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Ursula Poznanski - Fünf

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Fünf

4.3|214)

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783499257568

Termin: Juli 2013

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  • Klappentext:
    Thanks for the Hunt ...
    Du bist fündig geworden. Rätselaufgaben, deren Lösung Koordinaten sind. In Plastikbehälter verpackte Leichenteile. Zeugen, die nach der Befragung sterben. Es ist eine blutige Version des Geocaching, eine grausige Jagd, auf die sich die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary einlassen muss. Der Fall scheint unlösbar. Und plötzlich wird sie selbst zur Beute ...


    Die Autorin (von amazon.de kopiert)
    Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universitäten und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag. Nach dem fulminanten Erfolg ihres Jugendromans "Erebos" widmet sie sich nun hauptsächlich dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.


    Inhalt:
    Die Scheidung von ihrem Mann Achim setzt der LKA-Beamtin Beatrice Kaspary ohnehin schon zu. Da ihr Ex einfach nicht verstehen will, warum sie die Trennung wollte, terrorisiert er sie nicht nur Tag und Nacht mit Anrufen, er versucht auch immer wieder, die gemeinsamen Kinder gegen ihre Mutter aufzuhetzen, denn ihr Job spannt Beatrice oftmals wirklich ziemlich ein.
    Das wird erst recht nicht besser, als Beatrice und ihr Kollege Florin Wenninger zu einem Tatort gerufen werden, an dem eine Frauenleiche mit gefesselten Händen auf einer Kuhweide liegt. In ihre Fußsohlen sind merkwürdige Zahlenkombinationen eintätowiert worden – und es dauert einen Moment, bis die Kommissare darauf kommen, dass es sich um Koordinaten handelt. Was kann das zu bedeuten haben? Hat der Mörder der jungen Frau diese merkwürdige Tätowierung zugefügt?
    Sehr schnell stellt sich heraus, dass der Mörder tatsächlich auf diese Weise Kontakt zu den Ermittlern aufnimmt und dass er ein grausames Spiel mit ihnen spielt. Wie beim Geocaching müssen die Polizeibeamten Rätsel lösen, die sie dann zu den verschiedensten Orten führen, wo sie dann einen Cache finden – eine Trophäe, wie sie gruseliger kaum sein könnte, denn der Mörder verpackt dafür verschiedene Körperteile seiner Opfer – zusammen mit einem Rätsel, das die Beamten dann zu einer anderen Person führt, die sich nicht erklären kann, was sie mit dem Fall zu tun haben könnte. Was diese Menschen miteinander verbindet, ist für Beatrice und Florin lange Zeit überhaupt nicht einschätzbar, auch wenn sie das Gefühl haben, dass nicht alle Befragten ehrlich zu ihnen sind, können sie niemandem etwas nachweisen. Fest steht nur, dass alle Menschen, mit denen sie sprechen, um Klarheit in den ersten Mordfall zu bringen, kurz darauf selbst zu Opfern des Täters werden. Die Jagd wird immer unheimlicher und gefährlicher – nicht zuletzt für Beatrice Kaspary selbst, denn plötzlich nimmt der Mörder per SMS auch zu ihr Kontakt auf und beginnt, ein Spiel mit ihr ganz persönlich zu spielen. Dabei wird auch immer deutlicher, dass er von einem Ereignis in ihrer Vergangenheit weiß, das Beatrice seit vielen Jahren einfach nur vergessen möchte. Was will der Täter von ihr?


    Meine Meinung
    Ich habe „Erebos“ und „Saeculum“ verschlungen und deswegen habe ich mich auf „Fünf“ schon sehr gefreut und war neugierig darauf, wie sich die Autorin mit einer ganz anderen Zielgruppe und einem doch anderen Genre machen würde. Und ich kann nur sagen: Sie kann es, sie macht es fantastisch, dieser Thriller ist schon jetzt Anwärter auf das „Buch des Jahres“ bei mir.
    Die Figuren dieses Thrillers wirken natürlich und sind allesamt eigene Charaktere, keine klischeebesetzten Typen. Neben Beatrice selbst, die einfach dadurch besticht, dass sie eben nicht perfekt ist, dass sie Schwierigkeiten damit hat, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, aber trotzdem tough ist und sich nicht unterkriegen lässt, mochte ich auch ihren Kollegen Florin sehr gern. Die privaten Hintergründe der Figuren könnten ja, wenn es der Auftakt zu einer Reihe wäre, auch noch sehr interessant weiterentwickelt werden. Auch das finde ich sehr gut.
    Poznanski hat einfach, man kann es nicht anders sagen, immer wieder tolle Ideen für ihre Bücher. Dass sie sich auch hier wieder ein Spiel als Grundlage nimmt (ich entschuldige mich schon mal bei allen Geocachern, die sich durch diese Bezeichnung ihres Hobbys beleidigt fühlen) und darauf eine spannende Geschichte aufbaut, finde ich gewagt, aber absolut gelungen.
    Das Buch ist durch und durch spannend und unheimlich gut erzählt, es fiel mir schwer, es überhaupt aus der Hand zu legen. Wer mag, kann außerdem de Koordinaten der Tatorte bei Google Maps eingeben und sich ein echtes Bild von ihnen machen – ein netter Zusatz, finde ich.
    Die Auflösung ist, wie man es von Ursula Poznanski kennt, unerwartet, bis ins letzte Detail durchdacht und so gut konstruiert, dass es eigentlich auch garr nicht anders hätte sein können. Ich war absolut nicht auf der richtigen Fährte und auch wenn die Vorgehensweise des Mörders im Nachhinein vielleicht etwas hollywoodlike ist, tut das dem Buch keinen Abbruch. Für mich ein echtes Lesehighlight.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Danke für die tolle Rezi, Strandläuferin. :thumleft: Offiziell erscheint "Fünf" ja erst im Februar und ich habe schon hin und her überlegt ob ich es vorbestelle, da mir die Jugendbücher von Poznanski vorzüglich gefallen haben. Wollte dann aber erst einmal die ein oder andere Rezi abwarten ob sie ein "Erwachsenenbuch" genauso gut hinbekommt. Jetzt werde ich gleich mal Amazon besuchen. :wink:

