Stephen King - Wind / The Wind through the Keyhole

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Wind

4.2|37)

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 432

ISBN: 9783453410831

Termin: November 2013

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  • Klappentext:


    Mit "The Wind through the Keyhole" kehrt Stephen King in die reiche Landschaft der Mittleren Welt zurück, dem spektakulären Territorium der Schwarzen-Turm-Fantasy-Saga, die seinen größten Erfolg darstellt.
    Roland Deschain und sein ka-tet - Jake, Susannah, Eddie und Oy, der Billy-Bumbler - begegnen nach dem Überqueren des Flusses Whye auf ihrem Weg in die Äußeren Baronien einem fürchterlichen Sturm. Während sie sich in einem sicheren Bunker verbergen, erzählt Roland seinen Freunden nicht nur eine, sondern zwei seltsame Geschichten ... und wirft damit neues LIcht auf seine eigene sorgenbeladene Vergangenheit.
    In seinen jungen Tagen als ein Revolverträger, in dem schuldbeladenen Jahr nach dem Tod seiner Mutter wird Roland von seinem Vater losgeschickt um Hinweise auf einen mörderischen Gestaltwandler, einen "Hautmann" zu untersuchen, der die Bevölkerung rund um Debaria bejagt. Roland übernimmtdabei die Verantwortung über Bill Streeter, den tapferen aber verängstigten Jungen, der der einzige überlebende Zeuge des letzten Schlachtfests der Bestie geworden ist. Selbst noch ein Teenager beruhigt Roland den Jungen und bereitet ihn auf die Anstrengungen des folgenden Tages vor, indem er ihm eine Gechichte aus den "Magischen Erzählungen von Eld" erzählt, die seine Mutter ihm selbst oft zum Einschlafen vorgelesen hatte. "Niemand ist jemals zu alt für Geschichten", sagt Roland zu Bill. "Mann und Junge, Mädchen und Frau, niemals zu alt. Wir leben dafür." Und in der Tat ist die Geschichte, die Roland entfaltet - die Legende von Tim Stoutheart - ein zeitloser Schatz, eine Geschichte, die für uns lebt.



    Eigene Beurteilung:


    Stephen King siedelt in seinem Vorwort die Geschichte zwischen Band 4 und Band 5 an, also hat er die inoffizielle Bezeichnung 4.5. Die Geschichten in den Geschichten sind natürlich ein altbewertetes Mittel, Konzepte und Ideen zu vermitteln und direkt bei den Leserinnen und Leser - bzw. Zuhörerinnen und Zuhörern - zu verankern und das ist sicherlich auch mit Ziel der Geschichte, die Roland seinen Begleitern erzählt und der den Buchtitel bestimmenden Binnenerzählung über "Tim Starkherz", der hier so Einiges erdulden muss.


    Dabei ist diese Geschichte eine klassische moderne Questgeschichte, in frühere Jahrezhnte der Mittelren Welt gelegt, während die innere Rahmengeschichte um ein Werwesen auch den klassischen mustern dieser Form zeigt - ohne die in der Jugendliteratur heute üblichen Romatisierungen dieser Sache (zum Glück :-, ). Die äußere Rahmengeschichte bildet dann in erster Linie die Brücke zwischen Band 4 und Band 5.


    Wie gesagt, die Geschichten sind eigentlich von der Originalität her eher durchschnittlich interessant, aber Kings Erzählstil hebt diese deutlich um eine Ebene an. Und man kann die Geschichte tatsächlich auch dann lesen und genießen, wenn man die Reihe selbst bisher noch gar nicht kennt.


  • [*] Das Buch heißt The Wind Through the Keyhole (Anmerkung: Auf Deutsch in etwa: Der Wind durch das Schlüsselloch - Wobei Heyne da wohl wieder was Tolles drauß machen wird. Vlt. wird es ja "Wind" oder so heißen... #-o ) und wird 2012 erscheinen.


    Huch - Bin ich jetzt ein Hellseher? :D


    Gute Rezension. Habe das Buch noch nicht gelesen, werde es mir aber demnächst bestellen.

