Stephen King & Peter Straub: Der Talisman / The Talisman

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Der Talisman

4.5|59)

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 960

ISBN: 9783453877603

Termin: Juli 2004

  • Die Autoren:
    Peter Straub: Peter Straub stammt aus Milwaukee, Wisconsin. Bevor er sich für einige Jahre in England niederließ, studierte er an der Columbia University und in Dublin. Heute lebt er mit seiner Frau auf einer Farm in Connecticut. Straub gilt neben Stephen King als einer der bedeutendsten amerikanischen Horror-Schriftsteller. Er hat weltweit eine große Leserschaft und Fangemeinde, die seinen Büchern regelmäßig zu Millionenauflagen verhilft. Im Wilhelm Heyne Verlag liegen unter anderem vor: "Der Hauch des Drachen", "Geisterstunde", "Das Mädchen", "Das Haus der stummen Fenster" und zusammen mit Stephen King: "Der Talisman" und "Das schwarze Haus". (Quelle: Verlagswebsite)


    Stephen King.Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk. (Quelle: Verlagswebsite)


    Kurzinfo
    Die perfekte Mischung aus Fantasy und Horror. Im Vorläufer zu King/Straubs Bestseller "Das Schwarze Haus" begibt sich der zwölfjährige Jack Sawyer auf eine weite, abenteuerliche Reise, in der Idylle und Entsetzen nahe beieinander liegen. Meisterregisseur Steven Spielberg hat sich die Verfilmungsrechte an "Der Talisman" für "DreamWorks" gesichert. (Quelle: Verlagswebsite)


    Inhalt:
    Jack Sawyer ist zwölf Jahre alt, as ihm etwas Merkwürdiges passiert. Eigentlich ist er nämlich in diesem komischen verlassenen Ferienort nur deswegen, weil seine Mutter, die todkrank ist, mit ihm vor seinem Onkel Morgan Sloat geflohen ist. Hier wollen sie sich verstecken, aber schnell spürt Sloat die Familie seines verstorbenen Freundes Phil Sawyer auf und bedroht sie. Und während er all das eigentlich noch verarbeiten müsste, trifft Jack bei einem seiner Streifzüge durch den Ort Speedy Parker, einen Schwarzen, der gerade dabei ist, Karrussellpferde zu reparieren.
    Speedy Parker scheint ganz genau zu wissen, wer Jack ist, er kennt sogar den lang vergessen geglaubten Spitznamen des Jungen – Travelling Jack. Jack soll angeblich zwischen dieser Welt und einem Ort, der „die Territorien“ genannt wird, wechseln können, und er soll sich auf eine Reise quer über den Kontinent machen, um in Kalifornien einen Gegenstand zu nennen, den Speedy Parker den „Talisman“ nennt. Damit könnte Jack seine Mutter heilen.
    Es klingt verrückt, völlig abwegig. Eine Parallelwelt? – Aber merkwürdigerweise kommen in Jack Erinnerungen hoch, die darauf hindeuten, dass sein Vater tatsächlich in diese andere Welt wechseln konnte, und dass Dinge, die dort geschehen, Auswirkungen auf unsere Welt haben. Und auch an Morgan Sloat erinnert sich Jack plötzlich auf eine Weise, die ihn beschließen lässt, Speedy Parker zu vertrauen, und sich auf den Weg zu machen um diesen geheimnisvollen Gegenstand zu finden, der vielleicht wirklich seine Mutter heilen kann.
    Die Territorien erscheinen Jack dabei zunächst als unheimlicherer Ort, weil er sich in dieser Welt nicht auskennt. Schnell wird ihm aber klar, dass dort zwar auch Gefahren lauern, dass es oft aber die realen Gefahren in seiner eigenen Welt sind, die sehr viel schlimmer sind und ihm viel mehr Angst machen.
    Doch Jack muss nicht nur schreckliche Gefahren überstehen, er findet unterwegs auch einen wundervollen Freund, der alles für ihn gibt. Und er findet heraus, dass das Schicksal seiner Mutter mit dem der Königin der Territorien verwoben ist – so wie sein eigenes mit deren verstorbenen Sohn…
    Es ist eine gefährliche Reise, ein weiter Weg, und um seine Aufgabe gut lösen zu können, muss aus dem kleinen Jungen, der anfangs noch viel Angst hat und am liebsten umkehren und sich bei seiner Mutter verkriechen würde, ein Junge werden, der seine eigenen Ängste besiegt. Eine große Bürde für Jack Sawyer…
     