  • Danke für die Rezi. Das klingt wirklich vielversprechend. Irgendwie kommt es mir vor, als hätte Poznanski vor ein paar Tagen erst ihren Debütroman veröffentlicht und nun werden es so schnell mehr. :-k


    Naja mir soll es recht sein! :lol:

  • Irgendwie kommt es mir vor, als hätte Poznanski vor ein paar Tagen erst ihren Debütroman veröffentlicht und nun werden es so schnell mehr.

    In ihrer Danksagung schreibt sie etwas Ähnliches, erinnert sich an ihr erstes Gespräch mit ihrer Agentur, in dem sie wohl gesagt hat, sie wolle am liebsten möglichst schnell vom Schreiben leben können - aber sie habe nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde! :loool:

  • Das Buch habe ich, nachdem ich die Leseprobe verschlungen habe, auch direkt auf meine WuLi gepackt.
    Da deine Meinung zum gesamten Buch nun auch so positiv ausfällt, werde ich es mir auf jeden Fall demnächst zulegen :wink:

    :clown: Liebe Grüße von Innamorata (Anni).


    :study: Du bist nie allein - Nicholas Sparks


    Gelesen / Abgebrochen / SuB: :cat: 0 / 0 / 30 :cat:


    Gelesen 2014: 42 Bücher

  • In ihrer Danksagung schreibt sie etwas Ähnliches, erinnert sich an ihr erstes Gespräch mit ihrer Agentur, in dem sie wohl gesagt hat, sie wolle am liebsten möglichst schnell vom Schreiben leben können - aber sie habe nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde! :loool:


    Hehe, es sei ihr gegönnt. Wer so viele Ideen hat und auch noch in der Qualität schreibt, darf das ruhig machen! Und auch davon leben! :D

  • Ich habe "Fünf" heute beendet und kann schon mal sagen, dass ich mich Strandläuferins Bewertung mit :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: anschließe.
    Nach Ablauf der Sperrfrist (16.02.) werde ich meine Rezi hier dranhängen, bei vorablesen ist sie schon verfügbar. :wink:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Fünf - Ursula Poznanski




    Die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary hat sich von ihrem Mann getrennt. Tag und Nacht terrorisiert er sie nun mit seinen Anrufen und versucht die Kinder gegen sie aufzuhetzen. Als auf einer Kuhweide die Leiche einer Frau gefunden wird, gerät die alleinerziehende Mutter schon bald an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Denn unter den Fußsohlen der Ermordeten werden eintätowierte Koordinaten entdeckt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Florin Wenninger begibt sie sich zum angegebenen Ort. Tatsächlich finden die beiden dort eine Box. Der Inhalt ist schockierend. Denn eine abgetrennte Hand und ein weiterer Hinweis läuten eine grausige Schnitzeljagd ein. Der Täter treibt ein heimtückisches Spiel mit den Ermittlern und scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein....




    Meine Meinung



    Der Thriller startet mit einem rasanten Prolog, in dem man eine Frau dabei beobachtet, wie sie sich nicht vom Flehen eines verzweifelten Mannes erweichen lässt und zur Pistole greift. An dieser spannenden Stelle bricht der Prolog ab und wirft einige Fragen auf. Das Interesse an den Hintergründen ist dadurch sofort geweckt.


