Martin Schüller - Das ewig Böse

  • Klappentext:


    Ein Serienmörder in Münster?


    Eine Wohltätigkeitsgala im Polizeipräsidium Münster endet mit einem Skandal: Bei einem Zaubertrick von Hobbymagier Professor Boerne erklärt eine junge Frau unter Hypnose, ihr vor kurzem verstorbener Großvater, Oberhaupt einer Münsteraner Dynastie, sei vergiftet worden. Wenig später fallen dem Giftmörder unter anderem ein Gleitflieger und ein Pudel von Boernes ehemaliger Grundschullehrerin zum Opfer. Anfangs ist es ein Rätsel, wie die bizarren Morde zusammenhängen, doch dann stoßen Thiel und Boerne auf ein dunkles Familiengeheimnis.


    Eigene Inhaltsangabe:

    Die Familie Meier wollte eigentlich nur ein klassisches Sonntagspicknick im Grünen verbringen. Dieses wird jedoch unglücklicherweise von einem Drachenflieger gestört, der tot vom Himmel mitten in die beschauliche Familienatmosphäre stürzt.
    Zeitgleich versucht sich Professor Boerne als Magier auf einer Trauerfeier in einer Keksfabrik. Er hatte seinen großen Auftritt gewohnt penibel vorbereitet, als er abrupt zu dem toten Drachenflieger gerufen wird.
    Schnell stellt Boerne fest, dass dieser offensichtlich an einer Überdosis Drogen verstorben ist, und kehrt zu seiner Show zurück.
    Als er die Tochter des Firmeninhabers zu Unterhaltungszwecken hypnotisiert, schreit diese plötzlich in Trance, dass der Verstorbene vergiftet wurde. Thiel und Boerne lassen die Leiche exhumieren und stellen schnell fest, dass dieser Vorwurf den Tatsachen entspricht...


    Eigene Meinung:


    Es ist immer schwer, ein Buch nach einem Film zu schreiben. Immer mal wieder wurden solche Versuche unternommen, aber keiner war wirklich gut. Anders verhält es sich mit der "Tatort"-Reihe des Emons Verlags. Diese wurden aus den Drehbüchern adaptiert und geben die Filme extrem authentisch wieder.


    Fans des Münsteraner "Tatorts" mit den Ermittlern Frank Thiel und Professor Karl-Friedrich Boerne werden das Buch "Das Ewig Böse" lieben.
    Der gleichnamige "Tatort"-Fall aus dem Jahr 2006 wurde für dieses Buch 1:1 angepasst.


    Mit dem gewohnten Witz des Münsteraner Tatorts ermitteln sich Thiel und Boerne durch die örtliche High Society.
    Es ist sicherlich keine Überraschung, dass Professor Boerne auch in diesem Fall privat involviert ist. Das Milieu ist eine reiche und intrigante Unternehmerfamilie, die vor allem eine komplexe Struktur hat. Diese wird jedoch im Buch wunderbar aufgedröselt, sodass keinerlei Verzettelungsgefahr besteht.
    Wie vom "Tatort" gewohnt gibt es auch in "Das Ewig Böse" sehr viele Wendungen, die den Fall bis zum Ende spannend halten.


    Da ich glücklicherweise in der Lage bin, den Film mit dem Buch zu vergleichen, kann ich sagen, dass sich beide fast aufs Wort gleichen. Man merkt deutlich, dass nach dem original Drehbuch gearbeitet wurde. Sämtliche Situationen, insbesondere aber die Dialoge wurden identisch übernommen. Dadurch ist es ein Leichtes, sich bei der Lektüre die aus dem Fernsehen bekannten Figuren ins Gedächtnis zu rufen. Fast macht allerdings das Lesen mehr Spaß.


    "Das Ewig Böse" ist nicht nur eine hervorragende Adaption, sondern vor allem ein genialer Thriller, der eine Menge Freude bereitet und spannende Unterhaltung bietet.


    (Diese Rezension wurde von mir selbst für das Webzine NecroWeb.de verfasst.)

    “Ich hoffe mein Schaden hat kein Gehirn genommen.” – Homer Simpson