Amy Plum - Von der Nacht verzaubert/ Die for me

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  • Die Autorin
    Geboren wurde Amy Plum in Birmingham, Alabama. Schon bald lockten sie große Städte wie Paris oder London hinaus in die Welt. Eine Zeit lang arbeitete sie als Kunsthistorikerin in New York, bevor sie schließlich mit ihrem Ehemann ein großes Bauernhaus in der französischen Provinz bezog. Wann immer es die turbulenten Tage mit ihren beiden Kindern und ihrem Hund Ella erlauben, sitzt Amy Plum in dem kleinen alten Steinhäuschen in ihrem Garten und schreibt an ihren Romanen.



    Kate und Georgia verlieren durch einen Unfall ihre Eltern. Sie ziehen um zu ihren Großeltern, die in Paris leben. Jede der beiden Schwestern verarbeitet ihre Trauer auf ihre ganz eigene Art. Während Kate eher still trauert, verdrängt Georgia ihre Trauer mit einer großen Unternehmungslust. Kate verbringt ihren Tag gerne mit ihren Büchern in einem Cafe. Dort trifft sie das erste Mal auf Vincent. Vincent umgibt jedoch ein dunkles Geheimnis. Er ist ein Revenant, ein Untoter, ein Zombie. Sie verliebt sich in ihn und damit nimmt Kates Schicksal ihren Lauf.


    Nach Kuschelvampiren und Kuschelwerwölfen jetzt Kuschelzombies? Ein Thema, das nun wirklich mehr als genug von diversen Autoren durchgekaut wurde, könnte man meinen. Warum hat mir dieses Buch doch so gut gefallen?


    Für die Handlung natürlich unbedeutend, aber die Aufmachung des Buches ist wunderschön. Sowohl der Schutzumschlag als auch der feste Einband sind liebevoll gestaltet. Jedes Kapitel ist mit einer Rosenrankenzeichnung verziert.


    Paris ist ein idealer Schauplatz für diese Geschichte. Amy Plums malerischer und poetischer Schreibstil passt 100% zu Paris und ist unheimlich fesselnd.


    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir sehr gefallen. Sie hat sich zum Beispiel sehr viel Mühe gegeben, die Revenants als ein komplexes Wesen mit diversen Fähigkeiten darzustellen.


    Kitschig, romantisch, zum dahinschmelzen schön. Ja, die Autorin hat teilweise sehr übertrieben, es war schon fast zu viel des guten. Aber manchmal brauche ich solche Bücher. Wer dieses Buch liest, sollte sich im Klaren darüber sein, dass der Kitschfaktor schon recht hoch ist.


    Ich finde es schade, dass dieses Grundgerüst, das wir aus der Biss-Reihe kennen, sich immer wieder wie ein roter Faden durch romantische Fantasyromane zieht. Ein attraktiver junger Mann mit Geheimnis, eine dazugehörige Familie, ein Hauptprotagonistin, die neu in der Stadt ist usw. usw. Das macht die Geschichte vorhersehbar.


    Trotz des hohen Kitschfaktors, trotz der Parallelen zu Biss und co habe ich dieses Buch dennoch sehr gerne gelesen. Die Geschichte ist toll erzählt und ich freue mich auf den zweiten Teil.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Die sechzehnjährige Kate zieht mit ihrer Schwester Georgia nach dem plötzlichen Tod der Eltern von den USA zu den Großeltern nach Paris.
    Während Georgia im Pariser Nachtleben Trost und Vergessen sucht,
    zieht sich Kate immer mehr zurück:
    In ihre Bücher, in dunkle Kinosäle und in einsame Museen.
    Bis Kate zufällig in einem Pariser Straßencafé auf den neunzehnjährigen Vincent und seine Freunde trifft.


    Kate muss ihren Schicksalsschlag verarbeiten, mit ihrer Einsamkeit zurecht kommen und ihre Selbstzweifel überwinden.
    Vincent ist hingegen charmant, intelligent, nachdenklich, gutaussehend, humorvoll, zuvorkommend, höflich, fast ritterlich oder gar aristokratisch. Er wirkt ein bißchen altmodisch, wie aus einer anderen Zeit.
    Vincent wird zur willkommenen Flucht vor der Trauer um den Verlust ihrer Eltern,
    würde Vincent nicht ein beunruhigendes Geheimnis umgeben...
    Seltsame Erlebnisse und Vincents unerklärliches Verhalten verängstigen Kate, doch eine unerwartete Entdeckung lässt Kate wieder zu Vincent finden.
    Und das, was Kate findet, ist beängstigend schön.
    Vincents Geheimnis ist grausam und anmutig zugleich mit einem Hauch von Unendlichkeit.
    Doch wie wird Kate mit dem Geheimnis umgehen?
    Auch vor dem Hintergrund ihrer eigenen Vergangenheit?
    Gibt es eine Gegenwart für Kate und Vincent?
    Gar eine gemeinsame Zukunft?
    Welcher emotionalen wie auch existenziellen Gefahr wird sich Kate aussetzen?