    In tiefen, kalten, hohlen Räumen
    Wo Schatten sich mit Schatten paaren
    Wo alte Bücher Träume träumen
    Von Zeiten, als sie Bäume waren
    Wo Kohle Diamant gebiert
    Man weder Licht noch Gnade kennt
    Dort ist's, wo jener Geist regiert
    Den man den Schattenkönig nennt

  • Die Geschichten in den Geschichten sind natürlich ein altbewertetes Mittel, Konzepte und Ideen zu vermitteln

    Dieses Mal war es ja eine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte. :D Und dieses Mittel hat King ja nicht zum ersten Mal benutzt. In "Love" war es sogar noch eine Ebene mehr wenn ich mich recht erinnere.
    Trotz den mehrfachen Unterbrechungen des Leseflusses und des Hineinwerfens in eine neue Geschichte hat King hier wieder ein wunderbares Buch in sein "Dunkler-Turm"-Meisterwerk eingebracht. Wieder bei Roland, Jake, Susannah und Eddie zu sein, war einfach wundervoll, auch wenn es mit den Vieren nur ein relativ kurzes Vergnügen war. Kernstück des Buches ist das Märchen "Der Wind durchs Schlüsselloch", das Roland in seiner Jugendzeit dem verängstigten Jungen Billy erzählt. Ich denke, man kann viel in diese Geschichte hineininterpretieren oder sie auch einfach als Gute-Nacht-Geschichte für kleine Jungs in Mittwelt sehen. Mich hat sie jedenfalls oft an Rolands eigenen Lebensweg erinnert: Wie aus einem Jungen ein Mann, ein Revolvermann, geworden ist. Der Kampf gegen das Böse, das nicht immer offensichtlich ist. Und wenn Tims Verfolgung des Zöllners nicht etwas von "Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm" hatte, was dann? Und natürlich: Ka. Denn:



    Fazit:
    Ein weiteres Meisterwerk von Stephen King. Es war einfach genial, wieder etwas vom Dunklen Turm zu lesen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    :study:Keiji Nakazawa - Barfuß durch Hiroshima

    :study: 2019 gelesen: 21 :study: SUB: 327

  • Klappentext:


    Ein Sturm zieht auf


    Roland Deschain, der letzte Revolvermann, und seine Gefährten haben den Grünen Palast hinter sich gelassen. Als sie auf dem Pfad des Balkens ins Land Donnerschlag unterwegs sind, zieht ein heftiger Sturm herauf, und sie finden Schutz in einer verlassenen Hütte. Dort erzählt Roland seinen Begleitern, was in seiner Jugend geschah, nachdem er unbeabsichtigt seine Mutter umgebracht hatte: Sein Vater schickte ihn zu einer entlegenen Ranch, wo grausame Morde stattfanden. Alle Anzeichen deuteten auf einen Gestaltwandler als Täter hin, und es gab nur einen Zeugen – einen kleinen Jungen, der jetzt seines Lebens nicht mehr sicher war.


    Selbst noch ein Teenager, versucht Roland, den Kleinen vor dem großen Showdown mit einer Bettgeschichte zu beruhigen und ihm Mut zu machen, so wie seine Mutter es immer tat. Er erzählt ihm die Geschichte vom unerschrockenen Tim, der gegen einen bösen Zauberer antreten musste...


    Über den Autor:


    Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.


    Allgemeines zum Buch:


    „Wind“ ist zwar als achtes Buch der Reihe um den Dunklen Turm erschienen, lässt sich aber zeitlich und inhaltlich zwischen den vierten Band „Glas“ und den fünften Band „Wolfsmond“ einordnen.


    Das Buch umfasst 415 Seiten und gliedert sich in ein Vorwort des Autors, fünf Teile sowie ein Nachwort. Lediglich der erste und der fünfte Teil sind in, wenn auch sehr kurze, Kapitel unterteilt. Die anderen Teile gliedern sich lediglich in Abschnitte, die weder mit einem Titel noch einer Nummer überschrieben sind.


    Geschrieben ist „Wind“ aus der Sicht mehrerer Erzähler. Es handelt sich bei diesem Buch um eine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte, wie der Klappentext es bereits andeutet. Dabei tritt Roland, der Revolvermann, als Geschichtenerzähler auf, der eine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt und die andere Geschichte aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers wiedergibt. Die Grundgeschichte, in der also der Autor als Erzähler fungiert, ist ebenfalls aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben.


    „Wind“ ist im September 2012 als Hardcover mit Schutzumschlag im Heyne Verlag erschienen. Die Originalausgabe erschien unter dem Titel „The Wind Through The Keyhole“ bei Scribner, New York. Übersetzt aus dem Amerikanischen wurde das Buch von Wulf Bergner.