    Meine Meinung:
    Wenn man vor so einem King-Roman sitzt, weiß man ja schon, dass man auf den kommenden hunderten von Seiten kaum einmal zur Ruhe kommen kann. Es passiert einfach sehr viel – auch in diesem Roman, und am Ende sitzt man da und hat einen sehr gut erzählten, sehr spannenden, traurigen, komischen und unheimlichen Roman beendet. King bringt mich auch mit diesem Roman zum Lachen und zum Weinen, manchmal sitzt man fassungslos da und manchmal wird man richtig wütend. Dass es dabei gerade unsere reale Welt ist, die so voller Grausamkeit und Schrecken steckt, verwundert nicht, macht einen beim Lesen dann aber doch sehr nachdenklich.
    Jack ist ein Protagonist, den man schnell gern hat und mit dem man die knapp tausend Seiten mitfiebern kann, weil er immer glaubwürdig beibt. Er ist kein Superheld und kein Angsthase, er entwickelt sich im Laufe seines Abenteuers und das ist gut gemacht und geschieht so, dass es einem selbst auch erst Schritt für Schritt auffällt.
    King und Straub ziehen durch den Anfang und den Schluss ihres Romans explizit eine Parallele zu „Tom Sawyer“. Dazu kann ich mich nicht äußern, da ich – Asche auf mein Haupt – diesen Roman nicht kenne. Die Zitate aus dem Roman jedenfalls passen sehr gut zu Jack Sawyers Abenteuer. Es gibt aber auch Parallelen – manche explizit, manche implizit – zu Tolkiens „Herr der Ringe“. Das fand ich ehrlich gesagt besonders interessant, und wenn man über beide Romane nachdenkt, fallen dabei noch mehr Einzelheiten auf als es beim Lesen selbst der Fall war. Das macht auf jeden Fall auch einen Reiz dieses Romans aus.
    Zwar habe ich nach dem Lesen von „Der Talisman“ immer noch nicht so ganz verstanden, wie das mit den Twinnern funktioniert, aber das mag an mir liegen. In jedem Fall würde ich dieses sehr schöne Buch weiterempfehlen.
     :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Danke für die Rezi, Strandläuferin. Ich bin ganz erstaunt, dass zum "Talisman" noch kein Thread existiert hat. Gehört er für mich doch zu den besten Büchern meines Lieblingsautoren (auch wenn hier natürlich Peter Straub seinen Anteil hat). Für mich ein ganz klares :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: -Buch, ein Leseerlebnis, das ich nie vergessen habe.

    :study:Derek Landy - Demon Road 03: Finale infernale

    :study: 2018 gelesen: 14  :study: SUB: 325

  • Vielen Dank diese wunderbare Rezi, Strandläuferin. Der ist einfach nichts mehr hinzuzufügen, außer meiner :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: -Bewertung. (auch wenn ich die Twinner-Problematik auch nicht so ganz durchschaut habe :wink: )

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Gehört er für mich doch zu den besten Büchern meines Lieblingsautoren (auch wenn hier natürlich Peter Straub seinen Anteil hat). Für mich ein ganz klares :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: -Buch, ein Leseerlebnis, das ich nie vergessen habe.


    Dem schließe ich mich an. Für mich eines der besten Bücher von Stephen King. Zu Peter Straub kann ich nicht viel sagen, da ich erst eins von ihm gelesen habe und ich auch eher Kings "Handschrift" in "Der Talisman" bemerkte.
    Ich vergebe fünf Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: 
    Kapo, nur dich habe ich in der Leserunde vermisst und mich gewundert, dass du nicht dabei warst. :friends:

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • Kapo, nur dich habe ich in der Leserunde vermisst und mich gewundert, dass du nicht dabei warst. :friends:

    Ja, das hat mir im Nachhinein genauso leid getan wie damals schon bei der "Es"-Leserunde, dass ich mich nicht mit angemeldet habe :cry: . Aber schön, dass Du mich vermisst hast. :friends:

    :study:Derek Landy - Demon Road 03: Finale infernale

    :study: 2018 gelesen: 14  :study: SUB: 325

  • Ich habe den Talisman schon viele Jahre ungelesen in meinem Schrank stehen. Wollte erst anfangen, wenn ich auch den zweiten Teil habe. Diesen habe ich mir dieses Jahr gekauft. :loool: Und wenn ich eure positiven Meinungen höre, dann bin ich doch froh, dass ich mir dieses Schmuckstück so lange aufgespart habe.
    Freue mich schon richtig aufs Lesen. Wenn ich die beiden Bücher zu Ende gelesen habe, dann fehlt mir nur noch "Qual" und dann habe ich alle Stephen King Bücher gelesen. :cry:

  • Ein wunderbares Buch. Es ist mehr als 20 Jahre her, dass ich es gelesen habe. Und noch heute habe ich einige Szenen bildlich vor Augen. Es ist der perfekte Mix aus Fantasy und Horror. Und ich kann es jedem Fan dieser Genres empfehlen. Eines der Meisterwerke von King.


    Die Fortsetzung "Das schwarze Haus" habe ich mir dann viele Jahre später auch sofort gekauft, aber das hat mich nicht mehr so vom Hocker gehauen.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Ich kaufe keine Bücher. Ich adoptiere sie. :uups: 
     :study: Das Blut der Rebellin (Sabrina Qunaj)






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