Bettina Belitz - Dornenkuss

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  • Dornenkuss Teil 3. der Trilogie


    1. Splitterherz
    2. Scherbenmond
    3. Dornenkuss



    Inhalt: (Amazon)


    Elisabeth Sturm hat am eigenen Leib erfahren, welche Gier, welche zerstörerische Kraft und welches Grauen in der Welt der Mahre lauern und doch hält sie an ihrer Liebe zu Colin fest. Erschöpft und bis ins Mark verletzt, fürchtet und ersehnt sie den Tag, an dem er zurückkehrt und sie sich auf die Jagd nach Tessa machen, der uralten Mahrin, die ihr Glück bedroht. In Italien hoffen sie, Tessa auf die Spur zu kommen und Hinweise auf Ellies verschollenen Vater zu erhalten. Fast gegen ihren Willen findet Ellie in der Hitze, dem Meer und der Kargheit des Landes die Ruhe, nach der sie sich seit Monaten sehnt, und dankbar gibt sie sich diesem neuen, freien Leben hin. Als von unerwarteter Seite ein Verbündeter auftaucht, scheinen die Antworten auf Ellies Fragen plötzlich greifbar. Aber je tiefer sie in das Geheimnis der Mahre eindringt, desto größer werden Ellies Zweifel: Ist selbst ihre Liebe nicht stark genug, um gegen Colins Hunger zu bestehen?



    Aufbau :


    Prolog
    1.Teil Philia
    2.Teil Mania
    3.Teil Eros
    4.Teil Agape
    Epilog



    Meine Meinung :


    Dieser 3. Band der Splitterherztrilogie ist nicht nur wegen seiner Seitenzahl von über 800 Seiten schwer ,sondern auch wegen seinem Inhalt als tiefere und schwerere Kost , im Gegensatz zu seinen Vorbänden die meines Erachtens einfacher gestrickt waren ,anzusehen.
    Dornenkuss ist intensiver als Band 1 und 2 , man muss genau lesen, denn oft verwirren einige Szenen den Leser und man fühlt sich zweifelnd zurückgelassen ,hin und her gerissen zwischen den Höhen und Tiefen des Buches die dem Leser einiges abverlangen .Die pure Tiefe der Story verlangt vom Leser viel Konzentration und setzt Vertrauen in das Können der Autorin voraus, aber man wird am Ende nicht enttäuscht, denn alle offenen , verwirrenden Fäden laufen perfekt zusammen , lösen alles ungereimte logisch auf und stellen den Leser zufrieden.
    Auch in diesem Abschlussband zeigt die Autorin ihr Können mit der Sprache umzugehen , ihr Stil ist wieder wunderbar und der Leser darf wieder mit Elli fühlen und spüren, denn Bettina Belitz schafft es, dass man wie Elli fühlt und sieht und mit ihr die bedrückenden und beeindruckenden Erlebnisse , gespickt mit vielen Gedanken und Emotionen durchlebt, auch wenn sie einem manchmal doch zu anstrengend wird ,was aber durch ihre HSP (Hochsensible Person) Sinn macht und alles andere unglaubwürdig werden lassen würde.
    Viele Szenen sind sehr ausführlich und deutlich beschrieben, dadurch kommt es zu kleineren Längen, die aber durch den Schreibstil bestechen, denn die Autorin kann wunderbar Bilder in den Leserköpfen entstehen lassen.
    Sie hat die Gabe den Leser zu manipulieren , im guten Sinne, und ihn glauben zu machen, dass das , was er beim lesen sieht auch so empfindet und glaubt.
    Vielleicht ist man mit einigen Wendungen nicht so zufrieden, vielleicht auch mit dem Ende nicht, doch diese Gefahr bleibt dem Leser immer. Und immer wieder bringen dann die Wendungen das AHA Erlebnis, das nichts so ist wie es schien.
    Das Ende ist Geschmackssache, denn während des Lesens überlegt man die ganze Zeit wie es enden könnte und jeder wird seine eigenen Vorstellungen haben, auch wenn man sich schon beim lesen bewusst ist ,dass ein Liebesromanende nicht passen könnte, werden es sicherlich einige hoffen, ob sie dann erfüllt werden oder nicht, sei dahin gestellt.
    Ich persönlich fand das Ende etwas zu schnell und unbefriedigend auch wenn es ergreifend und dramatisch begann, fehlte mir irgend etwas. Es war nicht deprimierend aber auch nicht romantisch. Es lässt mich mit einem offenen Gefühl zurück. Hier hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht auch wenn der Epilog einiges preis gibt.


    Auch wenn Dornenkuss für mich nicht an den 1. Teil der Splitterherztrilogie heran reicht , ich mich in ihm nicht so gefühlsmäßig verlieren konnte, er mich in einigen Kapiteln verwirrte und oft sehr forderte, hat Bettina Belitz mit ihm einen sehr interessanten und tiefen, intensiven Abschluss ,einer perfekt durchdachten Trilogie vollbracht.
    Und ich werde, was ich sonst nie mache, diese Bücher definitiv noch einmal lesen :love:


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne.



    www.bettinabelitz.de


    ihr Blog


    Bettina bei Facebook

    "Ein gutes Buch ist wie ein erholsamer Kurztrip aus dem Alltag."
    »Verlass das Haus nie ohne ein Buch.« Edward Gorey
    "Zu Hause ist da, wo deine Bücher sind" SILBER - Kerstin Gier

    2 Mal editiert, zuletzt von Floxine ()

  • In diesem Buch merkt man sehr stark das Ellie reifer geworden ist, fand ich sie in den ersten beiden Bänden ab und an doch sehr nervig und naiv, merkt man das ihr die letzte Zeit mehr zugesetzt hat als gedacht. Was aber auch kein Wunder ist, der Vater ist verschwunden, der Bruder wurde befallen, ihre Lieb zu Collin muss immer wieder und immer mehr „Niedrigkeit“ ertragen.


