Klappentext:
Neil Dawson wollte immer Schriftsteller werden, wie sein Vater, ein erfolgreicher Romanautor. Doch nun ist sein Vater auf unerklärliche Weise verstorben, alles deutet auf Selbstmord. Im Haus seines Vaters findet Neil das zerfledderte Exemplar eines alten Kriminalromans mit dem Titel "Die schwarze Blume". Darin wird die Geschichte eines kleinen Mädchens geschildert, das auf der Promenade eines englischen Seebades aufgefunden wird und der Polizei eine haarsträubende Geschichte erzählt: Sie sei ihrem Vater davongelaufen, der Frauen entführe und sie auf seiner entlegenen Farm zu Tode quäle. Neil bekommt schnell heraus, dass die Story keineswegs nur ein Roman ist: Auf der Promenade des Ortes Whitkirk ist vor ein paar Jahren tatsächlich ein kleines Mädchen mit genau dieser Geschichte aufgetaucht. Die Farm konnte jedoch nie gefunden werden. Auch der wahnsinnige Entführer scheint alles andere als fiktiver Natur zu sein: Neil bekommt einen Anruf vom Handy seiner Freundin Ally. Ein Unbekannter teilt ihm mit, dass er sie "in seine Familie aufgenommen" habe, Neil werde sie nie wiedersehen. Völlig verstört macht sich Neil daran, den wenigen Spuren zu folgen, die er hat...
Einmal mehr erweist sich Steve Mosby in "Schwarze Blumen" als Meister des komplexen, vielschichtigen Psychothrillers. Virtuos verwebt er die scheinbar disparaten Handlungsfäden zu einem hoch spannenden Szenario, dessen subtiles Grauen den Leser nicht mehr loslässt.
Eigene Beurteilung:
Auf insgesamt vier Haupterzählsträngen entwickelt sich die Geschichte und die einzelnen Stränge arbeiten ziemlich offensichtlich aufeinander zu. Dies ist vom Konzept her ganz interessant und zu Beginn auch spannend und durch die Markierungen, Erzählstimmen und Erzählsituationswechsel sind die Stränge auch die meiste Zeit gut auseinander zu halten.
Leider sind die Zufälle, die gegen Ende einige der Erzählstränge zusammenführen nicht unbedingt glaubwürdig und wirken ähnlich konstruiert, wie die Motivation des ein oder anderen Charakters, weswegen ich das in der Anlage gute Buch auf Grund der Ausführung insgesamt eher als durchschnittlich bewerten würde. Schade eigentlich.