    Die Geschichte beginnt wie eine köstliche Leckerei aus einer Pariser Boulangerie:
    Ein zuckriges Gebäck mit einer zuckersüßen Glasur und wenigen bittersüßen Splittern:
    Kates Trauer, das noble Wohnviertel, in dem die Großeltern wohnen, Pariser Straßencafés, schicke Museen, altmodische Programmkinos.
    Die ganze Atmosphäre wirkt wie eine Filmkulisse,
    Kates Trauer so pittoresk wie eine verlassen gelegene Gasse mitten im Trubel von Paris, wie eine Allee mit blühenden Kirschbäumen, in die der Sommerwind fährt und Blütenblätter mit sich reißt.


    Erst als Vincent und seine Freunde in Kates Leben treten, bröckelt die zuckrige Glasur ein wenig und es legt sich eine gewisse Würze und Schärfe, aber auch eine Brise Humor auf die bittersüße Melancholie.


    Und Kate und Vincent werden natürlich von Amors Pfeil getroffen und schmelzen nach einigem Hin und Her unter der Glut des brennenden Pfeiles nur so dahin.



    Allzu romantischen Momenten lässt Amy Plum wieder atemberaubende und spannende Szenen folgen. Sie gestaltet unwirkliche und unglaubliche Szenarien mit wendungsreichen Überraschungen und Ideenreichtum.


    Amy Plum zeichnet darüberhinaus ein lebendiges, fast poetisches Paris.
    Paris mit seinen Museen, den Straßencafés, den engen Gässlein, den Künstlervierteln, den Uferpromenaden, der Metro.
    Über dem gesamten Buch schwebt eine altmodische, gediegene Atmosphäre, als ob man in der Zeit zurückgereist wäre. Und dennoch befindet man sich im Hier und Jetzt.
    Kates Liebe zu Kunst und Literatur tut ihr Übriges, um zu dieser Stimmung beizutragen genauso wie die zuckersüße Romanze zwischen der Amerikanerin Kate und dem Franzosen Vincent.
    Beim Lesen hat man immer ein eindeutiges Bild der Atmosphäre vor sich, als ob ein flimmernder Schwarzweißfilm vor dem inneren Auge knistern und knacken würde.


    Die Revenants um Vincent wirken, als ob sie aus einer anderen Zeit stammen würden und fügen sich dennoch perfekt in das heutige Paris.
    Vincent wirkt mit seiner zuvorkommenden und höflichen Art wie ein Günstling am Hofe des Sonnenkönigs, mit seinem charmanten Beschützerinstinkt wie ein mittelalterlicher Ritter und dennoch wie der verschmitzte und schüchterne Junge von nebenan.
    Würde man Vincent und seinen Jungs morgen begegnen, würden sie sicherlich auffallen, aber genauso mit ihrer Umgebung verschmelzen.
    Die Hintergrundgeschichte um die Revenants wirkt ebenso innovativ wie altmodisch, schaurig wie schön, tröstlich wie erschreckend, hoffnungsfroh wie ewig verzweifelnd, durchdacht und gelungen.
    Eine richtig richtig dunkle Seite an ihnen sucht man jedoch vergeblich.
    Es gibt nur Schwarz und Weiß, nur Gut und Böse.


    Buchgestaltung mit Jugendstilmotiven, Schreibstil der Autorin sowie Inhalt und Setting der Geschichte harmonieren perfekt, das Cover spiegelt die Stimmung des Buches klar wieder.
    Die gesamte Atmosphäre wirkt aber in den meisten Fällen zu klebrig süß und Bauch- oder Zahnschmerzen aufgrund der Überdosis an schwer verdaulichem Zucker könnte bei dem einen oder anderen Leser nach dieser Lektüre durchaus diagnostiziert werden.


    Sogar die realen, echten Momente wirken oft unwirklich und einfach zu schön.
    Alles ist darauf abgestimmt, perfekt und anmutig zu wirken, angefangen von der Designerhandtasche der Großmutter, ihrem Atelier, dem Antiquitätenladen des Großvaters, Kates Nachmittagen in Museen und lebhaften Straßencafés, der nächtlichen Vespafahrt durch Paris bis hin zu Vincents Anverwandten und ihrer Residenz.
    Alle handelnden Figuren sind attraktiv, reich, intelligent, warmherzig.
    Alles, was sie tun, was sie sagen, ist vorbildlich, ist erwachsen und auf der anderen Seite amüsant, warmherzig. Jedes ausgesprochene Wort sitzt perfekt.
    Dennoch verströmen sie Wärme und Sympathie, wenn sie auch unnahbar und stereotyp wirken.


    Diese oberflächliche Schönheit bei Mensch und Umfeld bewirkte bei mir, dass ich nicht vollkommen in die Geschichte abtauchen und mich nicht gänzlich von ihr und der Romanze fesseln lassen konnte.
    Es baute sich unwillkürlich eine gewisse sterile Distanz zwischen Gelesenem und Gefühltem bei mir auf, weil alles "auf perfekt getrimmt" zu sein scheint. Ich hätte mich desöfteren mehr über leisere und dezentere Momente gefreut als über perfekt gestylte und kitschig- romantische Augenblicke.