    Nun lernt man die beiden Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger näher kennen. Sie scheinen ein eingespieltes Team zu sein und sich gut zu ergänzen. Das Privatleben von Beatrice ist recht stressig, denn der Ex-Mann terrorisiert sie ständig mit seinen Anrufen und versucht die Kinder auf seine Seite zu ziehen. Die unregelmässigen Arbeitszeiten von Beatrice und die Tatsache, dass Mörder die unangenehme Angewohnheit haben, keine Rücksicht auf den wohlverdienten Feierabend der Ermittler zu nehmen, sind ihm dabei ein Dorn im Auge. Denn er ist der Meinung, dass Beatrice dadurch die Kinder vernachlässigt und dass sie bei ihm viel besser aufgehoben wären. Das stressige Privatleben lässt Beatrice sympathisch und lebendig wirken. Man kann den Zwiespalt, in dem sie momentan steckt, sehr gut nachempfinden und sich mit der Hautprotagonistin identifizieren. Florin Wenninger macht ebenfalls einen sympathischen Eindruck, sodass man dem Ermittlerteam gerne bei der Arbeit über die Schulter schaut.


    Das Geschehen wird aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Dadurch wirkt die Handlung abwechslungsreich. Leider kann die anfangs aufgebaute Spannung, meiner Meinung nach, nicht durchgehend gehalten werden. Sie flacht nach dem rasanten Einstieg ab und stellenweise plätschert die Handlung dann etwas vor sich hin. Dennoch kommt keine Langeweile auf, denn auch ohne Hochspannung, wirkt das Gelesene durchgehend interessant. Zum Ende hin gibt es allerdings einige Überraschungen, sodass die Spannungskurve steil nach oben steigt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Aufgrund der detaillierten Beschreibungen kann man sich die Protagonisten und die jeweiligen Handlungsorte sehr gut vorstellen und mühelos in die Geschichte eintauchen.


    Der Täter spielt ein Katz-und Mausspiel mit Beatrice Kaspary. Er nutzt dafür Geocaching, eine moderne Form der Schnitzeljagd. Auch wenn man als Leser keine Vorkenntnisse in diesem Bereich hat, kann man dem Handlungsverlauf mühelos folgen. Denn Beatrice ist selbst noch Neuling und bekommt deshalb alles Wissenswerte von ihrem Kollegen erklärt.


    Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten. Auch wenn für mich die Spannung nicht durchgehend spürbar war, habe ich mich, dank sympathischer Ermittler und interessanter Haupt- und Nebenhandlungen, keinen Moment gelangweilt. Ich vergebe vier von fünf Bewertungssternen und würde sehr gerne einen weiteren Fall mit dem Ermittlerteam lesen.



    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Inhalt


    Die Salzburger Kriminalkommissarin Beatrice Kaspary hat es als
    alleinerziehende Mutter von zwei Kindern nicht leicht. Ihr Exmann Achim
    hat die Trennung nicht verkraftet und macht seiner ehemaligen Frau das
    Leben schwer. Als wären diese Querelen und das schlechte Gewissen ihren
    Kindern gegenüber, die sie wegen ihrer Arbeit oft zu Achim oder zu ihrer
    Mutter "auslagern" muss, nicht genug, werden Beatrice und ihr Kollege
    Florin Wenniger in eine ebenso ungewöhnliche wie brutale Mordserie
    verwickelt. Eine junge Frau wird tot aufgefunden, ihr wurden
    geographische Koordinaten auf die Fußsohlen tätowiert. An dem durch die
    Koordinaten angegebenen Ort findet die Polizei eine Plastikbox mit
    Leichenteilen eines Mannes und einen Brief, der ein Rätsel enthält,
    durch dessen Bearbeitung man neue Koordinaten ermitteln kann. Diese
    makabere "Spielerei" folgt den Regeln des Geocachings, eines offenbar
    recht verbreiteten Hobbys, dem in seiner harmlosen Form (ohne
    Leichenteile als Fundobjekte) viele Menschen nachgehen. Beatrice, Florin
    und ihre Kollegen müssen jetzt herausfinden, wer der Ermordete war,
    dessen handlich zerlegte Einzelteile in den diversen Caches gefunden
    werden und welche Beziehung dieser Mann zu der anfangs aufgefundenen
    Toten und den im Weiteren folgenden Mordopfern hatte. Da der Täter die
    Angewohnheit hat, die Polizei in seinen rätselhaften Botschaften auf
    bestimmte Menschen hinzuweisen und diese dann, teils vor, teils nach
    ihrer Vernehmung durch die Mordkommission umzubringen, muss auch noch
    Personenschutz organisiert werden.


    Beatrice, aus deren Vergangenheit dem Täter etwas bekannt ist, das
    ihre Kollegen nicht wissen (sollen), ist die bevorzugte "Spielpartnerin"
    des Mörders. Von dem Wunsch besessen, ihn zur Strecke zu bringen,
    verlangt sie sich extrem viel ab und begibt sich in große Gefahr.


    Beurteilung


    Die Autorin setzt in ihrem Roman "Fünf" eine neuartige Thriller-Idee
    sehr gekonnt um. Der Ablauf der Ereignisse wird von Mord zu Mord
    spannender, trotz der teilweise recht grausamen Einzelheiten bleibt die
    Handlung des Romans glaubhaft, wobei die einzelnen Ermittlungsschritte
    sehr logisch konstruiert sind und die Arbeit der Polizei mit allen
    Facetten (Laufarbeit, Internetrecherche, Personenschutz etc) minutiös
    dargestellt wird. Mit den Hauptfiguren rätselt der Leser über die
    Hintergründe der scheinbar irren Taten, erst nach und nach erkennt man
    die Zusammenhänge zwischen den Morden und die Motivation für den
    seltsamen Kommunikationsweg zwischen dem Täter und den Kriminalbeamten.