    Meine Meinung zum Buch:
    In seinem Vorwort weist Stephen King darauf hin, dass man dieses Buch durchaus auch lesen kann, wenn man die anderen Bänder der Reihe um den Dunklen Turm nicht kennt. Stimmt. Das kann man durchaus. Aber es macht einfach mehr Spaß, wenn man die anderen Teile schon gelesen hat. Dann ist das Lesen von „Wind“ wie ein Nachhausekommen. Man trifft auf alte Freunde, von denen man sich eigentlich schon verabschiedet hatte. Mit einem Grinsen im Gesicht und erhöhtem Herzschlag blättert man dann Seite um Seite um, nur um gierig mehr über Oy und Jake, Susannah und Eddie und natürlich Roland, den Revolvermann zu erfahren. Wie schön, dass sie doch noch etwas zu erzählen hatten und so dem Leser ein weiteres Lesevergnügen bescheren.


    Dabei steht das Schicksal dieses Ka-Tets gar nicht im Vordergrund des Buches. Lediglich auf den ersten 50 und den letzten 5 Seiten begleitet der Leser die Gemeinschaft auf ihrem Weg zum Dunklen Turm. „Wind“ wäre aber wohl kein typischer King, wenn nicht auf diesen ersten und viel zu schnell gelesenen Seiten eine atmosphärisch dichte Spannung aufgebaut würde. King schafft es einfach, seine Handlung voranzutreiben, ohne zu überstürzen. Er nimmt sich Zeit für seine Figuren und auch das Zwischenmenschliche, das sie umgibt. Und dennoch ist das Buch von der ersten Seite an enorm fesselnd. Denn wie der Klappentext verrät, werden die Freunde von einem heraufziehenden Sturm gejagt, der jeden Orkan oder Tornado in den Schatten stellt.


    Der Schwerpunkt des Buches liegt aber eindeutig auf den zwei Geschichten, die Roland seinen Gefährten erzählt. Sie sind düster, von unheimlichen Wesen bevölkert und passen dadurch so herrlich zu der bedrohlichen Atmosphäre des Sturms, der aufzieht und ganz Mittwelt in Atem hält. Und nicht zuletzt geben die Geschichten möglicherweise einen weiteren kleinen Einblick in Rolands Persönlichkeit. Viel Informationen rund um den Dunklen Turm bieten die Geschichten nicht, aber nach dem Lesen des Buches gehören sie ganz ohne Zweifel einfach dazu.


    Es ist schon faszinierend, wie es der Autor schafft, die Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zu ziehen. Schon allein das Vorwort reicht aus, um den Leser nach Mittwelt zu versetzen. Der Schreibstil von Stephen King ist einfach einmalig und besonders und sticht aus der Masse hervor. Das King-Universum nimmt sofort gefangen und als Leser begibt man sich ganz unbesorgt in die Hände des Autors. Möge er ihn führen, wohin er möchte. Ganz egal.


    Mein Fazit:


    Ein Muss für Fans der Dunklen-Turm-Reihe - für alle anderen ebenfalls lesenswert.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Fazit: Ein weiteres Meisterwerk von Stephen King. Es war einfach genial, wieder etwas vom Dunklen Turm zu lesen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Aber ich tu es natürlich trotzdem...

    Schon allein das Vorwort reicht aus, um den Leser nach Mittwelt zu versetzen. Der Schreibstil von Stephen King ist einfach einmalig und besonders und sticht aus der Masse hervor. Das King-Universum nimmt sofort gefangen und als Leser begibt man sich ganz unbesorgt in die Hände des Autors. Möge er ihn führen, wohin er möchte. Ganz egal.

    Und wir sagen ihm unseren Dank! :wink:


    Ja, ich wollte nur kurz das Vorwort lesen und ehe ich mich versah, waren die ersten 60 Seiten nur so dahin geflogen. Der Rest folgte dann eben so schnell.
    King ist einfach ein großartiger Erzähler. In diesem Fall lässt er Roland erzählen und man vergisst, dass er eigentlich "nur" eine Geschichte erzählt, um seinem Ka-Tet die Angst zu nehmen, so wie er einst vor vielen Jahren für einen Jungen getan hatte... "Wind durch das Schlüsseloch" ist eine wunderbare Geschichte über Lug und Trug, Mut und Vertrauen, über's plötzliche Erwachsenwerden und darüber, wie aus einem Kind ein Revolvermann werden kann.
    Sehr schön fand ich die Erwähnung Aslans als Wächter des Balkens. Hat King doch Tolkien schon öfter in seinen Büchern erwähnt, kommt nun auch C.S. Lewis mal zu Ehren. :)
    Zwar sagt King, dass man dieses Buch eigenständig lesen kann - und das kann man sicherlich - aber wenn man die anderen "Dunkler Turm" Bücher kennt, ist es einfach wie nach Hause kommen.
    Genug geschwärmt :wink: ich werde mir jetzt noch einmal das schön gestaltete Cover anschauen und dann das Buch mit einem Seufzen zu den anderen stellen. Nicht, ohne es unbedingt weiter zu empfehlen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :pray:

    Gelesen in 2018: 31 - Gehört in 2018: 36 - SUB: 403


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Ich habe das Buch soeben zu Ende gelesen und bin einfach nur fasziniert von der Welt, die King da geschaffen hat.

    Zwar sagt King, dass man dieses Buch eigenständig lesen kann - und das kann man sicherlich - aber wenn man die anderen "Dunkler Turm" Bücher kennt, ist es einfach wie nach Hause kommen.

    Ja, das kann man. Ich habe bisher kein einziges Buch der "Dunkler Turm"-Reihe gelesen. Das war mein erstes und der Einstieg war relativ einfach. Das lag vermutlich aber auch daran, dass die offizielle Handlung der "Dunkler Turm" Reihe eher nebensächlich ist.
    Nichtsdestotrotz hat es Stephen King geschafft mich zu fesseln und davon zu überzeugen auch die anderen Bücher zu lesen. Der Erzählstil und die Welt in die man hineinversetzt wird, ist wirklich klasse.


    Wind ist jetzt offiziell das beste Buch, das ich 2012 gelesen habe (und ich habe es noch vor der Jahreswende geschafft :)).


    5 Sterne würde ich dem Buch geben.

  • Nichtsdestotrotz hat es Stephen King geschafft mich zu fesseln und davon zu überzeugen auch die anderen Bücher zu lesen. Der Erzählstil und die Welt in die man hineinversetzt wird, ist wirklich klasse.

    Das finde ich toll! :thumleft: Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß dabei, die Reise zum Dunklen Turm anzutreten. :)

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Das finde ich toll! :thumleft: Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß dabei, die Reise zum Dunklen Turm anzutreten. :)

    Und wieder hat das Turm-Virus einen Leser infiziert :lol: Auch ich wünsche dir ganz viel Spaß und Spannung auf dem Weg zum Dunklen Turm.

    Gelesen in 2018: 31 - Gehört in 2018: 36 - SUB: 403


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Amazon.de Kurzbeschreibung:


    Ein Sturm zieht auf


    Roland Deschain, der letzte Revolvermann, und seine Gefährten haben den Grünen Palast hinter sich gelassen. Als sie auf dem Pfad des Balkens ins Land Donnerschlag unterwegs sind, zieht ein heftiger Sturm herauf, und sie finden Schutz in einer verlassenen Hütte. Dort erzählt Roland seinen Begleitern, was in seiner Jugend geschah, nachdem er unbeabsichtigt seine Mutter umgebracht hatte: Sein Vater schickte ihn zu einer entlegenen Ranch, wo grausame Morde stattfanden. Alle Anzeichen deuteten auf einen Gestaltwandler als Täter hin, und es gab nur einen Zeugen – einen kleinen Jungen, der jetzt seines Lebens nicht mehr sicher war.


    Mit Wind legt Stephen King einen achten Roman seines großen Endzeitepos um den Dunklen Turm vor, bei dem es sich nach eigenem Bekunden um sein wichtigstes Werk handelt. Derzeit befindet sich eine Verfilmung des gesamten Zyklus in der Vorproduktion.


    Eigene Inhaltsangabe:


    Roland, der letzte Revolvermann, sitzt mit seinen Gefährten fest; ein heftiger und tödlicher Sturm droht die kleine aber eingeschworene Gruppe auszulöschen. Zum Glück finden sie einen sicheren Unterschlupf und um die Zeit zu vertreiben, erzählt Roland seinen Freunden eine Anekdote aus seiner Jugend, in der es um einen blutrünstigen Gestaltwandler geht und wie er einem kleinen Jungen mit einer Geschichte von Mut und Liebe aufgebaut hat …


    Eigene Meinung:


    “Wind” ist das achte Buch aus der epischen Saga um den ‘Dunklen Turm’ von Stephen King.
    Einzuordnen ist es zwischen den Bänden vier und fünf. Ich kann jedoch all jene beruhigen, die noch keines der Bücher dieser Reihe gelesen haben: Man kommt auch ohne Vorkenntnisse super in die Geschichte hinein. Dazu muss man eigentlich nicht einmal das zweiseitige Vorwort von Stephen King lesen, es hilft aber, die Geschehnisse zu verstehen.