    Und dennoch liest man Seite für Seite weiter, um danach erstaunt festzustellen, dass die Geschichte leider schon vorerst ihr Ende gefunden hat...
    Die Seiten fliegen einfach nur so dahin,
    weil der Schreibstil angenehm ist, Paris und die Revenants frischen Wind in die Reihen der Jugendfantasybücher bringen.
    Dennoch bleibt leider das Gefühl, so etwas ähnliches schon hundertfach gelesen zu haben...


    Nur für Romantik- und Fantasyfans, die auf folgende Frage der Buchverkäuferin mit einem klaren Ja antworten:
    "Darfs auch 750 gr Zucker mehr sein?"
    Ich persönlich muss mich erst von dem Zuckerschock erholen ;O).


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



  • Inhalt (von Amazon)


    Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach
    Paris.Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen.Während Georgia
    sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer
    zudurchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu
    verlieben nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern:
    Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt.
    Schnell begreift Kate,dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.


    Meine Meinung


    Amy Plum hat in diesem Buch wirklich eine ganz eigene kleine Zauberwelt in Paris erschaffen.
    Alles in den Buch passt genau zusammen:
    Die Handlung,der Schreibstil,die verschiedenen Charaktere und die schöne Atmosphäre,die durch den Schauplatz Paris entsteht.
    Die Hauptfigur Kate ist ein eher zurückhaltendes Mädchen,das sehr um ihre Eltern trauert und deren Welt aber völlig auf den Kopf
    gestellt wird als sie Vincent begegnet. Die Liebesgeschichte die zwischen den beiden entsteht ist wirklich sehr süß und voll
    geladen mit viel klassischem Kitsch,der mir zwar gut gefallen hat,weil ich einfach richtig schön mitschmachten konnte,der aber sicher
    nicht jedem gefällt.Vincent ist ein typischer,gutaussehender Mädchenschwarm,der aber sehr sympathisch ist,vor allem durch seine
    humorvolle und fürsorgliche Art. Das Buch enthält überhaupt viele lustige Dialoge,die alles etwas auflockern und sehr schön zum Lesen
    sind.Die Idee der Revenants hat mir gut gefallen,weil es mal etwas neues im Fantasy-Bereich ist und von der Autorin auch gut durchdacht
    wurde. Es gibt auch hier natürlich die bösen Gegenspieler,wodurch eine klare Gut-und Böse Einteilung entsteht und jeder entweder
    das eine oder das andere ist. Diese Einteilung hätte noch etwas verwobener und verstrickter sein können und nicht so durchschaubar.
    Die Handlung geht schnell voran,es gibt keine unnötig langen Details oder Beschreibungen,dadurch lässt sich die Geschichte wirklich
    flüssig und leicht lesen. Es kommt auch keine Langeweile auf,da es immer wieder neue Überraschungen gibt und so Spannung erhalten
    bleibt. Mich konnte allen voran die süße Beziehung zwischen Kate und Vincent begeistern und die humorvolle Art,die in dem Buch einige
    Charaktere an sich haben und die mich immer wieder zum schmunzeln brachte.


    Fazit


    Das Buch hat wirklich einen besonderen Charme,der einen sofort gefangen nimmt und was dem Buch auch etwas sehr Eigenes gibt.
    Ansonsten ein typisches Jugendbuch,das sich aber wirklich zu lesen lohnt,auch wenn man nicht unbedingt ein Fan von sehr großer
    Romantik und viel Kitsch ist. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen,sie hat mich völlig in ihren Bahn gezogen und gefesselt.
    ich vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Ich finds toll, wie sich unsere verschiedenen Meinungen während der Leserunde hier nun sammeln- und dennoch sind wir irgendwie doch einer Meinung :wink: .

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



  • Von der Nacht verzaubert - Amy Plum


    Kurzbeschreibung Amazon:
    Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.


    Mein Leseeindruck:
    Es ist ein super schönes Buch mit einer riesigen Anzahl von verschiedenen Emotionen.
    Liebevoll in schöne Worte verpackt. Genau richtig für die Ziellesegruppe von 13-17 Jahren.
    Aber auch für Ältere wunderschön zu lesen.
    Mich hat dieses Jugendbuch doch ziemlich in den Bann gerissen.
    Paris als Stadt wird super schön beschrieben - fast fühlt man sich, als ob man selbst mit Kate und Vincent durch Paris läuft und fährt.
    Trauer über den Verlust der Eltern sowie die ersten zarten Liebesgefühle beeinflussen das Leben von Kate. Das wird wunderschön geschildert - auch wenn einigen Lesern das etwas zu schwülstig vorkommt.
    Die Geschichte wird dann auch immer spannender - und man erfährt mehr über die Revenants, die Wiederkehrer... die das Leben von anderen Menschen retten.
    Endlich mal was Anderes als immer nur Vampire.
    Mir hat das Buch viel Freude gemacht... und obwohl es kleinere Schwachstellen aufzeigt ist es wunderschön geschrieben. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung - auch wenn ich weit über die Zielgruppe altersmäßig hinaus bin.


