Robert Low - Raubzug / The Whale Road

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Raubzug: Die Eingeschworenen 1

3.5|9)

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 480

ISBN: 9783453409057

Termin: Dezember 2011

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  • Klappentext:
    Ein Bund von Kriegern – verschworen bis in den Tod


    Sie nennen sich die Eingeschworenen: eine Mannschaft von Wikingern, die Seite an Seite kämpfen – bis in den Tod. Auf ihren Raubzügen stehlen sie christliche Artefakte, ihre Welt ist geprägt von Brutalität und dem gnadenlosen Kampf ums Überleben. Zusammen mit den Eingeschworenen begibt sich der junge Orm auf eine Reise von gewaltigen Ausmaßen, die über die Weltmeere bis zu den Steppen Sibiriens führt. Im blutigen Wettstreit um ein legendäres Schwert muss er zwischen den todesmutigen Wikingern bestehen.


    Über den Autor:
    Robert Low ist Journalist und Autor. Mit 19 Jahren war er als Kriegsberichterstatter in Vietnam. Seitdem hat ihn sein Beruf in zahlreiche Krisengebiete der Welt geführt. Um seine Abenteuerlust zu befriedigen, nimmt er regelmäßig an Nachstellungen von Wikingerschlachten teil. Robert Low lebt in Largs, Schottland - dem Ort, wo die Wikinger schließlich besiegt wurden.


    Allgemeines zum Buch:
    Aufbau:


    480 Seiten
    15 Kapitel, Epilog
    historische Nachbemerkung
    Glossar
    Danksagung
    Leseprobe des zweiten Bandes „Runenschwert“ (erscheint im April 2012 im Heyne Verlag)


    Format: Taschenbuch


    Erzählweise:


    Ich-Erzähler
    Vergangenheitsform


    Originaltitel: „The Whale Road“
    Übersetzerin: Christine Naegele


    Meine Meinung zum Buch:
    Die Wikinger sind heute noch als kriegerische Seefahrer bekannt und wurden im 10. / 11. Jahrhundert vor allem wegen ihres angsteinflößenden Auftretens und ihrer gnadenlosen Kriegstaktiken geachtet und gefürchtet. Ihre Lebens- und Kampfweise sowie Mentalität wird mit Robert Lows Roman „Die Eingeschworenen 01. Raubzug“ wieder lebendig.


    Das Buch erzählt von einer Wikingermannschaft, die auf der Suche nach besonderen Artefakten ist, von denen sie in Göttersagen gehört hat. Diese werden teilweise auch im Buch wiedergegeben. Mit Schiffen überqueren die Wikinger die Weltmeere, kämpfen mit Einheimischen, erleiden Verluste. Um einen Schatz zu erobern, nehmen die Wikinger einiges in Kauf. Die Handlung wirkt dadurch etwas einseitig, da sie oft lediglich zwischen Reisebeschreibungen und Kampfbeschreibungen wechselt und dadurch sehr episodenhaft wirkt. Die Kampfbeschreibungen sind sehr blutig, gleichzeitig aber auch sehr kurzweilig. Der Autor geht nicht zu sehr ins Detail, sondern gibt bloß einen groben und schnellen Überblick über das Geschehen.


    Mit dem Ich-Erzähler Orm, der als neuer Krieger der Wikingerhorde beitritt, ist dem Autor ein überzeugender Charakter gelungen. Orm ist sehr naiv und mit den Lebensweisen der Wikinger wenig vertraut. Die Gier nach Fleisch und Frauen ist ihm neu, ebenso wie die Kampfweisen. Der Leser weiß stets nur so viel wie Orm – da dieser jedoch im Verlauf des Buches viel dazulernt, lernt auch der Leser dazu. Zusätzlich sorgt Orm mit seinen unüberlegten Kommentaren für einige Lacher. Auch seine Neigung, sich sofort in Frauen zu verlieben, ist sehr sympathisch. Orm wird zu Beginn von der Wikingermannschaft abgelehnt. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass er einige nützliche Fähigkeiten besitzt. Mehr und Mehr wächst Orm dadurch in die Gemeinschaft hinein. Auch die Mehrzahl der anderen Krieger wird bildhaft beschrieben. Jedes Mitglied der Mannschaft hat seine Eigenheiten und so lernt man als Leser jeden von ihnen schnell kennen. Nicht jeder der Krieger ist sympathisch.


