Rainer Klis, Laus im Pelz

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  • Der kurze Roman von Rainer Klis erzählt die Geschichte einer Beziehung, wie sie viele Menschen in der einen oder anderen Form kennen. Auch deshalb ist die Lektüre an vielen Stellen außerordentlich unterhaltsam.

    Henri Quast lebt in einer kleine Stadt in Süddeutschland. Er hat sich einen kleinen Getränkeladen aufgebaut und ist mit seinem Leben einigermaßen zufrieden. Alles läuft wie er es möchte, geordnet, ohne große Aufregung. Das geht so lange gut, bis sich auf eine Stellenausschreibung von Quast, der einen neuen Mitarbeiter sucht, ein Herr Nagel vorstellt. Er ist als ehemaliger Fremdenlegionär fit wie ein Turnschuh.

    Dieser Nagel mischt nicht nur den ganzen Laden auf, sondern bringt wie eine „Laus im Pelz“ das ganze Leben von Henri Quast durcheinander. Indem er ihm sogar die Freundin ausspannt, auch sein Liebesleben. Nagel schient es mit fortlaufender Handlung hauptsächlich auf eines abgesehen zu haben: aus unerfindlichen Gründen das Leben und die Existenz seines Arbeitgeber vollständig und für immer zerstören zu wollen.

    Der Roman bietet gute und hintersinnige Unterhaltung. Keine große Literatur, aber guter Lesestoff über die Abgründe von Beziehung zwischen einzelnen Menschen.

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