    Das Cover das Buches ist sehr liebevoll gestaltet und ich finde das Grün sehr ansprechend. Grün ist die Hoffnung... hoffen wir für Kate und Vincent!
    Ich vergebe hier 4,5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Eine zauberhafte Geschichte, die zu dem deutschen Titel hervorragend passt.


    Zunächst möchte ich die Gestaltung des Buchs ansprechen. Mir hat das Cover, das in dunklem Grün mit roten Blüten gehalten wird, sehr gut gefallen. Auch das kleine Bild vom Eifelturm, passend zu der Pariser Szenerie, macht sich gut auf dem Cover. Noch eine Besonderheit entdeckt der Leser beim Lesen - der Anfang eines jeden neuen Kapitels ist mit Ranken verziert. Sieht sehr schön aus und entspricht der Atmosphäre der Geschichte, die einiges an Romantik bietet.


    Der Erzählstil der Autorin fand ich angenehm: poetisch, lebhaft, nicht ohne einen gewissen Charme und Witz und nicht zuletzt - sehr fließend und leicht zu lesen. Die Story lässt sich ohne jeglicher Anstrengung lesen, fließt nur so dahin und versetzt den Leser in eine besondere märchenhafte Stimmung.


    Zu dem Inhalt wurde schon einiges gesagt.
    Imponierend finde ich, wenn es den Autoren gelingt was Neues zu erschaffen, so wie in diesem Roman - die Revenants und Numas -
    wenn ich mich nicht täusche, ist die Idee neu.


    Alles in allem eine schöne Liebesgeschichte, die ich ganz besonders den Liebhabern der romantischen Jugendliteratur empfehlen würde.
    Mir persönlich war es stellenweise zu "süß", was allerdings den Lesegenuss nicht gemindert hat.
    Sowohl der Roman als auch die Leserunde dazu hat mir sehr viel Spaß gemacht.
    Von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    2021: Bücher: 102/Seiten: 45 899
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Follett, Ken - Das zweite Gedächtnis

  • Danke für die Rezensionen! Da ihr des Öfteren mal das Wort „kitschig“ verwendet, war ich schon kurz davor abgeschreckt zu werden. Aber ich glaube man braucht einfach nur den richtigen Zeitpunkt für das Buch… Ich setze es mal auf meine WL :D


    "Jetzt galt es nur noch, die Furcht zu überwinden und ein Buch aufzuschlagen" Walter Moers



  • Mit dem Auftakt zu ihrer Revenants-Serie ist Amy Plum auf jeden Fall ein guter Roman gelungen, der sich gut lesen lässt und der mich sehr unterhalten hat. Ich finde Paris als Kulisse wunderschön und auch sehr besonders, vor allem dadurch, dass die Stadt so sehr in die Handlung eingebunden wird, dass die Geschichte auch an keinem anderen Ort spielen könnte. Die Schauplätze werden wirklich schön beschrieben und man kann sich alles sehr gut vorstellen.
    Die Revenants und ihre Gegenspieler, die bösen Numa, hat Amy Plum ebenfalls gut entwickelt und ihnen interessante Eigenschaften verliehen, auch wenn mir die Revenants manchmal zu gut waren, um wahr zu sein. Wie sie existieren, was ihre Aufgaben sind und was es mit ihnen auf sich hat, wird so erzählt, dass es schlüssig klingt, und was besonders hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass die Revenants ihr doch ungewöhnliches Dasein mit Humor nehmen und mehrfach von sich selbst als Zombies sprechen, was in den Situationen immer wirklich lustig war.
    Die Geschichte des ersten Bandes ist zu einem großen Teil in sich abgeschlossen, auch wenn es natürlich trotzdem noch viele Dinge gibt, die erst in den Folgebänden beantwortet werden. Eine große, allumfassende Handlung für die Serie erschließt sich mir – abgesehen von der Liebesgeschichte zwischen Vincent und Kate noch nicht, aber das kann ja noch kommen.
    Was es für mich zu kritisieren gab, war der Kitschfaktor, der mir an einigen Stellen wirklich deutlich über dem lag, was ich schön finde. Bei romantischen Mondscheinnächten in Paris wird es natürlich schnell kitschig, aber so mancher Dialog oder Kommentar von Kate war dann so zuckrigsüß, dass ich wirklich auf ihn hätte verzichten können.
    Parallelen zur Twilight-Saga lassen sich nicht leugnen, und da diese der Autorin als Inspiration diente, sind sie zum Teil sicherlich auch so gewollt. Dennoch steht “Von der Nacht verzaubert” nicht als Abklatsch neben dem Vorbild, sondern ist schon sehr deutlich etwas Eigenes – dafür sorgen allein schon die Revenants und die Kulisse.
    Ein Urban-Fantasy-Roman mit übersinnlichen Wesen, der hält, was man sich von diesem Genre verspricht. :wink:
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Die sechzehnjährige Kate und ihre Schwester Georgia müssen nach dem Unfalltod ihrer Eltern von New York nach Paris zu ihren Großeltern ziehen.
    Während Georgia Trost in Partys sucht, zieht sich Kate immer mehr in sich selbst zurück.
    Eines Tages trifft Kate jemanden, der sie aus ihrer Trauerwelt befreien kann, doch etwas ist seltsam an Vincent, den jungen Mann, den Kate in einem Café kennen lernt.