    Man erfährt einiges wo man in Band 1 und 2 noch im Unklaren gelassen wurde, wo man dachte es hätte keinen Sinn, wird hier gelöst und man merkt wie sich alles zusammen fügt, was man vorher noch gar nicht so in Betracht hatte.
    Auch in diesem Buch sitzt man ab und an mit Fragezeichen über den Kopf da, aber Bettina schafft es all die Auflösungen zu geben die in dieser Reihe auftauchen.


    Zu den einzelne Charakteren möchte ich gar nicht soviel sagen, nur, ich für meinen Teil kann sagen während ich in Band 1 Collin „verfallen“ war, Band 2 ein wenig von ihm abgekommen bin find ich ihn in Band 3 überhaupt nicht mehr so mystisch und wunderbar um ehrlich zu sein. Meiner Meinung nach ist der Glanz von ihm abgefallen.
    Tillmann dagegen ist mir wirklich die Zeit über ans Herz gewachsen.


    Dieses Buch hält viele Wendungen bereit. Es ist spannend zu lesen und ein schöner Abschluss zu einer gelungen Trilogie!


    Auch das die ganze Handlung in Italien bzw. am Meer sich abspielt, finde ich wunderbar gewählt und macht alles noch ein klein wenig mystischer.


    Ich hatte auch bei diesem Buch wieder das Glück es in einer wunderbaren Leserunde, mit Bettina zu lesen, was auch hier einzigartig und ganz wunderbar war, einfach weil man noch einiges an „Hintergrundwissen“ dazu bekam, das man evtl. beim „allein oder normal“ lesen nicht hat, genauso wie Feedback von anderen Lesern.
    Es hat unwahrscheinlich Spaß gemacht und ich finde es ganz wunderbar was für Gedanken sich Bettina bei Ihrer Buchreihe gemacht hat, man merkt das in dieser Reihe sehr viele Gedanken dahinter stecken.


    Abschließend kann ich nur sagen mir hat dieses Buch bzw. die ganze Reihe sehr gut gefallen!
    Nur sollte man aufpassen das dieses Buch kein gewohntes Jugendbuch ist, auch wenn es sich in den meisten „Jugend“ Regalen verirrt bei den Buchhändlern, es ist an manchen Stellen sehr düster und erschreckend geschrieben, so das es für Jugendliche, meiner Meinung nach, absolut nichts ist, einfach weil schwierige Themen wie Drogen und Gewalt in diesem Buch angesprochen werden.


    Und noch ein großes Dankeschön für all die wundervollen Lieder, die ich wahrscheinlich ohne dieses Buch leider nie gehört hätte!
    Es war mystisch, es war zum mitfiebern, es war zum träumen … es war einfach wunderschön Ellie & Co zu begleiten, schade das es nun aufhören wird, doch wie heisst es so schön? Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören! :lol:

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • Ich muss diesen Abschlussband leider etwas kritisieren.


    Bettina Belitz hat sich eine tolle Geschichte ausgedacht, nichts ist hier zufällig passiert, alles hat seinen Grund und die Lieder dazu fand ich auch immer wieder toll. Aber leider war es nicht ganz meins. Ellie ging mir sowas von auf die Nerven :evil: :wuetend: . Vielleicht liegt es daran, das ich kein sonderlich empfindsamer Mensch bin und nicht in alles etwas reininterpretiere und schon gar nicht so schnell rumzicke oder ähnliches. Wäre ich wie Ellie, hätte mich mein Mann schon längst raus geschmissen glaube ich :wink: Und wie sie mit allen teilweise umgegangen ist, da wundert es mich auch nicht, dass sie nicht gerne bei ihr waren.


    Für mich wurde das Buch erst ab ca. Seite 600 gut, denn ab da ging mir Ellie nicht mehr so auf den Keks, und die Story nahm Fahrt auf. Die Auflösung fand ich okay, vieles davon hatten wir uns in der Leserunde schon gedacht


    Alles in allem, ein Abschluss, mit dem ich leben kann, der für mich aber nichts besonderes war. Für mich ging es in der Trilogie immer weiter bergab, Splitterherz hat 5 Sterne von mir bekommen, Scherbenmond 4 und Dornenkuss letztendlich jetzt nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: .

    <--- The Power of books!


    :study: Christina Henry - Die Chroniken von Aice 1

  • Mir geht es ähnlich wie Miriam. Leider muss ich mich eher mit verhaltener Begeisterung hier anschließen.


    Nachdem ich "Splitterherz" mit 3 Sternen bewertet habe und "Scherbenmond" für mich 4 Sterne wert war, muss ich nun sagen, dass "Dornenkuss" abgesackt ist.


