Steve Mosby - Schwarze Blumen / Black Flowers

  • Buchdetails

    Titel: Schwarze Blumen


    Verlag: Droemer TB

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 400

    ISBN: 9783426305010

    Termin: November 2015

  • Bewertung

    3.2 von 5 Sternen bei 26 Bewertungen

    63,5% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Schwarze Blumen"

    Wie aus dem Nichts erscheint eines Tages auf der Promenade eines englischen Seebades ein kleines Mädchen, das eine schwarze Blume in der Hand hält. Es erzählt der Polizei eine grauenerregende Geschichte: Ihr Vater entführe Menschen und quäle sie auf einer entlegenen Farm zu Tode. Die Polizei kann die Farm nicht finden. Die Geschichte steht in einem alten Kriminalroman mit dem Titel 'Die schwarze Blume' – und sie ist Fiktion. Aber eben nicht nur …
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  • Klappentext:


    Neil Dawson wollte immer Schriftsteller werden, wie sein Vater, ein erfolgreicher Romanautor. Doch nun ist sein Vater auf unerklärliche Weise verstorben, alles deutet auf Selbstmord. Im Haus seines Vaters findet Neil das zerfledderte Exemplar eines alten Kriminalromans mit dem Titel "Die schwarze Blume". Darin wird die Geschichte eines kleinen Mädchens geschildert, das auf der Promenade eines englischen Seebades aufgefunden wird und der Polizei eine haarsträubende Geschichte erzählt: Sie sei ihrem Vater davongelaufen, der Frauen entführe und sie auf seiner entlegenen Farm zu Tode quäle. Neil bekommt schnell heraus, dass die Story keineswegs nur ein Roman ist: Auf der Promenade des Ortes Whitkirk ist vor ein paar Jahren tatsächlich ein kleines Mädchen mit genau dieser Geschichte aufgetaucht. Die Farm konnte jedoch nie gefunden werden. Auch der wahnsinnige Entführer scheint alles andere als fiktiver Natur zu sein: Neil bekommt einen Anruf vom Handy seiner Freundin Ally. Ein Unbekannter teilt ihm mit, dass er sie "in seine Familie aufgenommen" habe, Neil werde sie nie wiedersehen. Völlig verstört macht sich Neil daran, den wenigen Spuren zu folgen, die er hat...


    Einmal mehr erweist sich Steve Mosby in "Schwarze Blumen" als Meister des komplexen, vielschichtigen Psychothrillers. Virtuos verwebt er die scheinbar disparaten Handlungsfäden zu einem hoch spannenden Szenario, dessen subtiles Grauen den Leser nicht mehr loslässt.


    Eigene Beurteilung:


    Auf insgesamt vier Haupterzählsträngen entwickelt sich die Geschichte und die einzelnen Stränge arbeiten ziemlich offensichtlich aufeinander zu. Dies ist vom Konzept her ganz interessant und zu Beginn auch spannend und durch die Markierungen, Erzählstimmen und Erzählsituationswechsel sind die Stränge auch die meiste Zeit gut auseinander zu halten.

    Leider sind die Zufälle, die gegen Ende einige der Erzählstränge zusammenführen nicht unbedingt glaubwürdig und wirken ähnlich konstruiert, wie die Motivation des ein oder anderen Charakters, weswegen ich das in der Anlage gute Buch auf Grund der Ausführung insgesamt eher als durchschnittlich bewerten würde. Schade eigentlich.

  • Ein kleines Mädchen taucht eines Tages auf der Promenade eines englischen Seebades auf und erzählt, dass sie vor ihrem Vater geflohen sei, der auf einer abgelegenen Farm Frauen zu Tode quälen würde. Eine unglaubliche Geschichte, die die Polizei vor ein Rätsel stellt. Es kann nicht einmal mit Bestimmtheit gesagt werden, ob das Kind die Wahrheit erzählt oder nur eine Geschichte wieder gegeben hat, denn ein vor Jahren veröffentlichter Roman taucht plötzlich auf und schildert genau diese Erlebnisse. Sein Autor wurde ermordet und er ist nicht der Einzige, der mit dem Leben bezahlen musste.


    Am Roman hat mich als erstes das Cover angesprochen. Auf der einen Seite ist es zwar sehr schlicht, auf der anderen Seite hat es aber auch eine besondere Ausstrahlung und weckt das Interesse an dem neusten Thriller von Steve Mosby, der durch den Roman "Der 50 / 50-Killer" in Deutschland bekannt wurde.


    Zitat

    "Das ist Jane, als sie aufgehört hat zu reden. Als sie nicht mehr spielen konnte. Rings um sie öffnen und schließen sich im Takt pechschwarze Blütenblätter, hörbar wie Wimpernschläge im Dunkeln." (Seite 133)


    Das Buch besteht aus 33 Kapiteln, die aus unterschiedlichen Sichten geschildert werden. Leider steht am Anfang eines Kapitels nicht, aus wessen Sicht jeweils erzählt wird, so dass man immer ein paar Zeilen oder Absätze braucht, um dahinter zu kommen. Der Roman ist ziemlich komplex. Viele Personen spielen eine entscheidende Rolle, Vergangenheit und Gegenwart fließen zusammen, es gibt etliche Buch-im-Buch-Passagen und zahlreiche Handlungsstränge tauchen auf, die jedoch Stück für Stück gekonnt miteinander verwoben werden, so dass der Inhalt gut ausgearbeitet und stimmig erscheint.