    Amy Plum hat es geschafft mit den Revenants eine interessante Idee gut umzusetzen. Revenants ist das französiche Wort für „Geist“ oder Wiedergänger“ und genau das sind Amy Plums „Zombies“. Sie sterben für andere Menschen, um ihnen das Leben zu retten und deswegen werden sie nach ihrem Tod wiederkehren, nur um irgendwann wieder erneut zu sterben. Diese Idee hat mir wirklich gut gefallen und Amy Plum hat ihren Revenants einige interessante Fähigkeiten und Schwächen verliehen.
    Gut hat mir da gefallen, dass man einige Informationen erst nach und nach gemeinsam mit Kate herausfindet. Vampire kennt man bereits, Werwölfe auch, aber wer hat schon mal etwas von einem Revenant gehört? Das ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt.
    Ebenfalls einen Pluspunkt hat Amy Plum für ihre Art zu erzählen verdient. Sie schafft es, von Anfang an zu fesseln und hat einen angenehmen, flüssigen Schreibstil.


    Etwas gestört haben mich recht viele Parallelen zu der Twilight Reihe und dass der Kitsch in diesem Buch manchmal ziemlich überhand nahm, außerdem waren mir einige Sachen einfach zu unausgegoren und zu einfach.


    Alles in allem war es eine schöne Geschichte.
    Ich konnte die Kritikpunkte recht gut überlesen, sie entlockten mir zwar ab und an ein Stirnrunzeln, störten aber weder den Lesefluss noch den Verlauf der Geschichte
    Ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten und freue mich schon auf den nächsten Teil.
    Ich vergebe vier Sterne.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • Inhalt:
    Die 16jährige Kate und ihre 2 Jahre ältere Schwester Georgia haben einen schweren Schicksalsschlag zu verdauen. Ihre Eltern sind beide bei einem Unfall ums Leben gekommen und die beiden Mädchen könnten nicht gegensätzlicher in ihrer Art zu trauern und damit umzugehen sein. Während Georgia sich in das Leben stürzt, feiert, ausgeht, alles mitnimmt, als gäbe es kein Morgen, verkriecht Kate sich, versteht die Welt nicht, versteht nicht, warum sich alles weiterbewegt, wo doch alles tot zu sein scheint, keine Freude mehr im Leben ist. Lediglich indem sie sich in ihren Büchern verkriecht, findet sie einen Ort, an dem sie sich wohlfühlt.


    Ihre Schwester beschließt nach geraumer Zeit, dass sie und ihre Schwester nach Paris zu den Großeltern ziehen sollten, dort, so hofft sie, würde auch ihre kleine Schwester wieder ins Leben finden. Dort, wo doch nun wirklich das Leben pulsiert, so viele Strömungen sind, dass man sich dem Ganzen nicht entziehen und einfach mit leben muss.


    Doch auch das versteht Kate nicht. Sie verkriecht sich während der Ferienzeit erst einmal direkt nach ihrer Ankunft weiterhin im neuen Zuhause, genießt die Nähe ihrer Großeltern und bringt ihrer Schwester wiederum nur Unverständnis entgegen, da diese auch hier sich ins Vergnügen stößt und Paris in vollen Zügen genießt.


    Kate lässt sich dann quasi zu ihrem Glück zwingen und geht vor die Tür. Doch eigentlich wollte sie auch dort nur ganz für sich allein sein, in ihrem Buch versinken, allenfalls die Leute um sich im Café beobachten. Doch es kommt alles ganz anders. Vincent tritt in ihr Leben, wenn auch nicht gerade sehr charmant für den Anfang, aber es reicht aus, um Kate völlig aus der Bahn zu werfen und sie dazu zu bringen, Tag für Tag durch Paris zu streifen und nach ihm zu suchen.


    Als dann ihr Leben durch den Absturz eines Fassadenteils in Gefahr gerät, wird sie wundersam gerettet und ab da geschehen die absonderlichsten Dinge und Kate findet sich in einer mehr als fantastischen Liebesgeschichte mitten im sommerlichen Paris wieder. Doch stellt sich allen Beteiligten –auch Vincents „Anverwandtschaft“ die Frage, ob diese Liebe überhaupt eine Chance hat.


    Und dann ist da auch noch Georgia mit ihrem Lebenshunger, der alle Beteiligten in eine furchtbare, ja tödliche Gefahr bringt.


    Meine Meinung:


    Paris, mon Amour!
    Oh ja, genau das ist das, was ich im Zusammenhang mit diesem Buch immer nur denken kann. Ich möchte betonen, ich bin sonst überhaupt kein Fan von allzu durchsichtigen Liebesgeschichten, dazu auch noch in der Stadt der Liebe, Paris. Aber hier war ich schon lange, bevor ich es überhaupt in der Hand gehalten habe, in den Bann gezogen, ohne überhaupt zu wissen, warum.