    Mir hat bei dem Buch einfach die Freude am Lesen gefehlt. Es hat mich nicht in seinen Bann gezogen, dabei war ich voller Vorfreude, als ich wusste, dass dieser Teil in Italien spielen wird.
    Bettina Belitz versteht es den Leser in eine andere Welt zu entführen. Dank ihrer Beschreibungen kann man sich alles wunderbar vorstellen und hat manchmal das Gefühl mittendrin, statt nur dabei, zu sein. Allerdings verfängt sie sich auch oftmals in sehr langen, langatmigen und detaillierten Beschreibungen. Vorallem habe ich nun das Gefühl, dass ich wirklich über jede kleinste Gefühlslage und jeden kleisten Gedankenfetzen von Elli bescheid weiß. Das war mir dann doch eine Spur zu viel und vorallem zu langweilig. Streckenweise musste ich mich wirklich zwingen weiterzulesen, weil es einfach nur monotone Gefühlslagenbeschreibungen waren.
    Die eigentlichen Höhepunkte wurden dann ziemlich schnell abgespeist, vorallem


    Das Ende war dann etwas rasanter, so dass ich wenigstens etwas zügiger voran kam.
    Allerdings hat mich dann das eigentlich richtige Ende dann doch nicht so vom Hocker gehauen. Mh.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Aufmachung des Buches sehr gefällt. Auch die Schreibweise und das manchmal leicht poetische finde ich toll. Genauso wie die oft genannte Lieder, die wirklich immer super zu den Szenen passen. Aber das alleine reicht leider für mich nicht aus, um ein gutes Buch zu schreiben. Die Zähheit und Langatmigkeit hat doch eindeutig die Oberhand und wenn ich mich schon zwingen muss, ein Buch weiterzulesen (was ich nun getan habe, da ich bei der Leserunde teilgenommen habe. Sonst wäre es ein Kandidat gewesen, dass erstmal wieder ins Regal verbarrikadiert worden wäre) begeistert mich ds Buch wirklich nicht. Leider.


    Wohlwollende 3 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Es ist viel passiert zwischen Colin und Ellie. Und es ist viel passiert mit den Menschen um sie herum. Zwar ist Ellies Bruder Paul von dem Mahr Francois befreit, aber gesund ist er noch lange nicht. Ellies Vater Leo bleibt weiterhin verschwunden und die Gefahr, die von Tessa – dem uralten Mahr, der Colin nicht mit Ellie glücklich sehen will – ausgeht, besteht ebenfalls weiterhin. Ellie und Colin steht also eine schwere Zeit bevor, denn sie haben sich vorgenommen, Leo zu finden und Tessa zu töten – und dafür machen sie sich auf nach Italien, dem Ort, der auf der Europakarte, die Ellie von ihrem Vater bekommen hat, mit einem großen Kreuz markiert war. Hier wird sich alles entscheiden, hier wird die Zukunft beginnen. Ein neuer Anfang.
    Doch das Leben ist nicht rosarot für Ellie Sturm. Immer noch denkt sie viel zu oft an Grischa, diesen Jungen aus ihrer Schule, den sie nie ganz vergessen konnte, obwohl er sie noch nicht mal richtig wahrgenommen hat. Und so sehr sie Colin auch liebt, eine richtige Beziehung ist das, was sie mit ihm haben kann, einfach nicht. Ein Mensch und ein Cambion – das ist einfach eine Kombination, die so nicht funktioniert – zumal Colin sein Dasein und seine Unsterblichkeit hasst. Er bittet Ellie, ihn zu töten, wenn alles vorbei ist. Und Ellie hat das Gefühl, dass sie genau das einfach nicht tun können wird.
    Doch bevor dieses Thema aktuell wird, ist erstmal die Zeit in Italien dran, und Ellie, Gianna, Paul und Tillmann nisten sich in einem kleinen Häuschen ein und bereiten sich dort, wo andere Urlaub machen, auf den Kampf gegen Tessa vor. Dabei spielt Tillmann eine nicht unwesentliche Rolle, und er greift zu mehr als unorthodoxen Methoden, um sich seiner Aufgabe gewachsen zu fühlen.
    Und Ellie verändert sich immer mehr – hinzu kommen merkwürdige Träume und Visionen, die sich nur schwer einordnen lassen und die sicherlich irgendwas zu bedeuten haben. Aber wer schickt Ellie diese Träume? Und warum?


    Es ist mir gerade sehr schwer gefallen, etwas zum Inhalt von „Dornenkuss“ zu schreiben, ohne das Gefühl zu haben, dass ich zu viel verrate. Mir ging es beim Lesen des letzten Bands der Trilogie nämlich ständig so, dass ich überrascht wurde von dem, was geschah. Manchmal war ich mit meinen Vermutungen nah an dem, was geschehen würde, meistens aber war ich meilenweit davon entfernt. Und auch wenn ich hundert Seiten vor Schluss noch dachte: „Nie im Leben kann sich jetzt noch alles auflösen, was hier angefangen wurde“, es ging. Und es war einfach ein stimmiges Ende, auch wenn ich denen, die ähnlich nah am Wasser gebaut sind wie ich, sagen möchte: Man braucht Taschentücher. Nicht nur einmal.
    Was an „Dornenkuss“ besonders ist, ist dies: Dieser Roman ist nicht in erster Linie eine Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen und einem übernatürlichen Wesen. Es ist nicht ein 800-Seiten-Roman, der auf ein megakitschiges Happyend zusteuert. Wer das erwartet, wird enttäuscht sein. „Dornenkuss“ erzählt die Geschichte von Ellie Sturm, die nun ziemlich erwachsen wird, die sich verändert, die unheimlich schwierige Entscheidungen treffen muss und die das Leben nicht naiv durch eine rosarote Brille sieht. So ist Ellie nicht.
    Ellie ist eine Protagonistin, mit der man sich sehr gut identifizieren kann – und deren Wahrnehmung man als Leser nie anzweifelt, auch wenn man damit manchmal auf der sichereren Seite wäre. Ellie ist authentisch und sie ist stark. Bettina selbst bezeichnet Ellie als „intensiv“, und das trifft es ziemlich genau.
    Man muss „Dornenkuss“ aufmerksam lesen, um nichts zu verpassen, aber das macht einen Reiz dieses Buches aus. Für mich ist dieser letzte Band der beste der drei, ein grandioses Finale. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Dornenkuss hat für mich so viel Unvorhersehbares zu bieten gehabt, dass ich zwischendrin nicht immer wusste, ob ich das nun gut oder eher weniger gut finde. Aber nun, da ich fertig bin, bin ich begeistert. Die vielen Wendungen, die die Handlung nimmt, halten den Spannungsbogen immer bis aufs Äußerste ausgereizt. Besonders bemerkenswert finde ich, dass Bettina es schafft, alles, was sich während der beiden vorherigen Bände an Fragen auftut, zu beantworten, und alle begonnenen Handlungsstränge, jedes noch so kleine Detail am Schluss aufzulösen.
    Ich finde außerdem, dass Ellie während des Buches eine tolle Entwicklung durchmacht, ebenso wie die anderen Charaktere (obwohl mir Tillmann etwas zu kurz kommt). Anders als in Scherbenmond geht Ellie mir auch nicht auf die Nerven. Ich finde, dass sie sich zu einer sehr starken Persönlichkeit entwickelt hat.
    Das Ende ist dramatisch und ich habe die letzten vier Kapitel am Stück Tränen ohne Ende vergossen. Aber es hat sich definitiv gelohnt. Und ich glaube, dass mir Dornenkuss von allen drei Bänden vielleicht sogar am besten gefallen hat. Obwohl sie alle auf ihre eigene Art fantastisch sind.
    Ich vergebe für Dornenkuss gerne :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: und spreche die gleiche Empfehlung wie Strandläuferin aus: Immer genügend Taschentücher bereithalten! :wink:

    „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”
    Heinrich Heine
    "Nichts ist unmöglich, allein unserem beschränkten Geist erscheinen manche Dinge unbegreiflich."
    Marc Levy


    :study: in 2015: 18 Bücher, 6868 Seiten
    :study: in 2014: 2 Bücher, 771 Seiten 8-[
    :study: in 2013: 13 Bücher, 5079 Seiten
    :study: in 2012: 39 Bücher, 14318 Seiten
    :study: in 2011: 25 Bücher, 9255 Seiten

  • Dornenkuss war für mich der krönende Abschluss einer wunderbaren Triologie!!!
    Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, was mir eine fast schlaflose Nacht beschert hatte :sleep:
    Aber das hat sich wirklich gelohnt!
    Im Laufe des Geschehens werden alle Fragen, die sih in Splitterherz und Scherbenmond auftaten beantwortet, aber es entstanden auch immer wieder neue.
    So oft hab ich da gesessen und gedacht: " Warum macht Elli das?", denn ich wusste nicht, ob ich ihr Handeln gut oder schlecht finden sollte.
    Manchmal ging sie mir sogar zimlig auch die Nerven, doch trotzdem mag ich sie. Sie entwickelt sich zu einer starken Persönlichkeit, die für das kämpft, was ihr wichtig ist: Die Liebe!
    Insgesammt haben mir die eizelnen Personen gut gefallen, nur leider kam Tillman etwas zu kurz, was ich sehr schade finde, denn durch ihn wurden die schlimmsten Situationen lustig ohne ihren Ernst zu verlieren.
    Er ist und bleibt ein treuer Freund.
    Über das Ende muss sich jeder selbst ein Urteil bilden, ich jedenfalls fand es gut durchdacht und während des Lesens gabs die ein oder andere Träne.
    Alles in Allem hat mir Dornenmuss einfach super gefallen und war ein wunderschöner Abschluss.
    Von mir gibts :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: !


    "Sei ein Sonnenkind dein Leben lang, denn nur wer Sonne hat, kann Sonne geben."


    :tanzen:

  • Besser spät als nie :wink:


    Rezension
    "Splitterherz" hatte mich begeistert, "Scherbenmond" enttäuscht. Was also würde mich beim Abschluss der Geschichte von und um Ellie und Colin erwarten? Nun, es war nicht das, was ich mir erhofft hatte- aber auch nicht, was ich befürchtet hatte. Vielmehr hat mich dieses Buch inhaltlich schlichtweg überrascht und das dieses Mal im positiven Sinne.
    Dass "Dornenkuss" anders ist, als seine Vorgänger, merkt man schon am Schreibstil der Autorin. Vor Bettina Belitzs Wortwahl musste ich mich bisher noch jedes Mal verneigen und so auch hier. Sie hat einfach eine Art zu formulieren, die mein Herz höher schlagen lässt und zeigt Seite für Seite, dass die deutsche Sprache so viel mehr kann, als eine Geschichte nur wiederzugeben. Mit kleinen Gags, die aktuelles Geschehen und die Welt der Mahre verbinden, sorgt sie immer wieder für Lacher und trotzdem ist die Schwerelosigkeit des Auftaktes definitiv und endgültig dahin. Viele Kapitel sind inhaltlich und stilistisch anspruchsvoll und nicht dazu geeignet, mal eben gelesen zu werden. Aber die oft drückende, gewichtige Atmosphäre passt gut zu dem, was aus der Hauptdarstellerin Ellie Sturm geworden ist.
    Es lag ja hauptsächlich an ihrer Entwicklung, dass ich mich mit "Scherbenmond" so wenig anfreunden konnte. Umso überraschter war ich, als ich hier fast von Anfang an wieder mit ihr mitfühlen konnte. Denn "einfacher" ist sie nicht geworden und das lag auch nicht in der Absicht der Autorin. Ellie ist einfach kein Hauptcharakter, der es einem leicht machen soll, sie gerne zu haben. Aber sie sieht ihre Lebensaufgabe auch nicht mehr darin, über das Unglück der Welt zu jammern, sondern entwickelt eine Stärke, die ich ihr nicht zugetraut hätte. So erschöpft sie auch ist, kämpft sie um das, was ihr lieb ist und das wird von Frau Belitz sehr eindringlich beschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen, geht aber meiner Meinung nach leider etwas auf Kosten der Nebencharaktere. Die waren mir dieses Mal zu blass und das lag nicht nur daran, dass sie neben dem Fokus auf Ellies Entwicklung nicht genug Spielraum hatten. Es gab einige wirklich schöne Szenen, aber zum großen Teil war nur noch wenig von den eigentlich so eindrucksvollen Persönlichkeiten Tillmann und Gianna zu spüren. Das wurde zwar letztendlich erklärt und hat auch zur Handlung gepasst, aber ich fand es trotzdem sehr schade, über weite Strecken darauf verzichten zu müssen.
    Aber alles kann man nun einmal nicht haben und das war der Preis, den ich als Leser bezahlen musste, um das ganz große Plus dieses Buches geliefert zu bekommen: die Handlung. Zum Inhalt an sich möchte ich an dieser Stelle gar nichts sagen. Denn die Überraschungseffekte, die "Dornenkuss" bietet, sollte man in vollen Zügen genießen können! Nur so viel: ich habe selten eine derart stimmig und gut verknüpfte Geschichte gelesen. Keine unbeantworteten Fragen, keine lose zurückgebliebenen Fäden und als Sahnehäubchen obendrauf, haben viele damals eher beiläufig erwähnte Details aus den ersten beiden Bänden noch Bedeutung bekommen. Ich liebe es ja, wenn ich zwischen den Zeilen lesen kann und weiß, dass da wirklich etwas steht. Ob ich es nun richtig deute oder nicht- allein zu wissen, dass es einen "großer Plan" hinter allem gibt, macht mich glücklich. Dementsprechend war ich nach diesem Buch im siebten Logik-Himmel. Auch in Sachen Romantik hat mir dieser Band wieder besser gefallen. Zwar hätte ich wie wohl die meisten gerne mehr Szenen mit Ellie und Colin gelesen, aber die vorhandenen waren für mich wieder weit intensiver, als in "Scherbenmond". Nur an den Zauber aus Band eins kommen sie leider auch hier nicht mehr heran. Denn eines muss man als Leser akzeptieren: dieses Buch ist nicht die Geschichte von Ellie und Colin. Es ist eine Geschichte über Ellie. Eine Geschichte über Colin. Eine Geschichte über Werte, über anders Sein, über Freundschaft, Stärke und Schwäche und vieles mehr. Damit muss man sich anfreunden, um Spaß daran haben zu können.


    Fazit
    Wer (wie ich in Band zwei) eine romantische Zwischenmahlzeit sucht, dem wird dieses Buch schwer im Magen liegen. Aber für jeden, der es langsam, genüsslich und mit Hingabe verspeist, hat "Dornenkuss" das Potential eine gelungene Abrundung des Splitterherz-Menüs zu werden.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    :study: Aschenkindel: der wahre Print (H.Summer)
    :bewertung1von5: Bücher/Seiten 2022: 1/595 || SUB 286 O:-) (Start:287)

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    "Bücher sind Wahrheiten inmitten von Lügen." / S.King
    "Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen." / Muppet Show
    "Why do most people fail to give each other the fairy tale?" / M.Quick

  • Kurzbeschreibung:
    Elisabeth Sturm hat am eigenen Leib erfahren, welche Gier, welche zerstörerische Kraft und welches Grauen in der Welt der Mahre lauern – und doch hält sie an ihrer Liebe zu Colin fest. Erschöpft und bis ins Mark verletzt, fürchtet und ersehnt sie den Tag, an dem er zurückkehrt und sie sich auf die Jagd nach Tessa machen, der uralten Mahrin, die ihr Glück bedroht. In Italien hoffen sie, Tessa auf die Spur zu kommen und Hinweise auf Ellies verschollenen Vater zu erhalten. Fast gegen ihren Willen findet Ellie in der Hitze, dem Meer und der Kargheit des Landes die Ruhe, nach der sie sich seit Monaten sehnt, und dankbar gibt sie sich diesem neuen, freien Leben hin. Als von unerwarteter Seite ein Verbündeter auftaucht, scheinen die Antworten auf Ellies Fragen plötzlich greifbar. Aber je tiefer sie in das Geheimnis der Mahre eindringt, desto größer werden Ellies Zweifel: Ist selbst ihre Liebe nicht stark genug, um gegen Colins Hunger zu bestehen?


    Zur Autorin:
    Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr - nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren.


    Rezension:
    Ellie ist zusammen mit ihrem Bruder Paul, dessen Freundin Gianna und Tillmann auf dem Weg nach Italien, um sich dort Tessa zu stellen und ihren verschollenen Vater zu suchen. Dort lernt sie Angelo kennen, der eine merkwürdige Faszination auf sie ausübt.


    Doch hat Angelo wirklich nur Gutes im Sinn? Ellie verfällt ihm und seinem Charme zusehends. Doch was wird nun aus ihr und Colin? Hat die Liebe der beiden eine wirkliche Chance und werden sie Tessa aufspüren können und dem mysteriösen Verschwinden von Ellies Vater auf die Spur kommen?


    Mit "Dornenkuss" legt Bettina Belitz den abschließenden Teil ihrer "Splitterherz"-Trilogie vor und das auf sage und schreibe 816 Seiten. Und genau dieser Umfang gerät meiner Meinung nach zum Nachteil, denn es passiert lange Zeit in der Geschichte nicht viel und somit zieht sich gut die erste Hälfte des Buches sehr in die Länge.


