Veronica Roth - Die Bestimmung / Divergent

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Die Bestimmung (Die Bestimmung-Reihe, Ba...

4.4|258)

Verlag: Cbt

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 480

ISBN: 9783570309360

Termin: September 2014

  • Die 16-Jährige Beatrice Prior lebt in dem futuristischen Chicago in den USA und steht vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens: Sie muss sich einer Fraktion anschließen. Es existieren fünf völlig verschiedene Lebensformen: Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen. Ein Eignungstest soll ihr aufzeigen, welches die richtige Fraktion für sie ist, jedoch fällt dieser Test nicht eindeutig aus - sie ist somit eine Unbestimmte und eine Gefahr für die Gesellschaft. Sie muss sich nun selbst entscheiden, welcher der Fraktionen sie beitreten möchte, allerdings kann sie sich nicht hundertprozentig mit der Fraktion ihrer Familie identifizieren. Sollte sie jedoch eine andere Fraktion wählen, so müsste sie ihre Familie verlassen - für immer.


    Ich habe dieses Jahr Dystopien für mich entdeckt und daher schon ein paar richtig gute Romane über fiktive Gesellschaften gelesen. Es war somit nicht verwunderlich, dass die englische Ausgabe mit dem Titel "Divergent" schon länger auf meiner Wunschliste stand und ich mich unglaublich doll gefreut hatte, als ich überraschenderweise ein Vorabexemplar erhielt und somit schon jetzt den Roman auf Deutsch lesen konnte. "Die Bestimmung" ist der Auftaktroman einer Trilogie der amerikanischen Autorin Veronica Roth, der im März 2012 endlich auch auf Deutsch erhältlich sein wird, während im Mai 2012 bereits die englische Fortsetzung im Handel erhältlich sein wird. Ich freue mich sehr darüber, dass ich euch den Roman heute schon vorstellen darf.


    Zitat

    "Diesmal ist es anders. Habe ich die Gabe verloren zu merken, was die Menschen brauchen? Habe ich einen Teil meiner selbst verloren?" (Seite 268 )


    Beatrice wurde in die Fraktion der Selbstlosen hineingeboren und entscheidet sich schweren Herzens zu einem Wechsel in die Fraktion Ferox, da sie stets das Gefühl hatte, die Ansprüche der Altruan nie ganz zu erfüllen. Als Beatrice ihre Eltern nach der Zeremonie ziemlich erschrocken zurück lässt, stellt sich allerdings auch bei ihr ein Schock ein. Sie erfährt, dass nur etwas die Hälfte alle Jugendlichen, die sich für die Ferox entschieden haben, tatsächlich auch bei diesen aufgenommen werden, alle anderen werden fraktionslos leben müssen und dieses wäre für Beatrice schlimmer als der Tod.


    Die Autorin schafft es die Geschichte sehr schnell ins Laufen zu bringen. Die fiktive Gesellschaft und Beatrices altes Leben werden zunächst nur kurz angerissen, um dem Leser einen Überblick zu geben. Anschließend geht es ziemlich lange um ihr Einleben bei den Ferox. Sie muss nicht nur lernen sich zu verteidigen, sondern auch zu kämpfen, sie muss körperliche und mentale Fähigkeiten erwerben und diese trainieren, um in Gefahrensituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und sie muss sich ihren Ängsten stellen. All dieses sind Grundsätze der Fraktionen, denen sich Beatrice mit ihren Eintritt unterworfen hat. Sie hat jedoch nicht erwartet, dass die Aufnahmeprüfungen so schwierig werden würden, zumal sie als kleiner, unscheinbarer Mensch auch noch gegen das Vorurteil antreten muss, dass sie eh nichts taugen würde. Aber gerade das sorgt dafür, dass das Mädchen dem Leser unglaublich sympathisch erscheint. Von Anfang an reagiert sie authentisch, ihren Zwiespalt sich für eine Fraktion zu entscheiden erlebt man quasi selbst mit und man ist beeindruckt von ihrer Willensstärke und ihrem Charakter, die es ihr nicht erlauben jemals aufzugeben.


    Ich fand es sehr interessant, dass die Protagonistin nicht wie in anderen Dystopien gegen die Gesellschaft ankämpft und aus ihr ausbrechen will. Im Gegenteil, Beatrice versucht ihre Position in der neuen Fraktion zu finden, sich bei den Ferox einzuleben und sich an ihre Gewohnheiten zu gewöhnen, die so unterschiedlich zu ihrem bisherigen Leben sind. Nach und nach wird das Gesamtbild über die Gesellschaft mit ihrem fünf Fraktionen immer runder, die Zusammenhänge immer klarer und man erkennt, wo Probleme auftauchen und das die Idee, die Menschen nach ihren individuellen Lebenseinstellungen in fünf Gruppen aufzuteilen, doch nicht so ideal ist, wie es damals bei der Gründung der Fraktionen gedacht war.


    Der Roman ist mit 480 Seiten recht umfangreich, trotzdem gelingt es Veronica Roth jegliche Längen auszusparen. Das Gegenteil ist der Fall, man möchte immer mehr Input über diese Welt erlangen, sehen wie die Protagonistin an ihren Aufgaben wächst, wie sie sich mutig den Herausforderungen stellt und immer wieder über sich hinaus wachsen muss. Der Roman ist spannend, manchmal grausam, bietet jedoch auch ein paar zarte Liebeleien und stellt somit Abwechslung pur und höchsten Lesegenuss dar. Es macht unglaublich viel Spaß die erschaffene Welt zu entdecken, immer wieder neue Details zu erfahren und dem Auf und Ab von Beatrices Gefühlen zu folgen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ermöglicht es durch die Seiten zu fliegen, alle Informationen sofort aufzunehmen und sich einfach dieser Welt hinzugeben. Meiner Meinung nach hat die 22-jährige Autorin mit diesem Roman zu recht auf Anhieb die Bestsellerlisten gestürmt und ich bin schon unglaublich auf die Fortsetzung gespannt.