    Auch nach dem Lesen kann ich immer nur mit verklärtem Blick seufzen, wie wunderschön dieses Buch ist, von der Covergestaltung, bis zur Geschichte selbst. Ich wusste schon nach ein paar Seiten, ich werde irgendwann weinen und genauso ist es auch gekommen. Ab und zu braucht man so..ich nenne sie gerne „Titanic-Momente“. Man weiß einfach ganz genau, was passiert und doch muss man hinschauen, immer wieder und sich ganz und gar diesem romantischen Gefühl hingeben, auf diese Reise gehen, hier ins sommerliche Paris, man riecht die Blumen, man sieht die verliebten Pärchen und man ist ja dank Kate und Vincent auch noch ziemlich nah dran.


    Denn die beiden Hauptfiguren fand ich äußerst ansprechend. Der tolle, schöne Vincent mit dem unglaublichen Geheimnis und die traurige, kleine Kate, die sich selbst als nicht so schön empfindet. Ich mochte sie beide und war mit glühenden Wangen beim ersten Kuss dabei und auch am Ende, das natürlich bei einem Mehrteiler keins ist, nur ein unsagbar romantischer Halt, der uns Leser mit etlichen Fragezeichen zurücklässt. Aber eben auch mit ganz ganz vielen romantischen Gefühlen und Hoffnungen.


    Fazit:
    Ich denke, auch hier ist die Bezeichnung Jugendbuch nicht zwingend richtig. Ich bin keine Jugendliche, aber ich liebe dieses Buch und ganz bestimmt lese ich die nachfolgenden Bände auch. Kate und Vincent sind ein süßes Paar, dem man alles Glück wünscht und ich für meinen Teil bin gespannt, wie die Autorin das „Problem“ löst, WAS Vincent ist und wie die Zukunft für die zwei aussieht.


    Und ich denke nicht, dass man im zweiten Teil quer einsteigen kann, wenn, dann muss man von Anfang an dabei sein. Dann ist es aber einfach eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen einem todtraurigen Mädchen und einem quasi Untoten, der sie ins Leben zurückholt.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebste Grüße
    Die Bine
    Nilis Bücherregal


    Ich lese gerade: Alexa Hennig von Lange "Der Atem der Angst"/Aileen P. Roberts "Elvancor 1"/Gabriela Gwisdek "Nachts kommt die Angst"
    Mein RuB JETZT: 385

  • „Von der Nacht verzaubert“ beginnt sehr sentimental. Der Leser wird Zeuge davon, wie vor allem Kate – im Gegensatz zu ihrer Schwester Georgia - um den Tod ihrer Eltern trauert und sich mehr und mehr zurückzieht. Der Tapetenwechsel – der Umzug nach Paris – tut ihr zwar gut, aber noch kann sie den Schmerz nicht verdrängen. Nach und nach gelingt es ihr jedoch zumindest, das schützende Haus ihrer Großeltern zu verlassen und sich in die Straßen und Gassen von Paris zu wagen. Sehr ausführlich und mit einem liebevollen Blick für Details beschreibt Amy Plum die Atmosphäre der Stadt der Liebe. Oder der Stadt des Lichts, wie Paris auch genannt wird. Kleine Cafés, der Duft nach Croissants, bezaubernde kleine Gassen – vor dem geistigen Auge des Lesers wird die Handlungsumgebung lebendig und nimmt den Leser gefangen. Selbst wenn man Paris noch nie besucht hat, hat man doch leicht ein klares Bild der Stadt vor Augen. Paris passt zudem einfach perfekt als Handlungsort zu dieser Geschichte und deren Atmosphäre.


    Kate ist von Anfang an eine sehr sympathische Ich-Erzählerin. Sie ist sehr emotional und handelt stellenweise naiv und unüberlegt, aber das macht sie nur umso authentischer. Ihre Schwester Georgia ist das komplette Gegenteil von ihr und während ich sie am Anfang auch noch mochte, entwickelt sie sich im Verlauf des Buches doch zu einer sehr oberflächlichen Party-Queen, die allein auf ihren Spaß bedacht ist und sehr oft egoistisch und unverständlich handelt. Sie spielt in diesem Buch keine zu große Rolle, aber für einige Ereignisse gerade am Ende des Buches trägt sie die Verantwortung.


    Das erste Zusammentreffen zwischen Kate und Vincent ist von der Autorin sehr witzig beschrieben. Vincent hat ein loses Mundwerk und benimmt sich Kate gegenüber sehr frech. Aber sie weiß, damit umzugehen und antwortet ihm mit einem entsprechenden Humor. Immer häufiger treffen sie sich und schnell verlieben sie sich ineinander. Mir ging es stellenweise etwas zu schnell, aber das ist natürlich Geschmackssache. Es gibt zwischen den beiden einige Szenen, die sehr romantisch, wenn nicht sogar kitschig sind und das Herz des Lesers (oder der Leserin) höher schlagen lassen. Wahrscheinlich muss man Vincent einfach lieben – er ist sehr bildhaft beschrieben und entspricht wohl so manchem Klischee eines typischen Traummannes, was vor allem seinen Körperbau und seine lockigen schwarzen Haare betrifft. Er ist einfach perfekt. Und so scheint auch das Buch zu einem sehr großen Teil einfach perfekt zu sein. Hierin liegt auch ein großer Kritikpunkt von mir. Die Figuren, die Handlungsorte, die Entwicklungen – alles passt einfach und es fehlt sehr oft an Ecken und Kanten.