    Mit “Wind” hat Stephen King ein weiteres wahres Meisterwerk geschaffen, denn in diesem Buch erzählt uns der Autor insgesamt drei wahrhaft geniale Geschichten, die ineinander verschachtelt sind.
    Sicherlich muss man sich beim Lesen daher voll auf das Buch konzentrieren, denn alle drei Geschichten beginnen und enden nacheinander. Das bedeutet, wenn die dritte Geschichte endet, geht es mit der zweiten weiter und zum Schluss wird die erste abgeschlossen.


    Der Vorteil dieses Aufbaus ist klar: Stephen King beschert den Lesern in “Wind” gleich drei Enden, die allesamt einen ziemlichen Wow-Effekt hervorrufen.
    Des Weiteren geht auch dieses Buch – ähnlich wie sein “The Green Mile” – teilweise unter die Haut und berührt den Leser emotional ziemlich stark.


    Interessant ist darüber hinaus, dass das Universum des ‘Dunklen Turms’ voller mysteriöser Wesen und eigener Ausdrücke ist, die sich allerdings allesamt selbst erklären. So kommt es, dass man die einzelnen Figuren, obwohl sie komplett fremde Begriffe benutzen, aus dem Kontext heraus wunderbar versteht.


    Fazit:


    Abschließend bleibt zu sagen, dass diejenigen, die bereits die anderen sieben Bände des ‘Dunklen Turms’ besitzen, um “Wind” nicht herumkommen werden. Aber auch jene, die diese Saga noch nicht kennen, können beherzt zugreifen, denn spätestens jetzt ist eines klar: Stephen King kann auch Fantasy!


    Mich hat “Wind” schwer begeistert, weswegen ich nur die beste Wertung vergeben kann.


    (Diese Rezension wurde von mir selbst für das Webzine NecroWeb.de verfasst.)

    “Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.” – Homer Simpson

  • Habe das Buch eben beendet und muss mir jetzt mal kurz alle Gedanken aus dem Kopf schreiben. Entschuldigt die eine oder andere missglückte Formulierung :wink:
    Achtung: Spoiler beziehen sich nicht nur auf "Wind", sondern auf die gesamte Reihe!



    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    In tiefen, kalten, hohlen Räumen
    Wo Schatten sich mit Schatten paaren
    Wo alte Bücher Träume träumen
    Von Zeiten, als sie Bäume waren
    Wo Kohle Diamant gebiert
    Man weder Licht noch Gnade kennt
    Dort ist's, wo jener Geist regiert
    Den man den Schattenkönig nennt

  • Tatze: Ein großartiger Beitrag, danke dafür! :thumleft: Und schon wieder bekomme ich Lust, ein weiteres mal mit der Reihe zu beginnen. :wink:

    :study:Keiji Nakazawa - Barfuß durch Hiroshima

    :study: 2019 gelesen: 21 :study: SUB: 327

  • Tatze: Ein großartiger Beitrag, danke dafür! :thumleft: Und schon wieder bekomme ich Lust, ein weiteres mal mit der Reihe zu beginnen. :wink:


    Gerne. :wink: Geht mir im Moment ähnlich - Ich bin stark in der Versuchung, jetzt einfach mal direkt in Wolfsmond einzusteigen. :-k

    In tiefen, kalten, hohlen Räumen
    Wo Schatten sich mit Schatten paaren
    Wo alte Bücher Träume träumen
    Von Zeiten, als sie Bäume waren
    Wo Kohle Diamant gebiert
    Man weder Licht noch Gnade kennt
    Dort ist's, wo jener Geist regiert
    Den man den Schattenkönig nennt

  • Ich liebe die Reihe, weil sie so komplex ist und King dafür eine ganz eigene Sprache erschaffen hat. Mit "Wind" hatte ich allerdings ein paar Probleme, denn ich mag generell die "Geschichte in der Geschichte" nicht so gerne. Das reißt mich dann schon aus dem Lesefluss und strapaziert meine Geduld. Hier waren es gleich zwei Geschichten in einer, obwohl die Rahmen-Geschichte mit Roland und seinen Gefährten leider nicht viel hergibt. Auch die Fellmann-Handlung war ziemlich klassisch gehalten und nicht ganz so originell, wie ich es von King gewohnt bin.
    Andererseits ist der Schreibstil immer noch ein Genuss und viele Ideen von King haben mir gut gefallen. So z. B. Daria, Tims Freundin in der Metallscheibe, der Tiger im Käfig am Abgrund oder auch die Sumpfleute.
    Da sich Enttäuschung und freudige Überraschungen in etwa die Waage halten, ist das für mich ein neutrales :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: -Buch.