    Rückblicke erleichtern zwar den Wiedereinstieg in Ellies und Colins Geschichte, doch diese werden so eingestreut, dass sie etwas störend und unterbrechend im Ablauf von "Dornenkuss" wirken. Einige Ungereimtheiten, die sich in "Scherbenmond" aufgetan haben, werden schlüssig gelöst und der Roman hält auch noch einiges an Überraschungen parat.


    Ellie selbst bleibt ihrem schwierigen Charakter treu: Es ist und bleibt schwer, sie gern zu haben. Sie ist nach wie vor nervig, anstrengend und an manchen Stellen kindlich naiv. Colin hat seit dem ersten Band "Splitterherz" abgebaut und wirkte auf mich nur wie eine Art Statist. Dagegen haben mich die Charaktere von Tillmann und Angelo sehr angesprochen. Beide werden interessant und ungewöhnlich geschildert, sie waren für mich das Salz in der Suppe von "Dornenkuss".


    Der Schreibstil von Bettina Belitz kann wiederum punkten: Ihre bildhafte, atmosphärisch dichte Erzählweise konnte mich bannen und auch emotional wird nicht an wundervollen Worten gespart. Das Ende konnte mich überzeugen, doch leider hatte ich mir von diesem Trilogie-Abschluss etwas mehr versprochen. Trotzdem kann ich die komplette Trilogie weiterempfehlen, auch wenn meines Erachtens "Splitterherz" der beste Band der Reihe war. Wer sich nicht unbedingt an einer sperrigen Protagonistin stört, wird damit seine helle Freude haben!


    Zur Gestaltung des Buchs: Der Schutzumschlag wurde wiederum von Maria-Franziska Ammon gestaltet, der sich wunderbar in die Reihe einfügt und erneut ein kleines Kunstwerk ist! Einzelne Objekte wie Buchtitel und Schmetterlinge sind in Spotlackoptik hervorgehoben, jedes Kapitel beginnt mit einer Überschrift, um die sich einzelne Blätter legen. Ein schwarzes Lesebändchen rundet diese wunderschöne Gestaltung ab.


    Fazit: "Dornenkuss" bietet einen befriedigenden Abschluss der "Splitterherz"-Trilogie. Leider kann der Roman nicht durch seine nach wie vor sperrige Protagonistin punkten, dies übernehmen dafür aber einige Nebencharaktere, die das Buch meiner Meinung nach erst richtig interessant machten.

  • Am Anfang des Buches habe ich mich schon etwas schwer getan. Dann habe ich es mal für ein paar Tage weggelegt. Doch nach dem 1/3 des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und hab fast nur noch gelesen. Der 3. Teil ist so ganz anders als die beiden anderen und ich fand den 3. Teil auch am stärksten und besten. Das Buch hat auch mit mir was gemacht. Nach jedem Lesen habe ich mich richtig gut gefühlt, obwohl ich zuletzt auch ganz viel geheult hab und die Zeilen vor mir verschwommen waren. Aber ich hab es vor ein paar Stunden beendet und fühle mich immer noch gut und bin einfach nur beeindruckt, was solch ein Buch mit einem machen kann, im positiven Sinne gemeint.
    Deshalb gibt es von mir auch volle 5 Sterne! :thumleft:
    Vielen Dank für dieses tolle Buch, liebe Bettina.

  • „Dornenkuss“ ist der Abschluss der „Splitterherz“- Trilogie und somit das Ende einer Buchserie, die mich wirklich spaltet. Bereits der erste Band konnte mich nicht wirklich begeistern, erst das Hörbuch schaffte es, mich in den Bann von Ellie und Colin zu ziehen. Der zweite Teil, „Scherbenmond“, gefiel mir dann aber sehr gut und ich freute mich auf den dritten Teil. Nun habe ich ihn gelesen und muss leider sagen, dass ich mich durch „Dornenkuss“ regelrecht durchquälen musste und es mir nicht wirklich gefallen hat.


    Mein Verhältnis zu Protagonistin Ellie ist ja seit jeher gespalten. Ich komme nicht gut mit ihrer Art klar und sie geht mir oft ziemlich auf die Nerven. Sie ist naiv, selbstbezogen und bemitleidet sich in einer Tour selbst, was auch schon in den Bänden 1 und 2 der Fall war. Nun kommt auch noch eine permanent gegenwärtige Wut dazu, die zwar aufgrund der Vorgeschichte nachvollziehbar ist, aber deswegen nicht weniger nervt. Hinzu kommt, dass sie langsam durchzudrehen scheint und daher ziemlich anstrengende Verhaltensweisen an den Tag legt.


    Als anstrengend habe ich leider auch einige der anderen Charaktere empfunden, allen voran Gianna, die ich in „Scherbenmond“ sehr mochte und von der ich gehofft hatte, dass sie in „Dornenkuss“ ebenfalls eine Rolle spielen würde. Zu Beginn ist die quirlige Italienerin noch recht amüsant, fällt einem dann aber doch ziemlich schnell ordentlich auf den Wecker. Und auch Colin konnte so gar nicht von sich überzeugen. Die meiste Zeit über verhält er sich total schlecht und büßt jegliche Sympathie ein. Nur an einigen, winzigen Stellen scheint der Colin, bei dem man verstehen kann, warum Ellie sich in ihn verliebt hat, durch, und auch, wenn man weiß, warum er sich so verhält, ja, verhalten muss, trägt das nicht dazu bei, dass man ihm sein Verhalten nachsieht.


