Laura Conti - Sara und Marco Eine Geschichte aus Seveso

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  • Klappentext:


    Eine Giftwolke liegt über Seveso und zerstört das Leben der Pflanzen und Tiere, bedroht das der Menschen. Ein Teil der Bevölkerung muß zwangsevakuiert werden und lebt für mehrere Monate in einem Hotel.
    Dennoch scheint den Erwachsenen das Dioxin nichts auszumachen, sie haben wichtigeres zu tun: Geschäfte.
    Der zwölfjährige Marco erzählt diese Geschichte als seine Geschichte: Er sieht Tiere sterben und Kinder krank werden. Er hört, das Kinder verkrüppelt auf die Welt kommen und erlebt Auseinandersetzungen über Abtreibungen.
    Über all das kann er mit seinen Eltern nicht reden, nur mit Sara, seiner Freundin aus einer süditalienischen Familie. Zusammen mit Ihr lernt Marco, sich ein eigenes Bild über die Welt der Erwachsenen zu machen, einer Welt, deren Wiedersprüche zum Nachdenken und Handeln auffordern.



    Meine Meinung zu diesem Buch:


    Laura Conti hat hier einen schönen flüssigen Schreibstiel abgeliefert. Sie schildert die Geschichte aus der Sicht des 12 jährigen Jungen und greift oft dessen Gedanken auf. Der Protagonist ist für sein Alter noch etwas naiv, was aber durchaus zu dem beschriebenen Elternhaus passt.
    Neben der Konsequenzen der Kathastrophe hat er auch mit den Anfängen der Pupertät zu tun und versucht auf seine Weise mit sich klar zu kommen.
    Er denkt in seinem einfachen Denken klar und prägnant die Wiedersprüche im Verhalten der Erwachsenen auf, so das man beim lesen gerne mal an sich selber denkt.
    Ein Buch, das aus den üblichen Romanen herrausfällt. Wachrüttelt ohne den pädagoischen Zeigefinger zu hoch anzusetzen.
    Für mich eine gelungene Mischung. Auf den ersten Seiten hatte ich den Eindruck, es ist ein Kinder und Jugendbuch. Doch nach der Lektüre würde ich es Kindern nicht in die Hand geben.

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