  • Das Buch hat Stephen King erst geschrieben, als die komplette 7teilige Reihe um den Dunklen Turm schon fertig war. Da es zeitlich aber zwischen Band 4 und 5 eingeordnet werden kann, habe ich diese Reihenfolge eingehalten.


    "In einer stürmischen Nacht, in der man in einer kalten Welt ein warmes Plätzchen gefunden hat,

    gibt´s nichts Besseres als Geschichten." Seite 47


    Die fünf Gefährten, die auf ihrer Reise zum Dunklen Turm sind, überrascht ein Stoßwind. Ein heftiger, eisiger Orkan, vor dem man sicheren Schutz suchen muss, um nicht davon geweht oder zu Eis erstarrt zu werden. Und Roland, der Revolvermann, kennt viele Geschichten - zwei davon erzählt er in dieser Nacht, in der sie vor dem Stoßwind Zuflucht gefunden haben.

    Sie haben nicht direkt mit ihrer Reise zu tun, erzählen aber ein Erlebnis, das uns Rolands Vergangenheit wie auch die Atmosphäre von Mittwelt näher bringen. Kurz nachdem seine Mutter starb macht er sich zusammen mit Jamie, einem guten Freund und ebenfalls Revolvermann, auf, um in einer etwas entlegenen Baronie einem Fellmann auf die Spur zu kommen. Ein Wesen, das seine Gestalt wandeln kann und schon viele Menschen verletzt und gerissen hat.

    Ein bisschen hat es mich an Supernatural erinnert: zwei "Waffenbrüder", eine "dämonische" Bestie die Menschen anfällt, nur dass sie hier mit Pferden statt mit einem Impala unterwegs sind und eine Westernkulisse hinter sich haben.


    Die zweite Geschichte wird innerhalb der anderen Geschichte vom jungen Roland erzählt, in einer ebenso stürmischen Nacht: sie soll dem Jungen Bill Mut zu machen und ihn von den erlebten Schrecken abzulenken, die er durch die Bestie erfahren hat. Sie nimmt den Hauptteil des Buches ein und ich fand sie wieder mal äußerst spannend erzählt. Gegen Ende hat sie sich zwar etwas gezogen, aber sie hat viel von Rolands Welt gezeigt, die unserer ähnlicher ist als man denkt.


    Man bekommt einen sehr unmittelbaren Eindruck von Mittwelt, Rolands Heimat, und ich finde Stephen Kings Schreibstil nach wie vor fesselnd, auch wenn er hin und wieder gerne mal ausschweift. Vor allem die Atmosphäre der Gewalt und der Angst, die immer wieder einfließt, wird übertroffen durch den Mut und die Magie, die man immer und überall erwecken kann, wenn man nur daran glaubt.


    Schön fand ich vor allem auch, dass der Wind, oder auch der Sturm, immer wieder ein Begleiter war und sich sozusagen durch alle drei Geschichten getragen hat: leise rauschend, heftig wehend oder auch stürmisch brausend und alles verschlingend.


    Ich weiß ja immer noch nicht genau, wie dieser Kontakt zwischen den Welten zustande kommt und welche Rolle das spielt, vor allem natürlich wie das mit dem Dunklen Turm zusammenhängt, aber auch hier gab es wieder Hinweise, dass zumindest eine Art von Verbindung besteht und ich freu mich schon auf die letzten drei Bände, mit denen ich mich zusammen mit Rolands Ka-Tet dem Dunklen Turm nähern werde.


    Hier hab ich noch ein Sprichwort für euch, dass ein Vater dem Sohn in einer der Geschichten mit auf den Weg gegeben hat:


    "Bete um Regen, so lange du willst,

    aber grab nach Wasser, während du es tust." S. 238


    Mein Fazit: 4.5 Sterne


    Weltenwanderer

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