    Mit über 800 Seiten ist „Dornenkuss“ deutlich länger als seine beiden Vorgänger, hätte in meinen Augen aber gut auf die üblichen 600 Seiten gepasst. An einigen Stellen zieht sich die Geschichte so sehr, dass man mit den Gedanken abzuschweifen droht. Ich wünschte, Bettina Belitz hätte sich hier ein wenig kürzer gefasst, denn so ist das Buch phasenweise wirklich langweilig.


    Was „Dornenkuss“ letztendlich rettet und davor bewahrt, ein Total- Flop zu sein, ist der unvergleichliche Schreibstil der Autorin. Sie findet immer haargenau die richtigen Worte, niemals sind ihre Sätze kitschig oder albern. Manchmal ist ihr Stil beinahe schon poetisch, das, was sie schreibt, ist wunderschön und zeigt, wie viel Potenzial in dieser Autorin steckt. Sind Geschichte und Charaktere in meinen Augen auch unvollkommen bzw. treffen nicht meinen Geschmack, so überzeugt mich Bettina Belitz mit ihrer Art zu schreiben doch bei jedem Buch aufs Neue. Die „Splitterherz“- Trilogie ist nicht Meins, Bettina Belitz aber durchaus und ich freue mich auf weitere Bücher.

  • Dornenkuss ist der Abschluss der Trilogie und leider auch der Band, der am schwächsten war. Fast alle Charaktere gingen mir diesmal leider nur noch auf die Nerven.


    Ellie wird immer unausstehlicher. Auf Seite 184 war ich so weit, dass ich sie am liebsten einfach nur geschüttelt, an die Wand geklatscht oder verprügelt hätte und ich bin eigentlich kein gewalttätiger Mensch ;) Kann man es Ellie eigentlich irgendwie Recht machen? Ich glaube nicht *kotz* Was für eine egoistisches Göre. Und auch auf den Seiten 457 und 520 zeigt sich, dass Ellie selbstsüchtig ist und immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir nachdem ich die gesamte Geschichte gelesen hatte nicht mehr sicher bin, wo es wirklich Ellie ist, die so egoistisch ist und ab wann sie durch Beeinflussung nicht mehr Herr iheres Denkens und Handelns war. Aber selbst als sie wieder “normal” ist, hat sie zunächst wenig Verständnis für Tillmanns Ängste und Nöte und dafür warum er zum Teil wie gehandelt hat. Sie erwrtet aber, dass er sie versteht.


    Gianna, von der ich mir recht viel versprochen hatte ist die überwiegende Zeit hysterisch. Kann man einerseits verstehen. Wer wäre das von uns nicht, wenn er das erleben würde, was die vier erleben, aber irgendwie ist es halt auch anstrengend.


    Colin mit seinem überheblichen Gehabe übertreibt es auch langsam. Mir wurde er immer unsympathischer. Tillmann und Ellie sind bereit für ihn ihr Leben im Kampf gegen Tessa aufs Spiel zu setzen und eventuell in den Tod zu gehen. Colin honoriert das irgendwie so gar nicht. Er wirkt sehr gefühlskalt und überheblich.


    Bettina Belitz schafft es auch hier wieder mir ihrem tollen bildhaften Schreibstil die Welt von Ellie und Colin so heraufzubeschwören, dass man sie förmlich vor sich sieht. Ich denke aber, dass hier weniger mehr gewesen wäre. Nach der Ankunft der vier Hauptpersonen in Italien passiert lange Zeit einfach gar nichts. Jeder lebt lethargisch vor sich hin. Einzig Tilmann bereitet sich auf den Kampf vor, aber davon erfährt der Leser nichts. Wenn hier gestrafft worden wäre, wäre sicherlich früher Spannung aufgekommen. So zogen sich die Seiten leider etwas.


    Der Kampf mit Tessa, auf den ich nach Scherbenmond förmlich hingefiebert habe (wie wahrscheinlich alle anderen Leser auch)


    Genauso hat man nicht das Gefühl, dass Colin und Ellie für ihre Liebe kämpfen. Ich glaube das ist es auch, was mich so stört an diesem Buch. Mir hat bei allen Personen diesmal der Kampfgeist, der Biß, völlig gefehlt.


    Ab 15/ 16 Jahren ist definitiv die richtige Alters-Empfehlung. In diesem Band der Trilogie kommt eindeutig für einen Jugendroman eine Menge von dem vor, worüber Ellie nicht gerne redet, was sie aber dennoch mit Colin tut. ;)


    Mein Problem mit diesem Buch ist, dass ich ca. die halbe Geschichte nicht verstanden habe. Wer tut jetzt was warum? Erst ganz zum Ende fügte sich alles einigermaßen zu einem verständlichen Ganzen zusammen. Bis dahin war ich aber schon so abgeschreckt, dass es das leider nicht mehr rausreißen konnte.
    Ich will Dornenkuss nicht zu schlecht reden, weil ich Splitterherz und Scherbenmond wirklich geliebt habe. Aber irgendwie hat Bettina Belitz es mir mit diesem Buch leicht gemacht von Ellie und Colin Abschied zu nehmen. Der Funke wollte einfach nicht mehr überspringen.


    Das Einzige, was mir an diesem Buch richtig gut gefallen hat war das Ende vor dem Ende (also der Teil vor dem Epilog). Ich wurde in einen Strudel der Gefühle gezogen, Trauer, Glück, Wut, alles war dabei. Ich habe so geheult, das ich die letzten Seiten fast nicht mehr lesen konnte.


    Mein Fazit:
    Wer die ersten beiden Bände geliebt hat sollte Dornenkuss auf jeden Fall lesen, um die Geschichte rund zu machen. Meine sehr hohen Erwartungen konnte dieser Abschlussband jedoch leider nicht erfüllen. Jemandem, der die ersten beiden Bände nicht gelesen hat rate ich davon ab Dornenkuss zu lesen. Ich glaube nicht, dass man das Buch dann auch nur ansatzweise verstehen kann, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt.


