekten Köchin -seiner Mutter- dran ist, allerdings nur wenn sie regionale Dinge kocht und ihn nicht zwingt Gerichte zu essen mit mindestens 20 Tieren drinnen über die er sich noch nicht einmal eine Fernsehsendung anschauen würde (Dasbeschriebene Grericht ist im übrigen kein Würmereintopf sondern eine Paella). Wer über so etwas lachen kann und keinen super durchgestylten Krimi sucht ist hier Goldrichtig - Wenn er mit der doch sehr eigenwilligen Hörbuchumsetzung zurecht kommt. Auf der letzten der 3 CD's nimmt auch der Kriminalfall fahrt auf und ist sogar relativ verwickelt. Ich musste das ein oder andere Kapitel sogar doppelt hören da ich an manchen Stellen nicht sehr aufmerksam war.


    Das Hörbuch
    Gelesen wird von dem Autorenduo selbst. Leider kann ich mir nicht merken welche Stimme zu welchem der beiden gehört. Einer der Autoren macht seine Sache durchaus gut, der andere... naja... weniger. Sorry, aber seine nicht sehr angenehme Stimme mit dauerakzent reißt mich immer wieder kurz raus. Defakto ist das Buch ziemlich Laienhaft und teilweise delitatisch vertont. Angenehme Hörbuchstimmen klingen anders. So ist ein schwäbischer Dialekt in diesem Buch eigentlich schon fast pflicht, aber wenn eine nicht gerade wörtliche Rede angesagt ist sollte man diesen Dialekt auch weglassen können.
    Ebenfalls unschön: Sobald beie Autoren eine Sprechrolle haben übernehmen sie auch gerne mal abwechselnd die Rolle des Sprechers - verwirrend. Soweit mein Meckern, das bei nahezu jedem anderen Hörbuch zu groben Abzügen geführt hätte. Hier muss ich aber gestehen das all diese Macken irgendwie dann doch zum leicht schrulligen Unterton und dem Lokalpatos des Buches passen. Professionelle Sprecher wären mir aber trotzdem lieber gewesen. Deshalb für alle die unbedingte Empfehlung sich vor dem Kauf eine Hörprobe anzuhören.


    Das Hörbuch ist gekürzt. 3 Stunden und 49 Minuten für 229 Buchseiten - Bleibt Zeit um 81 Seiten auf eine Stunde Laufzeit einzustauchen. Das liegt dann doch über dem Durchschnitt, macht sich aber im Hörbuch nicht bemerkbar.


    Fazit:
    Ein über weite Strecken mäßig spannender Kriminalfall der in erster Linie dazu dient den schrulligen Klupfi in Szene zu setzen. Funktioniert hat dieser Mix bei mir hervorragend auch wenn der Hauptdarsteller mit seinem nichtwissen über alles was das Allgäu überschreitet definitiv niemand ist dem ich im echten Leben begegnen will. Zudem finde ich die Autorenlesung einfach teilweise zu delitatisch um mehr als :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: zu vergeben.