Cover zum Buch Fische füttern

Titel: Fische füttern

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3,9 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

78% Zufriedenheit

Verlag: Bastei-Lübbe

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 432

ISBN: 9783404169115

Termin: Dezember 2013

Aktion


  •  „Fische füttern“, das neue Buch des Italieners Fabia Genovesi ist ein unterhaltsamer Roman über die Schwierigkeiten von drei jungen Menschen, in ihrem Leben einen Platz zu finden, ihren eigenen Weg zu gehen und Erfüllung zu erleben.
      
     Da ist Fiorenzo, der schon mit 14 Jahren seine rechte Hand verloren hat und nach wie vor ( nun ist er 19 Jahre alt) seinen Traum von einer eigenen Band träumt. Tizina ist schon 32 Jahre alt, hat im Ausland studiert, scheint gestrandet und macht dennoch hochfliegenden Pläne. Erst allmählich spürt sie, dass sie an einer Kreuzung ihres Lebenswegs steht, bei der alles möglich scheint.
     Und da ist Mirko, ein talentierter Radrennfahrer, der von Fiorenzos Vater trainiert wird, und der sich große Hoffnungen auf eine Profikarriere macht.
      
     Nur durch einen Zufall eigentlich begegnen sich diese drei in einem wunderschönen toskanischen Sommer. In wechselnden Perspektiven erzählt Fabio Genovesi eine lustige und dennoch sehr ernsthafte Geschichte vom Erwachsenwerden, von Freundschaft und erster Liebe, von Hoffnungen und Enttäuschungen.
      
     Alle drei Protagonisten bemühen sich, ihrem zu Beginn relativ perspektivlosen Leben eine Wendung zu geben. Gebannt und mitfiebernd liest man über ihre immer wieder scheiternden Versuche.
      
     Fast spirituell kann man die Wendung nennen, die Genovesi dann mehr und mehr der Geschichte dieser drei jungen Menschen gibt. Denn er lässt ihr Leben sich gerade dann zum Guten verändern, als sie schon gar nicht mehr daran glauben.
      
     Ein schöner Roman, der besonders zum Beginn dem Leser einige Konzentration abverlangt, ihn dann aber fesselt bis zum Ende.
      
      

  • In Muglione, einem kleinen toskanischen Dorf, ist jeder Tag gleich und nur Optimisten wie Fiorenzo Marelli glauben an eine Veränderung oder gar an die Chance ihres Lebens. Zusammen mit seiner Band Metal Devastation träumt er vom großen internationalen Durchbruch. Nebenbei hat Fiorenzo, der kurz vorm Abitur steht, seine große Leidenschaft im Angeln gefunden und glaubt auch an die ganz große Liebe. Mit Frauen hat der 19-jährige noch nicht allzu große Erfahrung.
    Aber auch Tiziana Cosci ist nach ihrem Auslandsstudium in Deutschland zuversichtlich bei ihrer Rückkehr in ihr italienisches Heimatdorf. Sie arbeitet nun in der heimischen Jugendinfo von Muglione, begierig darauf ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die dortigen Jugendlichen weiterzugeben.
    Und dann gibt es noch den jungen Mirko Colonna, der ein wahrer Meister auf seinem Rennrad ist, jedes Rennen gewinnt und sonst auch nur unter dem Namen „kleiner Champion“ bekannt ist.
    Doch so idyllisch und harmonisch alles wirkt, die Wahrheit ist meist anders und meist auch immer sehr schmerzlich.
    So verbindet alle drei das Außenseiterdasein und das Unverständnis, das ihnen von den anderen Dorfbewohnern entgegenschlägt. Und bald werden die Erwartungen der drei auf eine harte Probe gesetzt und nicht nur ein Traum platzt.
    Ich fand den Einstieg in Fabio Genovesis Roman „Fische füttern“ etwas schwierig und er erfordert auch etwas Konzentration. Ich muss auch gestehen, dass ich für dieses Buch mit seinen knapp 430 Seiten länger gebraucht habe als sonst bei vergleichbaren Büchern. Die Geschichte war einfach nicht so, dass ich komplett in ihr gefangen war, bis auf einige Stellen, und man kann dieses Buch auch nicht mit anderen hochspannenden Geschichten vergleichen.
    Dennoch war es für mich etwas ganz besonderes und wunderschön. Das Buch erzählt die Geschichte von drei verschiedenen Menschen – Fiorenzo, Tiziana und Mirko – die sich in „Fische füttern“ auf verschiedene Weisen näher kommen und dennoch ihren eigenen Kampf mit dem Leben zu bestreiten haben.
    Die Geschichte ist so facettenreich wie das Leben selbst mit ulkigen und lustigen Szenen, wenn es um die Eifersucht von Fiorenzo auf den kleinen Champion geht, der von seinem Vater und gleichzeitig Trainer bevormundet wird bis hin zu tieftraurigen und sehr nachdenklich machenden Stellen, wenn es um den Tod von Fiorenzos Mutter geht, seinen Problemen mit seinem Selbstbewusstsein, nachdem er mit 14 Jahren durch einen Unfall seine rechte Hand verloren hatte und von nun an von den anderen verspottet wird oder der Einsamkeit der drei, die sie verbindet und gleichzeitig hindert dieses Verlorensein sie an der Verwirklichung ihrer Träume.
    Ich weiß auch gar nicht recht wie ich diese Geschichte beschreiben soll. Sie ist relativ unspektakulär, wie es in einem Kaff wie Muglione meist der Fall ist. Sie plätschert dahin wie ein italienischer Sommertag, ohne große Schwankungen und man braucht sicher viel Geduld, wenn man eine mitreißende, actiongeladene Story erwartet. Aber „Fische füttern“ hat etwas, das anrührt, den Leser bewegt und ihn selbst über sein Leben und dessen Sinn nachdenken lässt.
    Am Schluss ist es auch ein Versuch auszubrechen, etwas zu erreichen oder zumindest etwas zu ändern.
    Für mich war es ein wunderschönes, tiefgründiges Buch mit tollen, authentischen und wirklichen Charakteren, die alle – wie jeder von uns – ihre eigenen Probleme, Träume, Ziele und ihr eigenes Leben haben und gerade das macht dieses Buch so lesenswert.

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