    Mit den Figuren der Revenants hat Amy Plum eine völlig neue Art von Wesen in ihren Roman eingebaut. Bislang habe ich über sie noch in keinem anderen Buch etwas gelesen und es ist sehr erfrischend, dass die Reihe nicht wieder von Vampiren oder Werwölfen handelt. Die Idee hinter den Revenants ist sehr interessant und auch ziemlich tragisch. Der Originaltitel „Die for me“ deutet schon daraufhin, was der Knackpunkt hinter der Geschichte sein könnte. Mehr verrate ich dazu nicht – das müsst ihr dann schon selbst lesen. Der deutsche Titel steht dagegen in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Handlung. Man könnte zwar hinein interpretieren, was der deutsche Titel bedeutet, aber den Originaltitel finde ich doch weitaus treffender.


    Ab der zweiten Hälfte des Buches ungefähr nimmt die Handlung eindeutig an Fahrt auf. Während es in der ersten Hälfte hauptsächlich um die Beziehung zwischen Kate und Vincent geht, kommen in der zweiten Hälfte wesentlich mehr Probleme auf. Zwar hat man stellenweise doch den Eindruck, dass manche Entwicklungen zu einfach und zu schnell vonstatten gehen, aber die Autorin baut hier eindeutig mehr auf Spannung und schafft es auch, ihre Leser zu fesseln. Die Handlung erfährt stellenweise unerwartete Wendungen und sorgt dadurch für einige Überraschungen. Insgesamt ist die Handlung sehr geradlinig. Es werden kaum Details erwähnt oder Nebenstränge verfolgt, die für den Verlauf des Buches nicht von Bedeutung sind. Stellenweise hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen oder auch einfach nur einen abschweifenden Blick gewünscht.


    Neben Kate, Vincent und Georgia beinhaltet das Buch noch viel mehr Charaktere, von denen die meisten sehr ausführlich gezeichnet sind und dem Leser greifbar werden. Manche der Figuren schaffen es, das Herz des Lesers zu gewinnen – andere hält man lieber auf Abstand. Sehr schade finde ich, dass Kates Großeltern kaum eine Rolle in diesem Buch spielen. Sie tauchen nur sehr selten auf und nur für kurze Zeit. Ich glaube, dass viel Potential in diesen beiden Charakteren steckt und hoffe, dass sie in den beiden Folgebänden noch öfters auftauchen und auch eine größere Rolle spielen werden.


    Der Schreibstil der Autorin ist malerisch und schon fast poetisch. Amy Plum versteht es, mit Worten Bilder zu malen. Mir war es stellenweise etwas zu viel, aber eigentlich passt es zu der Handlungsumgebung und auch größtenteils zur Geschichte selbst. Auf jeden Fall liest sich das Buch leicht und flüssig und der Stil ist für ein Jugendbuch durchaus passend.


    Der erste Band der Reihe um die Revenants ist durchaus abgeschlossen, aber es sind noch einige Fragen offen, die hoffentlich in den beiden Folgebänden beantwortet werden.


    Mein Fazit:
    Ein guter Auftakt zu einer Reihe, die mit einer völlig neuen Idee aufwartet – stellenweise war die Handlung aber etwas zu kitschig und die Figuren einfach zu perfekt.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


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  • Kurzbeschreibung Amazon


    Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.



    Über die Autorin


    Geboren wurde Amy Plum in Birmingham, Alabama. Schon bald lockten sie große Städte wie Paris oder London hinaus in die Welt. Eine Zeit lang arbeitete sie als Kunsthistorikerin in New York, bevor sie schließlich mit ihrem Ehemann ein großes Bauernhaus in der französischen Provinz bezog. Wann immer es die turbulenten Tage mit ihren beiden Kindern und ihrem Hund Ella erlauben, sitzt Amy Plum in dem kleinen alten Steinhäuschen in ihrem Garten und schreibt an ihren Romanen.


    Mein Eindruck


    Auf das Buch habe ich schon sehr lange gewartet. Vom Cover war ich wie magisch angezogen, die Kulisse sollte ihr übrigens tun.


    Paris die Stadt der Liebe, hierhin sollte uns die Geschichte um Kate und Vincent führen. Sie ein Mensch, er ein Revenant. Die Liebe der beiden eigendlich unmöglich, denn Kate muß sich auf Kompromisse einlassen die die menschliche Vorstellungskraft bei weitem überschreitet.


    Amy Plum entführt uns hier ein eine Liebesgeschichte zweier Seelen wie sie nicht schöner und zugleich schnulziger ( im positiven Sinne ) sein kann. Jede Seite wird rosa-rot mit ein paar Fantasyelementen beschrieben.
    Mir persönlich fehlt ein bisschen das schaurige, der Gruselfaktor, der Spannungsbogen. Aber dennoch habe ich die Geschichte geliebt und von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen.