    Die Beschreibungen der Kampf- und Lebensweisen der Wikinger wirken authenthisch und gut recherchiert. Dies fängt bei den Beinamen wie Storchenbein, Bärentöter oder Großnase an und hört bei den derben Umgangsformen und Ausdrücken auf.


    Der Schreibstil des Autors ist sehr lebendig und kurzweilig. Das Buch liest sich angenehm und flüssig. Das Verhältnis zwischen reinen Beschreibungen und Dialogen ist ausgewogen, wodurch der Lesefluss erleichtert wird. Dem Erzählstil von Orm ist ein feiner Humor zu entnehmen, der zusätzlich für Lebendigkeit sorgt.


    Das Buch endet nicht mit einem Cliffhanger, es wird aber deutlich, dass es eine Fortsetzung geben wird.


    Mein Fazit:
    Mit Robert Lows Roman „Die Eingeschworenen 01. Raubzug“ werden die berühmt-berüchtigten Wikinger wieder lebendig.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Ich hatte länger überlegt ob ich einmal in die Stilrichtung Wikinger lesen soll, deine Rezi hat mich überzeugt das Buch zu kaufen. Super geschrieben. :thumleft:

  • Danke! Und viel Spaß mit dem Buch. Würde mich interessieren, wie es dir gefällt.

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Ich habe bis jetzt 4 Kapitel gelesen und bin begeistert. Wenn ich fertig bin schreibe ich ausführlich über meine Erlebnisse. :-)

  • Ich habe das Buch fertig gelesen und schreibe über meine Eindrücke.


    Als ich das Buch gekauft habe, hatte ich nur die tolle Rezi von gaensebluemche und die Hoffnung auf ein Abenteuer, und ich wurde nicht Entäuscht!


    Schon nach den ersten Seiten wurde ich neugierig, wo die Reise von Orm hinfürt. Orm selbst und viele der "Eingeschworenen" werden sehr gut beschrieben, und auch Allgemein werden Kleidung, Rüstung, Waffen und auch andere Dinge sehr gut beschrieben sodass man sich alles lebendig vorstellen kann. Zwichenzeitlich war ich so sehr in dieses Buch vertieft, ich konnte die salzige Küstenluft schmecken, den verfaulten Geruch der Grotten rieschen und die Kälte und Hitze der verschiedenen Orte spühren, dass ist mir schon sehr lange nicht mehr passiert, ich bin begeistert.


    Nach einer kurzen Zeit bekam ich ein dazugehörigkeits Gefühl, sodass ich viele der "Eingeschworenen" lieb gewonnen habe und teils auch manche tode betrauerte. Wenn wir gerade beim Tod sind, die beschreibung der Kämpfe sind blutig und brutal, wirken aber nie unrealistisch oder übertrieben.


    Einziger Kritikpunkt war für mich das Orm latein konnte und Allgemein für sein geringes Alter so gebildet war wie ein Priester oder gelehrter seiner Zeit, das fand ich ein bisschen weit hergeholt, aber das ist meine Persönliche Meinung und macht das Buch kein bisschen schlechter.


    Fazit:


    Ich bin gespannt wie es weiter geht und habe mir die Fortsetzung schon gekauft. Wer sich für Wikinger Interresiert oder einfach lust auf ein rauhes, spannendes Abenteuer hat ist hier richtig. Ich wünsche frohes Plündern! :winken::)

  • Das freut mich aber, bds, dass dir das Buch so gut gefallen hat. :thumleft: Die Fortsetzung reizt mich ja nicht mehr, aber dir wünsche ich viel Spaß mit allen weiteren Teilen der Reihe. :D

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Mir hat der erste Teil der 5-teiligen Serie rund um den jungen Wikinger Orm richtig Spaß gemacht. Mich hat u. a. die Vielfalt an diversen Details begeistert. So werden die Lebensumstände und die Glaubenswelt zu dieser Zeit lebhaft beschrieben und zwar ohne Pathos. Zusätzlich vermittelt die detaillierte Schilderung einen guten Eindruck vom Leben auf See und den anderen Schauplätzen. Wobei ich allerdings in der Beschreibung der Kampfszenen noch etwas Verbesserungspotenzial sehe. Außerdem hat der Autor die handelnden Personen sehr gutgeschrieben. Sodass man mit ihnen mitfiebern konnte.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Robert Low - Die Eingeschworenen 01. Raubzug“ zu „Robert Low - Raubzug / The Whale Road“ geändert.

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