Daschkowa, Polina - In ewiger Nacht

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  • Seitenzahl: 452


    Autorenportraits:
    (Cover/Verlag)
    Polina Daschkowa, geb. 1960, studierte am Literaturinstitut in Moskau und arbeitete als Übersetzerin, bevor sie zur beliebtesten russischen Krimiautorin avancierte. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Moskau.


    Kurzbeschreibung:
    (Cover/Verlag)
    Olga ist Ärztin in einer psychiatrischen Klinik, sie ist verheiratet und hat zwölfjährige Zwillinge. Seit kurzem betreut sie einen Patienten, der offenbar das Gedächtnis verloren hat. Olga nimmt ihm das jedoch nicht ab. Was er ihr erzählt, erinnert sie an einen Mann, der im Internet obszöne Erzählungen und Kinderpornographie verbreitet. Nie wieder wollte Olga mit solchen Dingen zu tun haben. vor anderthalb Jahren waren sie und ihre Kollegen kläglich daran gescheitert, einen Serienmörder zur Strecke zu bringen. Der Misserfolg hatte sie noch lange seelisch belastet. Doch als im Fernsehen vom Tod der fünfzehnjährigen Shenja berichtet wird und alles so sehr der Mordserie von damals ähnelt, kann sie nicht anders, als sich wieder einzumischen, auch wenn sie dabei mit ihrer Jugendliebe zusammenarbeiten muss.
    Mitreißend und mit großer psychologischer Meisterschaft schildert Polina Daschkowa ihre Helden, sicher zeichnet sie ein Porträt der russischen Gesellschaft, thematisiert ein brennendes soziales Thema, den Missbrauch von Kindern.


    Meine Meinung:
    Das Thema, das die Autorin für diesen Krimi gewählt hat, ist wichtig und aktuell. Die Handlung komplex und dicht. Die Autorin betrachtet die gesellschaftliche Zusammenhänge, das Geschehen in dem Roman und auch die Protagonisten sehr präzise und analytisch. Schonungslos und ehrlich kritisiert sie Missstände der Gesellschaft.
    Im Vordergrund des Thrillers stehen nicht die blutige Einzelheiten sondern psychologische Hintergründe und Beobachtungen. Ein packender und interessanter Krimi.
    Was ich allerdings als nachteilig empfand:
    sehr viele Protagonisten - es dauerte eine Weile bis ich die auseinander halten konnte, wobei die ungewöhnliche Namen das noch erschwert haben;
    demzufolge auch zu viele Handlungsränge, die nicht ausreichend durch Kapiteln oder ähnliches gekennzeichnet waren.
    Das hat den Lesefluss etwas erschwert.
    Alles in allem aber ein lesenswerter Krimi.
    Von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    2021: Bücher: 186/Seiten: 84 813
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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