    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und klar. Die Beschreibung der Charakteren sowie auch der Handlungsorte ist so wundervoll beschrieben, daß zu jederzeit ein Film vor dem geistigen Auge abläuft.



    Das Cover ist wunderschön und aufwendigt gestalltet. Das Buch selber ist ein Hardcover.
    Ich freue mich schon auf Band 2 und vergebe gerne :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Vincent wirkt mit seiner zuvorkommenden und höflichen Art wie ein Günstling am Hofe des Sonnenkönigs, mit seinem charmanten Beschützerinstinkt wie ein mittelalterlicher Ritter und dennoch wie der verschmitzte und schüchterne Junge von nebenan.

    Das klingt toll. :love: Du hast aber deine ganze Rezension wunderschön geschrieben, Hut ab! :pray:


    Ich habe leider bei der Leserunde kein Buch gewonnen und es mir bisher auch noch nicht gekauft. Aber es kommt jetzt weit nach oben auf meine Wunschliste. :)

    „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”
    Heinrich Heine
    "Nichts ist unmöglich, allein unserem beschränkten Geist erscheinen manche Dinge unbegreiflich."
    Marc Levy


    :study: in 2015: 18 Bücher, 6868 Seiten
    :study: in 2014: 2 Bücher, 771 Seiten 8-[
    :study: in 2013: 13 Bücher, 5079 Seiten
    :study: in 2012: 39 Bücher, 14318 Seiten
    :study: in 2011: 25 Bücher, 9255 Seiten

  • Kurzbeschreibung:
    Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern - bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben - nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.


    Zur Autorin:
    Geboren wurde Amy Plum in Birmingham, Alabama. Schon bald lockten sie große Städte wie Paris oder London hinaus in die Welt. Eine Zeit lang arbeitete sie als Kunsthistorikerin in New York, bevor sie schließlich mit ihrem Ehemann ein großes Bauernhaus in der französischen Provinz bezog. Wann immer es die turbulenten Tage mit ihren beiden Kindern und ihrem Hund Ella erlauben, sitzt Amy Plum in dem kleinen alten Steinhäuschen in ihrem Garten und schreibt an ihren Romanen. Der erste, Von der Nacht verzaubert, ist der Auftakt einer traumhaften Trilogie.


    Rezension:
    Die 16-jährige Kate Mercier zieht nach dem tödlichen Unfall ihrer Eltern zusammen mit ihrer älteren Schwester Georgia zu ihren Großeltern nach Paris. Die beiden Schwestern könnten nicht unterschiedlicher sein: Kate vergräbt sich in ihrem Kummer um die Eltern in ihren Büchern lesend in Cafés, Georgia tanzt die Nächte mit wechselnden Freunden durch. Kate lernt Vincent kennen, der sie sofort fasziniert.


    Doch Vincent ist kein Mensch, er ist ein sogenannter "Revenant", ein Wiedergänger, der stirbt, um andere Menschen zu retten. Dies wird zur Belastungsprobe für Kate, denn einerseits will sie mit Vincent zusammen sein, aber andererseits fürchtet sie sich vor dessen Berufung, immer wieder zu sterben. Als es zu einem entscheidenden Kampf gegen andere Revenants kommt, die nichts Gutes im Sinn haben, wird Kate vor die Wahl gestellt, sich Vincent aus dem Kopf zu schlagen oder für ihn dazusein...


    Die Protagonistin Kate war mir von Anfang an sympathisch. Ihre tiefe Trauer um die Eltern und ihr Rückzug aus dem öffentlichen Leben konnte ich sehr gut nachvollziehen und auch die Gegensätze zu ihrer Schwester Georgia, die mit ihrer Trauer ganz anders umgeht, und die daraus resultierenden kleinen Streitigkeiten der beiden sind von Amy Plum gut geschildert.


    Die Figur des Vincent und seine Herkunft fand ich sehr interessant und zum allgegenwärtigen Thema der Werwölfe und Vampire erfrischend anders. Die Revenants konnten bei mir durchwegs punkten, denn ihre Lebensweise und ihre Aufgabe in der Gesellschaft bietet einmal etwas Neues im Jugendbuch-Genre.


    Auch die Nebenfiguren wie Kates Großeltern und die anderen Revenants, selbst die Bösewichte, wirken gut von der Autorin durchdacht, doch fällt ihnen nicht soviel Aufmerksamkeit zu wie Kate und Vincent. Da es sich bei "Von der Nacht verzaubert" um den Auftakt einer Trilogie handelt, wäre es zu wünschen, auch von diesen noch etwas mehr zu erfahren und in den Mittelpunkt rücken zu lassen.


    Im englischsprachigen Original ist bereits Anfang Mai der zweite Teil mit dem Titel "Until I Die" erschienen, und ich bin sehr gespannt in welche Abenteuer Kate, Vincent und ihre Freunde noch verwickelt werden.


    Fazit: Mit "Von der Nacht verzaubert" bringt Amy Plum eine neue interessante Spezies, die Revenants, ins Spiel, die sich vor Vampiren und Werwölfen in keinster Weise verstecken müssen. Ein wunderbarer Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie!

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