Tony Black, Gelyncht

  • Buchdetails

    Titel: Gelyncht


    Band 2 der

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 385

    ISBN: 9783552055735

    Termin: Februar 2012

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  • Inhaltsangabe zu "Gelyncht"

    Edinburgh, mitten in der Nacht: Gus Dury (der immer noch wild und gefährlich lebt) stolpert buchstäblich über die Leiche eines Buchmachers. Sein Pitbull hatte ein dreijähriges Mädchen zerfleischt. Gus alarmiert die Polizei - ein Fehler, denn er bekommt es mit der ganzen Härte der korrupten Ordnungshüter zu tun. Anstatt den Mord aufzuklären, will Obercop Jonny Johnstone ihm die Schuld dafür in die Schuhe schieben - und nebenbei auch noch Gus' Ex heiraten. Also muss er selbst ran und taucht ein in die Unterwelt Edinburghs, wo illegale Hundewettkämpfe stattfinden und die Polizei mit Kriminellen unter einer Decke steckt. Der neue Roman von Tony Black, 'dem besten britischen Krimi-Autor' (Irvine Welsh).
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  • Die Edinburgh - Krimis des schottischen Schriftstellers Ian Rankin um seinen Inspector John Rebus haben in der Vergangenheit Standards gesetzt in der Krimiliteratur aus Schottland. Nun schickt sich seit Jahren schon in Schottland der 1972 geborene Journalist Tony Black an, mit einer dort überaus erfolgreichen Reihe in dessen Fußstapfen zu treten.

    Mit dem hier vorliegenden zweiten Roman „Gelyncht“ setzt der Zsolnay Verlag, der für Krimireihen als erste Adresse gelten kann ( Friedrich Ani, Veit Heinichen u.a.) die Veröffentlichung der deutschen Übersetzungen der Bücher von Tony Black fort.

    Er hat mit dem versoffenen und alkoholabhängigen ehemaligen Journalisten Gus Dury eine Figur erschaffen, der sich ähnlich wie John Rebus in Edinburgh gut auskennt, besonders in den zwielichtigen Kreisen der Halbwelt und der Unterwelt. Natürlich hat er seinen Job (und auch seine Frau) wegen des Whiskys verloren, den er in Unmengen trinkt und der ihn umbringen wird, wenn er nicht bald eine Lösung seines Alkoholproblems findet. Nach der Lektüre des ernsten Bandes konnte ich mir nicht vorstellen, dass Tony Black ihn im zweiten Band dieser neuen Reihe weiter so saufen lassen wird. In „Geopfert“ kam Gus Dury, parallel zur Haupthandlung des Buches, quasi selbsttherapeutisch, einem wesentlichen Grund seiner Misere und seines bisher doch arg verkorksten Lebens auf die Spur, seinem Vater, der es als Fußballspieler bis in den WM-Kader der schottischen Nationalmannschaft gebracht hat, und der zeitlebens für seinen Sohn neben seiner Verachtung nur brutale Gewalt in Form von Schlägen und Prügel übrig hatte. Da den Vater im Laufe des Buches das Zeitliche segnete, würde er in den nächsten Bänden vielleicht den Kopf frei haben für sein eigenes Leben, so dachte ich.

    Doch ich wurde enttäuscht. Auch in „Gelyncht“ säuft er weiter, auch wenn er für kurze Zeit bei der Lösung eines Mordfalles die Hoffnung hat, sogar wieder in seinem alten Beruf als Journalist Fuß zu fassen. Wieder kommt er alle möglichen Teufelsküchen und spielt während seiner mit ungewöhnlichen Methoden geführten Ermittlungen mehrmals mit seinem Leben. Der Roman wird beworben mit dem Hinweis, er sei ein Leckerbissen für Fans von Hardboiled-Krimis. Das mag sein. Mir jedoch haben die Sprache und die Brutalität des Buches nicht gefallen. Dachte ich beim ersten Buch noch, ich könnte mich daran gewöhnen und etwa von der zugegeben tollen Spannung entschädigen lassen, die Tony Black gekonnt aufbaut, bin ich mir nach der Lektüre des zweiten unsicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen soll.

    1. Gelyncht

      (Ø)

      Verlag: Paul Zsolnay Verlag


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