    Fazit: Fans von Dystopien müssen dieses Buch einfach auf ihren Wunschzettel für 2012 setzen. Sie werden es nicht bereuen! 5/ Sterne.


  • Schon seit einiger Zeit zeichnen sich Dystopien als neuer Trend auf dem Jugendbuchmarkt aus und überschwemmen ihn regelrecht damit, so dass man sich bei jeder neu auftauchenden Serie fragt, ob man sie wirklich auch noch braucht. Veronica Roths Reihe gehört zu denen, bei denen man mit Bestimmtheit sagen kann: man braucht sie! Aufgrund der Vielzahl an Dystopien stellt sich schnell ein „Kennst- du- eine- kennst- du- alle“ Gefühl ein, doch Roth schafft es, sich mit neuen Ideen vom Dystopien- Einheitsbrei abzuheben.


    Zu Beginn, das muss ich gestehen, war ich nicht sonderlich begeistert von der Geschichte. Beatrices Leben bei den Altruan ist von Unterwürfigkeit und Selbstaufgabe gekennzeichnet, was mich ziemlich genervt hat. Ständig wird betont, dass sie ein schlechter Mensch ist, weil sie ab und zu an sich selbst denkt und nicht zuerst an die anderen. Doch sie wuchs schnell in meiner Achtung – nicht nur wegen ihres Mutes, sondern auch wegen ihrer Fähigkeit zur Selbstreflexion. Mit ihr hat die Autorin einen Charakter geschaffen, mit dem man sich gut identifizieren kann und dessen Handlungen nachvollziehbar sind.


    Ein wenig entsetzt hat mich jedoch die Brutalität und Gewalt, die Tris während ihrer Initiationsphase bei den Ferox erlebt. Hier stellte sich mir mehrfach die Frage, ob es wirklich für die empfohlene Altersgruppe ab 14 geeignet ist. Unbestreitbar ist allerdings, dass die Geschichte durch Kampfszenen und dergleichen spannend und actionreich wird. Der Leser wird richtiggehend an die Geschichte gefesselt und kann sich nur schwer wieder von ihr lösen.


    Ich habe dieses Buch in zwei Tagen verschlungen und hätte es, wäre mehr Zeit gewesen, wohl noch schneller geschafft, denn es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Auf einige Gewaltakte hätte ich gut verzichten können, aber bis auf diesen kleinen Kritikpunkt hat mich „Die Bestimmung“ ausnahmslos überzeugt. Diese Bücherserie braucht man wirklich!

  • Klappentext:


    "BEATRICE", WISPERTE TORI "DU
    DARFST UNTER KEINEN UMSTÄNDEN
    MIT JEMANDEM DARÜBER SPRECHEN.
    NIEMALS, EGAL, WAS PASSIERT. EINE
    UNBESTIMMTE ZU SEIN, IST ÄUSSERST
    GEFÄHRLICH. VERSTEHST DU?"


    Fünf Fraktionen, fünf verschiedene Lebensformen sind es,
    zwischen denen Beatrice sich entscheiden muss,
    als sie sechzehn wird. Sie weiß: Es ist die wichtigste Wahl
    ihres Lebens, denn sie entscheidet über ihre Familie,
    ihre Freunde, ihre Feinde.
    Doch der Test, der über Beatrices innere Bestimmung
    Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis.
    Sie ist eine Unbestimmte. Die aber gelten in der Welt,
    in der sie lebt, als hoch gefährlich...


    Inhalt:


    Amerika - In einer Zukunft, wie sie besser nicht eintreten soll.


    Die Menschheit ist in 5 Fraktionen unterteilt:
    Altruan - Die Selbstlosen


    Candor - Die Ehrlichen
    Ferox - Die Mutigen
    Ken - Die Wissenden
    Amite - Die Freundlichen


    Bei den Altruan leben die Menschen ohne viel Luxus. Sie tragen nur Grau, und helfen wo sie nur können.
    Sie sind so Selbstlos, dass sie sich nicht einmal im Spiegel anschauen dürfen.


    Die Candor sagen nur die Wahrheit. Sie sind direkt und merken es sofort, wenn sie angelogen werden.


    Bei den Ferox braucht man viel Mut. Sie springen auf fahrende Züge und lieben den Nervenkitzel.


    Die Ken streben nach Wissen. Aus dieser Fraktion gehen die Wissenschaftler und die Gelehrten hervor.


    Die Amite legen großen wert auf Frieden. Sie sind stets freundlich und leben glücklich zusammen in ihrer Friedlichkeit.



    Jeder muss einen Test durchlaufen um zu sehen, wer zu welcher Fraktion gehört. Bei Beatrice jedoch war das Ergebnis nicht eindeutig. Somit ist sie eine Unbestimmte, was äußerst gefährlich werden kann, wenn es jemand herausfindet. Als sie sich dann für eine Fraktion entscheidet, fangen die Probleme an. Wird sie die Testphase ihrer gewählten Fraktion überstehen? Wird jemand herausfinden, was Beatrice ist? Lest selbst :wink:


    Mehr möchte ich euch zum Inhalt nicht verraten, denn am besten man liest es selbst.


    Meine Meinung:


    Wieder eine Dystopie mehr in meinem Regal, jedoch wieder in eine ganz andere Richtung als die anderen die ich bis jetzt gelesen habe. Die Sache mit den Fraktionen und ihren Lebensweisen fand ich sehr interessant, vor allem da ich mir dann überlegt habe, wie es wohl wäre, in den einzelnen Fraktionen zu leben. Bei einigen wusste ich sofort, dass das nichts für mich wäre. Ich bewundere die Charaktere, die es schaffen selbstlos zu sein. Bei den Candor könnte ich auch nicht leben, denn wem rutscht nicht mal eine klitze kleine Notlüge raus. Nun ja nach all den Überlegungen habe ich weitergelesen. Von Seite zu Seite hat mir das Buch besser gefallen. Vorne weg, es ist kein Buch mit viel friede und Freude.


    Beatrice ist hin und her gerissen, das spürt man, in den Worten, welche die Autorin gewählt hat. Generell ist das Buch an den Stellen, die das brauchen, sehr gefühlvoll geschrieben. Es gab auch die ein oder andere Stelle, wo ich wirklich schlucken musste. Es gab Dinge, die meines Erachtens nicht hätten geschehen dürfen, aber dann hätte dem Buch die gewisse Dramatik gefehlt. Veronica Roth schreibt schön detailliert und man kann sich alles Bildlich vorstellen.


    Es gibt natürlich auch männliche Wesen in diesem Buch. Der eine ist ziemlich einschüchternd. Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor ihm. Dann gibt es da noch einen sehr liebenswerten Jungen Mann, der einem gleich sehr sympathisch ist. Die Charaktere sind gut durchdacht und wachsen einem wirklich ans Herz.


    "Die Bestimmung" ist in der Ich-Form geschrieben, was es einem leicht macht, sich in Beatrice hinein zu versetzen. Es sind 39 Kapitel, die sich sehr schnell lesen lassen. Durch die spannende Erzählweise, lässt sich das Buch sehr schnell weg lesen. Richtig toll.


    Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch und kann die Fortsetzung kaum erwarten.


    Fazit:


    Das Buch schreit einfach danach gelesen zu werden. Spannung und Drama, vereint in einer dystopischen Reihe, wie sie besser nicht hätte starten können.

  • Autor:
    Veronica Roth sturdierte an der Northwestern University in Chicago Creative Writting. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie währedn dihres Studiums den Roman "Die Bestimmung" und stürmte in den USA damit auf Anhieb die Bestsellerlisten.


    Buchinhalt:
    Altruan - die Selbstlosen
    Candor - die Freimütigen
    Ken - die Wissenden
    Amite - die Friedfertigen
    Ferox - die Furchtlosen


    Fünf Fraktionen, die fünf unterschiedliche Lebenseinstellungen darstellen, sind den 16 jährigen Jugendlichen zur Wahl gestellt.
    Unter diesen Fraktionen muss auch Beatrice wählen, die seit ihrer Geburt den Altruan angehört.
    Vor der endgültigen Entscheidung wird jeder Anwärter einem Eignungstest unterworfen. Bei diesem gibt es keine klare Auswertung für Beatrice.
    Dies ist eine Bedrohung für die gesamte Gemeinschaft, denn die sogenannten "Unbestimmten" tragen mehrere Begabungen in sich. Die Prüferin fälscht für Beatrice das Testergebnis und warnt das junge Mädchen eindringlich.
    Bei der großen Wahl entscheidet sich Beatrice für die Ferox um dem ewigen "Dienen" zu entkommen.
    Nun folgen harte Wochen des Trainings, denn nicht alle Anwärter werden schlußendlich der neuen Fraktion angehören können.
    Viel schlimmer ist aber noch ein Konflikt, der die gesamte Gemeinschaft bedroht und auch Beatrice Leben und das ihrer Familie in Gefahr bringt.


    Die Geschichte wird in der Ich-Form aus der Sicht der Protagonistin Beatrice erzählt.
    Ein schneller Einstieg in die Welt von Beatrice ist somit möglich und auch die Figur selbst wächst dem Leser schnell ans Herz.
    Beatrice ist authentisch und lebendig dargestellt, hat Tiefen und Ecken, die mit fortschreitender Geschichte immer vielseitiger werden. Sie ist zwar von Anfang an willensstark und hat Probleme sich unterzuordnen, muss aber gegen ihre Unsicherheit und anerzogene Gedankenmuster ankämpfen, die in ihrem neuen Leben ihr mehr hinderlich als förderlich sind.
    Nicht nur der Überlebenskampf vermag Spannung zu vermitteln sondern auch das zarte Aufflackern erster Liebe zu dem Ausbildner Four.
    Sämtliche Figuren werden von der Autorin vielschichtig dargestellt und erhöhen den Lesegenuss, da es außer Gut und Böse auch viele Zwischentöne gibt. Die düstere Atmosphäre unterstreicht den aufregenden Alltag in Beatrices Welt.
    In kurzen einfachen Sätzen wird die Geschichte so spannend und echt erzählt, das es dem Leser schwer gemacht wird, das Buch zur Seite zu legen.
    Moralische Grundfragen werden aufgeworfen wie es in Dystopiegeschichten üblich ist und geben dem Roman eine Tiefe die so manch anderem Jugendroman fehlt.


    Wie schon vom cbt Verlag gewohnt ist auch das Cover wieder ein echter Hingucker und Leckerbissen im Bücherregal.


    Zum Glück soll dies erst der erste Band einer Trilogie sein denn der Abschied von Beatrice und Four fällt am Ende schwer aus.
    Eine ergreifende und spannende Geschichte die durchaus auch von Erwachsenen noch genossen werden kann, da sie mit Tiefe und viel Gefühl erzählt wird. Die Altersangabe des Verlages ist ab 14 Jahren.
    Das Buch erscheint am 19 März 2012 und sollte unbedingt schon vorgemerkt werden. Es lohnt sich!

  • Klappentext


    Altruan – die Selbstlosen.
    Candor – die Freimütigen.
    Ken – die Wissenden.
    Amite – die Friedfertigen.
    Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …


    Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
    Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
    Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…


    Meine Meinung
    Dieses Buch ist einfach der Hammer! Ein wirklich gelungener Start einer neuen Trilogie.


    Als Leser gelangt man in eine Welt des zukünftigen Chicago und heftet sich an die Fersen von Beatrice. Mit ihr trifft man die Entscheidung, die ihr Leben vollkommen verändern wird und folgt ihr in diese ungewisse Zukunft.
    Die Art und Weise, wie die Autorin die Charaktere erschaffen hat, lässt sie lebendig wirken. Beatrice, oder auch einfach nur Tris, ist nicht als perfektes Mädchen aufgebaut. Sie ist weder wunderschön, noch das beliebte schusselige Mädchen. Sie ist... echt. Tris hat ihre Stärken und Schwächen. Bei der Zeremonie, wo die Sechzehnjährigen ihre zukünftigen Fraktionen wählen, ist sie voller Zweifel. Sie weiß nicht, wo sie hingehört. Ein Leben als selbstloser Altruan wäre für sie eine Qual, dessen ist sie sich bewusst, doch ist sie mutig genug um eine Ferox zu werden?
    Es liegen so viele Prüfungen und Kämpfe, so viele Zweifel und Schmerzen vor ihr, so dass man es kaum wagt weiter zu lesen. Seite um Seite baut man eine Seifenblase an Vorstellungen auf, wie es weiter gehen könnte, doch dann zerplatzt diese und man beginnt mit dem Bau von vorne.
    Die Spannung, welche sich durch die immer wieder ändernde Situation aufbaut, lässt bis zur letzten Seite nicht nach.
    Doch neben all den Kämpfen und den negativen Gefühlen kommt auch die Liebe nicht zu kurz, denn auch in tiefster Dunkelheit lässt sich ein Fleckchen Licht finden.
    Neben der Liebe, ist auch die Freudschafft stark vertreten. Die Anwärter unterstützen einander, sei es nun moralisch oder bei der Versorgung von Wunden. Gemeinsam lachen sie und überbrücken schwere Stunden.
    Ebenso beeindruckend wie die Wandlung von Tris, ist die von Four. Als Ausbilder wirkt er hart und unnahbar, doch unter dieser Schale steckt auch ein netter und liebenswerter Mensch.
    Ich könnte noch so viel von den verschiedenen Protagonisten erzählen, aber dann wäre ja die ganze Spannung genommen.
    Eines kann ich dazu jedoch verraten, vergesst das Wort Nebencharaktere bei diesem Buch. Individuelle Ansichten, Gedanken, sowie Charakterzüge lassen sie nicht einfach im Hintergrund bleiben. Sie sind so detailliert, dass man sie entweder lieben oder hassen muss.


    Ich fand es toll, dass die Sprache einfach gehalten wurde. Es sind keine Begriffe erfunden worden, die zusätzlich erklärt werden müssten. Durch diese Einfachheit ist der Lesefluss vollkommen geöffnet, weshalb man von Seite zu Seite fliegt, ohne es wirklich zu bemerken.


    Beeindruckt war ich auch von dem Aufbau der Handlung, da dieser den Leser praktisch in sich hineinzog. Fast automatisch stellten sich dann die Fragen, wie es denn bei einem Selbst aussehen würde.
    Wie würden wir beim Eignungstest abschneiden?
    Welche Fraktion wäre für uns die Richtige?
    Doch am fesselndsten war für mich die Frage: Könnten wir uns überhaupt in eine Fraktion einfügen oder wären wir, wie Tris, Unbestimmte?
    Nun, ich weiß nicht, ob ich mich einfach in eine bestimmte Schublade stecken lassen könnte.
    Wie seht ihr es denn?
    Vielleicht schafft ihr es ja die Frage für euch zu beantworten, ich konnte es nicht.


    Fazit
    Vergesst die Vergleiche mit Panem, denn damit hat es sicherlich nichts gemeinsam. Veronica Roth hat mit diesem Buch eine ganz neue Welt geschaffen, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert. Doch wie jeder von uns weiß, gibt es bei allen Regeln bestimmte Ausnahmen. In dieser Welt, in der jeder einer Fraktion angehört, sind es die Unbestimmten, die das Schicksal aller in ihren Händen halten.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Der Vorsatz, keine Dystopien, schon gar keine mehrteiligen, mehr zu lesen, ist im Moment sowieso zum Scheitern verurteilt. Sie schießen einfach überall aus dem Boden. Andererseits muss man sagen, dass sich “Die Bestimmung” von Veronica Roth absolut gelohnt hat – ein wahnsinnig tolles, mitreißendes Buch.
    Die Idee mit den Fraktionen, die auf den ersten Blick alle tolle Eigenschaften haben, finde ich spannend. Natürlich fragt man sich unwillkürlich, für welches Leben man selbst sich entscheiden würde, wenn man auf einen Weg so festgelegt wäre. Die Auseinandersetzung mit den Candor, den Ken, den Altruan und auch den Ferox ist der Autorin sehr gut gelungen, ich vermute, dass die Amite im zweiten Band stärker im Vordergrund stehen werden, hier waren sie jetzt noch nicht so sehr von Bedeutung. Was es bedeutet, wenn aus dem Wunsch nach Tapferkeit plötzlich Skrupellosigkeit wird, was es bedeutet, wenn der Hunger nach Wissen plötzlich zum Wunsch nach Macht und Kontrolle wird, das kann man in “Die Bestimmung” eindrucksvoll mitverfolgen.
    Die Handlung war sehr spannend und toll erzählt. Besonders gut finde ich, dass auch Beatrice keine strahlende Heldin ist, sondern dass auch in ihr von Zeit zu Zeit wirklich schlechte Eigenschaften hervorbrechen und sie die Kontrolle verliert. Sie weiß keineswegs immer, was zu tun ist, und auch, wenn Veronica Roth ihrer Heldin natürlich auch einen gut aussehenden Helden zur Seite stellt, Four ist auch nicht gerade ein klassischer Held – auch wenn er sicher viele Mädchenherzen höherschlagen lässt.
    Ich fand vor allem die Beschreibung der Orte gelungen, man konnte sie sich sehr gut vorstellen und der Autorin sind auch mal ein paar andere Dinge als die typischen Dystopieorte eingefallen, auch wenn offenbar ein bewachter und mit Stacheldraht versehener meterhoher Zaun rund um die Stadt, in der das Ganze spielt, zum Inventar einer Dystopie zu gehören scheint. Nun gut.
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und freue mich auf den nächsten Band, auch wenn wir da sicherlich noch eine ganze Weile warten müssen.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Kurzbeschreibung:
    Fünf Fraktionen, fünf verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice sich entscheiden muss, als sie sechzehn wird. Sie weiß: Es ist die wichtigste Wahl ihres Lebens, denn sie entscheidet über ihre Familie, ihre Freunde, ihre Feinde. Doch der Test, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte. Die aber gelten in der Welt, in der sie lebt, als hoch gefährlich...


    Zur Autorin:
    Veronica Roth studierte an der Northwestern University in Chicago Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.


    Rezension:
    Die Welt in einer fernen Zukunft: Sie ist in 5 Fraktionen unterteilt, den Altruan, Ken, Amite, Ferox und Candor. Jede dieser Fraktionen hat eine ihr eigene Eigenschaft und bestimmte Grundsätze, von denen nicht abgewichen wird. Beatrice Prior wächst bei den Altruan auf und muss sich nun mit 16 Jahren anhand eines Tests, dem jeder Jugendliche in diesem Alter unterzogen wird, entscheiden, zu welcher Fraktion sie bis an ihr Lebensende gehören wird.


    Doch bei Beatrice bringt der Test kein eindeutiges Ergebnis, sie ist eine Unbestimmte, was sie in Gefahr bringt. Entscheiden tut sich Beatrice aber gegen ihre alte Fraktion Altruan und wechselt zu den Ferox. Und hier zeichnen sich schon bald bevorstehende Kämpfe und Fehden ab, in denen Beatrice im Mittelpunkt steht...


    Mit "Die Bestimmung" wird eine weitere Dystopie-Trilogie auf den Markt gebracht, die man meiner Meinung nach absolut nicht verpassen sollte! Veronica Roth gelingt mit dem Auftaktband ein wahrhafter Pageturner, der mich von Anfang bis Ende in seinen Bann ziehen konnte.


    Der Leser lernt Beatrice und ihr Leben in der Fraktion der Altruan näher kennen, zu denen sie sich nicht zugehörig fühlt, da dies mit einer ungeheuren Portion an Unterwürfigkeit und Selbstlosigkeit einhergeht, die Beatrice zum Teil sehr zuwider sind. Daher entscheidet sie sich nach der Bestimmungszeremonie für die Fraktion der Ferox, die sich durch Stärke und Mut auszeichnen.


    Hier muss Beatrice in Kämpfen gegen andere ihre Stellung innerhalb der Fraktion finden. Die Kämpfe werden sehr anschaulich und detailreich geschildert, sodass auch Brutalität in diesem Roman eine große Rolle einnimmt und das nicht nur in den einzelnen Tests, sondern auch innerhalb der Gruppe, in der Tris, wie sich Beatrice nun nennt, von einigen anderen Neulingen brutal gemobbt wird.


    Gerade in diesen Szenen kann man sich gut mit ihr identifizieren und sie ist eine wahrlich passende Protagonistin, denn sie wächst stetig an ihren Erlebnissen in der neuen Fraktion. Auch die männlichen Charaktere, allen voran Four, sind anschaulich und nachvollziehbar in ihren Aktionen und versprechen noch viel für die Folgebände.


    Das Ende von "Die Bestimmung" ist rund in sich abgeschlossen, lässt aber genug Raum, um gespannt auf die Fortsetzung zu warten. Im Englischen wird diese "Insurgent" heißen und am 1. Mai 2012 erscheinen. Ein deutscher Veröffentlichungstermin ist noch nicht bekannt. Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es mit Tris, Four und den anderen weitergeht und kann für den Auftaktband der "Divergent"-Trilogie eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.


    Fazit: "Die Bestimmung" ist der Auftaktband zu einer Dystopie-Trilogie, wie man sie sich nur wünschen kann. Von Spannung über Action bis zu einer zarten Liebesgeschichte ist alles vorhanden, was das Leserherz begehrt.

  • Klappentext:
    Altruan – die Selbstlosen.
    Candor – die Freimütigen.
    Ken – die Wissenden.
    Amite – die Friedfertigen.
    Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …


    Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
    Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
    Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…


    Über die Autorin:
    Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.


    Allgemeines zum Buch:
    „Die Bestimmung“ umfasst 477 Seiten und gliedert sich in 39 Kapitel, die mit durchschnittlich zwölf Seiten eine angenehme Länge haben. Zum bequemeren Lesen und zum Spannungsaufbau sind sie teilweise zusätzlich in Abschnitte unterteilt. Überschrieben sind die Kapitel allein mit ihrer jeweiligen Kapitelnummer.


    Abgerundet wird „Die Bestimmung“ durch eine sympathische Danksagung der Autorin.


    Geschrieben ist das Buch aus Sicht der Ich-Erzählerin und weiblichen Hauptfigur Beatrice in der Gegenwartsform.


    Das Cover des Buches ist sehr auffällig und passend zum Inhalt gestaltet, ohne dass es davon schon zu viel verraten würde.


    „Die Bestimmung“ ist im März 2012 als Hardcover mit Schutzumschlag im cbt Verlag erschienen. Die Originalausgabe erschien 2011 unter dem Titel „Divergent“ bei Katherine Tegon Books, an imprint of Harper Collins Children’s Books, New York. Übersetzt aus dem Amerikanischen wurde das Buch von Petra Koob-Pawis.


    Tolle Extras zum Buch, unter anderem einen Persönlichkeitstest, der euch verrät, zu welcher Fraktion ihr am besten passt, gibt es hier: www.die-bestimmung.de


    Meine Meinung zum Buch:
    „Die Bestimmung“ spielt im Chicago der Zukunft. Ein völlig neues Gesellschaftssystem hat sich entwickelt – wie es dazu kam, erfährt der Leser in einem kurzen Überblick. Ausführlichere Erklärungen folgen vielleicht in der Fortsetzung der Reihe – vorerst muss sich der Leser mit wenigen Informationen zufrieden geben. Welche Entwicklungen die Menschheit und die Technik mitgemacht haben, erfährt der Leser auch nur ansatzweise. Fest steht, dass elektrische Geräte wie Computer dem Menschen nach wie vor das Leben erleichtern und er sogar mehr oder weniger darauf angewiesen ist.


    Von der ersten Seite an vermag „Die Bestimmung“ zu fesseln, was zu einem Großteil der Erzählkunst der Autorin bzw. der Ich-Erzählerin geschuldet ist. Beatrice ist eine sehr sympathische Figur, die mit ihrer offenherzigen und leicht ironischen Art schnell das Herz des Lesers gewinnt. Sie ist ein aufgewecktes junges Mädchen, das im Verlauf des Buches eine enorme Entwicklung durchmacht. Sie hat viele Prüfungen zu bestehen und wächst mit ihren Aufgaben.


    Aber auch die Handlung selbst nimmt schnell an Fahrt auf. Nach der Zeremonie der Bestimmung, in der Beatrice sich für die Fraktion der Ferox entscheidet, folgt ein Aufnahmetest, denn die Fraktion nimmt nicht alle neuen Mitglieder endgültig in ihre Gemeinschaft auf. Die „Neuen“ müssen sich verschiedenen Tests stellen, bei denen die Autorin einen enormen Ideenreichtum bewiesen hat und sich kreative Aufgaben ausgedacht hat. Die Tests sind sehr umfangreich und sehr unterschiedlich – oft aber vor allem sehr brutal. Es ist erschreckend zu sehen, wie Jugendliche sich verhalten, wenn es um Sieg oder Niederlage geht. In vielen Szenen fließt Blut und Gewalt bestimmt die Geschehnisse, wobei die Autorin nicht davor zurückschreckt, detaillierte Beschreibungen zu liefern. Der Leser muss sich auf einige grausame Ereignisse einstellen. Vor allem muss er damit rechnen, dass nicht jeder Charakter durchschaubar ist. Es gibt einige überraschende Wendungen in diesem Buch, die oft auf dem Verhalten der Figuren begründet sind.


    Aber es gibt auch sehr schöne und berührende Szenen in diesem Buch. Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und schafft es besonders dadurch, zu überzeugen. Das Buch erzählt von Vertrauen, von Freundschaft, von Liebe. So erschreckend manche Szenen sind, so herzerwärmend sind andere Szenen wiederum. Die Autorin beweist ein Feingefühl für die Bedürfnisse ihrer Leser und sorgt für eine Berg- und Talfahrt der Gefühle.


    Der Autorin ist sehr gut gelungen, die Unterschiedlichkeiten der Fraktionen herauszuarbeiten und darzustellen, wie sich das Leben innerhalb der Fraktionen unterscheidet. Die Differenzen beginnen bei der Kleidung und setzen sich über die Ernährung bis hin zur Wahl eines Berufes fort.


    Die Aufnahmeprüfungen nehmen rund zwei Drittel des Buches ein. Im letzten Drittel konzentriert sich die Handlung auf einen anderen Schwerpunkt, der nicht mehr hundertprozentig zu überzeugen vermochte. Auf den letzten 100 Seiten überschlagen sich die Ereignisse derart, dass die Autorin sich nur noch wenig Zeit für Beschreibungen nehmen kann. Während auf den ersten gut 350 Seiten die Lebendigkeit der Figuren und der Ideenreichtum bezüglich der Handlung überzeugt hat, kommen diese Punkte im letzten Drittel leider etwas zu kurz.


    Das Buch endet relativ offen, aber nicht mit einem zu fiesen Cliffhanger. Die Fortsetzung darf natürlich trotzdem gespannt erwartet werden.


    Mein Fazit:
    Ein wahrer Pageturner, der durch seine abwechslungsreiche Handlung und den Ideenreichtum der Autorin überzeugt – bei dem sich die Ereignisse auf den letzten 100 Seiten aber zu sehr überschlagen, wodurch der Autorin die Gelegenheit genommen wird, sich Zeit für die Beschreibungen der Handlung und der Figuren zu nehmen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Die Bestimmung ist wirklich ein Klasse Buch und ich lege es jedem der auf der Suche nach einer wirklich guten Dystopie ist ans Herz. Ich hatte nach dem lesen fast das Bedürfnis es nochmal zu lesen und nun nervt es mich richtig das es noch keinen zweiten Teil gibt.


    Tolle Charaktere + tolle Idee + toller Schreibstil = lesen! :lol:


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Das Buch zu rezensieren fällt mir sehr schwer. Momentan geht es mir bei einigen Büchern so. „Die Bestimmung“ ist ein Jugendbuch, in dem es um Tris (Beatrice) geht, die eine Fraktion wählen muss. Sie wählt und entscheidet sich ganz bewusst gegen ihre alte Fraktion und ihre Eltern, da sie die Enge dort nicht erträgt. Die Momente, in denen Tris ihre Entscheidung abwägt, ihre Gefühle und auch ihre Zweifel dabei sind sehr gut beschrieben. So versteht man auch warum sie sich so entscheidet. Mit dem Wechsel zu den Ferox geht auch eine Veränderung in Tris vor, die mir nicht so gut gefällt. Sie wird aggressiv, gewaltbereiter. Dennoch gibt es Momente, in denen die alte Tris zum Vorschein kommt.


    Genau die Entwicklung von Tris ist es, die mir nicht gefällt und die das Buch für mich nicht als Jugendbuch definieren lassen. Das ganze Buch wird irgendwie brutaler: die Kämpfe die die Jugendlichen in ihrer Ausbildung austragen müssen, die Angriffe auf die Jugendlichen …. all das ist teilweise so brutal beschrieben dass sich das Buch in meinen Augen nicht für jugendliche Leser eignet. Ich hätte so ein Buch nicht geschenkt bekommen.


    Es gibt auch schöne, berührende Momente wie das Erwachen der ersten großen Liebe. Diese Gefühle werden von der Autorin so zart beschrieben, das es einem richtig gut tut und unter die Haut geht.


    Das Ende des Buches … es ist auf eine Fortsetzung ausgelegt das ist klar und daher ist das Ende auch ziemlich offen gelassen. Leider wurden auch Grundsatzfragen, wie zum Beispiel „Warum passiert das alles?“ und „Was ist passiert das die Alturan so gehasst werden?“ nicht beantwortet und so wird der Leser sehr im Regen stehen gelassen.


    Dennoch lädt das Buch auch zum Nachdenken ein. Wie würde ich mich entscheiden? Zu welcher Fraktion würde ich vom Grundsatz her gehören und wie würde ich mich bei der Wahl entscheiden? Auf der Homepage des Buches kann man einen Test machen – ich hab ihn gemacht und – ich wäre eine AMITE


    Vom Schreibstil her ist das Buch wunderbar flüssig geschrieben, lässt sich herrlich schnell lesen und man ist von der ersten Seite an voll in der Geschichte drin.


    Meine Wertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Kurzbeschreibung


    Heute ist der große Tag, Beatrice muss sich entscheiden, in welcher der
    fünf Fraktionen sie zukünftig leben und ausgebildet werden will: bei
    Altruan - den Selbstlosen, Ken - den Wissenden, Amite - den
    Friedfertigen, Condor - den Freimütigen oder Ferox - den Furchtlosen. Je
    nachdem wie sie wählt, muss Beatrice ihre Familie vielleicht für immer
    verlassen. Das Problem ist nur, dass sie eine Unbestimmte ist - eine,
    die keiner Fraktion eindeutig zugeordnet werden kann. Und als sie sich
    für die Ferox entscheidet, ahnt sie noch nicht, in was für eine tödliche
    Gefahr sie sich begibt...



    Meine Meinung


    Der erste Roman der US-Amerikanerin Veronica Roth hat mich schon bei
    der Leseprobe total in seinen Bahn gezogen. Der Schreibstil ist
    unkompliziert und recht simpel gestaltet, sowie die Gedankengänge der
    Ich-Erzählerin und Protagonistin Beatrice nachvollziehbar und
    übersichtlich sind. Allerdings hatte ich nach den ersten paar Kapiteln,
    in denen es hauptsächlich um die Wahl der Fraktion geht, bis etwa zur
    Hälfte des Buches etwas an Leselust verloren, da mir die Geschichte
    recht vorhersehbar und unspannend erschien. Doch dann gewann es wieder
    an Fahrt und ich war wieder drin, konnte mich nicht mehr losreißen.


    Was mir als erstes aufgefiel, ist das extreme Schubladendenken
    dieser Zukunft, in der die Geschichte spielt. Das Leben der Menschen
    wird stark vereinfacht, dadurch dass jede Fraktion ihre speziellen
    Fähigkeiten perfektioniert und ganz bestimmte Denk- und Handelmuster
    verfolgt. Das heißt, nur weil ein Mensch dieser oder jener Fraktion
    angehört, muss er auch entsprechend handeln und denken, Abweichungen
    werden nicht geduldet. Dadurch sind sie natürlich alle recht
    eingeschränkt, vor allem Individualität und Selbstentfaltung ist beinah
    unmöglich (wobei es bei den Ferox noch relativ machbar ist, wenn auch
    nur auf bestimmten Gebieten).


    Beatrice - später Tris genannt - ist am Anfang scheu, verwirrt,
    hilflos - steigert sich aber zu einem sehr selbstständigen und starken
    Individuum. Ihre Denkansätze sind stark von den einzelnen Fraktionen
    geprägt, sie hat Vorurteile - ist nicht unvoreingenommen, überragend
    intelligent oder "perfekt", was sie sehr interessant und symphatisch
    macht. Sie wirkt unschuldig wegen ihrer Größe und Herkunft, doch sie
    kann natürlich auch anders, was mir sehr gut gefallen hat. Sie ist nicht
    die Unschuld in Person, die nie etwas böses macht und nur selbstlos und
    ohne eigenen Vorteil handelt, sondern ist auch teilweise brutal,
    schadenfreudig und skrupellos.


    Auch die Nebenpersonen sind sehr interessant und abwechslungsreich
    gestaltet, auch wenn sie manchmal vielleicht etwas zu eindeutig in "gut"
    und "böse" eingeteilt werden.


    Natürlich gibt es auch hier eine Liebesgeschichte, die jedoch weder
    aufdringlich noch störend ist. Ich hatte sogar das ein oder andere Mal
    beim Lesen ein richtiges Kribbeln im Bauch.


    Zum Ende hin ist die Geschichte vielleicht ein bisschen zu rasant,
    es passiert viel auf einmal und ist schnell auch vorbei, doch das hält
    mich nicht davon ab, gespannt und voller Vorfreude auf die Fortsetzung
    zu warten, die hoffentlich bald erscheint!


    TOP! Lesens- und empfehlenswert!

  • Das finde ich eigentlich nur logisch, da im Rahmen der Bestimmungs-Zeremonie ja herausgefunden wird, in welche Fraktion man am besten passt. Daher vertritt man als Angehöriger einer Fraktion deren Grundeinstellungen und Lebensweisen praktisch schon von selbst. Zumindest war es bisher immer so. :wink:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Ich habe gerade erst begonnen das Buch zu lesen. Ich muss sagen es liegt jetzt schon ein paar Tage in dennen ich nicht weitergelesen habe.
    Die Geschicht ist für mich noch zu unübersichtlich. Ich hätte mir zum Beispiel am Ende des Buches eine kleine Legende gewünscht. In der die einzelnen Fraktionen etc beschrieben werde. Ausserdem reisst mich auch die Idee noch nicht wirklich mit.
    Aber ich werd weiter lesen und hoffe das es, wie von euch beschrieben, von Seite zu Seite besser wird.

    Du trägst dein Herz nicht nur auf der Zunge - es schlägt in deinen Augen.
    (Kai Meyer-Die Seiten der Welt)


    :study:  2018 gelesen: 16


    :musik: 2018 gehört: 7

  • Also die Übersetzung des Titels ist ja mal absolut unpassend! Zum Glück hab ich die englische Originalausgabe gelesen (die wörtlich übersetzt übrigens "strahlend" bzw. "abweichend" heißt und Tris' Charakter beschreibt)!


    Wenn es möglich wäre, würde ich diesem Buch mehr als 5 Sterne geben. Die Geschichte war faszinierend, packend und hat mich total in den Bann gezogen. Und das, obwohl ich kurz vorher die "The Hunger Games"-Trilogie gelesen hatte und davon schon ziemlich beendruckt war bzw. nicht damit gerechnet hatte, dass ich gleich darauf wieder so ein großartiges Buch vor die Nase bekommen würde.


    Die Charaktere waren real und stark mehrdeutig/undurchsichtig, während Veronica Roth's Schreibstil schlichtweg verblüffend und makellos war. Ich hab noch nie so einen hervorragend gelungenen Debütroman gelesen! :love:


    Die einzelnen Fraktionen (wurden die so übersetzt?) waren alle sehr interessant. Letztendlich kann man jeder Fraktion immer etwas abgewinnen, da sie ja menschliche Charaktereigenschaften vertreten, die wir alle kennen/haben. Aber das totalitäre System, eben nur eine dieser Eigenschaften zu kultivieren/auszuleben, ist schon krass.


    Irgendwie habe ich mir gleich zu Anfang gedacht, dass


    Besonders gefallen hat mir


    Gut fand ich auch, dass Veronica Roth


    Von mir gibt es also die Höchstwerung von :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: und jetzt, da die Fortsetzung endlich da ist (was ich erst gerade eben gesehen habe; ich hatte irgendwie September als Erscheinungstermin im Kopf), werde ich sie mir auch gleich holen, da ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht!

  • Das finde ich eigentlich nur logisch, da im Rahmen der Bestimmungs-Zeremonie ja herausgefunden wird, in welche Fraktion man am besten passt. Daher vertritt man als Angehöriger einer Fraktion deren Grundeinstellungen und Lebensweisen praktisch schon von selbst. Zumindest war es bisher immer so. :wink:

    Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass das ja Sinn und Zweck der Fraktionen ist. Die Vereinfachung soll es ermöglichen, dass Leute eben nicht "divergent" (also vom System abweichend) sind, damit man sie besser unter Kontrolle halten und ihre Reaktionen vorhersehen kann. Darum geht es ja letztendlich. Denn genau darauf


    Für mich ist die Grundfrage im Buch, ob man es sich so einfach machen darf und dabei dann alle unangenehmen Fragen und eventuelle Komplikationen von/durch Ambivalenz unterdrücken oder ignorieren sollte/darf oder ob das nicht eben zum Leben dazu gehört.

  • Für mich ist die Grundfrage im Buch, ob man es sich so einfach machen darf und dabei dann alle unangenehmen Fragen und eventuelle Komplikationen von/durch Ambivalenz unterdrücken oder ignorieren sollte/darf oder ob das nicht eben zum Leben dazu gehört.

    Ja, und vor allem die Frage, ob man sein Leben durch die Bestimmung wirklich so bestimmen lässt. Nur, weil man in eine Fraktion passt, heißt das ja nicht automatisch, dass man deren Ansichten vollumfänglich vertritt...

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Ja, und vor allem die Frage, ob man sein Leben durch die Bestimmung wirklich so bestimmen lässt. Nur, weil man in eine Fraktion passt, heißt das ja nicht automatisch, dass man deren Ansichten vollumfänglich vertritt...

    Ja, genau! :thumleft:

  • Also die Übersetzung des Titels ist ja mal absolut unpassend!

    Das sehe ich nicht so, auch wenn er ganz anders als der Originaltitel ist. Schließlich ist das Hauptthema des ersten Bands die Frage, was die eigene Bestimmung ist. Passt also auf jeden Fall, der Titel greift dann nämlich nicht nur für Tris, sondern auch für die anderen Figuren des Romans. Mir jedenfalls gefällt er gut. :wink:

  • Das sehe ich nicht so, auch wenn er ganz anders als der Originaltitel ist. Schließlich ist das Hauptthema des ersten Bands die Frage, was die eigene Bestimmung ist. Passt also auf jeden Fall, der Titel greift dann nämlich nicht nur für Tris, sondern auch für die anderen Figuren des Romans. Mir jedenfalls gefällt er gut. :wink:

    Ich mag da etwas streng sein, aber ich finde, dass man die Absicht des Autors auch bei der Übersetzung seines Werkes rüberbringen sollte. Und Veronica Roth's Absicht mit dem Originaltitel war eine andere als die in der Übersetzung. Das merkt man auch im Verlauf der Reihe mit den anderen Titeln. Die Titel an und für sich sind schon eine Entwicklung und ich glaube nicht, dass man die richtig darstellen kann, wenn der Titel so frei übersetzt wurde.
    Aber ich rege mich auch über die "Todesser" aus Harry Potter oder die "Hungerspiele" bei Panem auf, obwohl das 1-zu-1 Übersetzungen sind (aber halt furchtbar klingen). :mrgreen:

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