Aravind Adiga - Letzter Mann im Turm

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  • Inhalt:
    Eine Geschichte um Geld und Macht, Luxus und Entbehrung, ein breites Gemälde der Menschen in Bombay und nicht zuletzt das Porträt einer brodelnden Stadt – "Der letzte Mann im Turm" wirft einen tiefen Blick in die Herzen und Köpfe der Bewohner einer Mega-City – einfache Menschen, die an einem Ort ohne Grenzen bis an ihre Grenzen getrieben werden.


    Wen man in Bombay auch nach der „Vishram Society“ fragen würde – Turm A der "Vishram Cooperative Wohnungsbaugesellschaft" –, jeder würde sagen, dass diese Wohnanlage in der Nähe des Flughafens und am Rande von Slums dennoch eine gute Adresse ist. Aber nicht nur Bombay hat sich in den letzten fünfzig Jahren verändert – und heißt jetzt Mumbai –, auch der Immobilienmarkt – überall in Mumbai wird abgerissen, Neues gebaut und viel frisches Geld ist in Umlauf. Als der Immobilientycoon Dharmen Shah den Bewohnern von Vishram Society das Angebot macht, sie rauszukaufen, damit er einen Luxusapartment-Komplex errichten kann, ist sein Angebot mehr als großzügig. Aber nicht jeder ist bereit, auszuziehen und dafür viel Geld mitzunehmen, das Angebot gilt jedoch nur, wenn alle zustimmen! Die Anspannung steigt unter den Bewohnern, und einer, der pensionierte Lehrer Masterji, einst am meisten respektiert, ist nun das Hindernis für diesen Deal. Shah ist ein gefährlicher Gegner, aber auch alte Freunde können zu Feinden werden ...
    (Quelle: Verlagsseite)


    Der Autor:
    Aravind Adiga, wurde 1974 in Madras geboren, wuchs teilweise in Sydney, Australien, auf, studierte englische Literatur an der Columbia University und am Magdalen College in Oxford. Er arbeitete als Korrespondent für die Zeitschrift Time und für die Financial Times.
    Er lebt in Mumbai, Indien. Sein erster Roman "Der weiße Tiger" (2008 ) gewann den Booker Prize und erschien in fast 40 Ländern.
    (Quelle: Verlagsseite)


    Originaltitel: Last man in tower
    Übersetzung: Susanne Urban und Ilija Trojanow


    Meine Meinung:
    Mumbai, ehemals Bombay, ist eine Stadt der Gegensätze; hier wohnen arm und reich, es gibt Prachtbauten und Slums.
    Hier versuchen viele Zuwanderer, ihr Glück zu finden.
    Hauptschauplatz dieses Romans ist die Wohnanlage Vishram Society", nahe des Flughafens und am Rande eines Slums gelegen. In ihr leben anständige, brave Leute, die es zu etwas Glück gebracht haben. Sie sind zufrieden, auch wenn der Aufzug nicht immer funktioniert oder die Wasserversorgung unzuverlässig ist.
    Doch ihr bisheriges Leben ist bedroht:
    Der Immobilientyconn Dharmen Shah möchte anstelle der Wohnanlage Luxusappartements errichten. Sein Angebot an die Turmbewohner ist großzügig und so nimmt ein Bewohner nach dem anderen an - bis auf den 61-jährigen ehemaligen Lehrer Yogesh Murthy, von allen respektvoll Masterij genannt. Er bleibt stur und so kommt es zum Bruch. Die Nachbarn überlegen sich einen Plan, um zu ihrem Geld zu kommen, das ihnen Shah versprochen hat.
    Adiga zeichnet die Personen keineswegs schwarz/weiß, gut/böse; sondern mit Ecken und Kanten.
    Aravind Adiga erzählt von Korruption, Intrigen und letztendlich auch von Mumbai.
    "Letzter Mann im Turm" wirkt ausgewogen und ist nicht so schelmenhaft wie der Vorgänger-Roman "Der weiße Tiger", das den Booker Prize erhielt.
    Für mich war es eine interessante und fesselnde Geschichte.
    Laut diesem Interview kam Aravind Adiga aufgrund einer Zeitungsnotiz auf die Idee, diesen Roman zu schreiben.

  • Danke, Conor, für die Vorstellung dieses Buches. "Der weiße Tiger" hat mich ja nicht sonderlich überzeugt, aber dieses Buch habe ich bereits auf der Wunschliste. Das Motiv "Haus" als Schauplatz und fast schon als Protagonist, gefällt mir.

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
    Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


    *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)

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