Traugott Giesen (Hg.) Gedichtekalender Kleiner Bruder 2012

Anzeige


  • Nun habe ich den „Kleinen Bruder“ schon zum zweiten Mal erhalten und ich möchte ihn nicht mehr missen. Jenen von meinem ehemaligen Pfarrerkollegen Traugott Giesen herausgegebenen Gedichtekalender, den C.H. Beck im vergangenen Jahr von dem aufgelösten Verlag Langewiesche -Brandt übernommen hat, um ihn weiterzuführen.


    Für jeden Monat des Jahres 2012 hat Giesen wieder zwei Gedichte aus dem großen lyrischen Schatz der deutschen Sprache herausgesucht. Alte und klassische Gedichte von Andreas Gryphius, Walter von der Vogelweide und Theodor Storm etwa, sind dabei, aber auch sehr moderne Gedichte. So habe ich mich sehr gefreut, nach langer Zeit wieder auf das Gedicht „Calypso“ von Ernst Jandl zu stoßen und auch über dem Gedicht „Glockenspiel“ von Gertrud Kolmar habe ich sofort nach Erhalt des Kalenders lange verweilt, weil ich unlängst ihr sehr empfehlenswertes dreibändiges lyrisches Werk geschenkt bekam (Wallstein 2010).

    Nun hängt der Kalender an meinem Arbeitsplatz und erinnert mich täglich an die Kraft und die Sprachmacht von Gedichten, einer literarischen Gattung, die leider in der Flut der anderen Bücher unterzugehen droht. Doch Lyrik war immer eine Lektüre für Menschen, die bereit waren sich Zeit zu nehmen, nicht nur für den Text, sondern für das, was er mit ihnen macht, in ihnen auslöst, in Bewegung bringt.

    Viele Gedichte, die Traugott Giesen für 2012 ausgewählt hat, atmen eine tiefe Spiritualität, von denen ich mich immer wieder anstecken und transzendieren lassen möchte


    Für Lyrikfreunde ein schöner Begleiter durch das Jahr mit seinen unterschiedlichen Zeiten. Gut, dass es diesen Kalender weiter geben wird.

Anzeige