Susan Fletcher - Eve Green

Eve Green

4.3 von 5 Sternen bei 7 Bewertungen

Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783833303999

Termin: November 2006

  • Eine junge Frau wächst zunächst in Birmingham auf um nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter nach Wales zu ziehen zu ihren Großeltern. Hier muss sich das Stadtkind an ein sehr eingeschränktes Landleben gewöhnen, was ihm allerdings schnell gelingt. Komplizierter ist es, den emotionalen und sonstigen Tretminen auszuweichen, die ihre Mutter vor ihrem Weggang in der Gegend hinterlassen hat und mit denen sie in dieser Erzählung kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes aufzuräumen versucht.


    Klingt eigentlich wie etwas, was Rosamunde Pilcher geschrieben haben könnte, aber die Sprache und die Atmosphäre sind überaus eigen und machen das Buch darum zu etwas Besonderem im Bereich der autobiograpischen Frauenliteratur. :thumleft:

  • Ich habe mir das Buch nach der Empfehlung von Elke Heidenreich gekauft und wurde nicht enttäuscht.


    Ein wunderbares Buch, eine gut geschriebene Frauengeschichte.
    Sehr empfehlenswert, nicht nur für Frauen. :thumright:

  • Von dem Buch habe ich auch schon einiges gehört, nur Gutes. Wenn es irgendwann als Taschenbuch erscheint, ist es meins!

    Ich lese gerade "Die Haushälterin" von Jens Petersen und "Der Geist von Lamb House" von Joan Aiken.

  • Originaltitel: Eve Green


    Inhalt von Amazon kopiert:
    Im Alter von sieben Jahren verliert Evangeline ihre Mutter. Ihren Vater hat sie nie gesehen -- er verließ die Mutter noch während der Schwangerschaft. Das junge Mädchen wird zu ihren Großeltern aufs walisische Land gebracht, die dort das Gehöft Pencarreg bewirtschaften. Eve wächst inmitten rauer Natur, zwischen den Tieren des Hofs und mit den eigenbrötlerischen Bewohnern des nahen Dorfes auf. Schon bald findet sie Spuren ihres verschollenen Vaters, den die Mutter hier auf Pencarreg kennengelernt hatte, dessen Name aber niemals ausgesprochen werden darf. Ein eingeschnitztes „K“ im Fensterrahmen ihres Zimmers, das früher von ihrer Mutter bewohnt wurde, lässt ihr keine Ruhe. Sie sucht die Nähe des misstrauischen Außenseiters Billy Macklin und gewinnt seine Freundschaft. Eines Tages verschwindet Eves Schulkameradin Rosie Hughes spurlos. Eve ist sicher, den Täter gesehen zu haben, denunziert jedoch einen Unschuldigen. Auch intensivste Suchaktionen bleiben erfolglos und nichts ist mehr wie es einmal war. Die Idylle hat ihre Unschuld verloren.


    Eve Green erzählt die Geschichte ihrer Kindheit und Jugend. Sie lebt mit Daniel, ihrer Jugendliebe, nach dem Tod der Großeltern weiterhin auf Pencarreg und erwartet ihr erstes Kind.
    Sie ist als Kind ein Wildfang, gleichzeitig auch ein verschlossenes Mädchen, das sich nur wenigen Erwachsenen wirklich öffnet. Von einem Teil der Dorfbevölkerung wird sie ausgegrenzt, weil ihr Vater ein Ire gewesen sein soll und Eve ihm sehr ähnlich sieht. Eve sucht Leute, die sich an die Zeit vor ihrer Geburt und an ihren Vater erinnern.
    Ein leises, poetisches Buch, in dem die Landschaftsbeschreibungen, die Stimmungen der jeweiligen Jahreszeiten und die Natur einen breiten Platz einnehmen.


    Das Buch braucht Aufmerksamkeit beim Lesen, weil die Erzählerin nicht unbedingt der Chronologie der Ereignisse folgt, und sich die Geschichte in ihrer Gesamtheit im Kopf des Lesers zusammensetzt.
    "Fletcher widersteht auch der Versuchung, den Leser mit einem schlüssigen Ende zu verwöhnen", heißt es in der Amazon-Rezension. Allerdings: Genau DAS gefiel mir an diesem Buch nicht, auch wenn ich normalerweise nichts gegen ein offenes Ende habe. Aber wenn drei, vier Geschichten begonnen und alle mit offenem Ende abgeschlossen werden, bleibt ein kleines unbefriedigendes Gefühl zurück.
    Trotzdem: Der Stil der Autorin und auch die Handlung des Buches haben mir gut gefallen, und ich werde Ausschau nach weiteren Büchern von Susan Fletcher halten.


    Das Buch gibt es auch als Taschenbuch (ISBN 3833303999; 9,90 Euro), aber ich habe diese Ausgabe für die Vorstellung gewählt, weil das Cover viel schöner ist.



    Zur Autorin:
    * 1979 in Birmingham, wuchs in Solihull auf, studierte "Kreatives Schreiben" an der Universität von East Anglia und lebt in Stratford-upon-Avon.


    Preise für Eve Green:
    Nominierung zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2006
    Betty Trask Prize 2005
    JuBu Buch des Monats April 2005
    Whitbread First Novel Award 2004
    (Informationen von Wikipedia)


    Marie

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)



  • :uups: :uups: :uups:


    Asche über mein Haupt :(


    Das kommt davon, wenn man nicht im Index sucht, sondern in "Suchen" - und zwar (vermutlich) mit Tippfehler.


    Marie

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)



  • Ich habe das Buch Anfang des Jahres begonnen, dann aber doch wieder abgebrochen. Der Stil hat mir zwar sehr zugesagt, aber irgendwie war es wohl nicht der richtige Zeitpunkt für das Buch. Es bekommt aber demnächst auf jeden Fall noch eine erneute Chance von mir.


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond