Mark Menozzi - The King. Der schwarze König / The king. Il re nero

  • Klappentext:
    Als der junge Warantu-Prinz Manatasi vom legendären Rad des Schicksals hört, in das die Namen der größten Helden eingemeißelt werden, beschließt er, dass eines Tages auch sein Name das Rad zieren soll. Gemeinsam mit dem jungen Schamanen Sirasa verlässt er seine Heimat und bricht auf in die Stadt Kemyss. Doch nach der schicksalhaften Begegnung mit einem kleinen Mädchen, das durch sein enormes magisches Potenzial in großer Gefahr schwebt, macht er es sich zur Aufgabe, das Kind zu beschützen. Es beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf das kleine Mädchen, dessen enorme Zauberkräfte viele dunkle Gestalten für sich nutzen wollen ... Schließlich muss sich Manatasi auch dem grausamen Schwarzen König, der Inkarnation des bösen Dschungelgeistes, stellen. Wird er ihn besiegen können?


    Der Autor: (Angabe im Buch)
    Mark Menozzi, geb. 1974, arbeitete als Klempner und verbarg sein atemberaubendes Erzähltalent. Siebzehn Jahre lang kamen jeden Freitagabend Rollenspieler zu ihm nach Hause, um den unglaublichen Geschichten zu lauschen, die er sich für sie ausdachte. Menozzi kreierte den fantastischen Kontinent Valdar, eine komplexe neue Welt, die er vielleicht besser kennt als die wirkliche Welt.



    Mein Eindruck:
    Manatasi ist ein sehr selbstbewusster junger Warantu-Prinz, der in Begleitung seines sehr jungen und unerfahrenen Schamanen Sirasa nach Kemyss aufbricht. In dieser legendären Stadt will er in Erfahrung bringen, was er tun muss, damit sein Name in das Rad des Schicksals gemeißelt wird. In Kemyss begegnen sie der Warantu-Frau Kade und ihrer Tochter Kestel, die auf der Flucht sind. Kestel hat ein unglaubliches magisches Potential, das sich dunkle Mächte zunutze machen wollen, um den mächtigen Dämonen Olchior zu beschwören.
    Unser junger Prinz macht es sich zur Aufgabe, Kestel zu beschützen und das stellt sich als große Herausforderung heraus. Er lernt dabei Elfen und Krieger kennen, findet Freunde, wo er es vielleicht gar nicht vermutet hätte, rettet schöne Jungfrauen und bekämpft furchtbare Dämonen. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kitschig, ist aber in kurzen Worten der Inhalt dieses Buches. Dabei kommt "Der schwarze König" allerdings gar nicht märchenhaft und romantisch daher, sondern düster, fantastisch und magisch. Es wimmelt nur so von Dämonen, die Menozzi mit unheimlich viel Phantasie und Liebe zum Detail beschreibt. An einigen Stellen merkt man, dass der Autor sich früher Geschichten für Rollenspiele ausgedacht hat. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Es ist actionreich, es wird unheimlich viel gekämpft, die Helden sind eigentlich ständig unterwegs und stürzen von einem Abenteuer ins nächste.
    Die unterschiedlichen Charaktere sind recht gut beschrieben, obwohl mir die fiesen Bösewichte ein wenig zu blass geblieben sind. Es ist schon klar, dass sie böse und grausam sind, aber irgendwie fehlte mir da noch das gewisse Etwas. Bei den Charakteren der "guten" Gegenseite hat das besser funktioniert. Am besten gefiel mir persönlich Maugis, der Dämonenjäger (der mich ein wenig an Madeye-Moodie erinnert hat).


    Alles in allem hat Menozzi eine fantastische Welt erschaffen, in der es von finsteren Gestalten wimmelt. Dies wird übrigens wunderbar durch die Gestaltung des Buches unterstrichen (schwarzer Schnitt). Wer wildes Schlachtengetümmel mag, kommt in diesem Buch voll auf seine Kosten. Es gibt in dieser Welt aber auch Liebe, Freundschaft und die wunderbare kleine Kestel mit ihrer Magie. Und da wir das Thema in letzter Zeit hier im Forum hin und wieder hatten: es sind durchaus ein paar "Anleihen" von Tolkien zu erkennen. Es gibt da eine Szene, in der der Tag anbricht, ein Horn ertönt und die langersehnte Verstärkung in der Schlacht eintrifft :wink: Dennoch ist Valdar anders als Mittelerde und auch die Gemeinschaft, die sich zum Schutz Kestels zusammenfindet, unterscheidet sich von Tolkiens Gefährten.


    "Der schwarze König" hat mich sehr gut unterhalten und erhält von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: Sterne.


    Ein Rat noch: es gibt am Ende ein Verzeichnis der Personen, Wesen und Orte. Dort verrät Menozzi leider schon sehr viel über die Handlung des Buches. Ich habe es ganz schnell gelassen, dort nachzulesen und habe mich trotzdem gut zurecht gefunden :wink:

    Gelesen in 2020: 7 - Gehört in 2020: 9 - SUB: 437


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Danke für die interessante Rezi Hirilvorgul :thumleft:
    ist das Buch denn in sich abgeschlossen oder sind weitere Teile geplant?

    Life isn't about waiting for the storm to pass.....
    it's about learning to dance in the rain!


    2018 gelesene Bücher 45 :study: 20122 Seiten
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  • ist das Buch denn in sich abgeschlossen oder sind weitere Teile geplant?

    Dieses Buch ist auf jeden Fall in sich abgeschlossen. Ich weiß nichts über Fortsetzungen (hab da auch noch nicht recherchiert), möglich ist das natürlich immer und der Schluss würde durchaus weitere Abenteuer zulassen. Irgendwie kann ich mir das aber gar nicht so recht vorstellen.

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  • Dankeschön :)

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  • Ich habe mich sehr schwer getan mit diesem Buch. Die Geschichte an sich fand ich ganz gut und auch die Welt, die Menozzi erschafft, ist sehr vielversprechend. Jedoch fand ich den Schreibstil sehr holprig und krampfhaft (vielleicht lag das an der Übersetzung?). Es ist schwierig zu erklären, was das Problem war... Es kam mir wie ein aneinanderreihen von Informationen vor. Es hat mich nicht gepackt und keine Spannung erzeugt. Viele Dinge sind vorhersehbar und die ganzen Verbindungen wirken irgendwie übertrieben. Innerhalb weniger Seiten entstehen grosse Freundschaften, Liebesgefühle, etc.


    Das Ende hat mich auch etwas enttäuscht, es ging plötzlich alles recht schnell, aber hat die Tür für eine Fortsetzung offen gelassen. Fazit - :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Et que si c'est pas sûr - c'est quand même peut-être"

    - Jacques Brel