    Auch auf der privaten Ebene ist das Leben der Protagonistin Beatrice
    im Spagat zwischen Beruf und Kindererziehung sehr interessant zu
    verfolgen und bietet Potenzial für weitere Romane, falls eine Serie
    geplant ist. Die Romanfiguren sind charakterlich gut ausgestaltet, sie
    sind weder Superhelden noch Bösewichte, sondern realitätsnah
    dargestellt.


    Fazit
    Nach dem Jugendroman "Saeculum" ist "Fünf" das
    zweite Buch, das ich von Ursula Poznanski gelesen habe und es hat mir
    sowohl von der ungewöhnlichen Thematik, als auch vom Aufbau und
    Erzählstil ausgezeichnet gefallen. Für Liebhaber spannender Thriller, in
    denen auch etwas mehr Blut fließen darf, möchte ich das Buch unbedingt
    weiterempfehlen. :thumleft:


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

    2 Mal editiert, zuletzt von €nigma ()

  • Zum Inhalt:


    Auf einer Kuhweide wird eine weibliche Leiche gefunden. Auf ihren nackten Füßen finden sich merkwürdige Zahlen eintätowiert. Schnell wird den Ermittlern klar, dass es sich hierbei um Koordinaten handelt und dass der Mörder sie anscheinend auf eine morbide Schnitzeljagd schicken will. Kommissarin Beatrice Kaspary und ihr Kollege Florin Wenninger werden am angegebenen Ort schnell fündig - aber damit geht die Rätselei erst richtig los.


    Meine Meinung:


    Nachdem ich bereits die Jugendbücher von Ursula Poznanski gelesen hatte und Erebos ganz ok sowie Saeculum großartig fand, bin ich sehr gespannt an diesen ersten "Erwachsenen-Krimi" aus der Feder der Autorin herangegangen. Im Gegensatz zu den vielen bisherigen begeisterten Rezensionen, die ich gelesen habe, konnte mich das Buch allerdings nicht wirklich fesseln und ich habe über 2 Wochen gebraucht, um es zu beenden. Das ist bei mir als Schnell-Leserin, noch zu bei einem Krimi, kein gutes Zeichen.


    Mit den Ermittlern bin ich nicht wirklich warmgeworden. Bea fand ich ziemlich anstrengend, Florin blieb mir zu blass, wurde mir aber als fast zu toll geschildert. Einzig mit dem jungen Stefan konnte ich mich anfreunden, dieser spielte aber ja nur eine Nebenrolle.


    Dass hier mal wieder eine Ermittlerin massive Probleme mit Job und Privatleben hat, wird breit ausgewalzt und ich fand es eher ermüdend.


    Ziemlich nervig fand ich die ständige Wiederholung des mehrzeiligen Songtextes, den Bea als Klingelton ihres Handys bei SMS-Benachrichtigung eingestellt hat.


    Das Thema Geocaching wurde interessant und auch für Laien verständlich in die Handlung eingebaut. Auch wenn ich mich noch nie näher damit beschäftigt habe, ist mir diese Freizeitbeschäftigung ein Begriff gewesen, über den ich hier gerne Näheres erfahren habe.


    Das Ende war auch für mich als geübte Krimileserin überraschend, den Täter hatte ich so nicht erahnt.


    Allerdings fehlte mir, wie oben beschrieben, auch irgendwie die Motivation, hier ernsthaft mitzurätseln.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Eine Frau wird tot aufgefunden. Gefesselt, ohne Schuhe und mit einer merkwürdigen Tätowierung an den Fußsohlen. Die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary übernimmt den Fall und entdeckt recht schnell, dass es sich dabei um den ersten Zug des Mörders bei seinem perfiden Spiel handelt: Eine blutige Version des Geocaching. Es müssen Rätsel gelöst und neue Koordinaten gefunden werden. Diese führen Kaspary und ihre Kollegen dann zu weiteren Leichenteilen. Manche Rätsel scheinen jedoch unlösbar, genauso wie die Polizei keine Antwort auf die Frage finden kann, warum der Täter dieses Spiel spielt und nach welchem Muster er seine Opfer auswählt.


    Nachdem Ursula Poznanski im letzten Jahr mit Erebos und Saeculum zwei sehr erfolgreiche Jugendbücher geschrieben hat, versucht sie sich nun zum ersten Mal an einem Thriller für ein erwachsenes Publikum. Dafür hat sie sich das immer beliebter werdende Geocaching als Grundlage ausgesucht.


