Kristof Magnusson - Zuhause

  • Buchdetails

    Titel: Zuhause


    Verlag: Kunstmann, A

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 320

    ISBN: 9783888974021

    Termin: August 2005

  • Bewertung

    3.8 von 5 Sternen bei 6 Bewertungen

    76,7% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Zuhause"

    Mit großer Leichtigkeit, subtilem Humor und hinreißenden Dialogen erzählt Kristof Magnusson eine wilde Geschichte aus dem Großstadtleben am Polarkreis. Island einmal anders, ohne Geysire und Elfenfolklore. Fast eine Familiensaga, spannend wie ein Krimi und nebenbei das Portrait einer Generation, die ihr „Zuhause“ erst noch finden muss.
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  • Klappentext:
    Auf Weihnachten in Reykjavik hat Larus Ludvigsson sich so richtig gefreut. Aber dann kommt alles anders. Kurz vor der Abreise macht sein Freund mit ihm Schluss, das isländische Einwohnermeldeamt erklärt ihn für tot, und Dagur, der sich in Larus verliebt hat, begeht Selbstmord. Dagur, der aus der einflussreichsten Familie Islands stammt, war einer mysteriösen Enthüllung über seine Vorfahren auf der Spur. Larus gelingt es, hinter das Geheimnis um Dagurs Familie zu kommen. Doch dabei wird er selbst mit seiner isländischen Herkunft auf eine Weise konfrontiert, die er sich nie hätte träumen lassen. (von der Verlagsseite kopiert)


    Zum Autor:
    Kristof Magnusson, 1976 in Hamburg geboren, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität Reykjavík. Er hat mehrere Theaterstücke geschrieben, die mit großem Erfolg u.a. in Berlin, Dresden, Köln und Bonn aufgeführt wurden. Seine Arbeit als Theater- und Prosaautor wurde mit zahlreichen Stipendien gefördert, sein vielbeachteter Debütroman "Zuhause" wurde 2006 mit dem Ruriser Literaturpreis ausgezeichnet. (von der Verlagsseite kopiert)


    Allgemeines:
    Erstmals erschienen 2007
    Aus der Ich-Perspektive erzählt Larus Lúðvigsson Ereignisse seines Lebens in diesem Advent in Reykjavík, der eigentlich das schönste Weihnachtsfest seines Lebens einläuten sollte.


    Inhalt:
    Alles geht schief für Larus, den gebürtigen Isländer, der mit seinem Freund zusammen in Hamburg lebt. Kurz bevor er zu seinem Weihnachtsurlaub nach Island fliegt, eröffnet ihm Milan, er käme nicht mit. Larus kommt mit Liebeskummer in seiner Heimat an. Von Matilda, seiner Jugendfreundin erfährt er, dass auch sie ihre Liebesbeziehung kürzlich beendet habe, so dass von den zwei Paaren, die gemeinsam Weihnachten feiern wollten, zwei Singles übrig geblieben sind. Auch an die alte Vertrautheit zu Matilda kann Larus nicht mehr anknüpfen, und zu seiner Überraschung erklärt ihn das Einwohnermeldeamt für tot. Seine Wohnungstür wird eingetreten, und er muss in Matildas WG ziehen. Nach zwei Unfällen läuft er mit einem Gipsbein herum und trägt eine dauerhafte Verstümmelung davon. Doch damit immer noch nicht genug: Sein neuer Freund begeht Selbstmord und hinterlässt ihm Indizien für ein Familiengeheimnis, das seine gesamte bisherige Existenz in ein neues Licht stellt. Und den amtlichen angeblichen Tod begründet.


    Eigene Meinung / Beurteilung:
    Der Inhalt klingt nach einer turbulenten Geschichte, in der ein Ereignis das nächste jagt und die Dinge sich überschlagen. Aber das Gegenteil ist der Fall: Dialoglastig im ersten Teil, von Spannungsszenen durchbrochen im zweiten Drittel schreitet die Geschichte bedächtig-ruhig vor sich hin, unterstützt von den eher unterkühlten Emotionen des Ich-Erzählers. Auch das Familiengeheimnis und seine Aufdeckung haben wenig gemein mit den spektakulären Rätseln englischer Herrenhaus-Romane – auch wenn die Auswirkungen mindestens so existenziell sind.


    Das Buch ist ein gelungener Mix aus Alltagserzählung, Spannung und Familiengeschichte, gewürzt mit skurrilen Ereignissen und merkwürdigen Figuren. Es erreicht in punkto Witz und Originalität Magnussons zweiten Roman „Das war ich nicht“ (mein Jahreshighlight 2010) nicht ganz, bereitet aber dennoch ein kurzweilig-unterhaltsames, anspruchsvolles Lesevergnügen.


    Fazit:
    Eine wunderbarer Zweiklang von deutscher und isländischer Literatur.

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



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