    Der stärkste Band der Reihe war für mich definitiv Scherbenmond.

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)

  • Ich bin immer total hin- und hergerissen, ob ich Dornenkuss noch lesen möchte oder nicht...
    Es gibt begeisterte Kritiken und nuja, die, die das Gegenteil zelebrieren...


    Ich war von Splitterherz total entzückt - war meine Einstiegsdroge in die Jugendfantasyliteratur - , aber von Scherbenmond war ich einfach nur enttäuscht.


    Jetzt habe ich total Angst, dass Dornenkuss genauso ein Reinfall wird und meine nostalgischen Erinnerungen an Splitterherz nur noch mehr zerstört... Außerdem ist Dornenkuss mit seinen 800 Seiten nicht gerade ein Buch, das man mal eben so schnell liest... Andererseits will ich das Ende wissen!

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



  • Ich bin immer total hin- und hergerissen, ob ich Dornenkuss noch lesen möchte oder nicht...
    Es gibt begeisterte Kritiken und nuja, die, die das Gegenteil zelebrieren...


    Ich war von Splitterherz total entzückt - war meine Einstiegsdroge in die Jugendfantasyliteratur - , aber von Scherbenmond war ich einfach nur enttäuscht.


    Jetzt habe ich total Angst, dass Dornenkuss genauso ein Reinfall wird und meine nostalgischen Erinnerungen an Splitterherz nur noch mehr zerstört... Außerdem ist Dornenkuss mit seinen 800 Seiten nicht gerade ein Buch, das man mal eben so schnell liest... Andererseits will ich das Ende wissen!

    Dann würde ich dir raten, Dornenkuss nicht zu lesen, irgendwo wurde das auch diskutiert, wenn man schon den 2. Band nicht mochte dann wird man sich sehr über den 3. ärgern. Denn er ist noch anders und schon gar nicht wie Scherbenmond. Dann lass dir lieber ne Zusammenfassung vom Buch geben.

    "Ein gutes Buch ist wie ein erholsamer Kurztrip aus dem Alltag."
    »Verlass das Haus nie ohne ein Buch.« Edward Gorey
    "Zu Hause ist da, wo deine Bücher sind" SILBER - Kerstin Gier

  • Yvonne80


    Ich habe einen Teil deines Beitrages "spoilern" müssen da du wichtige Informatonen für zukünftige Leser vorweg nimmst... :!::wink:


    Sorry! Ich danke dir. Ich hatte extra nochmal geschaut aber nichts gefunden wo ich dachte, dass das ein Spoiler wäre.

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)

  • Dann würde ich dir raten, Dornenkuss nicht zu lesen, irgendwo wurde das auch diskutiert, wenn man schon den 2. Band nicht mochte dann wird man sich sehr über den 3. ärgern. Denn er ist noch anders und schon gar nicht wie Scherbenmond. Dann lass dir lieber ne Zusammenfassung vom Buch geben.

    Oh je, deine Aussage schockt mich aber jetzt schon sehr :shock: :shock: :shock: .



    Mir ging Ellie mit ihrer Art eben in Scherbenmond total auf die Nerven, obwohl ihr Verhalten ja einen Grund hatte und erklärbar war.


    In Band 1 fand ich Ellie hingegen toll.
    Ansonsten fand ich die Geschichte nicht so schlimm, mir ging hauptsächlich Ellie auf den Keks, dann dieses Gedöns um diesen ominösen Doktor, die Art, wie sie Gianna eingeführt haben und wie Paul dargestellt worden ist.
    Die Idee an sich mit Hamburg, dem Bruder und seiner Beziehung, Tilmann und seine Einfälle fand ich gut :scratch: .


    Es war einfach bloß nicht mehr so bezaubernd wie Teil 1, sondern wütender, dunkler und rauer - was ja an sich nichts Schlechtes ist.
    Okay, und mir haben die tollen Szenen mit Colins Friesen und der Katze gefehlt und vermutlich

    - eben all das, was Splitterherz ausgemacht hat. Das Magische, Geheimnisvolle, Lustige, Ironische, Liebevolle, Anziehende, Traurige...


    Und nachher lese ich eine Inhaltsangabe zu Dornenkuss und denke mir dann, warum ich nicht das ganze Buch gelesen habe #-o #-o #-o .
    Aber wenn man ein Buch ein Jahr vor sich her schiebt, ist das natürlich wiederum eine klare Aussage...
    Vielleicht sollte ich es mir zum Geburtstag schenken lassen - wenn es mir nicht gefällt, hätte ich schon kein Geld ausgegeben...

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    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
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  • Es war einfach bloß nicht mehr so bezaubernd wie Teil 1, sondern wütender, dunkler und rauer - was ja an sich nichts Schlechtes ist.
    Okay, und mir haben die tollen Szenen mit Colins Friesen und der Katze gefehlt - eben all das, was Splitterherz ausgemacht hat. Das Magische, Geheimnisvolle, Lustige, Ironische, Liebevolle...

    Band 1 fand ich auch bezaubernd und mit Band 2 fing das raue an und wurde im 3. Band mehr. Es war nicht schlecht, aber hatte halt nichts vom Zauber des 1. Bandes. Es haben sich viele Leser beschwert , dass der Band so ist wie er ist und auch ich hatte meine kleinen Problemchen, nicht desto trotz war er gut und voller Tiefe aber halt nicht zu vergleichen mit dem bezaubernden Scherbenmond.

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