    Für alle, denen Geocaching bisher nichts gesagt hat, habe ich eine kurze Definition herausgesucht:

    Zitat

    Geocaching [...], auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden anhand geografischer Koordinaten im World Wide Web veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Quelle: Wikipedia


    Geocaching als Grundlage für einen Thriller zu nehmen, ist nicht komplett neu. Ich kenne jedenfalls einen Roman, der früher erschienen ist, und sich auch dieser Idee bedient. Jedoch ist diese Thematik immer noch recht neu und keinesfalls "ausgelutscht", daher hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut. Ich fand es sehr gut, dass Ursula Poznanski das Thema in diesem Roman auch wirklich ausgelebt hat. Manchmal versprechen Klappentexte nämlich bestimmte Thematiken, die dann im Buch kaum berücksichtigt werden. "Fünf" jedoch ist 100% Geocaching! Der gesamte Roman besteht aus Rätseln, Koordinaten, die Suche nach den Caches und vor allem die Suche nach dem Owner, die Person, die dieses Spiel gestartet hat.


    Zitat

    "Herzlichen Glückwunsch - du bist fündig geworden! [...] Dieser Behälter ist Teil eines Spiels, dass du nun schon kennst. [...] Der Inhalt wird dich nicht mehr so sehr überraschen wie beim vergangenen Mal, aber du darfst mir glauben, Überraschungen werden überbewertet. [...] TFTH." (Seite 114)
    Anmerkung: TFTH = Thanks for the Hunt


    Wer sich nun Sorgen macht, dass er das Buch evtl. nicht verstehen könnte, da ihm Geocaching bisher nicht bekannt ist, den kann ich beruhigen. Ich selbst kannte es zwar vom Hörensagen, habe es allerdings noch nie selbst gemacht. Die Autorin nimmt genau auf solche Leser Rücksicht. Die Regeln, Abläufe und alle gebräuchlichen Abkürzungen werden im Roman verständlich erklärt und zwar hat es Poznanski geschafft diese Informationen fließend in den Roman einzubauen, so dass sie nicht das Gefühl einer Schulstunde verbreiten. Außerdem würde ich behaupten, dass diese Informationen gut aufgeteilt in dem Roman untergebracht wurden, so dass aktive Geocacher diese nicht als störende oder langatmige Passagen empfinden sollten.


    Ich fand es total interessant von der Autorin in die Welt des Geocaching mitgenommen zu werden. Gedanklich habe ich mitgerätselt und versucht die Aufgaben selbst zu lösen. Leider hat sich für mich die richtige Spannung erst ab Seite 300 eingestellt. Vorher war zwar auch alles interessant, aber eben nicht thrillermäßig-spannend. Das ist auch das einzige, was ich an diesem tollen Roman zu kritisieren habe. Alles andere hat mich überzeugt. Die Charaktere sind authentisch, Kaspary und ihre zwei Kollegen werden sehr sympathisch beschrieben, die Thematik Geocaching wird sehr gut umgesetzt und die Auflösung ist klasse! Der Täter hat nichts dem Zufall überlassen, sondern alles genau geplant und ausgearbeitet. Jedes Detail war wichtig und Poznanski hat es hervorragend geschafft, dafür Spuren in ihrem Roman zu legen, die dann am Ende alle zusammen eine brillante Auflösung darstellen. Ich würde mich freuen, falls die Autorin einen weiteren Roman über Kaspary und ihre Kollegen schreiben würde.



    Fazit: Tolle Umsetzung der Thematik Geocaching. Ich hätte mir nur anfangs eine spannendere Atmosphäre gewünscht. Trotzdem absolut empfehlenswert! 4/5 Sterne.


    • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
  • Beatrice Kasparin und ihr Kollege Florin Wenninger, beide sind Ermittler bei LKA in Salzburg, werden zu einem Tatort auf einer Kuhweide gerufen. Eine tote Frau wurde am Fuß eines Felsen gefunden. Ein Selbstmord ist auszuschließen, sie war gefesselt. An den Fußsohlen finden die Ermittler eine Art Code tätowiert. Schnell wird herausgefunden, dass es sich dabei um GPS-Koordinaten handelt. Am angegebenen Ort angelangt, finden sie nach einiger Suche den Cache, eine Box, die unter anderem eine abgetrennte Hand enthält. Es gibt also mehr als nur ein Todesopfer. Der Täter inszeniert eine mörderische Schnitzeljagd, bei der auch die junge Kommissarin ins Visier des Mörders gerät, denn er weiß etwas über ihre Vergangenheit.
    Mit „Fünf“ habe ich den ersten Nichtjugendroman von Ursula Poznanski gelesen. Mit ihrem Ermittlerduo erweckt sie zwei unverbrauchte Kommissartypen zum Leben, die beide auch mitten in selbigem stehen. Beatrice Kasparin ist alleinerziehende Mutter, die von ihrem Ex-Mann ständig unter Druck gesetzt wird. Weder tags noch nachts verschont er sie vor seinen Telefonterror. Bei den Kindern macht er sie schlecht. Die Trennung mag er nicht akzeptieren. Der Spagat zwischen Job und Privatleben ist für sie alles andere als leicht. Sie ist überlastet. Eine gestresste Kommissarin ist nicht unbedingt neu, aber trotzdem lässt die Autorin um Beatrice Kasparin einen interessanten Nebenschauplatz entstehen. Den Thriller rund um das Geocaching aufzubauen, war dagegen neu und ziemlich genial. Zwar hatte ich von diesem Hobby schon gehört, mich aber noch nie damit auseinandergesetzt. Ursula Poznanski hat mich aber sehr gut mit dieser Thematik vertraut gemacht. Gemeinsam mit den Ermittlern näherte sich auch der Leser diesem Thema, die Spannung litt keinen Moment unter den Erklärungen. Schon im Prolog wurde ein Spannungsbogen aufgebaut und diese wurde bis zum Ende hin gehalten. Einzig in der Mitte des Thriller gab einen kleinen Hänger. Als Leser konnte man mitfiebern und ermitteln und war eigentlich nie schlauer als das Ermittlerpaar. Zwischendrin durchzuckte mich mal ein Gedanke, in dem ich einer Person ein Motiv zuordnete. Von dieser Spur wurde ich aber schnell wieder abgelenkt. Am Ende bekommt der Leser das Motiv der Morde auch noch aus Tätersicht geschildert. Eine Sache, die ich eigentlich nicht besonders mag. In diesem Fall hat es mich nicht gestört, weil es sich in die Handlung einerseits gut einfügte und es andererseits nicht belehrend wirkte. Der Thriller war flüssig zu lesen und zog mich in eine Art Lesesog. Ich konnte und wollte das Buch nicht aus der Hand legen. An die jeweiligen Tatorte wurden die Ermittler mittels der entsprechenden GPS-Koordinaten gelockt. Sie bilden auch die Überschriften der Kapitel. Ich habe diese Koordinaten in eine Suchmaschine eingegeben und konnte mir die Tatorte und deren Umgebung ansehen. Das machte das Gelesene noch ein wenig authentischer.
    Nach „Erebos“ und „Saeculum“ war „Fünf“ der dritte Roman, den ich von Ursula Poznanski las. Ebenso wie in ihren Jugendbüchern wählte sie für diesen Thriller ein Hobby als Hintergrund der Romanhandlung, in das sie ihre Leser gekonnt einführte. Das Buch war spannend, logisch aufgebaut, mitreißend und äußerst unterhaltsam. Ich freue mich auf weitere Bücher dieser Autorin.


    Über den Autor (Quelle: amazon.de)
    Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universitäten und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag. Nach dem fulminanten Erfolg ihres Jugendromans "Erebos" widmet sie sich nun hauptsächlich dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

  • Hier ist meine Meinung zum Buch :wink::


    Klappentext:
    THANKS FOR THE HUNT


    Du bist fündig geworden.


    Rätselaufgaben, deren Lösung Koordinaten sind.
    In Plastikbehälter verpackte Leichenteile.
    Zeugen, die nach der Befragung sterben.
    Es ist eine blutige Version des Geocaching, eine grausige Jagd, auf die sich die Salzburger
    Ermittlerin Beatrice Kaspary einlassen muss.


    Der Fall scheint unlösbar.
    Und plötzlich wird sie selbst zur Beute ...


    Über die Autorin:
    Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universitäten und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag. Nach dem fulminanten Erfolg ihres Jugendromans "Erebos" widmet sie sich nun hauptsächlich dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.


    Allgemeines zum Buch:
    „Fünf“ umfasst 384 Seiten und gliedert sich in einen Prolog, einige Kapitel, ein Nachwort der Autorin sowie deren Danksagung. Die Kapitel sind allesamt recht umfangreich. Zum bequemeren Lesen sind sie daher zusätzlich in eine Vielzahl an Abschnitten unterteilt. Besonders ist die Überschrift der Kapitel, denn diese bestehen aus Koordinaten, die jeweils von Bedeutung für den Verlauf der Handlung sind. Besonders ist, dass man die Koordinaten bei Google Earth oder in ein GPS-Gerät eingeben kann und so ein Bild von den Handlungsorten erhält bzw. diese selbst aufsuchen kann, sollte man sich zufällig in deren Nähe befinden.


    Geschrieben ist „Fünf“ aus Sicht eines allwissenden Erzählers in der Vergangenheitsform. Die Handlung spielt im österreichischen Salzburg.


    Der Roman ist im Februar 2012 als Hardcover im Verlag Wunderlich erschienen. Nach „Erebos“ und „Saeculum“ ist es Poznanskis erste Thriller für Erwachsene. Das Cover passt sowohl zum Genre als auch zur Atmosphäre des Buches.