    "Schwarze Blumen" ist spannend, allerdings nicht im Sinne von "Nervenkitzel", der mir leider etwas fehlte, sondern im Sinne von "Ich bin gespannt, was die einzelnen Handlungsfäden miteinander zu tun haben und was wirklich hinter der Geschichte des Mädchens steckt." Der Roman hat mich durch seine Vielschichtigkeit und das Auftauchen verschiedener Spuren und Ansätze fesseln können, allerdings erhoffe ich mir bei einem Thriller immer das Gefühl, dass mir der Atem beim Lesen vor Spannung stockt und das bietet dieses Buch nicht. Trotzdem überzeugt es durch die toll ausgearbeitete Geschichte, den interessanten Ansatz, ein kleines Mädchen am Anfang des Romans nicht verschwinden, sondern überraschenderweise auftauchen zu lassen, und bietet etliche Überraschungen. Obwohl das Ende zum Teil voraussehbar ist, lohnt es sich, den Roman zu lesen.




    Fazit: Leser, die ein Buch mit "Nervenkitzel pur" suchen, werden dieses Buch wahrscheinlich nur mittelmäßig finden. Wer sich jedoch von einem komplexen Plot und einem interessanten Ansatz fesseln lassen möchte, der ist mit "Schwarze Blumen" gut beraten. 4/5 Sterne.


  • Nachdem ich mich mit großen Erwartungen auf das Buch gestürzt habe, wurde ich beim lesen doch ein wenig enttäuscht.


    Habe mir einen spannungsvoll geladenen Thriller vorgestellt, den man nicht aus der Hand legen kann.
    Für mich jedoch hat sich das Buch sehr gezogen und irgendwie ist die Spannung sehr abgeflacht. Vor allem weil immer die Teile des Buches "Die schwarze Blume" eingesetzt wurden - und man eigentlich mehr von der tatsächlichen Handlung lesen wollte.
    Gegen Ende kommt dann wieder ein wenig Spannung und Nerverkitzel auf... aber das kann das seichte "Zwischendrin" des Buches nicht wirklich herausreißen.


    Schade - irgendwie hatte ich mir mehr erhofft. :roll:


    Gebe dem Buch :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Inhaltsangabe/Buchrücken:
    Das Mädchen. Die Falle. Das Grauen.
    Ein verschwundenes Mädchen taucht wieder auf, eine schwarze Blume in der Hand. Geflohen von einer abgelegenen Farm, auf der ein Psychopath Frauen zu Tode quält. Wahrheit? Lüge? Die Polizei kann das Anwesen nicht finden.
    Die gleiche Geschichte findet sich in einem Kriminalroman mit dem Titel "Die schwarze Blume". Der Autor ist tot, ermordet. Und er ist nicht der Einzige, der mit dem Leben bezahlen musste.


    Meine Meinung:
    Steve Mosby war mir schon durch seinen 50/50 Killer ein Begriff und nun war ich schon recht gespannt auf seinen neuen Thriller „Schwarze Blumen“.
    Die Grundidee der Handlung fand ich recht interessant: eine Geschichte in einem Kriminalroman, die veröffentlicht wurde, sich real anscheinend ereignet hat und deren Wahrheit noch über Jahre hin weg die Konsequenzen zieht.
    Schriftsteller sterben, Menschen verschwinden, Wahrheit und Lüge müssen auseinander gefummelt werden.
    Für Neil Dawson und auch Ermittlerin Hannah Price beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.
    Schon hier merkt man schnell, das dieser Thriller über mehrere Handlungsstränge verfügt, und leider dauerte es bei mir eine Weile, bis ich einigermaßen in die Handlung hinein gefunden habe.
    Die ersten 100 Seiten zogen sich für mich unnötig in die Länge, die Spannung fehlte mir gänzlich, und ich hätte es schon fast abgebrochen.
    Dann jedoch kam er in Fahrt und der Handlungsverlauf festigte sich.
    Die Personen sind zwar sehr gut dargestellt wirken aber oft konfus und naiv. Es erscheinen recht viele Personen und man muss sie erst einmal auseinanderhalten und den verschiedenen Szenen zuordnen.
    Der permanente Szenenwechsel erschwerte meinen Lesefluss erheblich.
    Das Buch ist in drei Teilen aufgebaut mit mehreren Kapiteln und wechselt die Perspektiven zwischen Hannah, Neil und der Kriminalgeschichte.
    Diese Kriminalgeschichte dient allerdings zum Aufbau der Handlung und macht diesen Thriller etwas spannender und interessanter.
    Der Schreibstil an sich ist recht fließend und würde einen schnellen Lesefluss ermöglichen, wäre der Handlungsverlauf nicht so schrecklich verwirrend.
    Positiv aufgefallen ist mir definitiv die Covergestaltung. Selbst wenn man das Buch aufschlägt, erscheint in den Klappenseiten eine Blume. Dies lässt die Geschichte noch düsterer erscheinen.
    Mit 394 Seiten fand ich ihn schon ziemlich langatmig allerdings sollte man diesem Thriller zugestehen, dass er am Ende einen wirklich spannenden Showdown hinlegt.


    Fazit:
    Schwarze Blumen ist ein Thriller, dessen Handlung ich zwar sehr interessant fand, aber der leider durch seinen lang gezogenen und verwirrenden Aufbau nicht vollends überzeugen konnte.
    Ich denke er hätte definitiv mehr Spannung und weniger drum herum verdient.
    Steve Mosby, geboren 1976 in Horsforth/Yorkshire, studierte Philosophie und lebt als freier Schriftsteller in Leeds. Seit seiner Kindheit war Schreiben seine Leidenschaft. Mit "Der 50/50-Killer" gelang ihm der Durchbruch als hochklassiger Thrillerautor.(Quelle: Knaur Verlag)
    Gesamtwertung: 3/5 Sterne
    © Michaela Gutowsky

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