Madeleine Wickham - Die Tennisparty/The Tennis Party

Anzeige

  • Originaltitel: The Tennis Party


    Klappentext:


    Es sollte ein amüsantes Wochenende werden, mit netten Freunden, gutem Essen, reichlich Alkohol und einem kleinen Tennisturnier. Patrick Chance, neureicher Investmentmakler mit luxuriösem Landhaus und kostspieligem Lebensstil, spielt gerne den großzügigen Gastgeber. Schließlich hat er es in seinem Leben weit gebracht. Doch den wahren Grund für die Einladung verrät er nicht einmal seiner Frau Caroline: um sich die diesjährige Erfolgsprämie seiner Firma zu sichern, muß er bis Monatsende noch einen Abschluß über 80.000 Pfund tätigen.


    Zwei Kandidaten hat Patrick dafür im Visier: seinen Freund Charles, der durch die Heirat mit einer adeligen Fabrikantentochter zu Ansehen und Reichtum kam, und den zukünftigen Hotelbesitzer Don. Die Dritten im Bunde, das biedere Akademikerpaar Stephen und Annie, werden eher aus nostalgischen Gründen dazugebeten; früher haben sie mit den Gastgebern in einer Straße gewohnt. Doch dann taucht unvermutet Ella auf, Charles`Ex-Freundin. Und mit ihr bricht ein Sturm von Emotionen los, der sowohl die Träume von Patrick wie auch die von seinen Gästen kräftig durcheinanderwirbelt.


    Die Autorin:


    Die geborene Londonerin Madeleine Wickham (Jahrgang 1969) studierte in Oxford und am renommierten King´s College Musik. Anschließend arbeitete sie als Lehrerin und erzielte nebenher erste journalistische Erfolge. "Die Tennisparty" ist ihr erster Roman. Die Autorin schreibt heute unter dem Namen Sophie Kinsella.


    Roman, 282 Seiten


    Meine Meinung:


    Vor einigen Jahren hatte ich diesen Roman schon einmal gelesen und wusste nur noch, dass er mir sehr gut gefallen hatte. Jetzt habe ich ihn mir wieder in der Bücherei ausgeliehen und bin ein weiteres Mal positiv beeindruckt. Ich halte diesen Debütroman für sehr gelungen. Die Handlung der Geschichte hat mich gleich angesprochen. Es geht hier um ein Tennisturnier unter befreundeten Paaren, dass sich über zwei Tage erstreckt und am Ende in einen Riesenstreit ausartet.


    Der Gastgeber Patrick, versucht den gesellschaftlichen Anlass mit einem profitablen Geschäftsabschluss zu verbinden. Hierfür hat er sich seinen Freund Charles ausgesucht, der durch die Heirat mit der reichen Cressida zu Geld gekommen ist. Als dieser ihn abblitzen lässt, gelingt es ihm den Akademiker Stephen, der an seiner Promotion arbeitet und sich und seine Familie nur knapp über Wasser halten kann, einen Investmentfond über 80.000 Pfund aufzuschwatzen. Dafür muss Stephen aber eine Hypothek auf sein bis dahin schuldenfreies Haus aufnehmen. In seiner ersten Begeisterung im Angesicht des zur Schau gestellten Reichtums seiner Freunde, lässt er sich auf dieses Wagnis ein. Bereits am Abend aber beginnt er die Sache zu bereuen und möchte einen Rückzieher machen. Das ist dann aber gar nicht so einfach.


    Auch Charles gerät durch die Ankunft seiner Exfreundin Ella in arge Bedrängnis und lässt sich eine Affäre ein. Währenddessen erhält seine Frau Cressida einen Brief, der ihre gesamte Existenz zu bedrohen scheint. Sie haftet als Lloyds-Bürge unbeschränkt und hat keine Ahnung von finanziellen Dingen. Aus Angst verschweigt sie diese Tatsache vor ihrem Mann, der aber durch Zufall dahinterkommt und entsprechend reagiert. :evil:


    Ein weiteres Paar hält sich für das Tennisturnier bereit: Don und seine naiv burschikose Tochter Valerie. Für diese beiden ist das Tennisfeld eher ein ernstzunehmender "Kriegsschauplatz", in dem in jedem Fall ein Sieg erzielt werden muss.


    Dieses Aufprallen verschiedener Charaktere und die Eskaltion am Ende des Turnieres ist einfach herrlich und witzig geschrieben. Mir hat das Wiederlesen viel Spaß gemacht. Bewertung: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    :study: Jeder Tag, an dem ich nicht lesen kann, ist für mich ein verlorener Tag!

Anzeige