    Meine Meinung zum Buch:
    „Fünf“ richtet sich, im Gegensatz zu den Vorgängerromanen von Ursula Poznanski an ein erwachsenes Publikum. Während „Erebos“ und „Saeculum“ als Jugendthriller natürlich auch von Erwachsenen gelesen werden können, empfiehlt es sich im Umkehrschluss nicht, „Fünf“ auch jugendlichen Lesern ans Herz zu legen. Denn „Fünf“ ist zum großen Teil ein erschreckendes Buch mit grausamen Szenen, die sich durch die bildhaften Beschreibungen der Autorin vor dem geistigen Auge des Lesers zu einem wahren Horrorfilm entwickeln können. Organe werden in Plastikbehältnissen versteckt und der Täter spielt mit den Ermittlern ein perfides Katz-und-Maus-Spiel, bei dem sie wie auf einer Schatzsuche Hinweisen hinterherjagen, die ihnen der Täter hinterlässt. Die Idee, aus dem unterhaltsamen Zeitvertreib des Geocachings Ernst werden zu lassen ist so neu wie genial. Zusammen mit den Ermittlern begibt sich der Leser in Wälder, in Höhlen, in Bachläufe, um nach Leichenteilen zu suchen. Nur um zu erkennen, dass der Täter wieder einen Schritt voraus ist und die Ermittler voll im Griff hat.


    Mit der Kommissarin Beatrice Kaspary ist der Autorin eine sehr authentische Figur gelungen. Beatrice ist eine toughe Frau, die sagt, was sie denkt. Und doch ist sie keine Superheldin. Stattdessen hat sie Ecken und Kanten und liebenswerte Schwächen, die sie glaubhaft machen. Obwohl Beatrice meist überlegt vorgeht, kommt es auch zu Handlungen aus dem Bauch heraus. Für daraus resultierende Fehler steht sie gerade und hält ihren Kopf hin.


    Der Leser lernt die Ermittlerin nicht nur von ihrer beruflichen Seite kennen. Auch ihr Privatleben wird beleuchtet und spielt für den Verlauf der Handlung eine wesentliche Rolle. Dadurch wird Beatrice umfassend beschrieben und charakterisiert und als Leser fällt es nicht schwer, sich in sie hinein zu denken und zu fühlen. Dafür sorgt auch der Humor der Figur, der an passenden Stellen für Schmunzler sorgt.


    Gleichzeitig sorgt der Erzählstrang, der sich mit Beas Privatleben befasst, für Spannung. Denn der Täter, dem die Ermittler auf der Spur sind, tritt persönlich mit ihr in Verbindung. Es sind SMS, die meist nur aus einem oder zwei Wörtern oder Abkürzungen bestehen, die aber für Gänsehaut und eine bedrückende Stimmung sorgen. Die anderen Charaktere sind ebenfalls ausführlich und bildhaft gezeichnet. Einige von ihnen scheinen jedoch vor den Zweck zu erfüllen, Vorurteile über Ermittler und ihre Vorgesetzten zu bedienen.


    Poznanski gibt sich viel Mühe damit, die Arbeit der Kommissare anschaulich und detailliert zu beschreiben. Dabei verliert sie sich stellenweise in den ausführlichen Beschreibungen, wodurch die Handlung ins Stocken gerät und man als Leser den Drang verspürt, die Kommissare anzufeuern und dazu zu animieren, die Ermittlungen wieder aufzunehmen bzw. in eine andere Richtung zu lenken.


    Die Handlung ist durchweg konsequent und logisch konstruiert. Einige Hinweise, die die Autorin im Verlauf des Buches streut, sorgen dafür, dass man als Leser die Lösung praktisch schon vor Augen sieht, sie aber einfach nicht greifen kann. So geht es auch Bea, die letztlich dem Täter auf die Spur kommt, dessen Motiv zwar nicht verständlich, aber doch nachvollziehbar ist.


    Mein Fazit:
    Poznanskis erster Thriller für Erwachsene sorgt für Gänsehaut und schafft es größtenteils mühelos, den Leser zu fesseln.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Hach, was hab ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass Ursula Poznanski nun auch einen Thriller für Erwachsene geschrieben hat. Schon während dem Lesen ihrer beiden Jugendbücher „Erebos“ und „Saeculum“ dachte ich mir: „Wenn sie es schafft diese Jugendbücher schon so schön gruselig zu gestalten, dann müssten Erwachsenen-Thriller von ihr doch bombastisch werden!“ Letztendlich war „Fünf“ ein wirklich spannendes Buch, schnell zu lesen und toll geschrieben, aber von einem „Thriller“ erwarte ich dann doch etwas anderes.


    Die beiden Ermittler Beatrice und Florin sind tolle Charaktere und wurden sehr schön ausgestaltet. Im Buch wird dabei das Augenmerk eher auf Beatrice gelegt, deren familiärer Hintergrund etwas mehr beleuchtet wird, ohne dabei aber einen zu großen Part einzunehmen und den eigentlichen kriminalteil zu stören. Poznanski hat in diesem Buch einen wirklich tollen Plot erstellt, bei dem man aus dem Rätselraten gar nicht mehr herauskommt. Viele Dinge geschehen, die in die bereits aufgestellten Theorien überhaupt nicht hinein passen. Der Täter hat mit Hilfe des Geocoachings zu einer brisanten Jagd geladen und zwingt die Ermittler wie Marionetten jede Spur ausnahmslos zu verfolgen, die er ihnen vorsetzt. An anderen Hinwiesen mangelt es nämlich.


    Das Ende war grandios! Die Aufklärung der Verbrechen waren absolut nicht das, was ich erwartet hatte und bot einen nachvollziehbaren und runden Abschluss. Mir hat es sehr gut gefallen und war genau so, wie ich es am liebsten mag.


    Spannende Ermittlungen, die genau richtige Verteilung von Hinweisen und die Komplexität des Falls machen das Buch zu einem richtig guten Krimi. Aber genau hier liegt auch mein Kritikpunkt: es ist ein Krimi und leider kein Thriller. Für mich ist das einfach nicht ein und dasselbe. Eine gruselige Stimmung gibt es hier nicht, da der Krimi keinen Raum dafür lässt. Bei Poznanskis Jugendbüchern wurde allein schon durch die Thematik der verschiedenen Realitäten eine gruselige Atmosphäre gezaubert, aber bei diesem zweifelsfreien Mordfall, den es aufzuklären gibt, existiert solch eine Atmosphäre einfach nicht. Es handelt sich hier für mich einfach nicht um den angekündigten Thriller, da sich hier auf moralischer oder psychischer Ebene fast nichts abspielt. Zweifelsfrei ist die Aufklärung der Morde das Highlight in diesem Buch, Konflikte bei den jeweiligen Personen eher nicht.


    Fazit: Würde man „Fünf“ als Kriminalroman anpreisen und dadurch keine falschen Erwartungen schaffen, hätte ich an diesem Buch absolut nichts auszusetzen, denn ein richtig guter Krimi ist diese Geschichte allemal. Ein komplexer Fall, ein gewitzter Täter und ein überraschendes Ende haben hier sehr schön harmoniert. Die Charaktere sind sympathisch, authentisch und führen den Leser spannungsvoll durch die Ermittlungen. Ein Thriller ist es aber eben nunmal nicht. Die Elemente, die für mich einen Thriller ausmachen, fehlen hier m.E. und deshalb habe ich Poznanskis eigentlich so schöne einzigartige Gruselstimmung leider vermisst. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Geocaching – die moderne Art einer Schnitzeljagd und in „Fünf“ eine mörderische noch dazu. Die Geschichte beginnt mit dem Fund einer weiblichen Leiche. Auf ihren Fußsohlen wurden Koordinaten tätowiert, die zu einem weiteren Fund führen. Eine in Folie eingeschweißte Hand und ein Rätsel in einer Dose, die zu einem weiteren Ort führen wird. Die beiden Polizisten Beatrice Kaspary und Florin Wenninger lösen Rätsel, finden weitere Leichenteile und auch Leichen.


    Nachdem ich von Erebos und Saeculum mehr als begeistert war, habe ich dem Erscheinen ihres ersten Erwachsenenthrillers entgegengefiebert. Und Fünf steht ihren Jugendbüchern in keinster Weise nach. Ein Thriller, der mich mal wieder zwei Tage total gefesselt hat.


    Bei U. Poznanski kann man sicher sein, dass sie sich an ein ungewöhnliches Thema heranwagt. Computerrollenspiele, Mittelalterconvent und jetzt Geocaching. Sie hebt sich mit ihrer Themenwahl vom „Einheitsbrei“ ab. Und das gefällt mir.


    Die Spannung wird von der ersten bis zur letzten Seite durchgängig hochgehalten. Mit knapp 400 Seiten ein kurzweiliges, knackig spannendes Buch. Diese Bücher sind mir immer sympathisch.


    In der Regel habe ich im Laufe der Tätersuche immer zumindest eine Vermutung. Ich muss zugeben, auf über 300 Seiten hatte ich keinen blassen Schimmer, noch nicht einmal einen Ansatz. Das Ende war sehr gut. Ich habe an der Auflösung nichts zu meckern.



    Im Krimi-/Thrillerbereich ist „Fünf“ ein Anwärter für mein Highlight 2012. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::thumleft:

  • "Fünf" war für mich der beste Kriminalroman, den ich seit Langem gelesen habe. Waren Frau Poznanskis Jugendbücher schon eine Klasse für sich, hat sie hier noch einen draufgesetzt und einen absolut genialen, wenn auch modernen, Erwachsenenkrimi abgeliefert. Es hat einfach alles gestimmt: Sympathische Ermittler, die weder zu 1A-Gutmenschen noch als zu arg vom Schicksal gebeutelte Griesgräme verkommen sind; eine Handlung, die sich wie schon "Saeculum" und "Erebos" in einem eigenen Paralleluniversum abspielt; ein abenteuerliches Ratespiel für den Leser (ich lag sogar richtig :shock: ) und einen großartigen Showdown sowie eine schockierende und abenteuerliche Auflösung, die ich mir nicht mal in den wildesten Träumen hätte vorstellen können.


    Fazit: Eine bessere Lese-Unterhaltung wird man kaum bekommen können, "Fünf" war ein Buch der Spitzenklasse und dafür kann es nur die Höchstwertung geben. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

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